Hauskauf in Kolumbien, grössere Rechnung und andere Fragen

"Schaffe schaffe häusle baue" ... alles was mit dem Thema Grunderwerb (Kaufen & Mieten) zu tun hat - ist hier richtig.
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Fusagasugeno
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Beitrag von Fusagasugeno » 19. Okt 2019, 01:04

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Ob der Bau registriert ist oder nicht siehst du nicht im Certificado. Dass muss er in der Registratura (Grundstückregister) überprüfen. Und richtig da stimmt etwas nicht, bei einem Neubau sollte das Maximum den Faktor 3 betragen, aber nicht 10. Ausser er wurde abgezockt. Da aber eine Bank mit Hypothek eingebunden ist glaube ich das nicht.

Kleine Nachfrage, sprechen wir hier vom Wert der in dem Verkaufsverrag steht, oder sprechen wir hier vom Valor Catastral, das muss nicht das gleiche sein.
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vertigo75
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Beitrag von vertigo75 » 19. Okt 2019, 02:29

Also da die Escritura gerade bei dem Oficina Instrumento Publico ist kann ich noch nichts hochladen. Kann ich gerne nach Erhalt machen. Im Kaufvertrag steht dieser Wert allerdings nicht, da steht lediglich der Verkaufswert.

In der Escritura spricht man vom avalúo catastral mit Angabe dieser 24 Mio. Ich habe heute auch nochmal mit dem Notariat gesprochen und da bestätigte man mir diesen Wert der nach deren Angabe wohl nach einem Koeffizienten oder nach den Quadratmeterangabe berechnet werden kann. So käme ein Wert von 24 Millionen zustande der in der Escritura enthalten ist und wohl auch durch das Notariat angewandt wird oder aber ein Wert von 45 Millionen (dieser Wert wird die Gobernacion verwendet und nach den Quadratmetern berechnet) und diese 45 Millionen finde ich derzeit in der Rechnung der Gobernacion zum Posten Compraventa wieder, die ich zur Zahlung meiner Escritura erhalten habe.

Inwiefern spricht man denn hier von abgezockt? und inwiefern bekommt der Käufer hier Ärger.

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Don Maximo
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Beitrag von Don Maximo » 19. Okt 2019, 12:59

Das ist mir im 2016 auch so ergangen. Ich wurde sehr misstrauisch, als ich den niedrigen Wert in der Escritura gesehen habe. Ich erinnere mich gerade nicht mehr den Betrag, der war aber in etwa 25% des Kaufpreises. Dabei muss ich erwähnen, dass der Preis den Wir bezahl haben (gegenüber dem reellen Marktwert) sehr tief war. Uns wurde kurz darauf rund den doppelten Betrag geboten.

Wenn du die Wohnung für dich gekauft hast ist die Frage, stimmt für dich den preis?
Wenn du sie als reine Kapitalanlage oder als Spekulationsobjekt erworben hast, gehe ich davon aus, dass du die Rechnung gemacht hast.

Ärger ist definitiv nicht zu Erwarten, da das ganze ziemlich sicher korrekt abgelaufen ist.

Und auch der Catastro und die Behörden machen Fehler. Bei dem oben erwähnten Grundstück hatten wir ein Riesen Chaos. Diese Finca befindet sich Teils in der area rural und teils in der area urbana. Da anscheinend für die Erfassung und Revisionen der Schätzungen von area rural und area urbana unterschiedliche Büros zuständig sind, wurde teil der Finca (der Teil der area urbana) doppelt erfasst. Entsprechend hoch waren dann die Steuern und ihr könnt euch vorstellen welches Chaos dies auf bürokratischer Ebene mit sich Bringt. Auch Steuertechnisch in der CH, plötzlich "existiert" eine Liegenschaft einfach nicht mehr...

Unsere Immobilien sind übrigens alle im untersten zulässigen und vertretbaren Bereich eingestuft.
Virtus Junxit Mors Non Separabit

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Fusagasugeno
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Beitrag von Fusagasugeno » 19. Okt 2019, 16:47

Meine Aussagen beziehen sich auf meine Erfahrungen in Fussa, da ich nicht weis was und wo Du gekauft hast:

Aerger kann dich erwarten falls Du ein Haus gekauft hast und der Bau nicht als Abgeschlossen gemeldet ist, oder noch schlimmer ilegal ist, so wie ich es oben beschrieben habe. Ein Freund von mir hatte genau das Problem letztes Jahr. Nicht registriertes Haus gekauft und dann das ganze Prozedere vornehmen müssen wie für einen Neubau. Hat ihn schlussendlich 10 Mio zusätzlich gekostet inkl. 3 Mio Bestechung.
Wenn nur der Bauabschluss nicht gemeldet ist, ist es einfacher, aber doch eine Rennerei.

Falls Du eine Wohnung gekauft hast und dafür 10 mal mehr als den Catastsral bezahlt hast, das wäre für mich abzocke, zumindest hier.
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schweizer
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Hauskauf in Kolumbien, grössere Rechnung und andere Fragen

Beitrag von schweizer » 25. Okt 2019, 18:42

@vertigo75

Du wärst nicht der erste Deutsche der in Barranquilla Probleme mit der Dokumentation einer Immobilie hat.
Bei so Geschäften muss man sich auskennen und wissen mit welcher Baufirma man sich einlässt.

Zum Beispiel GRAMA (Grama Construcciones S.A.) ein Unternehmen von Grupo Andino Marín Valencia Construcciones S.A. Der Inhaber ist Fernando Marín Valencia, der ehemalige kolumbianische Botschafter in Venezuela, der wegen des Verbrechens der Bestechung und seiner angeblichen Beteiligung am so genannten "Karussell" in Bogota inhaftiert wurde.

La pesadilla de alemán por la compra de 2 apartamentos en Barranquilla
Firma constructora es de exembajador hoy preso por soborno. Predios costaron 500 millones de pesos.
Zitat:"Pero lo que sí tiene claro es que a la hora de negocios e inversiones es otra cosa, “y Colombia tiene mal fama de corrupción y malversación. Primera vez estoy afectado, Tengo un contrato que no sirve y me da miedo de hacer más negocios aquí”, sostiene y por eso no se atreve a recomendar extranjeros que venga a invertir a Barranquilla." => Link.

Der Zeitungsartikel ist vom 30.09. dieses Jahres.

Genau wir du, er in Deutschland und die "große Liebe" :lol: in Barranquilla.
Wie du wolltest, hat er zuerst in Ciudad Caribe investiert, da das nicht fertig wurde hat er sich von der Baufirma was anderes andrehen lassen.