Einleben in der Schweiz

Der Name sagt es: Beziehungsgeschichten die Ihr uns erzählen wollt und zu denen Ihr eventuell Rat sucht.

MMMatze
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Einleben in der Schweiz

Beitrag von MMMatze » 6. Okt 2019, 12:15

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@ Don Maximo: Nein, dass spricht dafür, dass ich glaube, dass das eigentliche Problem sehr viel tiefer liegt.

Natürlich halte ich es auch für unabdingbar die Sprache so schnell wie möglich und so gut wie möglich zu lernen

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Don Maximo
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Einleben in der Schweiz

Beitrag von Don Maximo » 6. Okt 2019, 13:22

@ MMMatze, ach so. Ja in dem Sinne bin ich ganz deiner Meinung. Das mit der Sprache stimmt absolut. In der (deutschsprachige) Schweiz kommt noch eine zusätzliche Herausforderung, das gesprochene "Schweizerdeutsch". Meine Frau hat in Deutsch das "B2" abgelegt, war für sie relativ anstrengend. Italienisch ist sie auf Stufe zwischen C1 und C2 (wir leben an der Sprachgrenze).
Virtus Junxit Mors Non Separabit


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Einleben in der Schweiz

Beitrag von Max » 6. Okt 2019, 15:14

Vielleicht kannst Dich mit Don-Pedrino treffen, ist grad in der Schweiz, der könnt deinem Mann so richtig Bescheid sagen


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Beitrag von John Extra » 7. Okt 2019, 00:10

Vielleicht braucht Ihr einfach etwas mehr Zeit, wie waere es wenn Ihr einen kleinen Urlaub macht, irgend wo, nur Ihr zwei, Italien oder so.
Dann reden und immer wieder reden.
Eine dritte Person sollte nach meiner Meinung nicht mit reingezogen werden. Das muessen die Zwei ganz alleine schaffen....wie auch immer es aus geht.
Viel Glueck

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Nasar
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Beitrag von Nasar » 7. Okt 2019, 00:22

Meine Schwester die blöde Ziege sagt, dass wird nichts. Crista (Crista ohne h?) sollte das einsehen. Liebe kann man nicht kaufen, da hilft auch der Supermarkt vom Papi nichts. Oder vielleicht gerade wegen dem ist er so ruhig :klat:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


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Beitrag von Holger78 » 7. Okt 2019, 05:29

Leider kann ich Dir, außer viel Glück bei deinem Versuch deinen Mann ins Land zu integrieren und Dir dort beizustehen, nicht viel mehr auf den Weg mitgeben.

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Einleben in der Schweiz

Beitrag von crista » 7. Okt 2019, 08:29

Hallo zusammen :ho:

Erstmals danke für die vielen Beiträge, habe mich echt darüber gefreut.

Mein Mann ist 25 Jahre alt, ich 30 .... und ja Crista ohne h jajajaja

Also ich weiss nicht wie lange ich noch Geduld habe, vorallem wenn jetzt nach über einem Jahr Aufenthalt noch keine Motivation in Sicht ist.
Wie @Don Maximo sagt, deine Frau hat nach 3 Monaten von sich aus einen Kurs besucht etc., mein Mann macht auch jetzt noch keine Anstalten irgendwie die Sprache zu lernen, weder App noch online-Kurs noch Sprachkurs. Er sagt er ist schlecht in Sprachen lernen, es fällt ihm sehr schwer, ich betone immer wieder das es mir nicht wichtig ist wie schnell er es lernt, kann auch 2, 3, 4 Jahre dauern, wichtig ist doch das man überhaupt mal beginnt. :denk:

Das Leben und Ambiente hier kann für viele stressig sein, ich verstehe das, aber wenn man nichts am Stressauslöser ändert, wie will man sich dann besser fühlen.

Was mir auch aufgefallen ist, immer wenn wir reden/diskutieren, ist er schnell gestresst und will sich zurückziehen, ich bin da etwas aufdringlich vielleicht, aber ich will die Dinge halt nicht hinauszögern. Wenn er dann genervt ist fängt er oft damit an zu sagen, das ich ohne ihn besser dran wäre und das es besser ist wenn er zurück geht, damit ich mich nicht seinetwegen stresse/nerve.
Ich weiss nicht, ich finde halt das ist wie zu sagen, es ist mir zu anstrengend, ich wähle lieber den einfachen weg. Was ich nicht nachvollziehen kann, da ich denke die Probleme wären so einfach zu lösen, wieso nicht einfach rangehen, statt auszuweichen?
Irgendwann wird es auch mir mal zu viel immer die Beziehungsretterin zu spielen und zu sagen doch komm wir versuchen es, etc. ....

Saludos Crista


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Beitrag von John Extra » 7. Okt 2019, 18:24

Grundsaetzlich haben junge Menschen und 25 Jahre ist ja jung, keine grossen Probleme mit Sprachen lernen, je aelter man wird desto schwerer wird es. Ich wurde sagen, beende das ganze und lebe Dein Leben.


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Beitrag von Don-Pedrinio » 8. Okt 2019, 08:49

ja ich bin in der CH am mich anklimatiesieren und hatte schon die erste schlechte Erfahrung machen müssen "Rauchverbot am Bahnhof" aua, der Mann sagte es ja sehr freundlich, nur glauben konnte ich es nicht. jajaja

ich glaube nicht, dass ich helfen könnte.

vielleicht aber für Crista das hier= ich habe einen Deutschen Untermieter und der hat vor 2 Jahren seine Calena geheiratet, nachdem er sie erst 1 Jahr kannte. vor einem Jahr als ich hier war, hat sie bereits sehr gut Züri-Deutsch gesprochen. jetzt noch ein Jahr später nahezu perfekt.

auch ein Freund der eine Rola geheiratet hatte, derer Kinder die in die CH kamen sprachen innert kürzester Zeit Deutsch.

entweder willst du etwas... oder nicht.
wenn nicht, dann musst du zu allererst den Hintergrund dessen heraus finden. es kann die Arbeit sein, das Umfeld, usw. kaum ist es anzunehmen, dass du es bist. aber vielleicht ist es ganz einfach die Kultur in der er sich nicht zurecht finden kann/will. aber vom Status wegen muss er.
und wenn es nicht heute ist, dann ist es höchst wahrscheinlich nimmer der Fall.
vielleicht kennt er sich aber bereits mit dem Gesetz aus. er muss es ja bloss wenige Jahre mit dir aushalten, dann kriegt er den CH Pass und kann in der CH leben ohne einen Finger krümmen zu müssen.
für seine Familie hat er vielleicht ins Paradies geheiratet. wie soll er dieser erzählen, dass alles den Bach runter geht? also muss er jene so kurz halten wie möglich, damit diese davon nichts mit bekommen.
es wäre nicht der Erste der so einen Weg wählt, wo man der Heimat wenig bis nichts sagen darf.

dreh Mal den Spiess in eine andere Richtung.
du sagst, dass er manchmal davon redet zurück zu gehen.
was du wehement verneinst. was ist, wenn just DIESES lediglich ein "Abschätzen" ist, wie weit er noch gehen kann. im weiteren Sinne ist es ein Thermometer der von dir vorhandenen Liebe zu ihm. bricht diese, ist er entweder gezwungen zu reagieren oder muss mit den Konsequenzen rechnen.

was glaubst du, wie seine Reaktion sein würde, wenn du fortan jene Idee von Ihm unterstützt.
für ihn bedeutet es, dass seine Tage gezählt sein können wenn er nicht schleunigst was dagegen tut.

unterstützt du ihn in dieser Theorie und redest mit ihm um den Zeitpunkt wann er denn für immer zurück fliegen muss (sagen wir Mal Dez. 2020), erkennst du am Ende möglicherweise auch seine Liebe zu dir. bist du lediglich Werkzeug, oder bedeutest du ihm etwas.

generell aber,
egal wo er herkommt. er muss mit seinem kolumbiansichen Stolz gegen eine Kultur anschwimmen, die mit seiner einfach nichts gemeinsam hat. ein Sprichwort, dass nicht von Ungefähr kommt. Private Problerme werden auf die Arbeit abgewälzt. und umgekehrt, Probleme auf der Arbeit auch ins Privatleben mitgenommen. nehmen wir den beleidigten Stolz dazu, so kann eine Trotzreaktion sein, nimmer die Sprache lernen zu wollen. was er für sich als Waffe benutzt. Kolumbianer sind gewohnt dass man bitte und danke sagt. wenn er auf der Arbeit wie ein Depp behandelt wird, kann alleine jenes der Ausschlag gebende Hauptgrund sein.
in der CH arbeiten mit Latinos. ist ein sehr schwieriges Unterfangen. erst muss sich der Latino ein wenig an unsere Sitten gewöhnen, ehe das geht wird einem jedem Chef irgendwann ein Geduldsfaden reissen, erst recht, wenn sein Latino, den er vor die Nase gestellt bekam, er nicht los werden kann.
ich hatte in meiner beruflichen Laufbahn wenige Male mit Latinos in der CH zu tun. es ist haarsträubend mit ihnen. ich habe mit Kolumbianern in Kolumbien gearbeitet. sag blos kein falsches Wort, sonst ist Feuer unter dem Dach, dass kaum zu löschen ist. es Wochen braucht, bis sich der Latino beruhigt hat. geht es tagtäglich so zu und her, und er hat keinen Ausweg, dann wird er sich auf seine Art quer stellen. beispielsweise mit dem verneinen von Sprache lernen wollen.
daraus zu schliessen wäre = wenn er eine Schule besuchen würde, er von der Arbeit im Supermarkt befreit würde. auch ein Thema dass vielleicht mal beredet werden kann.

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Beitrag von crista » 8. Okt 2019, 14:35

Hallo zusammen :)

Danke für die Rückmeldungen.

Jajajaj ja Don-Pedrino das glaub ich dir das du das nicht glauben konntest jajajaj

Also das er des Aufenthalt wegens hier ist glaube ich nicht. Zusätzlich ist es auch so das er es nicht einfach nur "mit mir aushalten", sondern sich auch aktiv integrieren muss, wenn er eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung will. Dazu gehört auch die Sprache lernen, sonst bekommt man auch trotz Heirat keine eigenständige Aufenthaltsbewilligung.

Das ist genau das was ich meine, wer will der kann.
Er sagt mir er hat Schwierigkeiten mit Sprachen lernen, deshalb stresst es ihn so. Hat auch Spanisch erst spät gelernt (Schreiben & Lesen), er wuchs bei der Grossmutter auf, ohne Vater ohne Mutter.
Aber wie gesagt, ich zwing ihn ja nicht es sofort zu können, aber wenigstens mal damit anzufangen.

Das vom Verhalten auf der Arbeit generell bei Latinos kann ich nachvollziehen und hab ich auch schon bei bekannten Latinos beobachtet.
Und ja genau das habe ich auch schon angesprochen, wenn ihm die Arbeit nicht gefällt, wenn er die Sprache nur ein wenig beherrschen würde könnte er eine andere Arbeit suchen, die ihm mehr zusagt.

Beim Thema er gehe zurück meint er aber nicht in einem längerfristigen Rahmen, sondern spricht dann immer von sofort, also am besten diese Woche oder diesen Monat.
Habe auch schon darüber nachgedacht ob das eine Art "Test" für mich ist, wie stark ich noch zu ihm stehe.
Aber habe "Angst" zu sagen "ja dann geh doch", weil ich das ersten gar nicht möchte und weil ich denke er zieht das dann durch, auch wenn ER es eigentlich nicht möchte. Denn so geht er mit allem um, wenn er es entschieden hat dann macht er es auch.

Also ich denke eher das er sich mit der Kultur nicht anfreunden kann ... nur was kann man dagegen tun? :denk:

Saludos
Crista

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Beitrag von schweizer » 8. Okt 2019, 14:51

Crista ich verstehe dich nicht. Du brauchst einen Mann der weiß was er will, der stolz ist an deiner Seite durchs Leben zu gehen. Der immer für dich da ist. Der anpackt wenn wenn Not am Mann ist. Der Interesse an deinem Beruf und am Unternehmen deines Vaters hat. Vielleicht doch besser zurück bevor er noch richtige Depressionen kriegt und sich umbringt! Oder eine jüngere sucht. Keiner von uns kann dir helfen, diese Entscheidung musst du selber treffen und wenn er doch so gerne in die Heimat zurück will, lasse ihn gehen. Wenn ihr füreinander bestimmt seid, kommt er wieder.


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Einleben in der Schweiz

Beitrag von Gordi_K » 9. Okt 2019, 01:03

Naja, welchen Mann die Crista braucht weiß ich zwar nicht - man sollte aber nicht überrascht sein, wenn ein kolumbianischer Montallantas, der sogar mit seiner Muttersprache Probleme hat (gehabt hat) und zum ersten Mal außerhalb von Kolumbien lebt, sich in der Schweiz so fühlt, wie ein kolumbianischer Montallantas, der sogar mit seiner Muttersprache Probleme hat (gehabt hat) und zum ersten Mal außerhalb von Kolumbien lebt...

Obwohl ich beruflich in Südamerika ein Paar Erfahrungen gesammelt habe, gut Spanisch spreche und Kolumbianer kenne, weiß ich nicht, wie gut ich mich in Kolumbien einleben könnte - im Ausland Job zu bekommen ist viel schwieriger als in der Heimat - vor allem wenn man die dortige Sprache nicht spricht... Ich weiß zwar nicht, was Crista von ihrem Mann erwartet hat, aber für mich ist sein Verhalten nicht überraschend...

Ehrlich gesagt - wenn meine Partnerin 5 Jahre älter wäre, als Architektin arbeiten würde - und ich in Kolumbien nicht einmal die Sprache verstehen würde und realistischerweiße nur in Supermarkt der Familie verdienen könnte, dan würde ich mich auch etwas komisch fühlen - eingentlich stellt sich die Frage, welcher Mann in so einer Situation zufrieden wäre...

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Beitrag von crista » 9. Okt 2019, 09:21

Ehrlich gesagt - wenn meine Partnerin 5 Jahre älter wäre, als Architektin arbeiten würde - und ich in Kolumbien nicht einmal die Sprache verstehen würde und realistischerweiße nur in Supermarkt der Familie verdienen könnte, dann würde ich mich auch etwas komisch fühlen - eigentlich stellt sich die Frage, welcher Mann in so einer Situation zufrieden wäre...
Also wenn ich in dieser Situation wäre würde ich alles daran setzen etwas zu verändern ... und genau das ist auch was ich erwarte ... weil ich so wäre erwarte ich das auch von meinem gegenüber ...

Und was der Altersunterschied für eine Rolle spielt in der ganzen Sache sehe ich ehrlich gesagt nicht ...

Ich denke eher die Frage ist ... eres conformista y solo vives el dia a dia o de verdad quieres cambiar algo y quieres mejorar algo para tu bien y para el bien de tus seres queridos ...
wenn du nichts ändern willst dann ist es eben so, aber dann wirst du weder hier noch in COL zufrieden sein ...


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Einleben in der Schweiz

Beitrag von Gordi_K » 9. Okt 2019, 11:29

Hallo Crista,

offensichtlich bist du zwar nicht böse, aber trotzdem - falls ich manchmal etwas zu direkt formuliere oder formuliert habe, bitte nicht falsch verstehen.

Wenn du schon von anderen Änderungen erwartest - versuche bitte dein Blickwinkel zu ändern.

Klar gibt es Ausnahmen -aber es ist kein Zufall, dass es in Kolumbien nicht so ausschaut wie in Japan... Oder noch anders - wenn jemand von einer Frau erwartet, dass sie gute Mutter sein wird und am Bauernhof mithelfen wird, würde ich von einer kolumbianischer Mamasita mit 3 Schönheits-OPs eher abraten...

Oder noch anders gesagt - je länger du über deinem Mann erzählst, desto besser verstehe ich ihm... Falls er von siener Großmutter erzogen wurde, dann hat ihm eine Frau erzogen, die so erzogen war: der Mann ist der König, die Frau hat ihm zu dienen. Fast jeder Kolumbianer will eine junge wilde Mamasita - nicht umsonst machen die Kolumbianerinnen alles dafür, sexy auszuschauen. Und wie hier schon mehrmals geschrieben wurde - die Kolumbianer haben keinen Ruf der Macher und Umsetzer (und das ist auch kein Zufall - die Kolumbianer zählen zu einer der glücklichsten Nationen, obwohl sie seit generationen im Bürgerkrieg leben - das muss man mal schaffen...)

Wenn ich das alles verbinde und mir überlege - es kann sein dass dein Mann mit der Zeit darauf gekommen ist, dass es mit der wilden Mamasita, die den Mann verehrt, nichts wird (bitte, ist nicht böse gemeint - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er in seiner jetzigen Situation das Sagen in der Beziehung hat...) - und dass er sich das Leben in der Schweiz viel anders vorgestellt hat - nämlich dass man auch mit der kolumbianischen Arbeitseinstellung schweizerischen Gehalt bekommt, dass das Leben in der Schweiz ein Ponyhof ist usw. usw... D.h. nach einem Jahr im Ausland kam die Desillusion. Das große Problem für ihm - das Leben eines kolumbianischen Montallantas ist in Kolumbien auch nicht gerade einfach und die Trennung mit dir wäre schmerzhaft. Was jetzt?

Leute, die im Ausland erfolgreich sind und langfristig im Ausland zufrieden sind, sind eher Ausnahmen. Das Leben im Ausland ist halt immer viel schwieriger als im Heimatsland. Ich glaube, dass sollte man sich in der Beziehung mit einen Ausländer einer Ausländerin immer vor Augen halten.

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Beitrag von crista » 9. Okt 2019, 11:45

Ich versteh dich schon und bin auch nicht böse ... leicht angepisst vielleicht, aber wegen der Stimmung allgemein und dem Regenwetter jjajaja Spass ....

Also für dass, das die Situation so ist wie sie ist finde ich hat er doch noch recht viel zu sagen zu Hause .. ich bin eher friedliebend und bin dann lieber mal still um auch mal zur Ruhe zu kommen, anstatt mich über alles was wieder nicht gut ist zu nerven und zu diskutieren.

Na gut, ich seh schon ich muss herausfinden ob ich damit leben kann oder nicht .. und auch er muss das, kann er überhaupt glücklich sein hier oder nicht ....
Niemand hat gesagt es wäre einfach ...

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Einleben in der Schweiz

Beitrag von Ernesto » 9. Okt 2019, 14:46

@crista

ich korrigiere meine erste Aussage hier im Thema da es mir dabei an Hintergrundinformationen fehlte.

Wenn ich es jetzt richtig verstehe, dann hast du dich in einen (leicht) lernbehinderten Kolumbianer ohne grosse Schulbildung verliebt. Ihr habe geheiratet und lebt nun zusammen in der Schweiz. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, das es ihm dort schwer fällt sich anzupassen.

Das erinnert mich an ein Thema hier im Forum indem eine junge Frau einen Indio aus dem Tayrona Park nach Europa eingeladen hat und dieser trotz hin- und Rückflugticket, weil er nicht sprechen konnte nicht einreisen durfte.

Hab Geduld, unternehmt viel zusammen, stelle ihn Freunden und Bekannten vor. Macht Sachen die ihm Spass machen. Geht auch mal in einen katholischen Gottesdienst. Wenn er treu und lieb ist, dann hab Geduld mit ihm, akzeptiere aber auch, wenn er wieder nach Kolumbien will.

Ich wünsch euch viel Glück und das ihr für immer zusammenfindet ;-)
Gordi_K hat geschrieben:
9. Okt 2019, 11:29
[...] das Leben eines kolumbianischen Montallantas ist in Kolumbien auch nicht gerade einfach und die Trennung mit dir wäre schmerzhaft. [...]
Ich weiss nicht warum hier der Beruf Reifenmonteur ins Thema kommt. Vielleicht klärt mich da mal einer auf.
Auch finde ich das 5 Jahre Altersunterschied sich in absolut normalen Grenzen hält. Es muss ja nicht immer der Mann älter und grösser sein.
Gordi_K hat geschrieben:
9. Okt 2019, 11:29
Falls er von siener Großmutter erzogen wurde, dann hat ihm eine Frau erzogen, die so erzogen war: der Mann ist der König, die Frau hat ihm zu dienen. Fast jeder Kolumbianer will eine junge wilde Mamasita - nicht umsonst machen die Kolumbianerinnen alles dafür, sexy auszuschauen.
Ohhh mein lieber Gott, schon lange nicht mehr so einen Schwachsinn gelesen. Sicher gibt es in Kolumbien viele nuttige Tussis die sich so verhalten, nur wer will so eine junge wilde aufgedackelte Mamasita heiraten? Ich nicht!