Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

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Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?

Beitragvon vertigo75 » 22. Feb 2018, 21:40

Beitrag von vertigo75 » 22. Feb 2018, 21:40

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ich war letzte woche in barranquilla. kolumbianischer headhunter.

deutsche personalvermittler fuer Kolumbien, das ist schwer zu finden

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spitfire88
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Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?

Beitragvon spitfire88 » 24. Feb 2018, 15:02

Beitrag von spitfire88 » 24. Feb 2018, 15:02

Danke für die Info.

Deutsche Personalvermittler speziell für Kolumbien wird es sicherlich nicht geben. Ich kann dir aber zumindest sagen, dass ich von einem deutschen Headhunter einen Vorschlag (als Expat) für Kolumbien (Bogotá) hatte. Allerdings war das Paket nicht überzeugend und Kolumbien war für mich auch kein Muss. Somit habe ich das nicht weiter verfolgt.

Wie stellst du dir denn die Abwicklung über einen kolumbianischen Headhunter vor? Sicherlich doch nur lokale Stellen? Alles via Skype?

Das Thema interessiert mich ...

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Macondo
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Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?

Beitragvon Macondo » 24. Feb 2018, 15:20

Beitrag von Macondo » 24. Feb 2018, 15:20

Es gibt viele kolumbianische Headhunter, die angebotenen Stellen werden aber landesüblich bezahlt.
Die Suche nach einer Deutschen Firma oder Organisation, die einem nach Kolumbien entsendet kann Jahre dauern. Bei mir hat es in 19 Jahren nur ein einziges mal geklappt. Falls du -ChLehmann- Englisch in Wort und Schrift kannst, könntest du überlegen, es vielleicht so zu machen, wie ich viele Jahre arbeitete: in Kolumbien leben und als internationaler Experte, für weltweit operierende Organisationen und Firmen Projekte in vielen Ländern durchführen.
So herum sind die Chancen vervielfacht, bist aber nicht immer zu Hause in Colombia.


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Beitragvon vertigo75 » 24. Feb 2018, 15:28

Beitrag von vertigo75 » 24. Feb 2018, 15:28

Einen Headhunter mit einem expat-vorschlag für Kolumbien das würde ich mir auch wünschen. Aber wie findet man diese.

Ich verfolge derzeit also 2 Wege. Nach wie vor habe ich die minimale Hoffnung das meine Firma mich entsendet, aber leider verschiebt sich das staatliche Projekt in Kolumbien ständig und bald sind Wahlen und da kann ich mir kaum vorstellen, dass der neue Präsident Aufträge im 3-stellingen Millionenbereich kurzfristig absegnen wird. Der Auftrag sollte im November letzten jahres schon erteilt sein und seit einem Jahr tut sich fast gar nichts mehr. Ich möchte aber nicht noch 2 Jahre oder mehr warten bis das ich vielleichct nach Kolumbien geschickt würde.

Deshalb ist halt der andere Weg eine Anstellung in Kolumbien zu finden. Was halt nicht einfach werden wird. Hier könnte ich mir den Arbeitgeber aussuchen, aber drüben muss ich halt mit den Kolumbianern konkurrieren. Ich stelle mir das derzeit so vor, dass ich halt mit Headhuntern Kontakte knüpfe und wenn möglich auch persönlich vorstellig werde, was ich so in der letzten Woche auch gemacht habe. Bin halt in etwa alle 2 Monate in Kolumbien und diese Zeit würde ich dafür nutzen. Ansonstsen halt Austausch über LinkedIn, CV kann man auch über das Internet austauschen und mittlerweile geht wohl auch in Kolumbien viel über die Online Datenbank in denen Kandidaten registriert werden. Wenn es dann konkret würde, dann müsste man ein Vorstellungsgespräch dann wohl vor Ort führen und das würde ich dann in meinen regelmäßigen Besuchen machen.

So sieht meine Idee aus. Nicht einfach, aber ist besser als nichts unternehmen und ich habe persönlich für mich den Wechsel ins Ausland entschieden.

Ich halte derzeit noch wenig Rücklauf auf meine Anfragen, vielleicht muss ich hier etwas an meiner vorgehensweise ändern, aber bislang war ich eher gewohnt das mir in Deutschland die Personalvermittler hinterherlaufen.

Das wird mir in Kolumbien nicht passieren:-)

Von manchen erhalte ich noch nicht einmal eine Rückantwort, was für mich doch sehr befremdlich ist.

-------------------

Also damit andere wissen, welcher Arbeit ich derzeit nachgehe und was ich so in etwa suche...

Ich bin derzeit Kaufmännischer Projektleiter im Großanlagenbau, verantwortlich für Projekte im 3 stellingen Millionbereich und habe Projekte in Südamerika durchgeführt, spreche deutsch, englisch, spanisch und portugiesich und arbeite an einem Großprojekt (Ausschreibung) in Kolumbien, müsste eigentlich auch für kolumbianischen Firmen interessant sein, aber derzeit läuft alles sehr schleppend was ich an Resonanz aus Kolumbien erhalte...
Zuletzt geändert von vertigo75 am 24. Feb 2018, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitragvon ChLehmann » 24. Feb 2018, 16:23

Beitrag von ChLehmann » 24. Feb 2018, 16:23

Hallo Zusammen,
ich habe das Thema mal angesprochen wo ich jetzt beschäftigt bin.
Ich würde dann in der Zweigstelle in Brasilien beschäftigt sein zu deren Konditionen die schlechter als in D sind.
Südamerika läuft aber gerade schleppend. Also von dort aus wieder zurück in den Rest der Welt, ha ha ha.


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Beitragvon vertigo75 » 24. Feb 2018, 16:26

Beitrag von vertigo75 » 24. Feb 2018, 16:26

Sicherlich wirst du nicht die Konditionen haben wie hier, aber du hast auch nicht die Kosten wie hier. Was bringt mir hier ein hohes Gehalt wenn ich 45% davon monatlich abgebe.

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Beitragvon bastians » 24. Feb 2018, 17:59

Beitrag von bastians » 24. Feb 2018, 17:59

@Vertigo: Um auf 45% Durchschnittssteuerstatz in Deutschland zu kommen, musst Du über 500.000€ zu versteuerndes Jahreseinkommen haben. Wer da noch jammert, dem ist meiner Meinung nach nicht zu helfen.
Ansonsten kannst Du die Steuer als Gegenleistung dafür sehen, dass Du in D in einem funktionierendem Staatswesen lebst und im allgemeinen problemlos Nachts um 3 besoffen alleine nach hause laufen kannst ohne Schaden zu nehmen. Zumindest dürfte die Wahrscheinlichkeit überfallen zu werden, einen Bruchteil von der in Kolumbien betragen. In Kolumbien musst Du die Kosten für deine Sicherheit selber direkt zahlen.

Bastian


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Beitragvon vertigo75 » 24. Feb 2018, 18:08

Beitrag von vertigo75 » 24. Feb 2018, 18:08

bastians,

habe ich gesagt, dass ich 45% Abzug von Steuern habe. Abgaben nicht gleich Steuern!

Ich verdiene bei weitem keine 500.000 Euro und auch keine 6 stellige Summe.

Meine gesamten Abgaben im Monat Brutto/Netto belaufen sich auf diese Summe. Ich habe im letzten Monat überstunden auszahlen lassen. Diese wurden mit 53% Abzug bestraft. Sorry, da möchte ich gerne jammern weil normal ist das nicht mehr.

Im übrigen saufe ich auch nicht und Kosten für Sicherheit brauche ich auch nicht. Bin kein kolumbianischer Politiker.

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Beitragvon hoffnung_2013 » 24. Feb 2018, 19:13

Beitrag von hoffnung_2013 » 24. Feb 2018, 19:13

bastians hat geschrieben:
24. Feb 2018, 17:59
Um auf 45% Durchschnittssteuerstatz in Deutschland zu kommen, musst Du über 500.000€ zu versteuerndes Jahreseinkommen haben.
Da hast du dich aber mächtig vertan! Streich mal eine Null von 500 000 Euro ab, dann kommst du schon näher an 45% Durchschnittssteuersatz in Deutschland.
Gruß
P.

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Beitragvon spitfire88 » 24. Feb 2018, 19:30

Beitrag von spitfire88 » 24. Feb 2018, 19:30

Es ist schon wie Bastians schreibt. Bei 500.000 EUR - und diversen anderen Annahmen (Steuerklasse, ohne Soli, ...) - beginnt etwa der Durchschnittssteuersatz von ca. 45%. Bei 50.000 EUR ist er bei ca. 24,9%.
Zuletzt geändert von spitfire88 am 24. Feb 2018, 19:34, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitragvon vertigo75 » 24. Feb 2018, 19:33

Beitrag von vertigo75 » 24. Feb 2018, 19:33

aendert aber nichts daran das bastians meinen post nicht verstanden hat😂

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Beitragvon spitfire88 » 24. Feb 2018, 19:54

Beitrag von spitfire88 » 24. Feb 2018, 19:54

@vertigo: Ich bin mir sich sicher, ob du den Post von bastians richtig verstanden hast? Es kann schon sein, dass die Abgabenlast in DE recht hoch erscheint. Dafür bekommt man aber auch Leistungen, für welche du in Kolumbien separat bezahlen musst oder welche du halt in CO nicht bekommst. Bspw. das Thema Sicherheit: Dafür bezahlst du bspw. über die Miete. Es muss ja auch nicht dich treffen, sondern auch deine Partnerin.
Zuletzt geändert von spitfire88 am 24. Feb 2018, 20:10, insgesamt 5-mal geändert.

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Beitragvon hoffnung_2013 » 24. Feb 2018, 20:03

Beitrag von hoffnung_2013 » 24. Feb 2018, 20:03

@spitfire88

Stimmt, ich habe mich auch vertan! Sorry.
Trotzdem ist die Abgabelast nicht erst bei 500 000 Euro 45%, sondern schon bei 100 000 Euro.
28460 Euro Steuer, 1565 Euro Soli, 2561 Euro Kirchensteuer, 5217 Euro KV, 7254 Euro und 1170 Euro AV, sind 46 227 Euro, also "circa" 45% Abgabelast.

Aber nochmal bei der Steuer habe ich mich auch "leicht" geirrt.

-----------------

Nichtsdestotrotz und Off-Topic: Deutschland ist nachweislich ein Land mit den höchsten Abgabelasten für die Bürger.
Das kann einem manchmal schon auf den Sack gehen. Aber ich bin Gott sei Dank schon "draussen".




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Gruß
P.

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Beitragvon spitfire88 » 7. Mär 2018, 10:59

Beitrag von spitfire88 » 7. Mär 2018, 10:59

Sorry @vertigo75, dass ich hier noch einmal nachfrage. Aus deinen anderen Threads im Forum rund um den Hauskauf etc. ist irgendwo bzw. irgendwie zu übernehmen, dass du dieses Jahre nach Kolumbien ziehen wirst. Was bedeutet dies in Bezug auf dieses Thema? Hast du vor bzw. hast du deinen Job in DE zu kündigen / gekündigt? Oder ist das angedeutete Projekt Realität geworden? Oder waren die lokalen Headhunter erfolgreich? Oder machst du dich dort selbständig ????


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Beitragvon vertigo75 » 8. Nov 2018, 23:09

Beitrag von vertigo75 » 8. Nov 2018, 23:09

Hallo,

in Kolumbien benötigt man von mir eine Carta Laboral. Habt ihr sowas schon mal von einem deutschen Arbeitgeber ausstellen lassen und wie hat das bei euch ausgesehen?

Vielen Dank im Voraus.




Moderation: Beitrag ins bestehende Thema verschoben. Oswaldo

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Montana
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Carta Laboral

Beitragvon Montana » 8. Nov 2018, 23:18

Beitrag von Montana » 8. Nov 2018, 23:18

Dabei handelt es sich um ein Referenzschreiben des Arbeitgebers!