Urlaub einer Kolumbianerin in Deutschland / Frage zu den Reisedokumenten

Das Forum zu allen Fragen zur Visumfreien Einreise von Kolumbianern nach Europa.
Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5656
Registriert: 5. Okt 2010, 16:43

Urlaub einer Kolumbianerin in Deutschland / Frage zu den Reisedokumenten

Beitrag von Ernesto »

⇒ Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Danke für dein Feedback @Henry und danke, dass du uns auf dem Laufenden hältst ;-)

Glboetrotter
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 416
Registriert: 15. Nov 2019, 06:05

Urlaub einer Kolumbianerin in Deutschland / Frage zu den Reisedokumenten

Beitrag von Glboetrotter »

In Europa ist die/der Transexuelle(ein Umgebauter) in vielen Orten auch nicht akzeptiert. Und die allerwenigsten sind intellektuell so gut, dass dies keine Rolle für einen Arbeitsplatz ist.
Wer Kinder hat, wäre auch froh, wenn der Sohn nicht einen Umgebauten mit nach Hause bringt. Wir sprechen hier von weniger als 1 Promille (weniger als 1 von 1'000 Personen) der Bevölkerung. Häufig haben diese Personen grössere psychologische Probleme und/oder eine schwere Kindheit, dass sie ihr Leben und Geschlecht nicht akzeptieren wollen oder können. Entrüstet über meinen Kommentar? Scheinheilig ...... die Gesellschaft grenzt diese "kranke" Personengruppe bewusst aus.

Milawesi
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 76
Registriert: 5. Okt 2020, 09:38

Urlaub einer Kolumbianerin in Deutschland / Frage zu den Reisedokumenten

Beitrag von Milawesi »

Wenn ich die Beiträge lese, kommt bei mir der Verdacht auf, dass Transsexuelle nicht oder kaum toleriert werden. Mein Anliegen ist es hier einmal deutlich zu sagen, dass nicht alle Menschen und alle Gesellschaften eine ablehnende Haltung einnehmen. Immer wieder lese ich, dass die Geschlechtsidentität mit der sexuellen Orientierung eines Menschen in Verbindung gebracht wird oder gar die Geschlechtsidentität von Transsexuellen als psychisch krank angesehen wird. Richtig dagegen ist, dass Menschen mit einer homosexuellen Orientierung und Transsexuelle gesellschaftlich oft stigmatisiert werden. Der Begriff Transsexuelle wird missverständlich mit den sexuellen Interessen einer Person in Verbindung gebracht, was damit nichts zu tun hat. Dabei versteht man unter dem Begriff Personen mit einem differenzierten geschlechtlichen Selbstempfinden.
Deutschland war eines der ersten Länder überhaupt das 1981 Änderung des rechtlichen Geschlechts gesetzlich auf den Weg brachten.
In vielen europäischen Ländern sind mittlerweile Transsexuelle
durch gesetzliche Regelungen anerkannt.
Aber auch in anderen Ländern, wo nicht jeder es gleich vermuten würde, wie der Iran. Iran ist das Land mit den meisten Geschlechtsumwandlungen seit Irans Staatsgründer Chomeini den chirurgischen Eingriff für vereinbar mit dem Islam erklärte.

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis eine transsexuelle Person, die erst im späten Alter sich zu einer Geschlechtsumwandlung entschied. Neben dem persönlichen Leidensdruck und den familiären Umständen ist die Akzeptanz und persönliche Integrität gelungen. Auch am Arbeitsplatz mit dem Stern ist mit viel Unterstützung des Chefs ein normaler Umgang mit Kollegen möglich. Nur mit dem weiblichen Namen brauchten die Kollegen nach fast 30 Jahren etwas Zeit der Gewöhnung.
Ich kenne auch Kinder, die bereits ihr Geschlechtsempfinden klar äußern. Kinder sind bereits im Alter von 4 Jahren in der Lage eine Aussage über ihr Geschlechtsempfinden zu treffen. Ich hoffe für jedes dieser Kinder, dass sie die Unterstützung und volle Liebe ihrer Eltern widerfahren.

In Kolumbien kann ich nach meinen Erfahrungen nur sagen, dass größtenteils Personen die sich nicht heterosexuell verhalten, kaum auf der Straße Beachtung finden oder gar angefeindet werden. Dies mag in ländlichen Regionen anders sein und das soziale Umfeld wird auch eine entscheidende Rolle spielen.
Die wahrgenommene Toleranz von LGBT- Personen liegt bei 46%, in Deutschland bei 73%.

Ich finde es befremdlich und kleingeistig - im Sinne von Unwissenheit - ,dass Personen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder für ihre geschlechtliche Empfindung immer noch stigmatisiert werden.