Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/Islas

Alles was mit der Inselgruppe San Andres zusammenhängt gehört hier hinein.
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Carolina
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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von Carolina » 20. Jul 2011, 20:44

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Führerschein solltest du dabei haben, denn es kann ja auch mal was passieren und was machst du dann?
War im vergangenen Jahr einen Monat auf der Insel. Hatte nie Probleme mit meiner EC Karte von der Sparkasse.

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padrino
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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von padrino » 20. Jul 2011, 21:35

@Carolina...nana nicht so spiessisch, auf der Insel nehmen sies nicht so genau und zudem haben sie eh keine ahnung wie ein europäischer Führerschein aussieht :-) Auf der Insel besteht nicht mal Helmpflicht..
Ich wurde fast jeden 2. Tag kontrolliert, hatte zwar nen Führerschein dabei, jedoch nicht auf Mann. Einmal hab ich sogar meine Schweizer ID gezeigt und gut wars (da kam ich total besoffen in die Kontrolle, doch auch der Alk interessiert die nicht :-). Wichtig sind sowieso nur die Papiere des Mopeds, die solltest du immer dabei haben.
Ah apropos, erkundige dich genau ob dieses Verbot ab 24 Uhr immer noch gilt! Mir haben sie das Moped mal beschlagnamt weil ich nach 24 Uhr noch unterwegs war. Dazumals galt das Verbot von 24 bis 5 Uhr morgens. Einige meinten dies sei nur an den Wochenenden, andere meinten nur über Weihnachten, wieder andere meinten, dies sei das ganze Jahr... echt schlimm, am besten fragst du die Polizei selbst.

Beim Geldabheben hat auch immer alles geklappt. Es gibt im Zentrum (Durchgang am Strand) einige Davivienda Bancomate, dort erhälst du 720'000 aufs Mal, bei den anderen sinds weniger.

Noch was wichtiges: Unmittelbar nach Mike's Apartment befindet sich ein Polizeiposten. Nachteil: jeden 3. Abend kontrolle. Vielleicht aber auch nur weil Hochsaison war.
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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von padrino » 20. Jul 2011, 21:39

Kurzer Nachtrag:
Maestro und Mastercard. Habe auch beide eingesetzt, immer problemlos, jedoch sind in der Schweiz die Gebühren total unterschiedlich bei den beiden Karten, deshalb vorher informieren welche günstiger kommt.
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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von ferdl_90 » 21. Jul 2011, 18:00

danke Euch!
wegen dem Nachtfahrverbot muss ich mich unbedingt vor Ort erkundigen - werd wohl nicht immer vor Mitternacht heim kommen :)
Und danke auch für den Bankomaten Tip, hab gelesen dass man bei anderen recht wenig bekommt bei einer Behebung.
Das mit den Gebühren muss ich noch erfragen, ich nehm an Maestro Karte kommt günstiger.
LG F.


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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von Don-Pedrinio » 24. Jul 2011, 01:32

dann geb ich auch mal was zum besten:

im Zentrum der Stadt gibt es ungefähr 6 verschiedene banken wo man mit der EC Karte abheben kann. leider sind aber auch auf San Andres die maximalen Geldbeträge sehr niedrig. die bezugslimiten varieren bei den verschiedenen banken. die Gesamtlimite wurde bei Bancolombia von 1 auf 2 Mio Pesos erhöht. noch vor 5 Jahren dauerte es bis zu einer Woche bis entsprechende Beträge mit EU Banken abgerechnet wurden. heute dauert dies noch max 2 Tage.

auf San Andres werden weniger Mopets gemietet sondern vielmehr eine Art Golf-Karren. diese zumeist Suzukis sind auf 20 Km/Std. plombiert weil in den anfangsjahren zu viele Unfälle damit passiert sind. bei der Miete deren müssen Fürerscheine vorgewiesen werden. überall auf der Insel werden diese "kleinautos" angeboten. je nach grösse bzw. sitzgelegenheiten kosten diese bis zu 200`000 Pesos pro Tag.
über Nachtfahrverbot habe ich bisher noch nie was gehört. vielleicht liegt es für mich selbst daran dass ich auf san andres viele einheimische freunde habe.

mit diesen Fahrzeugen umrundet man die Insel in knapp 2 Std. ich würde -sofern man in einer gruppe unterwegs ist- diese fahrzeuge motorrollern vorziehen.

auf der Rückseite der Insel, da wo zumeist kleinere Kriegsschiffe ankern, "parken" auch ab und an Kreuzfahrtschiffe. etwas weiter nördlich bzw richtung Flughafen gibt es 2 ideale Plätze wo man den Sonnenuntergang zwischen ein paar Palmen und einigen Grasbüschen fotografieren kann. ansonsten ist die Rückseite der Insel nicht speziell interesannt. an jenem Ort wo mit diesem hässlichen ungetüm von Ritterrüstung getaucht werden kann läuft im Rest. den ganzen Tag Musik von DJ Buxxi. jener wiederum ist Puerto Ricaner lebt aber auf San Andres. sein Musikstil Reggeaton. auf dieser Rückseite der Insel gibt auf der ganzen länge von Norden bis süden kaum einen sandstrand. alles ist lava gestein. dennoch gibt es einige hotelanlagen. wer also nicht aufpasst und des günstigeren preises wegen in einem jener bucht läuft damit in die gefahr, tagtäglich den bus benutzen zu müssen um an geeignete strände zu kommen.

im Stadtzentrum gäbe es ein paar wenige Discos. die Inselaner bevorzugen aber die Strandbars im süden rund um Rocky cay.
im vergangenen Okt ist auf halben Weg richtung süden eine Wunderschöne Bar mit Pool eröffnet worden. ich weiss nur noch, dass sie hinter dem Stadion ist. den Namen des Dorfes habe ich vergessen.

hab Reagge gelesen: die jungen Kolumbianer stehen weniger auf diese Musikrichtung. es gibt 2 Reagge bis cros over Discos. sie sind aber eher wenig belebt.

bis auf 1 Lokal dürfen alle andern nur bis 02:00 geöffnet haben. jenes Lokal liegt aber komplett abseits und es ist ohne eigenes fahrzeug sehr schwer wieder zurück zu kommen.

ein weiterer zuckerschleck und auch diesen kennen die wenigsten Inselbesucher: in den hügeln oben hat es einen kleinen Weiher. darin tummeln sich an die 200 Aligatoren...
man kann sich diesen bis an 2 meter nähern. oft spielen Kinder mit Fleischstückchen an Fischerruten mit diesen bis zu max 1,5m langen Ungeheuern. hab herrliche videos dazu drehen können.

ganz im süden unten ist im lava gestein drin jene wasserfontäne, welche von allen toruisten besucht wird. bei falscher windrichtung ist dort aber komplett tote hose. (auch schon erlebt) umgekehrt, dann wenn jene höhle meerwasser in die höhe peitscht dann ist jener ort absolut einmalig. negativpunkt jener ecke der insel: die einheimischen dort sind halsabschneider bis ganoven. auf seine habseeligkeiten achten. nicht um sonst ist in jener region die polizeipräsenz hoch. meine einheimischen freunde sagten mir, dass dort ab und an touristen überfallen worden seinen und die polizei keine andere wahl habe als dort auf den strassen wachen aufzustellen.

fast komplett unbekannt ist, dass es per schnellboot 2 stunden von san andres eine kleine wunderschöne insel gäbe. die touren dahin sind aber sehr rar, denn wer dahin gelangen will muss bei der polizei um erlaubnis bitten.

auf eine Mögliche Frage hin: nein ich bin kein San Andres experte. war erst ein paar mal da.


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Re: Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/I

Beitrag von ferdl_90 » 28. Jul 2011, 22:38

@Don - Pedriono: Vielen Dank für die ausführlichen San Andrés Infos!! Da sind ein paar wirklich interessantes Sachen dabei!
LG F.


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Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/Islas

Beitrag von ferdl_90 » 21. Sep 2011, 22:05

@padrino; viele Grüße von Deinen Kumpels vom Rockey Cay, Deine Palme wächst noch - wenn auch nicht gerade 10m hoch :)
Hatte eine wunderbare Zeit auf San Andrés. Nette Menschen, schöne Strände, gutes Essen, nettes Appartment bei Michael Bock und das Wetter war 3 Wochen super.
Danke padrino für Deine Tipps, konnte vieles davon brauchen!
LG F.

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Unterhaltung zwischen ferdl_90 & padrino zu San Andres/Islas

Beitrag von padrino » 22. Sep 2011, 09:24

Welcome Back!
Na das freut mich dass du eine gute Zeit hattest und besten Dank für die Grüsse! Schön zu hören dass meine Palme noch lebt und wächst, Sie gaben mir die Ehre diese Palme einzuplanzen. Wie war denn der Strand? Hatte es Algen oder war er sauber? Waren immer noch Diego und Roldan da?
Gruss
P
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Beitrag von ferdl_90 » 22. Sep 2011, 18:23

thx, Ja es waren immer noch Diego und Roldan da mit einer kleinen Strandbar. Der Strand bzw. generell die Strände auf San Andrés waren sauber, manchmal gab es ganz wenig Algen, aber absolut kein Problem. Wir waren aber meistens nicht am Rockey Cay playa, sondern Sound Bay, weil es dort meiner Freundin besser gefiel und das Wasser kühler war. Das Wasser beim Rockey Cay hatte ca. 37 Grad (wenig Strömung dort).
Bin froh, das Apartment bei Michael inklusive Moped gemietet zu haben - der Rückspiegel ist übrigens wieder dran. Dort ist man nicht direkt im Zentrum bei den meisten Touristen, sonder wirklich unter Einheimischen. Hab echt nette Menschen in San Luis getroffen.
Und das Mopedfahren ist total praktisch und lustig auf San Andrés.

Hab gelesen, dass Du auch gerade wieder in Kolumbien warst und es sehr gute Neuigkeiten bezüglich Deiner Novia gibt, freut mich zu lesen!! Deiner Novia wird es bestimmt gut gefallen in der Schweiz.
LG F.

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Beitrag von padrino » 23. Sep 2011, 11:50

Schön zu hören, wow 37 grad ist schon heftig, im Dez/Jan wars wesentlich kühler, Sound Bay ist aber auch ein sehr schöner Strand, war ich auch ab und zu. Haha der Rückspiegel... eine Geschichte für sich... den hab ich in San Luis in einem Hinterhof bei einem "mechaniker" wieder anlöten lassen, aber leider ein bisschen schräg geworden. Mir persönlich hat das Mopedfahren auch total spass gemacht, passt irgendwie voll für San Andres! Wie war denn dies mit dem Nachtverbot? Gibt es das noch? Hatte es denn viele Touris zu dieser Zeit und was für welche? Und habt ihr auch etwas vom Mord mitgekriegt? Eine Kollegin meiner Novia wurde auf der Strasse erschossen...

Yup, ich hatte doppelte Freud, einerseits wieder bei meiner Novia in Cartagena zu sein und anderseits weil wir den positiven Entscheid bezüglich Visum erhalten haben, freu mich riesig! Wie steht es denn um deine Beziehung zu deiner Colombiana?
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Beitrag von ferdl_90 » 25. Sep 2011, 20:10

Vom Nachtfahrverbot hab ich nie etwas gehört, ich glaub das gibts nicht mehr. Ich bin von der Polizei sowieso kein einziges Mal aufgehalten worden - als Tourist wird man immer durchgewinkt, auch wenn alle anderen angehalten und kontrolliert werden.

Ich hab auf der Insel ausschließlich kolumbianische Touristen gesehen. Hab in 3 Wochen nicht einen einzigen Deutsch sprechenden Touristen getroffen, auch keine Amerikaner. Generell ist dort jetzt zwar Nebensaison, aber es war trotzdem nicht wirklich wenig los.

Von einem Mord haben wir nichts mitbekommen, wo und wann gab es einen Mord? Auch Michael hat nichts davon erwähnt, er konnte sich übrigens natürlich noch gut an Dich erinnern. Eigentlich hatte ich auf San Andrés immer ein sehr sicheres Gefühl - viel Polizei und wenige augenscheinlich "düstere Gestalten".

Wie es mit der Beziehung zur Colombiana weitergeht, weiß ich derzeit selber nicht. Ich würde sie gerne mal nach Österreich einladen und sie würde gerne kommen, leider sind die Forumsbeiträge zum Thema Visa ja großteils nicht gerade aufbauend. Derzeit gehen mir viele Dinge durch den Kopf, wenn ich daran denke wie, wo, wann (bzw. ob überhaupt) diese Beziehung eine Zukunft haben könnte. Ich werd nun mal ein bißchen Zeit vergehen lassen und dann weitersehen.
Willst Du irgendwann mit Deiner Novia (vllt. bald "Frau") in der Schweiz bleiben? Ich kenne Deine Novia natürlich nicht, aber bei meiner Freundin, weiß ich nicht, ob sie sich in Österreich überhaupt wohl fühlen könnte für längere Zeit (Kultuschock usw.).
LG F.

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Beitrag von padrino » 26. Sep 2011, 11:40

Na das ist ja mal interessant, ich wurde oft kontrolliert, manchmal von der Polizei, aber manchmal haben auch Militär die Kontrollen gemacht. Gleich nach dem Apartment gab es abends jeweils kontrollen, aber liegt wahrscheinlich doch an der Jahreszeit, Weihnachten/Neujahr gibt es jeweils auch die meisten Unfälle, habe allein in meiner Zeit 3 Leichenwagen inkl. Korso gesehen.

Ich muss wirklich auch mal in der "Nebensaison" gehen, hat mir Diego auch immer empfohlen.

Super, genau so wie es sein sollte mit den Touris, ich hoffe dies bleibt auch in der Zukunft so :-) San Andrés ist auch sehr sicher, der Mord war im Zusammenhang mit der Mafia.

Das verstehe ich natürlich voll und ganz, das ganze Visa-Thema ist auch echt zum kotzen, am schlimmsten wirds wenn die Novia nicht von Bogota ist, weil man gefühlte tausend mal auf die Botschaft muss bis das Visum endlich im Pass ist.
Ich habe das Glück dass meine Novia ziemlich weltoffen ist, das Klima in Cartagena selbst nicht so mag, interessiert an vielen Dingen ist und auch die Kälte kein Problem sein wird. Wir waren ja auch länger in Bogota, Peru, Cusco Machu Picchu, und das hat sie viel mehr genossen als die Hitze, war dann froh als wir in Venezuela wieder am Strand chillten und die Sonne genossen ;-)
Daher wäre die Schweiz für sie kein Problem, mich selbst wird es aber früher oder später wegziehen, hab da so etwas am laufen, müsste allerdings zuerst für 1 Jahr nach Vietnam, danach könnte ich aber ziemlich unabhängig an allen Orten arbeiten, meine Freundin wäre da auch voll dabei, aber weiss auch noch nicht genau wie und was ich machen werde. Zuerst mal kommt sie im Dezember für 6 Wochen in die Schweiz und danach schauen wir weiter. Wahrscheinlich gibts dann ein neues Visum für den Sommer für die Schweiz, evtl. auch gleich zum heiraten, aber dies steht jetzt noch in den Sternen.
Aber du machst aus meiner Sicht genau das richtige, hast jetzt mal die Zeit mit ihr genossen und jetzt lässt du mit Abstand etwas Zeit um herauszufinden was dich glücklich macht.
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Beitrag von ferdl_90 » 26. Sep 2011, 23:29

Die Kontrollen (von Polizei und Militär) gab es eigentlich 24 Std. Dort bei dem Polizeigebäude nach dem Apartment gab es immer Kontrollen und auch auf der Strasse ins Zentrum. Eigentlich waren diese Kontrollen fast wie "Check Points" die immer besetzt waren - manchmal wurden einige Autos und Mopeds angehalten und dann wieder für eine Zeit lang nicht. Auf jeden Fall bin ich nie ohne einen dieser "Check Points" ins Zentrum gekommen, auch am Berg (La Loma) gab es ständig diese Kontrollen.

Meine Freundin wohnt auch nicht in Bogota sondern in Cali. Sie ist sehr dunkelhäutig, spricht nur Spanisch und kann mit diesem sehr heißen Wetter auch nicht so gut umgehen. Ob sie allerdings die wirklich Kälte bei uns ertragen könnte weiß ich nicht :) Kalt sind bei uns im Vergleich zu Kolumbien bzw. San Andrés vor allem auch viele Menschen :)
Was die gemeinsamen Interessen angeht, sind meine Freundin und ich in einigen Dingen ähnlich, aber oft auch recht unterschiedlich.
Es ist sehr erfreulich, wenn Deine Novia weltoffen und an vielem interessiert ist, das ist wahrscheinlich eine Voraussetzung für das Ganze. Spricht Deine Novia neben Spanisch noch andere Sprachen? Waren bzw. sind die ganze Visumangelegenheiten für Deine Novia organisatorisch kein Problem? Meine Freundin hat bei solchen organisatorischen Sachen glaub ich etwas Probleme, weil Sie wenig Reiseerfahrung hat. Da mein Spanisch auch nicht perfekt ist sind diese organisatorischen Sachen immer ein bißchen kompliziert, aber zum Glück hat sie mich problemlos vom Flughafen in Bogotá abgeholt :)
Das mit dem Visum dürfte bei meiner Freundin schon allein deshalb schwer werden, weil sie zwar eine Ausbildung (als Sekretärin) hat, aber derzeit keinen angemeldeten Job mit Bankkonto usw. Es dürfte daher schwer nachzuweisen sein, dass sie wieder nach Hause reisen will.
Und da sie nicht gerade viel Geld hat kommt ein "normales Touristenvisum" wohl sowieso nicht in Frage sondern nur ein "Besuchsvisum" mit Verpflichtungserklärung von mir usw. Die in der Österreichischen Botschaft glauben bestimmmt, wir wollen sofort heiraten, was natürlich nicht der Fall ist.
In einem halben Jahr kann Deine Novia schon wieder ein Visum für die Schweiz bekommen und dann wäre es theoretisch möglich, dass Ihr in der Schweiz heiratet und sie dann gleich in der Schweiz bleibt? Ich hab mich mit den Visumangelegenheiten noch nicht genauer befassen können, da ich derzeit viel anderes zu tun hab.
Und wie gesagt will ich mal ein bißchen Zeit vergehen lassen.
Freu mich, dass Du Dir Deiner Sache so sicher bist!
LG F.

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Beitrag von padrino » 27. Sep 2011, 11:59

Und genau bei diesen Check-Points wurde auch ich oft kontrolliert, ist aber möglich dass es über Weihnachten/Neujahr ein wenig anders läuft mit diesen Kontrollen.

hehe da kann ich Dir nur zustimmen mit der Kälte vieler Menschen hier :-)
Bei mir war halt die Situation etwas anders, ich war 6 Monate unterwegs und habe sie in Cartagena kennengelernt, danach sind wir 2.5 Monate zusammen weitergereist, habe zuvor aber Ihr Barrio, Familie, Freunde kennengelernt. Dies konnte ich in meinen letzten Ferien im August noch vertiefen. Ich finde halt wichtig, dass man sieht wie sie leben, wer was zum Haushaltbudget beiträgt. Weitere wichtige Faktioren waren bei mir die Einstellung zur Arbeit, der Wille etwas zu erreichen auch wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind. Mir wurde bewusst, dass die Kolumbianer nicht gerade einen grossen Ehrgeiz haben, auch bei meiner Freundin hörte ich oft "ja das ist halt Kolumbien, das kann man nicht ändern...". Weiter wie erwähnt ist wichtig dass sie weltoffen ist, und da muss man gute Menschenkenntnisse haben und viel hinterfragen und wissen wollen. Denn es gibt viele die das von sich behautpten und dann schon nach 1 Woche in Europa am meckern sind. Meine Novia spricht nur spanisch, ganz wenig Deutsch, sie hatte mal einen grundkurs absolviert da sie in einem Schweizer Restaurant als Köchin gearbeitet hatte.
Visumsangelegenheiten sind auch für meine Novia nicht problemlos, aber aus meiner Sicht verständlich, 1. ist sie erst 20 und 2. ist das ganze auch wirklich kompliziert, ich habe selbst schon Visa für China, Vietnam, Kambodia und USA beantragt, von daher habe ich das Zepter übernommen. Aber habe sie bewusst jetzt in die Pflicht genommen. Sie muss ja jetzt nach Bogota und 3 Tage dort bleiben, habe ihr gesagt dass wir jetzt praktisch alles erreicht haben und nur noch der letzte Teil fehlt, da soll sie sich jetzt drum kümmern. Anfänglich schwierig, doch schlussendlich hat sie für alles eine gute Lösung gefunden, von Abwesenheit im Restaurant, über Flug organisieren bis hin zu Verpflegung und Unterkunft hat sie für diese 3 Tage alles selbst organisiert, das zeigt mir, dass sie für mich die richtige ist. Ich hätte locker auch alles wieder berappen und organisieren können, habe jedoch extra darauf verzichtet um zu schauen ob sie das auch selbst schafft.
Übrigens: Meine Freundin hat auch kein angemeldeter Job, sie erhält den Lohn Cash auf die Hand und hat kein Erspartes auf der Seite. Unser 1. Antrag wurde ebenfalls mit der Begründung abgelehnt dass der Rückkehrwille nicht gegeben ist. Rekurs eingelegt, 2 Monate später das Okay erhalten. Im Endeffekt hat sich die Mühe gelohnt, muss aber ehrlich zugeben, dass ich so etwas für eine Ferienbekanntschaft (also wenn man eine im Urlaub 2 Wochen kennenlernt) nicht gemacht hätte. In diesen 2.5 Monaten habe ich schon extrem viel von Ihr kennengelernt. Meine Novia kann schon früher wieder in die Schweiz kommen, wir haben ja noch 50 Tage zur Verfügung (insgesamt 90 Tagen in 6 Monaten). Dies werde ich sicher auch nochmals so machen und danach entscheiden ob wir ein Visum für die Hochzeit beantragen oder nicht. Länger als 1 Jahr möchte ich diese Fernbeziehung nicht.
Das sind so meine Eindrücke die ich bis jetzt erlebt habe, überlege dir das alles gut, nimm dir genügend Abstand und Zeit, denn es wird nicht nur Visumstechnisch etwas schwierig sondern auch das ständige getrennt sein ist hart.
LG P.
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Beitrag von ferdl_90 » 27. Sep 2011, 19:06

Danke für Deine nette Antwort - ist ja alles sehr interessant wie das bei Dir und Deiner Novia so abgelaufen ist.
Du hast natürlich recht, dass man sich in 3 Wochen Urlaub persönlich nicht so gut kennenlern, aber ich hab noch nicht erwähnt, dass wir uns schon seit 1,5 Jahren im Internet kennen und fast täglich skypen. Das ist natürlich kein "Ersatz" für persönliches Kennenlernen (ich bin bei Internetdingen sowieso immer skeptisch), aber zumindest wußte ich schon vor meiner Reise nach Kolumbien recht viel über sie und ihr Umfeld, sie war und ist also keine "Ferienbekanntschaft", sondern wir waren schon vor der Reise sozusagen gute Freunde. Teilweise liest man in diesem Forum von Bekanntschats-Geschichten zwischen Kolumbianerinnen und Europäern, die sich von Anfang an eher "fragwürdig" anhören - von wegen Geld schicken nach kurzer Zeit wegen diversen Gründen usw. und Heiraten gleich beim ersten Treffen - so eine Colombiana ist meine Freundin auf jeden Fall nicht. Sie ist sehr vertrauenserweckend, und wie sich herausgestellt hat ist sie auch wirklich sehr verlässlich und fürsorglich. Für sie ist vor allem ihre Familie wichtig, aber beruflich ist sie, so wie Du es für Kolumbianer beschrieben hast, nicht gerade ehrgeizig. Generell scheint sie mir nicht gerade extrem gebildet zu sein - was nicht böse bzw. negativ gemeint ist - jeder Mensch hat eben andere Interessen bzw. Prioritäten.

Das hast Du bestimmt gut gemacht, dass Du nun Deine Novia die Reise nach Bogotá selber organisieren (und vielleicht auch teilweise selber zahlen:)) läßt, super dass sie alles geschafft hat. Die Reise nach Bogotá wird bestimmt kein Problem sein für Deine Novia - ich glaub sie ist recht clever für ihr Alter :). Meine Freundin hat mit ihren 23 Jahren auch keine Visumserfahrung. Ist ja lustig, dass Deine Novia mitten im tiefsten Winter in die Schweiz kommen wird, vielleicht gibts dann gerade viel Schnee, und lustig wird bestimmt auch das Treffen Deiner Novia mit Deiner Familie und Freunden. Vielleicht berichtest Du dann mal :)

Wie meinst Du das mit "Visum für die Hochzeit beantragen"? Meinst Du ein normales Visum und dann in den 90 Tagen heiraten?
Und wie konntest Du schlussendlich (im Rekurs) eigentlich den Rückkehrwillen beweisen? Wie beweist man denn den wenn jemand keinen angemeldeten Job hat?

LG F.

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Beitrag von padrino » 28. Sep 2011, 00:25

Na dann kann ich Dir aber das Kompliment nur zurückgeben, aus meiner Sicht machst du genau das richtige! Du kennst deine Novia schon seit 1.5 Jahren, übers Internet, hast sie jetzt persönlich kennengelernt und nimmst dir jetzt Zeit zum Überlegen und überstürzt nichts, das ist genau das richtige! Manchmal benötigt das ganze einfach ein bisschen Zeit um sicher zu sein was man eingehen will! Hut ab!
Die Eigenschaften deiner Freundin sind typisch kolumbianisch, das schätze ich auch extrem an den Kolumbianerin. Doch man darf die Nachteile nie aus dem Blickfeld lassen, egal wie verliebt man ist, denn nur wenn man mit den "Macken" der Novia leben kann, kann es auch was für die Zukunft sein. Meine Novia gibt offen zu, dass sie in diesen Dingen nicht extrem gut ist und auch nie sein wird, doch das kann ich locker wegstecken, da mir der Rest viel mehr gibt als sonst eine Frau hier in der Schweiz und ich helfe Ihr auch gerne dabei diese Sachen noch zu verbessern. Ich denke dass ist auch sehr wichtig dass man die Novia unterstützt und nicht einfach über diese Sachen meckert.
Die Bildung finde ich persönlich jetzt nicht so wichtig, meine Novia hat Kunst und Gestaltung "studiert" und arbeitet jetzt im Gastrobereich. Und du sprichst mir aus dem Herzen, Kolumbianerinnen haben halt andere Prioritäten bzw. Interessen. Bei meiner Novia ist das genau gleich. In Ihrem Umfeld ist wichtig dass die Harmonie untereinander stimmt, der Rest ist zweitrangig.

Ich denke auch das Alter hat keinen grossen Einfluss. Ob jetzt 20 oder 23, meine Novia hatte vorher auch keine Erfahrung in diesen Dingen, nicht mal ein Stempel von einem anderen Land im Pass - sie ist zum ersten mal ausserhalb Kolumbiens mit mir gereist - das soll weder gut noch schlecht sein.

Das mit Bogota war tatsächlich eine super sache. Hat alles bestens geklappt. Sie war heute bei der Botschaft und kann am Donnerstag ihr Visum abholen. Jetzt ist sie bei den Verwandten welche in Bogota wohnen, hat sie also super auf die Reihe gekriegt und das macht mich extrem stolz! Ich hoffe sehr dass es Schnee gibt, denn das ist ja das schöne an dieser Jahreszeit, wenn nicht, gehen wir halt ab und an in die Berge :-) Ich werde sicher dann einen Bericht posten, bin nämlich selber extrem gespannt wie das wird, Kennenlernen meiner Familie, Freunde und dies zu einer sehr kalten Jahreszeit.

Nee es gibt so ein spezielles Visum das man beantragen muss, wenn man heiraten will. Mit diesem Visum kann man dann legal in der Schweiz heiraten und danach kriegt sie die permanente Aufenthaltsbewilligung. Mit einem Touristenvisum ist es in der Schweiz nicht mehr möglich zu heiraten. Dafür kriegt man (soviel ich gehört und gelesen habe) dieses Heiratsvisum eigentlich ohne Probleme.

Zum Rekurs: Witzig daran war ja, dass der Rückkehrwille kein Thema mehr war. Es wurde lediglich eine Überprüfung meiner Person vorgenommen, ich musste einen Betreibungsauszug sowie eine notariell beglaubigte Verpflichtungserklärung schicken. Zusätzlich noch einige Fragen beantworten, da hatte ich aber das gleiche geschrieben wie beim Antrag, meine Begründung war colombian-style, dass halt alle in einer Wohnung wohnen, jeder arbeiten muss um für den Lebensunterhalt aufzukommen und dass meine Novia einen grossen Teil dazu beiträgt und deshalb nicht einfach in der schweiz bleiben kann sondern wieder zurück muss, da in Kolumbien die Familie sehr gross geschrieben wird. Aber schlussendlich denke ich war lediglich die Prüfung meiner Person ausschlag gebend, das hat mir das EDA auch so im Vorfeld erklärt. Job ist überhaupt nicht Matchentscheidend, in Cartagena z.b. wechseln die Leute den Job wie ihre Unterhosen, alle 3 Monaten einen neuen. Dort ist auch üblich dass ein Restaurant von heute auf morgen zugeht, daher kann man dies mit dem Job nicht so ernst nehmen.

So, muss mal schlafen gehen, bin happy dass es mit dem Visum geklappt hat ;-)

saludos
Padrino
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