Allgemeine Diskussion zum Thema Coronavirus

Alles zum Thema Coronavirus (COVID-19)
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Ernesto
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Allgemeine Diskussion zum Thema Coronavirus

Beitrag von Ernesto »

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Das Klima in Kolumbien, die Regenzeit fängt an.

In Spanien (Madrid) ist es ganz schlimm und in Deutschland herrscht wohl auch nur die Ruhe vor dem Sturm.

Deutschland vor der zweiten Corona-Welle?

In der Hauptstadt schießen die Zahlen der Corona-Infizierten in die Höhe, auch bundesweit zeigt der Trend nach oben. Politiker warnen eindrücklich vor einer zweiten Welle. Aber trotz steigender Infektionszahlen stehen die Intensivbetten leer, gibt es bislang kaum Tote. Ist die Pandemie womöglich gar nicht mehr so bedrohlich? Experten widersprechen: Grund für die milden Verläufe sei, dass sich vorwiegend Jüngere infiziert haben. Doch in den letzten Wochen stecken sich zunehmend auch wieder Ältere an. Und der Blick auf den Hotspot Spanien zeigt: Die Situation kann schnell wieder außer Kontrolle geraten.

vertigo75
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Beitrag von vertigo75 »

Ja, die Zahlen machen mir in Deutschland auch immer mehr Sorgen. Steigen Tag für Tag und in Hamburg wo ich wohne werde die Maßnahmen nun weiter angezogen. In Bestimmte Stadtteilen / Strassen ist nun auch draussen in bestimmten Hochlaufzeiten Maskenpflicht und es herrscht das Chaos wo man innerdeutsch ncoh Reisen darf etc. Ja der Winter kommt und das Leben spielt sich jetzt schon verstärkt in den geschlossenen Räumen auf, also geeignete Spielwiese für Viren. Also die Zahlen werden neue Rekordwerte erreichen.

In Deutschland sind wir knapp bei 5.000 täglich aber warum sollte Deutschland auf diesem niedrigen Wert im Vergleich (Verhälntis zur Bevölkerungzahl) bleiben, wenn in den Nachbarstaaten die Zahlen exponentiell steigen wie in Holland, Belgien und vor allem Frankreich. Schaue ich mir gerade auch die jüngerne Leute an, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir Deutschen dispziplinierter sind als der Rest in Europa.

Für mich scheint es nur eine Frage der Zeit, bis dass die Grenzen wieder dicht gemacht werden und werden auch keine Reisen mehr nach Kolumiben möglich sein.
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Eisbaer
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Beitrag von Eisbaer »

Hier in einer Kleinstadt an der atlantischen Küste läuft das Leben als, wenn es keinen Virus gäbe. Obwohl Pico y Cédula per Dekret bis zum 31.10. verordnet ist kontrolliert beim Einkauf keiner mehr die Cédula, auch nicht die großen wie Exito oder Olimpica.

Viele halten sich nicht an die Maskenverordnung, tragen keine oder einfach unters Kinn heruntergezogen.

Die meisten passen leider nicht auf sich auf und die Autorität ist nirgendwo sichtbar.
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Don-Pedrinio
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Beitrag von Don-Pedrinio »

der etwas andere Artikel zu Covid und Quarantäne
denn es gehört in den Bereich von "danach"

kaum in einer Branche hat Covid dermassen tiefe Spuren hinterlassen, wie im Gastgewerbe und Tourismus.

so bin ich denn extrem überrascht, dass in meinem Quartier wo ich wohne, man denken könnte, dass diese Seuche hier nicht grassiert hat.
da ich immer wieder darauf angesprochen werde. NEIN, ich bin erheblich länger hier als alle diese Restaurants. damals war nicht abzusehen, dass sie hier einer um den andern ein Restaurant eröffnen werden und heute die absolute Top Adresse von Medellin ist. es war ein herrlich ruhiges Quartier am Abend dunkel ohne irgendwelche Aktivitäten. meine Nachbarn waren denn Schuhmacher, Bildhauer, Wäscherei oder Kleiderboutique. und die meisten Gebäude inklusive jenem wo ich wohne bereits 40 Jahre und älter sind. also bald einmal zu den alten Bauruinen gehören, wenn man nicht regelmässig renoviert. und solche 1-stockigen alte Häuser, wo wenig investiert wurde gab und gibt es hier viele. wären also ideale Lokalitäten für jeden weiteren der ebenfalls noch hier eröffnen möchte.
natürlich musste ich mich damit abfinden, dass aus meinem ruhigen Barrio, nachts, ein zweiter Parque Lleras entstanden ist, allerdings wohne ich zum Glück noch 500m weiter oben, bis dahin ist der Gastgewerbe Lärm bisher noch nicht vorgedrungen.
damals vor 11 Jahren als ich hier gekauft hatte, war mir noch eine andere Wohnung feilgehalten worden. direkt beim heutigen Lärm.

wo in der ganzen Stadt Medellín viele Namen von Restaurants und Discos verschwunden sind, wurde hier nicht einfach nur das Ende der Quarantäne abgewartet, nein vielerorts wurde mit baulichen Investitionen, sogar noch für ein danach investiert.
und von allen diesen Restaurants und Bars in meinem Quartier nur jene ganz wenigen Lokale nicht überlebt haben, welche höchst wahrscheinlich in Miete gewesen sind.
es sind dies Lokale in Neubauten und kleinere Lokalitäten welche auf den internationalen Touristen angewiesen sind. weil sie ihre Lokale in der Mitte verschiedener Hostals platziert haben und gerne aus entsprechenden Kulturen, derer Frühstücksbuffet als ihre Spezialitäten anpriesen. damals vor 11 Jahren gab es hier nur das Hostal Kiwi. jetzt müssen es gegen 30 Hotels und Hostals sein.

teure 1.-Klass Restaurants haben in Provenca bis auf 2 alle überlebt.
nehme ich hier ein Lokal als Beispiel. Correo. dort isst man sehr gutes Fleisch (ich qualifiziere dieses als zu den 5 besten Fleisch Rest. der Stadt, was die Qualität des rohen Fleisches anbelangt). bis vor 1 Jahr war das Lokal auch an der 33. aber direkt bei der 10. und in einem kleinen Lokal vorhanden und hatte einen ausgezeichneten Ruf. so hat dieses Lokal erst gerade auf Dezember 2019 in meiner Strasse (auch 33) aber jetzt viel grösser in einem gerade fertig gestellten Umbau neu eröffnet.
einmal während der Quarantäne habe ich von da eine Domicilio gehabt. 67.000 für ein Menü. nein, das war mir natürlich viel zu teuer. wenn ich Domicilio habe, dann soll das nicht über 30.000 kosten. und dennoch schien es, als ob er seine Abnehmerschaft gehabt hätte und jetzt wo alles wieder der Normalität entgegensteuert, glänzt auch dieses Lokal in neuem Glanz als hätte es ein Covid hier gar nie gegeben. ähnlich verhält es sich mit allen anderen Lokalen hier. auch das Top3 Lokal Oci hatte während Covid Domicilio angeboten und war ebenfalls nicht zimperlich mit den Preisvorstellungen.

im ganzen Quartier Richtung Parque Lleras hinunter wurde an mindestens 10 Lokalen massiv investiert. auch eine Beer Factory an der 34.-igsten wo offen Ausschank geboten wird, was in Medellín nicht alltäglich sei (wie mir einmal ein Bierkenner erzählte), glänzt jetzt mit neuem Outfit.
und die 35.-igste wurde wegen Covid und einem social Distanzing komplett gesperrt.
hier haben die Lokal Besitzer offenbar nicht gegen diese Massnahme protestiert, wie es im Parque Lleras der Fall war und sein wird. hier sind schlauere Lokalbesitzer als da unten. gesperrte Strassen einen Kunden nicht vertreiben, sondern ihn erst recht anziehen...
mit baulichen Massnahmen, Pflanzentöpfe, teilwiese Stoff Überdeckungen, kleine Zäune usw. ist Provenca unmittelbar oberhalb des Parque Lleras drauf und dran DIE Top Ausgehmeile Medellíns zu werden oder es eher bereits ist, da hier das älteste Gewerbe der Welt bisher nicht geduldet ist.

die Mischung des Volkes welche hier ein Nachtleben geniesst, sehe ich zwischen obere Schichten und seit je her Studenten der oberen Schichten. kaum Muchileros, obschon dieses Quartier ihnen die breiteste Möglichkeit von Kolumbien bietet, was übernachten als auch Verpflegung darstellt. sie sind eher zurück gezogen in ihren Hostals. oder waren. die Grenzen sind ja immer noch zu.
sowie alle jenen Ausländer welche gerne gute Küche haben und gewillt sind entsprechenden Preis zu bezahlen. in vielen Top Restaurants bekommt man am Wochenende nur gegen Reservierung einen Tisch, was mich pers. wiederum vertreibt. ich gehöre zum einfachen Fussvolk und muss mich nicht neben "von" oder "ist" setzen.
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

Interessant was du so schreibst.
In meinem Barrio in Bogota sieht es etwas anders aus.
Sehr viele Läden, hauptsächlich Kneipen und kleinere Restaurants, haben schon nach wenigen Wochen und Monaten "se vende/arrienda" an die Scheibe gepackt. Aber auch Friseure und Läden für Tierbedarf usw.
Natürlich haben diese schon vorher nicht gut gewirtschaftet und von der Hand in den Mund gelebt, aber irgendwie kam man wohl über die Runden.

Andererseits wird unheimlich viel renoviert, neu gebaut, umgebaut,.. Zumindest liegen Baustellen nicht auf Eis. Im März, April war das schon gruselig, wie beim Film I am legend, als gefühlt alles brach lag.

Die großen wirtschaftlichen Folgen werden das Land wohl noch lange beschäftigen.
ob das schon der wirtschaftliche peak (im negativen Sinne) war, bleibt zu hoffen, ein erneuter lockdown ist keinesfalls tragbar, auch wenn man damit über Leichen geht.

Die aktiven Zahlen sind aktuell nicht besonders hoch (unter 100k) und waren zwischendurch richtig niedrig. Wirkt wenigstens nicht so hoffnungslos, aber das kann ganz schön trügerisch sein.

Don-Pedrinio
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Beitrag von Don-Pedrinio »

das was du in Bogota siehst, das geschieht hier auch.
3 Quadras weiter unten als der obige Artikel und es ist so wie du es beschreibst.

da gab es Restaurants welche zusammen gehörten.
"Basilica" (international), "al Rojo" (italienisch) und "ai carramba" (mexikanisch) wurden von derselben Gruppe gepachtet. gesamtmiete der drei Lokale zusammen = über 75 Mio. Pesos / Monat. die genaue Ziffer ist mir unbekannt, der besagte Minimum-Preis aber von div. Quellen bestätigt.

aus direkter Quelle weiss ich von einem anderen Lokal
es wurde bis zur Corona unter dem Namen Oje Bonita geführt, jetzt ist der alte Mieter abgesprungen und eben mein Freund wollte dort sich einmieten.
es kam zu ersten Verhandlungen welche da bereits scheiterten, da der Besitzer des Lokales die Unverschämtheit besitzt einen Platzpreis zu verlangen "wenn du mit deinem Namen hier eröffne willst, dann bezahlst du mir pauschal XY" mein Freund sprach von 400 Mio. Pesos, was ich ihm aber nicht abkaufe. erst danach kommt die eigentliche Miete.

es ist schon lange bekannt, dass jene Lokale innerhalb des Parque Lleras welche mit dem Beginn der Lockerung bereits wieder geöffnet haben, es grösstenteils Lokale sind um Geld zu waschen. denn es gibt innerhalb dieser Zona Rosa so unendlich viele Lokale welche der hohen Mieten wegen schlicht nie aus den roten Zahlen herauskommen täten.

an trockenen Wochenenden (zuerst hatte es ja über Wochen jede Nacht geregnet. erst die letzten beiden Wochenenden waren Fr und Sa Nacht trocken geblieben) füllt sich der Lleras mit einheimischen welche die Gunst nutzen um wieder einmal dahin aus zu gehen. weltweit meidet der Einheimische jene Quartiere, wo sich der Ausländer tummelt. jetzt wo diese (ausser Trotzkopf *****Colombia) noch nicht zurück gekehrt sind können sie sich wieder einmal da austoben. aber der Lleras gleicht eher einer Geisterstadt. nach wie vor sind mehr als 60% aller Lokale geschlossen.

wie es in anderen Quartieren aussieht weiss ich nicht, da ich es meide allzu oft nachts ausser Haus zu gehen.

diese Woche war ich beim Penol und in Guatape. auch dort kommt langsam wieder Leben auf. auf den Penol hinauf soll ein richtiges Gedränge gewesen sein, während Guatape nach wie vor eher leer erscheint.
vom Penol bin ich erst nach 18 Uhr zurück gefahren. das Licht jedes entgegen kommenden Autos schmerzte meine Augen. ich bin seit etwa 9 Monaten nachts nicht mehr Auto gefahren. ich wusste nicht einmal mehr genau wie mein Autoradio funktioniert. :irr:

vor dem Wochenende hiess es dass die Alcaldeza von Bogota ley sec verhaengen wolle oder toque a queda. der Buergermeister von Medellin hingegen sagte = "das tue ich meiner Bevoelkerung nicht an. ich zaehle auf ihre vernunft und hoffe, dass die Fallzahlen in vertetbaren Verhaeltnissen bleiben. Medellin und nichmals solche Massnahmen und das Volk dreht durch".



***** Namensnennung entfernt! Oswaldo
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

Echt ley seca war angedacht? Davon habe ich nichts mitbekommen... Aber gibt auch Quellen die trotzdem unterm Tresen verkaufen, man muss nur wissen wo.
Hat was von 30er jahre prohibition.

Wenn man aktuell nach Deutschland guckt, sieht man was der Wetterumschwung so ausmacht.
Allein die Unvernunft kann es ja nicht sein und wesentlich mehr getestet wird auch nicht als im August.
Der Virus fühlt sich in der Luft bei dem Klima halt sehr wohl und besser wird es in den nächsten Monaten auch nicht.
In ganz Europa werden die Zahlen nochmal richtig in die Höhe schießen weil ein weiterer lockdown wirtschaftlich und gesellschaftlich noch größere Risiken bergen.

Schon ein Vorteil ein so gleichmäßiges Klima zu haben..
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

Das ist also die Vernunft, auf die der Bürgermeister von Medellín setzt. Mit der Einstellung wird er nicht weit kommen. Da lobe ich mir doch die Entscheidungen der Bürgermeisterin von Bogotá. Da ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt aber ohne Claudia Lopez sähe es jetzt anders aus in Kolumbiens Hauptstadt ;-)
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

Ich bin ja immer ein Freund mehr auf Gebote als auf Verbote zu setzen.
Ein große Problem ist, dass Regeln nicht immer konsequent durchgesetzt werden.
Ich hatte eine Ausnahmegenehmigung, mit der ich auch während der cuarantena estricta rausdurfte (berufsbedingt).
Jedes Mal (ich war nicht täglich draussen) habe ich Polizisten gesehen, aber kontrolliert wurde ich: richtig. kein einziges Mal.

Mit der Vernunft habe ich auch so meine Zweifel. Ich denke mit Schrecken an den dia sin IVA.
Das wollte sich niemand entgehen lassen
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

Jetzt soll ein neues Verfolgungsverfahren eingeführt werden hier in Kolumbien. Wie so oft bezieht sich der Gesundheitsminister u.a. auf Deutschland - keine Ahnung warum, vielleicht weil da auch zurzeit nicht alles so läuft wie man es gerne hätte von Regierungsseite her. :mrgreen:

Ein Leserkommentar sagt: Señor ministro usted es una persona inteligente, no copié de otros Países, Colombia tiene sus propias ideas, somos asintomáticos, somos muy diferentes a los europeos y a los norteaméricanos, Colombia está en la zona meridional, por eso somos diferentes al resto del mundo.

Baiker
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Beitrag von Baiker »

Ohne Impfung gibt es keine Ruhe und ohne Ruhe keine Impfung.
Ich könnte auch eine Reise antreten aber warum soll ich das tun? Die Gefahr reist mit, da bleib ich lieber wo ich bin.

Max
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Beitrag von Max »

Argentinien hat Kol vom 5 Platz verdrängt und die Spanier sind ganz nah dran
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

Fast alles ausser Kontrolle. Nur Duque hat es fest in der Hand. Interessante Doku, solltet ihr euch nüchtern anschauen.
So kämpft Europa gegen Corona .

Gut finde ich die Einstellung von Polen, in der DOKU wird gesagt "WIR SCHÜTZEN UNSERE ALTEN".
Alt werden wir alle. In Kolumbien werden die Alten einfach "nur" weggesperrt! Wo ist das Leben dann lebenswerter?

Glboetrotter
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Beitrag von Glboetrotter »

Kolumbianische Leute sollten die erfolgreichen Länder in Asien kopieren. Nur das tun sie nicht, weil sie sich immer noch berühren müssen und somit wird der Virus weitergereicht.

Ich bin jetzt seit zwei Tagen in Cartagena und nutze die Stunde der Vernunft und Freiheit, weshalb ich herum reise, bevor ein möglicher Pico y Cedula wieder kommen wird. Nun mit einer Sonderbewilligung kann man auch sonst jeden Tag raus, wie ich sie hatte.

Cartagena .... un desastre. Hotel Santa Clara, Santa Teresa, Del Cameron (Bocagrande) total geschlossen. Nur noch ein Lokal ist beim grossen Plaza Santo Domingo offen (3 Tische von 20 besetzt). Offen sind unter anderem Donde Fidel (halb besetzt),Tu Candela, Restaurante San Pedro Claver (ein Viertel besetzt), Peru Cuszco (Drittel besetzt) und der Streak-Argentinier mit dem Büffel vor dem Eingang. Die Kleidergeschäfte und Boutiquen sind zu 60 % geschlossen im Centro historico. Backpacker-Viertel Getsemani ist zu 90 % vorbei (geschlossen), selbst das alte Casa Viena ist geschlossen. Im Teil Bocagrande sind rund 50 % der Geschäfte geschlossen.
Armut und Bettler sieht man nicht unbedingt mehr in diesen Stadtteilen. Venezuelaner/innen hat es sehr wenige.

Sollte Weihnachten und Neujahr für den internationalen Tourismus nicht offen werden, wird ab Februar 2021 sehr viel mehr geschlossen werden; die Reserven sind dann aufgebraucht.

Weder ich noch mein Kollege (er wohnt in Cartagena) sahen Cartagena so leer in den letzten 20 Jahren. Das Migracion Colombia funktionierte einwandfrei heute morgen dort als er seine neue Cedula abholen ging.

Don-Pedrinio
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Beitrag von Don-Pedrinio »

haaaa Cartagena,

und ich bin am überlegen ob ich noch ein drittes Mal hinter einander in die Llanos soll oder nicht.
aus gutem Grund. Cano Cristales als Beispiel akzeptiert nicht einfach eine Unzahl von Besuchern.
aber umso weniger es sind, desto mehr hast du davon.
und just dort war ich noch nicht und wenn dahin dann via Vista Hermosa und dem billifgen Landweg und dann auch gleich noch den Wasserfall Cano Canoas mitnehmen, der mir ebenfalls noch fehlt ⇨ youtube.com/watch?v=RLue4_kOR2U

ausserdem denke ich, dass umso weiter man von Ballungszentren weg ist, desto geringer eine Gefahr von Ansteckung.

es ist des Menschen grösstes Uebel, dass umso sicherer er sich fühlt, desto riskanter er sich bewegt, oder wie jetzt mit Covid umso liederlicher er mit den Sicherheitsmassnahmen umgeht.
das passiert jedem. wo wir vor nicht allzu langer Zeit über Monate auf unser Bier oder Kaffee verzichten konnten, haben wir mehr und mehr den Drang hin und wieder eben das sichere Zuhause zu verlassen.
also ist eine Reise in abgelegene Regionen gar keine schlechte Wahl, wenn man sich der eigenen Fehler bewusst ist.
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

@ Glboetrotter
einfach Asien kopieren klingt erstmal einfach, aber wird nicht funktionieren.
Asiaten machen alles einfach blind mit und gerade in der Volksrepublik lässt sich das Volk hervorragend kontrollieren.

Das Zitat von Ernesto fand ich eigentlich ganz gut.
Der Blick auf andere Länder hilft, besonders dort wo es eben nicht läuft, aber letztendlich sollten die Kolumbianer einen eigenen Weg finden.
In Deutschland ist ja die Diskussion wegen Schulen bzw. Kinder allgemein sehr hoch, denn viele sagen dass Kinder eben keine Infektionstreiber sind, während hier soweit ich weiß die Schulen und Kindergärten seit März geschlossen sind und wohl in diesem Jahr auch nicht mehr geöffnet werden.
Ein Wahnsinn.