Frage zu Krankenhausaufenthalt und/oder Operation

Alles zum Thema Krankenversicherung, EPS, Sisben, Rente etc.

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ChLehmann
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Frage zu Krankenhausaufenthalt und/oder Operation

Beitrag von ChLehmann »

Hallo Zusammen, wie ist das in Kolumbien für Kolumbianer geregelt wenn sie zum Beispiel schwer erkranken und ein Operation und oder einen längeren Aufenthalt im Krankenhaus brauchen.
Ich kann mir vorstellen das es schnell einige xxxx+x Euro kosten kann für Arzt und Personal.

Wie macht also ein normaler Kolumbianer so etwas der von etwa xxx Euro pro Monat leben muss?

Zahlt eine Versicherung alles oder nur etwas bestimmtes, welche gibt es Krankenhäuser?


Danke für eure Infos und Meinungen.



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Ernesto
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Frage zu Krankenhausaufenthalt und/oder Operation

Beitrag von Ernesto »

Jeder Kolumbianer muss eine Krankenversicherung haben.

Arbeitnehmer sollten durch den Arbeitgeber krankenversichert sein.
Wer arbeitslos ist und sich keine private Krankenversicherung leisten kann, der kann sich kostenlos in eine sogenannte EPS pública einschreiben.
Wer heutzutage in Kolumbien nicht krankenversichert ist, handelt verantwortungslos.

Die Qualität der Leistungen hängt von der gewählten Versicherung und dem Wohnort ab.

Normalerweise übernimmt diese Krankenversicherung (EPS) alle Kosten.
Den praktischen Arzt, genauso wie den Spezialisten und eventuelle Laboruntersuchungen.
Auch Krankenhauskosten und OP werden von der Krankenversicherung übernommen. Ebenso die verschriebenen Medikamente.

Deine Frage zu den Krankenhäusern kann ich wie folgt beantworten, es gibt staatliche und private ;-)
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Fusagasugeno
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Frage zu Krankenhausaufenthalt und/oder Operation

Beitrag von Fusagasugeno »

Grundsätzlich ist jeder Kolumbianer versichert, entweder in einer EPS oder als bedürftiger im SISBEN. Die frage ist dann halt nur wie schnell Du an die nötigen Operationen kommst. Da die Aerzte für die Versicherungen Arbeiten und die Versicherung dann auch noch jeden teuren Arztentscheid genehmigen wollen. Gerade die bedürftigen Nichtzahler landen da schnell mal auf den langen, bürokratischen Weg wo der Tod auf einmal schneller sein kann. Bei einer guten EPS (einer die keine finanziellen Schwierigkeiten hat) ist der Ablauf aber ganz vernünftig. Und dank der Pandemie kann man jetzt alle Genehmigungen auch elektronisch einholen also fallen die langen Wartezeiten in den Büros weg. Die die es sich leisten können und wollen haben dazu noch eine Private Versicherung, die braucht dann keine Genehmigung der notwendigen Massnahmen, und haben eigene, bessere Spitäler. Ist aber nur in den grossen Städten verfügbar.
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)