Campervans vermieten / Wohnmobil kaufen

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Dee-No
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Campervans vermieten / Wohnmobil kaufen

Beitragvon Dee-No » 9. Mär 2018, 04:12

Beitrag von Dee-No » 9. Mär 2018, 04:12

Gibt es in Kolumbien effektiv keine Campervan Vermieter (à la Wicked)?! Habe im Internet nix gefunden.

Jetzt mal ganz naiv gefragt, was spricht denn dagegen d.h. wo seht ihr allfällige Probleme / Herausforderungen?

Hat jemand von euch Erfahrung im Fahrzeugvermietungsgeschäft?

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Fusagasugeno
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Beitragvon Fusagasugeno » 9. Mär 2018, 06:17

Beitrag von Fusagasugeno » 9. Mär 2018, 06:17

Kolumbianer campen und Zelten nicht. Daher dürfte es sehr schwer sein einen in Miete zu finden
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)


Gordi_K
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Beitragvon Gordi_K » 9. Mär 2018, 10:41

Beitrag von Gordi_K » 9. Mär 2018, 10:41

Kolumbianer zelten schon, aber nur dort, wo es sicher ist.

Herausforderung sehe ich darin, ein so teures Fahrzeug gegen ev. Diebe am Lande zu verteidigen. Da bräuchte man schon gute militärische Ausbildung und automatische Waffen... :-)

Verfolge ein paar Wochen die kolumbianischen Nachrichten und wirst verstehen, dass ich zwar übertreibe - aber nicht so viel. Mit einem Fahrzeug im Wert von 100.000 € + würde ich nie die kolumbianische Großstädte verlassen - und in der Stadt zu Campen ist langweilig.


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Beitragvon Dee-No » 9. Mär 2018, 18:25

Beitrag von Dee-No » 9. Mär 2018, 18:25

@Fusagasugeno

Weiss man denn warum die Kolumbianer nicht campen/zelten gehen?
Fakt ist, insbesondere die Europäer stehen seit jeher voll drauf und mit der stetigen Zunahme an Touristen, könnte dies doch zu einem guten Geschäft werden!?

@Gordi_K

Ach ich würd die Dinger natürlich mit 360°-Flammenwerfer ausstatten :P
Spass beiseite, ich hab durchaus mitgekriegt was hier so abgeht (u.a. die ELN Aktion vor ein paar Wochen), aber mit der nötigen Vorsicht, guter Vorabklärung und entsprechender Information & Instruktion der Mieter sind meines Erachtens die meisten touristischen Ziele ohne übermässiges Risiko zu erreichen.
Desweiteren spreche ich ja auch nicht von Luxus-Campern/-Mobilehomes für 100'000+, sondern von einfachen aber praktischen und möglichst unauffälligen Campervans, die sich wohl für weit unter 50'000 realisieren lassen würden.



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Don-Pedrinio
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Beitragvon Don-Pedrinio » 9. Mär 2018, 20:06

Beitrag von Don-Pedrinio » 9. Mär 2018, 20:06

Für mich sind es eine Reihe von wichtigen Gründen warum Kolumbianer nicht campen.
Der erste und wichtigste ist, dass sie solches nie gelernt haben oder nie lernen konnten da sie über Jahrzehnte im Kriegszustand waren.
Ein sicheres Übernachten dadurch für sie nur in einem Haus stattfinden kann.
Heute im Jahre 2018 wär diese und billigste Art zu reisen unbedingt etwas was für die mehrheitlich ärmere Bevölkerung in Betracht gezogen werden sollte.
Unter anderem genau mit diesem Thema befasse ich mich seit rund 2 Jahren. Nach meinem nächsten und längerem CH Aufenthalt bin ich soweit, dass ich es angehen kann dies in Tat umzusetzen. Aber vorerst mehr als Anhängsel von etwas anderem.

Ein weiterer Hauptgrund warum bis heute ein Campen in Kolumbien verpönt ist =
Ein ordentlicher Campingplatz bedarf einer guten funktionierenden Infrastruktur (Bad / DU usw. bis hin zu Küchen und Waschmöglichkeiten von Kleidern und Geschirr.
Solches wird lediglich an Orten angeboten wo Mensch aber auch in Cabanas übernachten kann, und den eher nur Kinder in Zelten schlafen. (hier in Antioquia gibt es in San Jeronimo 2 solche Möglichkeiten. Sowie in der Nähe von Guatape).

Ein weiterer Punkt stellt für mich das Klima dar. (okay mich interessiert aber auch nur meine Heimat Dept. Antioquia). Dort wo es schön ist, ist es zugleich aber auch eher kalt. Oder wo in Kolumbien findet man einen schönen See oder Fluss und in einer satten Grünen Landschaft, wo es dann auch eher tropisch ist. Sobald es flach und tropisch wird, sind fast alle Gewässer schmutzig.
Der Europäer liebt es an Wasser zu campieren. Sowie das Campingplätze nach Möglichkeit über diverse schön Schwimmbäder verfügen. Eine solche Infrastruktur erstellen ist sehr kostspielig. Heisst, dass sowas nur da erstellt werden kann, wo Tourist (und ich spreche hier vom Einheimischen) sich auch angesprochen fühlt dort verweilen zu wollen, ohne dass ihm die ganze Palette offeriert wird.

In einer CH Presse war gerade dieser Artikel zum Thema Camper und Kolumbien=
viewtopic.php?f=9&t=13627
unter anderem schneiden sie an, dass sie mit einer CH Autonummer unterwegs sind und gerade deswegen überall freundliche und hilfsbereite Menschen kennen lernen.
In einem Camper Kolumbien bereisen also gar nicht so abwegig ist, wie manche glauben.

Per Zufall bin ich dann auf GoogleMaps noch auf diesen Camper gestossen. Er hat dann genau dort angehalten was mich interessierte. Die Abzweigung zum letzten Bahnhof vor dem Tunnel.
=> google.com.co/maps/@6.5383398,-75.1292712,3a,60y,158.7h,76.76t/data=!3m6!1e1!3m4!1slqjcZBrklZ8CkbiVrlXxpg!2e0!7i13312!8i6656?hl=de
die Tafel über dem Camper ist irreführend, da genau 100m von dieser Stelle die Abzweigung zum Tunnel ist.

Hier noch ein Anhängsel der anderen Art:
Von jedem der mit einem Fahrzeug in Kolumbien unterwegs ist, entnehme ich immer genau dass, was ich selber auch fühle wenn ich reise. Um dies zu verstehen muss man lange genug in Kolumbien unterwegs sein.
Heute 2018 ist praktisch gesamt Kolumbien dass vom Touristen – ob Einheimisch oder Ausländer – bereist wird, genau AUSSERHALB der Städte am sichersten.
Von damals bei meinen ersten Reisen innerhalb Kolumbien gibt es dies zu berichten:
2007 Medellin die ganze Stadt für mich 100% sicher. Einmal habe ich einen Bekannten in einem Spital Estrato 2 besucht. Abends. Ich ging nach draussen. Jemand fragte: du hast Angst, richtig? Ja. Hier brauchst du keine Angst zu haben, hier ist alles sicher.
Im gleichen Jahr 2007 als 2 CH mich besuchten und wir in Pereira unterwegs waren: im Hotel und überall sagte man uns: bitte benutzt nur bestellte Taxis. Geht nachts nie zu Fuss aus dem Hotel.
2008 in Neiva. Mein Hotel war im Zentrum der Stadt. Nachts konnte ich dahin nur mit Polizei Eskorte zurückkehren.
Die Sicherheitslage verändert sich fortlaufend. Nicht überall war es gleichzeitig sicher, sondern nach und nach. Kleinere Staedte erst Jahre spaeter sicher waren.
identisch verleuft es im umgekehrten Sinn. Heute nimmt in den grossen Städten die Kleinkriminalität massiv zu. Während ausserhalb der Städte man davon nicht oder sehr wenig spürt. Heute als Beispiel ein Pereira gegenüber Medellin um Längen sicherer ist. Mit der Kleinkriminalität zuerst die Grossstädte und Touristen Hochburgen betroffen sind, wird sich dies in den Jahren auch auf Städte wie Beispielsweise Barranquilla ausdehnen.
Ausserhalb und wenn man die vorhandenen Wege nicht verlässt („ich wollte ja nur ein Mohn Feld fotografieren“) ist meines Erachtens jeder Ausländer tagsüber 100%-ig sicher. Nachts empfinde ich habe ich auf Feldwegen und eventuell noch privat nichts verloren. Klar, wer für sein Foto das Mohn Feld lieber nachts sucht, der ist selber schuld. Hat dann aber nichts mehr mit reisen zu tun sondern den ultimativen Kick suchen.


axko
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Beitragvon axko » 10. Mär 2018, 03:12

Beitrag von axko » 10. Mär 2018, 03:12

Camping gibt es auch in La Pintada. Da stehen Zelte in dem du dich einmieten kannst. Aber es ist Kolumbien und nicht Europa. Ich selber habe auch immer wieder Ausländer gesehen, die das nötige Kleingeld haben und ihre Campervan per Seefracht über den Atlantik transportierten und dann eine grosse Tournee gestartet haben. Die erfahrenen Weltenbummler, haben dann meistens auf bewachten LKW-Parkplätzen übernachtet, oder hatten vorher schon Kontakt mit anderen Globetrottern und tauschten Adressen aus wo eine sichere Finca (meist von Ausländern) ist, wo man dann einige Tage campen kann. Das Problem ist einfach, wenn du mit so einen CamperVan unterwegs bist, dann bist du in den Augen der hiesigen stinkreich. Muss nicht arbeiten und kannst den ganzen Tag auf der Strasse in einem fahrbaren Apartment "verfeiern" ! Don Pedrinio hat Recht, das Reisen heute ist in Kolumbien wesentlich sicherer als ein paar Jahre zuvor. Aber Don Pedrinio reist mit einem PKW. Er ist einer von vielen die sich auf der Strasse bewegen. So ein Van, der ist auffällig und kann beobachtet werden. Dann eines Tages geht ganz schnell eine Horde auf Motorrädern wie die Piranhas fallen sie dann auf den Van und ruckzuck fertig ist der tolle Abenteuerurlaub. Daher macht lieber ne Tour mit dem Flieger, Bus, normalen Mietwagen und steigt in Hotels ab.

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Ernesto
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Beitragvon Ernesto » 11. Mär 2018, 02:27

Beitrag von Ernesto » 11. Mär 2018, 02:27

In Bogotá gibt es einen kleinen Hersteller von Campinganhängern. Ganz selten sieht man auf Plattformen wie z.B. Mercado Libre ausgebaute Busse. Ein Mercedes Sprinter Bj. 1993 wird für 85000000 COP angeboten. Die Gangster wissen bestimmt, das jemand der in so einem Wohnmobil unterwegs ist, sein ganzen Hab und Gut mit sich führt. Wäre nicht mein Ding so zu reisen.
Ausländische Wagen sieht man hin- und wieder, so wie => hier.

In so einem CH Zeitungsbericht ist klar, das die nur von netten, lieben Leuten schreiben. Wollen ja Werbung machen! Die 6 Deutschen denen in Cartagena, Handys und Wertsachen geklaut wurden, die berichten nichts.

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Beitragvon cm81 » 15. Mär 2018, 12:54

Beitrag von cm81 » 15. Mär 2018, 12:54

Ich sehe da auch die mehrheitlich erwähnten zwei Probleme:

1. Infrastruktur
In Europa gibt es 1000ende Campingplätze. Man kann also ohne grosse Planung quer durch die Länder reisen. Das hat sich aber auch nicht von heute auf morgen entwickelt. In Kolumbien sind viele schöne und unberührte Gegenden schlecht oder gar nicht mit grossen Fahrzeugen erreichbar. Dort wo ich bis jetzt Campen war, gabs gar keine Strassen. Nur Mulas für den Transport. Aber auch abgeschieden empfiehlt es sich auf eine bewohnten Finca zu setzten und sich vorgängig mit der Sicherheitslage zu beschäftigen. Die meisten Campesinos sind sehr freundlich und hilfsbereit und meist auch stolz, dass sie besucht werden.

2. Sicherheit
Dazu wurde eigentlich alles schon geschrieben. Ich würde das Risiko kaum eingehen. Falls du vorhast zu vermieten, überlege mal welchen Einfluss regelmässige Überfälle auf das Geschäft haben könnten...

Eigentlich gibt es noch ein drittens. Viele Kolumbianer leben in den Tag hinein. Planung und Organisation stehen daher häufig nicht an oberster Stelle. Was für Campingurlaub mit wenig vorhandener Infrastruktur nicht wirklich hilfreich ist.

Solange keine gute Infrastruktur vorhanden ist, würde ich nicht unbedingt in die Vermietung von Campern investieren. Wenn dann in schöne Ferienanlagen, wo alles gemietet werden kann. Da gäbe es aus meiner Sicht heute schon viel Potential und bisher nur wenig insbesondere Qualitätsangebot.


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Beitragvon Masinga » 24. Mär 2018, 21:04

Beitrag von Masinga » 24. Mär 2018, 21:04

Ich würde mir gerne ein gebrauchtes Wohnmobil in Kolumbien kaufen. Meine Suche im Internet war bis jetzt leider nur mässig erfolgreich. Vielleicht lag es am Suchbegriff. Wie sagt man in Kolumbien zu Wohnmobilen? Gibt es Internetseiten wo man sich vorab informieren kann?
Vielen Dank für Eure Hilfe.

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Eisbaer
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Beitragvon Eisbaer » 24. Mär 2018, 21:52

Beitrag von Eisbaer » 24. Mär 2018, 21:52

@Masinga

Gib bei der Suchmaschine casa rodante ein. Das brachte bei mir in Verbindung mit colombia etliche Treffer.

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