[Extra] Friedensverhandlungen mit FARC-Rebellen in Kolumbien

Benutzeravatar

Themenstarter
News Robot
Newsbot
Newsbot
Beiträge: 11044
Registriert: 3. Mär 2010, 03:16

Ex-Guerilleros in Kolumbien: Flucht statt Frieden

Beitrag von News Robot »

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Sie wollten sich ein neues Leben in der Siedlung Santa Lucía bei Ituango aufbauen. Vier Jahre haben sie es versucht. Doch jetzt sind die ehemaligen Farc-Guerilleros mit ihren Familien geflohen. Sie wollen nicht auch noch ermordet werden.

weiterlesen

TAZ
Du hast einen simplen Roboter sehr glücklich gemacht. Vielen Dank.

John Extra
Ehemalige/r
Beiträge: 1061
Registriert: 14. Apr 2013, 19:30

[Extra] Friedensverhandlungen mit FARC-Rebellen in Kolumbien

Beitrag von John Extra »

Ich denke mal in den ueber 50 Jahre dauernden Konflikt mit den Farc-Guerillas ist soviel Leid passiert, es sind so viele Menschen ermordet worden, soviele Familien zerstoert, soviel Kinderleben zerstoert worden das es schwer faelt zu verstehen mit so einer Guerillagruppe Frieden zu schliessen.
Obwohl ja so ein Vertrag zustande gekommen ist. Die betroffenen Menschen haben so viel leid ertragen muessen, das ich verstehen kann wenn viele, oder einige den Friedensvertrag ablehnen und es kommen immer neue Greueltaten ans Licht. Dass Waere das gleiche als wenn man mit den Terrorristen von ISIS einen Friedensvertrag machen wuerde.
Das jetzt natuerlich die Ex-Guerilla gejagt und ermordet werden ist auch nicht richtig, wer auch immer das macht.

Aber was ist schon richtig.
Benutzeravatar

Themenstarter
News Robot
Newsbot
Newsbot
Beiträge: 11044
Registriert: 3. Mär 2010, 03:16

Kolumbien: Im Fadenkreuz der Friedensgegner - Der Fall Mario Paciolla

Beitrag von News Robot »

Wie in jedem Krimi steht beim "Fall Mario Paciolla" am Anfang eine Leiche, und dahinter entfaltet sich mit jedem Schritt ein tieferer Abgrund. Tatort ist die kolumbianische Kleinstadt San Vicente del Caguán. Dort befasste sich der UN-Mitarbeiter Mario Paciolla seit 2018 mit der Reintegration ehemaliger Farc-Guerilleros ins zivile Leben – als Teil der UN-Verifizierungsmission (UNVMC) des Friedensprozesses. Am 15. Juli wollte ihn Kollegen abholen, um ihn zum Flughafen zu bringen. Doch sie fanden den Italiener erhängt und mit Schnitten an Handgelenken und Körper. Selbstmord aufgrund von Stress, so die Hypothese der Polizei und der UNO. Die UNO sprach ihr Beileid aus und schloss das Büro in der südkolumbianischen Stadt aus Sicherheitsgründen.

weiterlesen

Blickpunkt Latainamerika
Du hast einen simplen Roboter sehr glücklich gemacht. Vielen Dank.
Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5193
Registriert: 5. Okt 2010, 16:43

[Extra] Friedensverhandlungen mit FARC-Rebellen in Kolumbien

Beitrag von Ernesto »

Besorgniserregender der Bericht. Kolumbien war noch nie ein Paradies und die ach so netten und freundlichen Menschen sind zu den Touris nur freundlich, solange die Dolores fliesen. Wer den mächtigen Clans des Landes im Weg steht, der wird entsorgt - das ist das wahre Kolumbien. So war es schon immer! Ein "paar" Menschenleben haben hier absolut keinen Wert!

Don-Pedrinio
Kolumbien-Süchtige(r)
Kolumbien-Süchtige(r)
Beiträge: 814
Registriert: 14. Apr 2010, 19:05

[Extra] Friedensverhandlungen mit FARC-Rebellen in Kolumbien

Beitrag von Don-Pedrinio »

auch wenn es nicht 100%-ig zum obigen Bericht passt, es passt aber total zum System Colombia.

hat man in Kolumbien schon mal gelesen = "das Militär hat Scheisse gebaut"
hat man in Kolumbien schon mal gelesen = "Ultra Rechts hat Scheisse gebaut"

nein, immer hat man sofort einen Schuldigen gefunden.
egal um was es sich handelt, wobei der Faktor Mord am häufigsten vorkommt,
dann sind die Schuldigen IMMER Guerillas.
geht es in die Politik hinein, dann sind die Linken schuld.

das hat in den letzten 15 Jahren dermassen System erlangt, dass es jedem der normal denken würde, ihm sämtliche Warnblinklichter aufleuchten sollten. alle machen Fehler. niemand ist perfekt. aber hier soll das Perfekte dem Pueblo verkauft werden.

Wir Menschen sind zu gerne Konsumenten. glauben just das, was uns wichtige Zeitungen präsentieren.

sehr sehr häufig dann, wenn es Morde gab (im Grunde genommen bei über 80% aller seltsamen Ermordungen) regional Zeitungen, Indianer Zeitungen oder Veröffentlichungen von Menschenrechts Organisationen, dann etwas ganz anderes aussagen.
das dem so ist, kann man bei den allermeisten Fällen Googlen. man muss dazu aber gewisse spezielle Worte hinzufügen. nämlich die Worte "Mineria oder illegale Mineria"

dann auf einmal erscheint alles was zuvor seltsam vorkam als schon fast logisch.
praktisch überall geht es um Municipios, welche mit Multinationalen Unternehmungen im Clinch sind.
Multinationale Unternehmungen, welche direkte und gute Verbindungen zu Ultra Rechts pflegen (um es mal ganz harmlos zu deklarieren). bei Menschenrechtsorganisationen erscheinen dann zusätzlich noch die Angaben von "bewaffnete Militäreinheiten im Dienste dieser Multis" und bei den Multis handelt es sich IMMER um dieselben 2 Unternehmungen mit Sitz in Bogota und Finanzierung in Panama (weswegen dann noch zu gerne das Wort "Ausländische Investoren" hinzu kommt....)

schaut man noch ins Jahre 2020 hinein und die Quarantäne und die überdurchschnittliche Ermordungszahlen an, dann muss man von ethnischer Säuberung reden, welche diesen Multis Wege ebnen sollen um an Gold, Kohle oder Gas heran zu kommen.
das Ganze hat noch einen Hintergrund. Das unter dem damaligen Präsidenten (Santos) ausgearbeitete Bergbaugesetz, welches bis hin zu vom Staate unterstützte Enteignung reicht. (mir standen die Haare zu Berge als ich einmal über mehrere Tage das Bergbaugesetz studiert habe, welches zu Gunsten von.... und gegen das eigene Volk ausgearbeitet wurde. wüssten jene die dem Santos den Friedensnobelpreis gaben von diesem Gesetz, ihm seinen Preis direkt wieder abnehmen würden... ).

darum, so lange wie das Land Kolumbien mit Guerillas im Krieg steht und Friedensverhandlungen auf Eis gelegt sind, kann man sehr vieles, was ansonsten genauer recherchiert werden müsste, schlicht und einfach unter den Teppich kehren "Guerilla ist schuld".

ich mache die Faust im Sack und denke, dem einen Typen der in Cordoba unter Hausarrest steht, der perfekte Stratege, der so gescheit und abgeklärt ist, dass alle andern eher im Knast landen als er selbst, der wahre Verbrecher, dem sollte oberdringend das Handwerk gelegt werden, sonst kommt ein Kolumbien nie zur ruh.
Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5193
Registriert: 5. Okt 2010, 16:43

[Extra] Friedensverhandlungen mit FARC-Rebellen in Kolumbien

Beitrag von Ernesto »

@Don-Pedrinio

Dein letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf, besser kann man es nicht sagen. Es wird Zeit, dass das Volk es endlich begreift.
Benutzeravatar

Themenstarter
News Robot
Newsbot
Newsbot
Beiträge: 11044
Registriert: 3. Mär 2010, 03:16

Erneut ehemalige Farc-Mitglieder in Kolumbien ermordet

Beitrag von News Robot »

Das Vorstandsmitglied der "Alternativen revolutionären Kraft des Volkes (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común, Farc), Jorge Iván Ramos, ist in der Gemeinde Santa Rosa im Bundesstaat Bolívar ermordet worden. Ramos, auch bekannt unter dem Namen Mario Morales, unterstützte 2016 den Friedensvertrag und stimmte im Zuge dessen seiner Demobilisierung zu. Neben ihm wurden in der Region letztes Wochenende zwei weitere ehemalige Angehörige der Farc-EP-Guerilla, Omaira Alcaraz und Fernando Gaviria, erschossen.

weiterlesen

amerika21
Du hast einen simplen Roboter sehr glücklich gemacht. Vielen Dank.