Roadtrip Kolumbien - welches Auto?

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Boris2505
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Roadtrip Kolumbien - welches Auto?

Beitragvon Boris2505 » 10. Jan 2018, 15:26

Beitrag von Boris2505 » 10. Jan 2018, 15:26

Hallo zusammen,

meine Freundin und ich planen einen Roadtrip durch Kolumbien. Wir würden das Auto gerne in Cartagena anmieten und nach ca. 2 Wochen in Bogotà abgeben.

Frage: Welche Art von Auto könnt Ihr empfehlen? Ist ein Kleinwagen ausreichend oder sollten wir lieber nach einem SUV Ausschau halten?

Danke und viele Grüße,
Boris


OliCO
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Roadtrip Kolumbien - welches Auto?

Beitragvon OliCO » 10. Jan 2018, 16:09

Beitrag von OliCO » 10. Jan 2018, 16:09

Ein echter 4x4 (kein Plastik-ModeSUV mit Einzelradaufhängung) wäre zu empfehlen, gerade, wenn ihr ein bisl aufs Land oder gar in die Berge wollt.


Gordi_K
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Beitragvon Gordi_K » 10. Jan 2018, 16:59

Beitrag von Gordi_K » 10. Jan 2018, 16:59

Das beste Geländewagen ist ein Firmenauto... :-)

Also - wenn man den Urwald mit dem Auto nicht durchqueren will und keine Offroad-Erfahrungen hat, wird man schon mit einem Kleinwagen in Kolumbien durchkommen und wie der Spruch mit dem Firmenauto sagt - auch mit PKW kommt man ziemlich weit, wenn man sich nicht fürchtet, etwas Erfahrung hat und Gehirn verwendet.

Das Problem mit gutem Geländewagen ist, dass wenn er stecken bleibt, dann ist es oft ziemlich schwer ihm zu bergen - man muss zuerst ein Fahrzeug finden, der soweit kommt wie der gute Geländewagen und die 3 Tonnen Masse im Schlamm bewegen kann... Und wenn du Offroaderfahrungen hast, kommst du doch auch mit dem "Einachser" auch ziemlich weit - ähnlich weit wie mit SUV mit Sommerreifen mit niedrigem Profil auf Alufelgen (auch die zerkratzten Felgen will das Mietunternehmen bezahlen...)

Ich würde Dacia (also in Kol. Renault) empfehlen, die Fahrzeuge sind etwas höher und daher etwas "geländetauglicher" (Sandero hat Bodenfreiheit beladen min 163mm - ähnlich wie die Stadt-"Offroader"), wenn man stecken bleibt, kommt man mit Hilfe von 2 starken Männer wieder los (das Auto ist leicht), das Vermieten wird nicht so teuer sein. Am Lande sind die Wege nicht asphaltiert, aber es sind keine Offroadpartien, sondern eher steile Sandwege (also nach wirklich starkem Gewitter sind es oft keine Straßen mehr...). Wollt ihr auf Sandwegen fahren, dann würde ich bei der Übergabe unbedingt prüfen, ob das Auto einen vollwertigen Reserverad im einwandfreien Zustand hat (mit Luft) - nicht nur ein Reifenreparaturset oder Notfelge mit Notreifen.

In touristischen Regionen gibt es überall Straßen wo man mit PKW problemlos durchkommt (Standardfahrzeug in Kolumbien ist Chevrolet Spark - also Dacia Sandero ist fast der kolombianische LR Defender... :-) ). Generell sind die Fahrzeuge in Kolumbien klassische "Straßenfahrzeuge". Und vor allem - zwischen den Städten gibt es sehr schöne Straßen - also wenn man kein Offroaderlebniss haben muss, dann kann man auf fester Straße bleiben.

Falls ihr euch auf schlechten Straßen bewegen wollt, empfehle ich bereits zerkratzten Fahrzeug zu mieten - da merkt einen Kratzer mehr keiner.
Zuletzt geändert von Gordi_K am 10. Jan 2018, 17:20, insgesamt 3-mal geändert.


OliCO
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Roadtrip Kolumbien - welches Auto?

Beitragvon OliCO » 10. Jan 2018, 17:12

Beitrag von OliCO » 10. Jan 2018, 17:12

Ich hatte immer Chevy Spark gemietet, war gut in Barranquilla und billig (99k/Tag), hat auch für den Trip hoch nach Minca gereicht mit der neuen Straße. Auf der alten hätte ich damit nicht fahren wollen. Jedoch weiter Richtung Pozo Azúl wäre so ein Fahrzeug sicher nicht mehr ausreichend gewesen.

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Karibikotto
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Beitragvon Karibikotto » 10. Jan 2018, 19:32

Beitrag von Karibikotto » 10. Jan 2018, 19:32

@Boris2505

wenn du es dir leisten kannst, dann nimm einen SUV. Mehr Komfort und etwas mehr Sicherheit bei einem Unfall.


Don-Pedrinio
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Beitragvon Don-Pedrinio » 11. Jan 2018, 14:34

Beitrag von Don-Pedrinio » 11. Jan 2018, 14:34

So geil, Vollprofis am Werk.
Zwischen 2005 und 2015 habe ich mit dem alten Mazda weit über 100 000km durch Kolumbien gemacht. Und die alte Karre war alles andere als ein Offroader und dennoch bin ich immer überall gut durchgekommen.
Aber seit 2005 bis 2017 sind sehr viele Strassen erheblich verbessert worden.
Schlammstrassen und Sandwege ufff Märchen der Gebrüder Grimm.
Um sowas zu erleben musst du A) wirklich komplett weg vom Verkehr, also tief hinein in die Llanos oder B) üblich = dann bist du zumeist nicht der einzige auf der Strasse. Erlebst du solches, dann hat genau dort ein Erdrutsch stattgefunden. Es sind Baumaschinen vor Ort welche im allerschlimmsten Fall Autos mit Abschleppseilen durch unbefahrbare Wege ziehen (1 einziges Mal erlebt, es war eine Steile Rampe die kein Auto meisterte ca. 2009). Mehrere Male musste ich warten bis Bulldozer oder Bagger die Piste Befahrbar gemacht hatten (zuletzt Jan 2017). Am längsten hatte ich ca. 6 Std. vor einem Lawinenkegel gestanden bis man weiter konnte. Damals wurde dort kurzerhand eine Piste drüber hinweg gebaut. Klar haben in solchen Fällen Kleinwagen mit niedriger Bodenfreiheit ihre liebe Mühe.
Wirkliche Schlammlawinen gab es regelmässig zwischen Santafe Antioquia und Turbo. Ehe eine solche geräumt ist, wird niemand durchgelassen. Im Schritttempo wird einspurig der Verkehr durch solches gelenkt. Bleibst du hängen ist Hilfe sofort zur Stelle.
Sogenannte Sandwege gibt es. Ja. In der la Guajira. Dort regnet es fast nie, es ist eine Wüste und diese Wege sind stark befahren, der Boden also gut festgedrückt.
Was du hast, aber eher dann, wenn du wirklich die Hauptverkehrswege verlässt, Strassen die unter den starken Regenfällen stark leiden. Sind diese Asphaltiert, so gibt es hunderte von Schlaglöchern. Oft so gross und tief, dass du diesen besser ausweichst. Sind es Kiesstrassen, so frisst Wasser kleine bis 30cm Tiefe Rinnen in den Weg welchen es auszuweichen gilt. Zumeist siehst du aber die Reifen abdrücke anderer Fahrzeuge welche vor dir passierten und dir den Weg zeigen.
Wirklich brenzlige Situationen habe ich noch nie erlebt. Einzig musst du an schwierigen Stellen das Tempo auf wenige Km/h anpassen, ganz selten einen Stein wegräumen. Im Schlimmsten fall sitzt nur 1 Passagier im Auto.
Natürlich würdest du Strassen finden wo es kaum mehr weiter geht. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass meine Vorschreiber schon dort waren. Von Yopal und von Villavicencio aus hinein ins Niemandsland Richtung Brasilien. Die ersten 50 bis 100km in gutem Zustand aber umso weiter hinein ins Guerilla Gebiet umso schlechter die Strassen. Dort in den Llanos regnet es fast täglich und zumeist Sintflutartig. Ist die Strasse nicht asphaltiert, hält jeder an (auch ich damals). Dort findest du Schlammstrassen wo du dich mit einem Offroader «austoben» kannst. Dein Auto wird innert einer Stunde feuerrot verschmutzt sein. siehst kaum mehr richtig aus den Fenstern. Zurück auf die Hauptverkehrsadern ist der erste Gang dir dein Auto waschen zu lassen. Dort in den Llanos und halb Jungle ist es wirklich krass. Es ist ein bares Abenteuer und nicht ungefährlich.
Du schreibst aber von 2 Wochen von Cartagena bis Bogota. Kaum wirst du in so kurzer Zeit bis in die tiefen Llanos und Niemandsland vordringen.

Jetzt fahre ich seit 2 Jahren einen Offroader aus folgenden Gründen=
Nach wie vor liebe ich mein Leben. In einem Offroader bin ich bei einem Unfall etwas besser Geschützt als in einem Kleinwagen.
Ich habe ein Auto gewählt mit einem starken Motor wo ich problemlos die schweren und starken Trucks überholen kann. Mit dem alten Auto musste ich oft 3 Mal überlegen ehe ich zum Überholen ansetzte.
Nachdem ich nun wirklich fast ganz Kolumbien kenne will ich auch abgelegene Wege befahren wo ich zuvor mich nicht hinwagte, da ich nicht wusste was mich da alles erwartet. Meine alte Karre mit zuletzt 19 Jahren, wollte ich in den letzten Lebensjahren mit solchem nicht zu stark strapazieren.
Mein Auto jetzt ist ein 7 Plaetzer und diese waren schon oft alle besetzt.

Fazit = willst du ein Kolumbien erkunden, bei welchem du nicht wirklich die Hauptverkehrswege verlässt, dann schaue besser auf eine starke Motorenleistung als auf Allrad. Auch ein bisschen mehr Blech um dich herum schadet nicht. Gute Bodenfreiheit ist wichtig! Die starken Trucks und vor allem wenn sie leer sind, sind oft schwer zu überholen. Bei erlaubten 80km/h ausserorts Brettern diese oft 90 und mehr. Eher über kurz als lang wird die Autokolone aber auf ein langsames Fahrzeug stossen und alle wollen dran vorbei. Oft sind es ganze Konvoy die es zu überholen gilt. Darum geht für mich die starke Motorenleistung weit über die Variante SUV oder gar Allrad.


OliCO
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Beitragvon OliCO » 11. Jan 2018, 14:50

Beitrag von OliCO » 11. Jan 2018, 14:50

NIcht nur in den Llanos findest Du mit einem Kleinwagen nicht passierbare Wege, Du "Experte". Beispiel: Fahr mal von Minca nach Ciénaga. Traumstrecke, aber ohne 4x4 nicht zu schaffen. Stellenweise schwieriger als die alte Straße von Santa Marta nach Minca.

Könne jetzt noch viele Beispiele nennen, aber ich habe den Eindruck, hier geht es nur darum, sich gegenseitig zu übertrumpfen.


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Beitragvon Gordi_K » 11. Jan 2018, 15:44

Beitrag von Gordi_K » 11. Jan 2018, 15:44

Also den Don Pedrinio würde ich schon als Experten bezeichnen - und überrascht mich nicht, dass er über Kolumbien-Neulinge lacht...

Um es zu entspannen - die besagte Route Minca - Ciénaga kann man auf StreetView finden und "durchfahren". Man kann also selbst beurteilen, wie schwierig die Straße ist. In den Dörfern sieht man auch, welche Fahrzeuge die Einheimischen haben.

Boris kann auch StreetView dazu nutzen, die geplante Route sich anzuschauen. Fast sicher wird es überall schöne Straße mit Asphaltbelag geben.


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Beitragvon OliCO » 11. Jan 2018, 16:03

Beitrag von OliCO » 11. Jan 2018, 16:03

Ich zweifle seine Expertise gar nicht an, aber der abschätzige Ton muß nicht sein, auch wenn man mehr Erfahrung hat als alle anderen zusammen.

@StreetView: wow, habe ich mir gerade angesehen. Da ist sogar noch die "alte" Straße von Santa Marta verewigt und auf dem Weg nach Ciénaga sind sie anscheinend sogar zu Fuß ein paar Mal auf die Berge gestiegen, nicht schlecht!


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Beitragvon Don-Pedrinio » 12. Jan 2018, 04:59

Beitrag von Don-Pedrinio » 12. Jan 2018, 04:59

In eurer besagten Gegend kenne ich mich nicht gut aus. Aber sieht nett aus auf Street view. Die alte Strasse ab el Carmen, wie auch die komfortablere ab Santa Marta.
Frage: ist es da immer so trocken wie es die Bilder zeigen? Dann geht für mich diese Strecke noch unter: «angenehm befahrbar»
Solches wie auf diesem Video Region 11 Minuten, das nenne ich schwierige Passagen.

=> youtube.com/watch?v=YY4JO2TWmBs

und solches gibt es als Verbindungen von Regionen. Z.B. hier ab 7 Min. Dept Antioquia mit Dept. Risaralda.

=> youtube.com/watch?v=-PhuxD1sG8k&index=8&list=PLLCvV_YamM27ana4OLOFIeTeHTHq8dWx9

ihr hättet Kolumbien vor 10 Jahren sehen sollen. Die Strassen zwar breiter als eure Beispielstrecke aber bedenklich schlechter waren verschiedene Hauptverkehrswege. (vielleicht finde ich noch irgendwo uralte Fotos von der damaligen Strasse Medellin – Turbo). Sehr schlimm war damals auch eine Strecke Popayan – Pasto und jene Strasse verbindet immerhin ein Kolumbien mit einem Ecuador.
Das von euch als Beispiel genommen ist eine komplette Nebenstrasse die zu einem Bergdorf führt. Wollt ihr also einem Kolumbien Neuling diese Strecke als typisch Kolumbien verkaufen? Wenn ja, dann habe ich keine Einwende zu eurer Beurteilung meiner Person.
Solches und weit schlimmeres findet ihr überall im Land. Es sind denn aber wie ich betone nicht mehr Hauptverkehrswege, sondern nur noch Verbindungen an ein Dorf oder kleinere Täler. Die von euch gewählte Strecke ist Basis für den Tourismus zum Nevado nehme ich an. So frage ich denn, fährt der Tourist mit seinem eigenen Auto da hoch, oder wird er ab Santa Marta hingefahren? Wird der Touri hingefahren, dann sind die wirklichen Benutzer dieser Strassen Menschen welche mit diesem Dorf regelmässig zu tun haben.

Übrigens habe ich bezüglich dieses Typen (Videos oben) extra einen Faden eröffnet. Per Zufall habe ich heute auf Facebook einen Link zu ihm gesehen und danach stundenlang Videos studiert. Von echten Traumecken Kolumbiens. Für wirklich jeden Geschmack ist in seinen ca. 100 Videos was dabei. Ecken von denen hier noch nie jemand schrieb.
Alle schwärmen von Cano cristales. Schon mal was von dem hier gehört = Quebrada las Gachas? Ich auch nicht.
Hier im Video bei 6 Min. hat mich von allem bisher gesehenen am meisten beeindruckt.
=> youtube.com/watch?v=a0wIeZ4Xqe8&t=18s

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hoffnung_2013
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Beitragvon hoffnung_2013 » 12. Jan 2018, 05:29

Beitrag von hoffnung_2013 » 12. Jan 2018, 05:29

Wau, wau, wau. Der Junge hat etwas drauf!
Und wenn du schon sagst, "das kenne ich nicht", dann ist es wirklich sehr versteckt.
Danke an den Experten (ohne Ironie und Zweifel)!
Gruß
P.


OliCO
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Beitragvon OliCO » 12. Jan 2018, 10:28

Beitrag von OliCO » 12. Jan 2018, 10:28

Nein, leider ist es da nicht immer so trocken. Besonders die Straße nach Ciénaga führt stellenweise über eine Wetterscheide und in der Regenzeit würde ich mir nicht zutrauen, diese zu befahren. Man kann schon, wenn es trocken ist, gut erkennen, was da teils für Wassermassen fließen müssen, wenn es regnet.

Nein, diese Straße ist nicht natürlich "typisch Kolumbien" (was ist das schon, bei einem so vielfältigen Land). Es sollte initital als (kleines) Beispiel dienen, daß man eben auch außerhalb der Llanos mit einem Geländefahrzeug gut beraten ist, wenn man die - inzwischen wirklich zumeist sehr guten - Überlandstraßen verläßt und was erleben will.

Wow, das Video ist schon nicht schlecht. Ich habe auch 'ne Mavic Pro. Vllt. sollte ich mal Ähnliches versuchen, wenn wir - im April oder so - durch die Gegend um Chinú fahren. Aber ich fahre leider nicht Motorrad ;)

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Macondo
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Beitragvon Macondo » 12. Jan 2018, 13:57

Beitrag von Macondo » 12. Jan 2018, 13:57

Super die Videos, danke Don P. !!

Bin nun stark am zweifeln, ob ich nicht lieber ein geländegängiges Motorrad hätte kaufen sollen. Meine BMW ist eine Roadster (R1200R).
Damit werde ich mich wohl kaum durch solche Matschlöcher der Nebenstrassen, wie in den youtube Filmen des jungen Amerikaners (Sam) wagen, schon gar nicht mit meiner Frau hintendrauf. Sam empfiehlt eine Kawasaki KLR 650, die in jedem pueblo repariert werden kann, womit er vollkommen recht hat. Ein Allrad-Auto für solche Reisen zu wählen hat durchaus grosse Vorteile, bin mir aber nicht sicher, ob es mir Spass machen würde. Es müsste allerdings, wie oben beschrieben, ein echter Allradler sein, sonst bleibt man des öfteren stecken....und wer holt dich aus dem Dreck? (Don-P. erwähnte oben seinen 7-Plätzer :D )
Fazit: um die wunderbaren Touren von Sam auf Nebenstrassen zu machen, sollte man sich über das geeignete Gefährt vor dem Start genauestens Gedanken machen. Ein SUV ist für Asphalt ok, wegen der Bodenfreiheit, meisstens sind es aber keine 4 x 4. Ich glaube zB ein älterer Toyota Prado wäre gut für unbefestigte Strassen, und für Motorradfans die KLR 650.


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Beitragvon OliCO » 12. Jan 2018, 14:11

Beitrag von OliCO » 12. Jan 2018, 14:11

Mein Favorit ist ein (älterer) Toyota Hilux. Damit kommt man überall durch und den kann dann auch fast jeder Dorfschmied wieder fixen, wenn was ist. Außerdem ist es egal, wenn was drankommt.


Don-Pedrinio
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Beitragvon Don-Pedrinio » 12. Jan 2018, 17:04

Beitrag von Don-Pedrinio » 12. Jan 2018, 17:04

Danke für die Blumen, aber wenn ich Sams Videos ansehe fühle ich mich teilweise nur noch als Laie. Mich würde Wunder nehmen woher der Typ diese Infos hat.
Habe etwa 15 Videos angeschaut gehabt und war vor allem der Bilder mit der Drohne einfach nur am Staunen. Aber auch sonst weiss sich der Junge gut zu organisieren. La Guajira als Beispiel. Da kauft er 2 Schachteln Lebensmittel, warum blos diese blöden Bilder. 1 Min später wird man aufgeklärt und ich fand es toll wie er das machte.
Oder der Film rund um Salgar, wo er eine Kaffeefinca besucht und so wie es aussieht jene sich auf Touristenbesuche eingestellt haben und Traumsuiten mitten in der Wildnis anbieten.
Was mich an ihm stört sind seine ständigen Werbungen seiner Firma. Man sieht, dass er sich gerade mit diesen Videos was am aufbauen ist. Am Ende = gute Idee.

Sobald es Regenzeit ist, wird ein halbes Kolumbien schwierig fahrbar.
Hiesse für Boris
1. Welcher Typ Auto
2. In welcher Jahreszeit wäre es für uns am geeignetsten, damit wir nicht überall verregnet werden.
= Antwort entweder zwischen Dezember und Februar oder dann Juni bis Aug.
Erst gerade am 31.12. war in die Hauptverbindung Medellin – Santafe ein grosser Erdrutsch und dieser zwang sehr viele Einheimische am 1. Und 2. Einen Rückweg zur Arbeit via Bolombolo und Mehrreise von 3 Std. auf.

mein Veracruz hat zuschaltbarer Allrad ist aber ein Automat. brauchte den Allrad aber bisher noch fast nie.