Tipps zur Wohnungsvermietung gesucht

"Schaffe schaffe häusle baue" ... alles was mit dem Thema Grunderwerb (Kaufen & Mieten) zu tun hat - ist hier richtig.

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vertigo75
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Beitrag von vertigo75 » 15. Mär 2019, 20:04

Hallo,

möchte also ein Appartment in Barranquilla vermieten.

Hat jemand Tips in Bezug auf einen bestimmten Inmobiliaria und was man sonst noch in dem Zusammenhang für den Abschluss mit einer Agentuar beachten sollte?


John Extra
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Beitrag von John Extra » 15. Mär 2019, 23:16

Hallo
bei einer Immobiliaria ist hoechste Vorsicht geboten, vor kurzem war ein Bericht in Caracol-Septimo Dia, dort hat eine Immobiliaria den Auftrag uebernommen mehrere Apartments zu vermieten, die hat sie dann untervermietet und das Geld eingesackt und der Besitzer wurde vertroestet weil er ja einen Vertrag mit der Firma hatte, und bekam monatlich einen kleinen Betrag und konnte nicht mal in sein Eigentum,

Ich wuerde ein Schild in das Fenster haengen - Arrienda - und die Vermietung selber machen, dann bist Du auf der Sicheren Seite.
Es sind nicht alle Immobiliaria schlecht aber es gibt eben diese Schwarzen Schafe ueberall.


:read:

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Nachtrag
einen Mietvertrag kaufen, der Mieter muss dir eine Kopie seines Arbeitsvertrages geben und eine Kopie vom Personalausweis.
Dann kannst du mit der Nummer des Personalausweis auf der Internetseite - " Antecedentes Judiciales - Policia National de Colombia "
nachschauen ob die Person "sauber" ist, sprich, keine Straftaten oder sonstige Anzeigen vorliegen.
Ein Mietvertrag laeuft immer "mindestens " ein Jahr.



Zwei kurzzeitig nacheinander geschriebene Beiträge automatisiert zusammengefügt. Skript powered by Datacom ©2019


Max
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Beitrag von Max » 15. Mär 2019, 23:50

oder machst es so wie der Stefan in Sta Marta der vermietet nur an höhere von der Polizei

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Ernesto
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Beitrag von Ernesto » 16. Mär 2019, 00:30

Hör dich um wer in Barranquilla einen guten Ruf in der Immobilienbranche hat, gehe hin, mach dir selbst einen Eindruck und frage ob die interessiert sind die Wohnung für dich zu vermieten. Dann handelst du die Bedingungen aus oder akzeptierst die deren.
Liegt die Wohnung in einer Toplage kannst du auch mehrere Agenturen beauftragen.

Selbst vermieten ist nur was für Profis die vor Ort sind.

Der Tipp mit der polizeilichen Auskunft ist wenig hilfreich. Eine Auskunft von Data Credito, ist es was man braucht ;-)

Auch läuft ein Mietvertrag nicht immer unbedingt über ein Jahr. Nicht jeder bindet sich gern in einer neuen Gegend direkt für eine so lange Zeit. Ich als Mieter würde erst drei Monate mieten mit automatischer Verlängerung.

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Macondo
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Beitrag von Macondo » 16. Mär 2019, 01:46

VERTIGO
Überlege dir mal die Möglichkeit das Apartment möbliert an Ausländer zu vermieten (alles inklusive: Admin, Elektrizität, Wasser, Gas, Internet).
Du kannst mehr verdienen und hast unter Umständen "pflegeleichtere" Kunden. Ich habe gerade 2 Apartments fertig gemacht und habe relativ schnell Expats als Klienten (Holländer & US-Amerikaner) gefunden, die 6 und 8 Monate bleiben. Du hast noch den Vorteil, dass Barranquilla an der Karibik-Küste liegt. Es gibt es viele Expat-Gruppen, wo du die Wohnung offerieren kannst.


axko
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Beitrag von axko » 16. Mär 2019, 21:15

Macondo, nehme an du lässt dir die Miete im voraus bezahlen. Wie macht du es eigentlich mit der Haftung der Wohnungseinrichtung? Sprich wenn z.B. der Fernseher kaputt gemacht wird oder das Bett wurde vollge...... oder sonst was. Nimmst du noch eine Kaution ? Sonst wünsch ich dir viel Erfolg mit dem Vermieten. Werde das wahrscheinlich auch Ende des Jahres in Medellin machen.

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Beitrag von Macondo » 17. Mär 2019, 00:11

axko

Klar, die Miete wird üblicherweise 1 Monat im Voraus bezahlt. Es wird bei der Reservation eine Kaution fällig, als Rückbehalt zur Begleichung für eventuelle Schäden.


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Beitrag von axko » 17. Mär 2019, 15:22

Danke für die Info - hilft mir weiter. :fel:

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Beitrag von Macondo » 17. Mär 2019, 16:12

axko

Ich habe zusätzlich noch eine Gebäudeversicherung (inkl. Hausratsversicherung) mit SURA. SURA zahlt fast immer.
Verträge mit kolumbianischen Mietern mache ich unter Einbeziehung des Friedensrichters (Juez de Paz) des Barrios. Dieser kann mit Hilfe der örtlichen Polizei, bei Nichtbezahlung der Mieter, relativ schnell Zwangsräumung durchführen. Dafür verzichte ich zB auf Bürgen, da sowieso kaum jemand Wohneigentum als Pfand hat (Arbeitsvertrag vorlegen reicht mir). Dies mache ich aber nur in den normalen Barrios, wo Nichtbezahlung der Kolumbianer öfters vorkommt. Ist rechtlich nicht 100 % wasserdicht, aber effektiv, da die meissten Miet-Nomaden das Weite suchen, wenn der Juez de Paz & die Poilzei mit Zwangsräumungstruppe anklopft. Mit Gringos habe ich noch keine grosse Vermietungserfahrung, man muss sich aber Gedanken machen wie vorzugehen ist, Hauptkriterium dürfte die Frage: Lang - oder Kurzzeit? sein.

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Ernesto
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Beitrag von Ernesto » 17. Mär 2019, 16:24

Wenn es zur Zwangsräumung kommt, dann hast du schon Geld verloren. Einfach raus setzten geht nicht, da du dem Mieter egal ob er jetzt zahlt oder nicht einen angemessen Zeitraum für die Suche einer anderen Wohnung einräumen musst.

Ich habe bei Bekannten, Mieter erlebt, die so sauer waren und die Wohnung teils ohne die Grundeinrichtung zurück gegeben haben. Jetzt kann der Eigentümer zwar klagen, aber den Ärger möchte ich nicht haben ;-) Im El Colombiano wurde erst vor ein paar Tagen über so einen Fall berichtet.

Also schwer aufpassen bei der Auswahl seiner Mieter!

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Beitrag von Macondo » 17. Mär 2019, 16:42

Ernesto

Da der Mietvertrag vom Juez de Paz unterzeichnet ist, kann er "sofort-Räumung" anordnen. Natürlich gibt es auch hier eine Frist, diese ist aber wesentlich kürzer (ca 1 Monat). Ich verliere i.d. R. 2 Mieteinnahmen (1 durch Verzug der Mietzahlung und 1 durch das Räumungsverfahren). Bei der normalen gesetzlichen Regelung verliere ich locker 1/2 Jahr und mehr. Wie gesagt Mietvertrag durch Juez de Paz kann durch Mieter mit juristischen Kenntnissen entgegengewirkt werden, ist mir aber noch nicht passiert.
Ich habe des weiteren noch meine "Spione". Einige Nachbarinnen sind in Kontakt mit meiner Frau. Wir wissen also in etwa, nach sehr kurzer Zeit, ob es sich um Radaubrüder oder anständige Zeitgenossen handelt.

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Beitrag von Ernesto » 17. Mär 2019, 17:15

Habe den => Link gefunden. War nicht in El Colombiano sondern in El Tiempo.
Un juzgado ordenó el allanamiento de la vivienda donde quedaba un centro de cirugías estéticas.
Kann mir vorstellen was der Eigner empfunden hat als er sein Haus betrat.
Neben 43 Millionen COP an fehlender Miete, hat er nur noch eine Ruine.
Cultura paisa :lol:
Das ist leider kein Einzelfall. Oft habe ich schon von solchen Ereignissen gehört.


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Beitrag von axko » 17. Mär 2019, 23:47

Macondo, für mich wird das auch Neuland sein an Expats zu vermieten. Hauptsächlich werde ich mein Auge auf Langzeit werfen. Sprich min. 3 Monate oder länger. Hier in Medellin gibt es ein paar Gringos-Büros, die bieten an die Verwaltung und Vermietung an Expats vorzunehmen. Habe aber durch Betroffene erfahren müssen, dass diese Büros noch schlechter arbeiten als die hiesigen Büros. Die Apartments wurden selbst in der Hochsaison nicht vermietet und wenn, dann nur Tageweise. Obwohl erstklassige Lage und 1a Ausstattung. Habe noch 4-6 Monate Vorbereitungszeit. Mal schauen was ich noch so finde werde auf diesen Gebiet. :son:


CaribicStefan
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Beitrag von CaribicStefan » 18. Mär 2019, 01:07

@axko...

willst du alles selber vermieten und Dich drum kümmern oder wäre für Dich auch ein Verwalter, der mit einem renommierten Rechtsanwalt vor Ort im Centrum zusammen arbeitet, interessant ?
https://www.youtube.com/watch?v=GJm7H9IP5SU


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Beitrag von axko » 18. Mär 2019, 14:07

Hi Stefan, besten Dank für deine Idee. Wie bereits gesagt bin ich gerade in der Planungsphase. Wenn du mal Zeit und Lust hast können wir uns mal zu einen Cafe treffen und darüber diskutieren.