Frage zur Strominstallation

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Beitragvon ChLehmann » 1. Jul 2018, 17:25

Beitrag von ChLehmann » 1. Jul 2018, 17:25

Und wie kommt jetzt das Loch für die Steckdose in die wand?
Ich sehe hier immer nur viereckige Dosen und Frage mich wie die das machen?
Hammer und Meißel?
In Deutschland ist die dose rund und wird gebohrt . aber wie geht das in Kolumbien?






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Beitragvon Baiker » 1. Jul 2018, 18:40

Beitrag von Baiker » 1. Jul 2018, 18:40

Neben der Steckdose brauchst du auch das Kabel.
Die Wand wird aufgemeisselt, das Kabel verlegt, die Steckdose gesetzt. Putz drauf und streichen.


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Beitragvon ChLehmann » 1. Jul 2018, 20:05

Beitrag von ChLehmann » 1. Jul 2018, 20:05

Baiker das ist mir durchaus klar. Habe Elektriker gelernt. Aber wie machen die das loch für die dose. In. Deutschlands gibts für alles Maschinen. Ich kenne aber keine Maschine die ein viereckiges Loch in dein wand bringt. Nur der Bosch Hammer mit Meisel kann das . aber das ist doch sowas von umständlich.


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Beitragvon Don-Pedrinio » 1. Jul 2018, 21:14

Beitrag von Don-Pedrinio » 1. Jul 2018, 21:14

die Baclsteine in Kolumbien bestehen fast nur aus loechern, wuerde man diese mit einer Maschine aufschlitzen wollen, koennte die ganze Wand zusammenbrechen. ein Loch ist daher in wenigen Minuten gespitzt. die Backsteine und darueber hinaus von unterschiedlichen groessen (bis zu 2cm Unterschied in der Laenge) werden horizontal vermauert. lagerfugen sind zumeist 2cm dick. und letztlich der Verputz ist der ungenauen Verarbeitung beim mauern gut und gerne 2cm dick haelt letztlich die Wand zusammen.
da muss man sich komplett umstellen. der Maurer der meine Mauern gemacht hat war sowas von ungenau, am Ende war nichts im Lot oder Winkel. auch nicht nach dem Verputzen. in neuen Badezimmern musste ich danach bis 1,5cm Kleber auftragen ehe ich die Keramik montieren konnte.

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Ernesto
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Beitragvon Ernesto » 1. Jul 2018, 21:19

Beitrag von Ernesto » 1. Jul 2018, 21:19

Geht auch anders :-) Und das ist kein Fakefoto. Da wo es ist, da funktioniert das so.

*

@Don-Pedrinio

hier in Medellin ist fast alles mit Backsteinen gebaut.
Wo der Themenstarter sich aufhält sind die meisten Häuser aus Sandstein.


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Beitragvon ChLehmann » 2. Jul 2018, 04:01

Beitrag von ChLehmann » 2. Jul 2018, 04:01

Also wenn mal einer von euch so was sieht wie das gemacht wird dann schreib hier rein.ich möchte das mal wissen.
Stellt euch doch mal vor pro Raum 5 Steckdosen und das in einem Mehrfamilienhaus und die werden alle eingemeißelt. Oh ha die elektriker tun mir leid. Aber die können wahrscheinlich Bäume ausreißen jetzt.


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Beitragvon hd2010 » 9. Jul 2018, 14:37

Beitrag von hd2010 » 9. Jul 2018, 14:37

Bei mir im Haus ist alles Aufputz. Die Mauern sind ca. 11cm. Ich kann mit den Aufputz Dosen/Leitungen leben. Wäre mir auch zu gefährlich in diesen "Mäuerchen" Schlitze zu fräsen/bohren..... Viel kritischer sehe ich die Tatsache das nirgends eine Erde gezogen ist/wurde. ;)

Da aber wie erwähnt überall Leer-Rohre sind bzw Kabelkanäle ist es rel. einfach die Erde nachzulegen.

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Ernesto
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Beitragvon Ernesto » 9. Jul 2018, 15:00

Beitrag von Ernesto » 9. Jul 2018, 15:00

@hd2010

Stromleitungen, Schalter und Steckdosen AUFPUTZ das ist schon lange aus der Mode.
Scheinst einen renovierungsbedürftigen Altbau gekauft zu haben.
Ich würde vor den Einzug einem Elektriker beauftragen eventuell die alten Kabel zu erneuern und alles UNTERPUTZ zu verlegen.
So wohnt es sich gemütlicher und bei einem eventuellem Verkauf macht es sich auch bemerkbar.
Sind die Wände aus Backstein oder aus Sandstein?


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Beitragvon hd2010 » 9. Jul 2018, 15:28

Beitrag von hd2010 » 9. Jul 2018, 15:28

Hallo Ernesto, naja renovierungsbedürftig nein.Aber halt eine Finca, kein luxuriöses Stadthaus. Mir ists schön genug....
Die Wände sind Backstein und verputzt. Mich stört auch nicht, dass die Installation Aufputz ist. Jedoch wenn Du 2 Dosen gegenüberliegend einer Wand Unterputz legen willst wird dort die Wand schon sehr dünn... Naja mal sehen wenn ich mal dauerhaft dort wohne (Rente) hab ich vielleicht Zeit und Muße alles Unterputz zu legen.


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Beitragvon Don-Pedrinio » 9. Jul 2018, 18:49

Beitrag von Don-Pedrinio » 9. Jul 2018, 18:49

Wir sind aus Europa von Perfektionismus verwöhnt. Die kolumbianischen Bauarbeiter nehmen es aber alles andere als genau, wenn es darum geht irgendwo noch nachträglich was zu erstellen. Sei es eine neue Wand, Türe, usw., oder eben wie in eurem Fall, eine Leitung unter Putz zu legen.

Eine Leitung nachträglich Unterputz legen geht gerade noch. Die Backsteine haben 2 Kammern und mit einer kleineren Maschine und vorsichtigem spitzen kriegt man dies easy hin. Auch von Hand geht es ganz gut, dauert halt. Bei den bekloppten Handwerkern musst du aber genau achten, dass sie eine neue Dose genug tief versetzten. Nichts Schlimmeres als dass am Ende der Blechrahmen gegenüber der Endwand nur 1mm vorsteht.
Viel schwieriger wird es dann eine Wand nachher wieder sauber hin zu kriegen. Umso feiner der Endputz ist, desto mühsamer wird es diese Wand wieder so hin zu kriegen, dass man nichts von den Bauarbeiten sieht.
In meiner WG wurden die Wände mit Zementputz verputzt. Zumeist eine Dicke von bis zu 1,5cm.
Danach kam eine hauchdünne Schicht Estuko drauf. Maximal 2mm. Dass diese nahtlos in das Bestehende übergeht ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Mit unter mussten wir ganze Wände komplett frisch auftragen. Erst die alte Farbe runter kratzen und dann eine neue Schicht über die ganze Wand. Dann diese mehrere Wochen (eher mehrere Monate) austrocknen lassen, ehe wir die Wand neu bemalen konnten. Haben wir zu früh die Farbe aufgetragen, so begann der Estuko an schwächeren Stellen abzublättern. Dann kannst du gleich wieder von vorn beginnen, wenn du es 100%-ig haben willst.
Einfacher wäre es, wenn man die Wand am Ende mit einem groben Klosterputz erstellt. Da fallen Renovationsarbeiten kaum auf.
Völlig krass ist es, wenn man eine Wand herausnimmt. Keine Deckenuntersicht ist auf der selben Höhe wie ein Nachbar Zimmer. Du hast das Gefühl den Übergang perfekt hergestellt zu haben. Aber nachts, wenn dann das Licht der Deckenlampen dahin scheint werden schon die kleinsten Unebenheiten sichtbar.
Dann wenn du zu Ende gebaut hast, fallen dir alle diese kleinen Dinge auf. Irgendwann vergisst du diese. Monate später hockst du abends in deiner Wohnung, überlegst irgendwas und schaust zur Decke und du beginnst zu grübeln. Was haben wir hier blos für einen Schrott gebaut. Aber umso länger du grübelst, desto mehr merkst du, es ging gar nicht anders. Alles war vorher schon krumm, nur ist es dir damals als zu eingezogen bist nicht aufgefallen. Erst jetzt wo du umbaust kommen dir an jeder Ecke Ungenauigkeiten entgegen.
Jede noch so kleine Renovation, wenn du nicht die ganze neue Wand oder ganze neue Decke überholst, es bleiben immer irgendwelche sichtbaren Unebenheiten.