Abenteuerreise mit dem Auto: MEDELLIN – VILLA DE LEYVA – MEDELLIN

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Abenteuerreise mit dem Auto: MEDELLIN – VILLA DE LEYVA – MEDELLIN

Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:00

Abenteuerreise: MEDELLIN – VILLA DE LEYVA – MEDELLIN

Vorab:
wer sich auf die DIREKTE Strecke Villa de Leyva – Puerto Triunfo wagt, wird für seinen Mut mehr als belohnt werden. Die Rückfahrt: das mit Abstand eindrücklichste Kolumbien, dass ich je sah. Und ich kenne wohl wirklich fast jede Ecke des Landes.

Foto:
frei nach dem Moto von Robert Lemkes Rateshow: "was bin ich" welches Schweinchen haetten sie gerne
Foto selbst: aus einem der vielen Laeden in Raquira

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:03

Weil ich schon seit langer Zeit einem Freund eine kleine Reise schuldig war, haben wir jetzt in 2 Tagen diese Strecke gemacht.
Grundsätzlich war mir ja egal wohin, er wählte letztlich das Ziel Villa de Leyva. Und vor allem auf der Rückfahrt hat mich die Natur ein weiteres Mal total überrascht.

Inspiriert vom damaligen Faden von Tsiacom war die Hinfahrt:
Route 62. Medellin – Puerto Berrio – Puerto Araujo – Vellez – Barbosa – Moniquira – Villa de Leyva
Die Rückfahrt:
Villa de Leyva – Raquira (kurzer Abstecher dahin) – Chiquinquira – Pauna – San Pablo de Borbur - Puerto Triunfo – Medellin.
Auf der Hinfahrt waren es 440km. Gem. Google Maps 9 ½ Std. wir brauchten 9 Std.
Auf der Rückfahrt waren 430 km. Gem. Google Maps 10 ½ Std. wir brauchten theoretisch dazu 10 Std. was heisst, dass die Zeitangaben von Google Maps nicht schlecht sind.

Bis Puerto Araujo kannte ich die Strecke von über 20 - maligem passieren. Danach war die Strecke bis Barbosa Neuland für mich.
Kurz nach dem Ort Cimitara haben wir das erste Mal Foto Halt gemacht. Danach weitere Male. Hierzu nachfolgende Fotos einer sehr schönen Natur und einem einladenden Bad. (Zeit dafür hatten wir allerdings nicht)

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:05

das dritte Foto:
Zeugen von Bergrutschen oder wo die Strasse absackte.
am liebsten will man solche natuerlich nicht Live erleben.

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:08

Cimitara ist das letzte Ort bevor es die Anden hochgeht. Die ganze Strecke bis nach Velez (wäre bis auf wenige kurze Abschnitte asphaltiert, aber jeweils da wo Klimazonen – Wechsel ist (2 Mal), hat die Strasse der vielen Niederschläge wegen massiv gelitten. Kurze Strassenabschnitte wo der Belag bröckelte, wurde dieser kurzerhand entfernt, da es sinnvoller ist über eine Kiesstrasse zu fahren als über (bis gegen 50m lange Abschnitte) voller 20cm tiefer Schlaglöcher.
Für den Fahrer generell eine Tortur, weil man sich voll auf diese konzentrieren muss. Die Übergänge kann man nur im Schritttempo passieren. Trotz Hochsaison (3. Januar) war an diesem Tag überall sehr wenig Verkehr. Eine Strecke Puerto Araijo – Barbosa eben nicht zu den typischen Touri Strecken gehört.

Um 16:30 Uhr haben wir Villa de Leyva erreicht. Haben uns ein Hotel gesucht und sind danach weiter gefahren bis Raquira. Auf Booking.com waren 41 Hotelangaben. Übernachtet haben wir in Hospederia la Roca Place Prinzipal. In Booking.com wird es mit 170 000 verkauft. An Ort haben wir 140 000 bezahlt. Am Abend schluerften wir in einem Restaurant direkt daneben Cafe Capucino mit Baylies. (3. Januar, Hochsaison für den reisenden Touristen. Völlig easy um ein Hotelzimmer zu finden. Direkt vor Ort gebucht, 20% günstiger als über die web Page booking.com. ein weiteres Mal wo ich pers. In Kolumbien von vorherigem Buchen abrate).

Raquira:
Nachdem mir dieser Ort auf jenem Video über die 135 Munzipios Boyacas aufgefallen war wollte ich diesen Ort jetzt unbedingt sehen. Auf Google Street view war nur der Hauptplatz geteert, alle Zufahrtsstrassen reine Kieswege. Jetzt wo ich da war, gab es eine neue Asphaltierte Strasse bis fast ins Dorfzentrum. Das ganze Dorfzentrum ist wunderschön mit grossen Granitschiefer gepflastert. Raquira, das Artesenal Dorf Boyacas. In Rund 100 Läden wunderschön dekorierten Läden wurden jegliche erhältliche Artikel zum Kauf feilgehalten. Beginnend mit vor allem Tonprodukten. Rund um das Dorf müssen über 20 Tonfabriken sein.

das erste Foto: ein Laden mit fast nur Kaffeetassen. jeder geleufige Name ist bereits beschriftet

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:10

Raquira ist für mich 1000 Mal schöner als Villa de Leyva. Ich habe ca. 10 Hotels ausgemacht. Mit Sicherheit wären diese billiger als jene in Villa de Leyva. wenn man in Villa de Leyva durch die Strassen geht hört man überall die Menschen über die komplett unpraktischen Kopfsteinpflasterwege fluchen. In Raquira ist es ein angenehmes schlendern. Weil wir sehr spät in Raquira angekommen sind (18 Uhr) haben wir es am darauf folgenden Morgen nochmals kurz besucht.

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:12

Tag 2 und weil es wirklich ein ganz spezieller Trip war, nachfolgend alles im Detail:

Villa de Leyva – Raquira = 1 Std. Um 07:00 sind wir losgefahren.

Foto: Frischer Orangensaft an der Strasse, unser Frühstücke

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:13

Raquira – Chiquinquira = 1 Std. die kleine eher Indiostadt liegt auf 2550m ab hier geht es nochmals ca. 400m hoch. Und beim Ort Puerto Caldas werden die Höchsten Andenketten überquert ehe es dann rasant runterging.
Foto von der Passhöhe

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:14

Puerto Caldas (Boyaca) – Pauna = 30 km von 2900 m ue. M. Auf 1200 m u. M.
Runter runter runter runter. Kurve um Kurve.
Die wohl erste richtige Passtrasse wie wir sie in Europa überall haben.
In Pauna angekommen trugen wir immer noch unsere dicken Jacken und waren von den Menschen komplett überrascht, da diese allesamt kurze sommerliche Kleidung trugen. Erst hier merkten wir, dass es mittlerweile angenehm heiss war. (die genauen Höhenangaben der Dörfer sehe ich erst heute Morgen beim Googlen). Fast den ganzen Weg bis da hinunter sind wir durch Nebelsuppen gefahren. Jetzt beginnt sich die Natur zu zeigen, denn wir queren erstmals ein kleines Tal ehe es auf der anderen Seite wieder Bergwärts geht. Alles in allem sollen es am Ende ca. 10 Täler sein die wir am heutigen Tag passieren.
Wie es generell zu solchen Passfahrten gehört: immer wieder weite und schön Ausblicke in bewaldetes Niemandsland. Unendliche Täler und Bergketten. Der nächste Ort und ab da wird die Reise zu einem einmaligen Abenteuer heisst San Pablo de Borbur.


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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:17

Pauna – San Pablo de Borbur = 30 km / San Pablo de Borbur liegt auf 850 m u. M. Rund um dieses Dorf herum werden gerade breitere und betonierte Strassen gebaut.
das erste Foto habe ich im Netz gefunden. zeigt wie aus einem Feldweg eine richtige Strasse wird

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:21

Das Dorf selbst liegt an einem Hang und ist sehr hübsch, ist gut organisiert. ein Ort in dem es mir zum kurz verweilen gefallen koennte.
hier wird hier sehr viel Wert auf Weihnachsbeleuchtung gelegt.
Das erste Foto zeigt diese.

Die nächsten Fotos: der Pechschwarze Fluss.
Einen Fluss in dieser Farbe sah ich in meinem Leben noch nie. Leider konnte man von der Brücke herunter und der glitzernden Sonneneinstrahlung die wahre Farbe schlecht fotografieren. hin gegen erkennt man die schwarzen Felsen sehr gut.
Hier bei dieser Brücke mündete dieser Bach in einen groessereren und etwas helleren Fluss. (dunkelgrau)
Das dritte Foto zeigt diesen
Die Fotos vom Fluss entstand kurz vor dem Dorf.

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:26

eine Erklaerung warum der Fluss so schwarz ist.
hier in diesen Regionen hat es ueberall Kohle.
in diesem Tal wird dies aber nirgens abgebaut, da ein Transportweg aus dem Talk heraus schlicht fast unmoeglich ist.
das Wasser des Baches durchfliesst aber an vielen Stellen Kohle, dass aufgewuehlt und mitgezogen wird. dadurch verfaerbt sich der Fluss derart stark.

ebenfalls noch vor dem Dorf habe ich diese beiden Hörner entdeckt. Allerdings ist mein Foto nichts spezielles weswegen ich mich widerum des Internets bediente.

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:29

Nachdem wir das Dorf durchquert haben sah ich dann noch die wunderschöne Badeanlage, welche sich von weitem aber schlecht fotografieren liess.

2 km weiter oben dann dies. Und hier habe ich im Internet Fotos gefunden wie hier ausgesehen haben muss, ehe die Strasse verbessert wurde

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:30

Auch das, ich bin noch nie in meinem Leben mit dem Auto quasi durch Wasserfälle gefahren. Es müssen mehr als 10 grössere und kleinere Wasserfälle gewesen sein, welche hier aus dem Jungle heraus auf die Strasse herab plätscherten. Sie wurden kanalisiert und unter der Strasse hindurchgeführt und jenseits der Strasse ein erneuter Wasserfall hinein in den Jungle. Für mich. Einmalig. Wir haben hier 15 Min verloren die es galt baldmöglichst wieder aufzuholen.


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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:32

Doch keine 3 km weiter oben mussten wir bereits wieder Halt machen. Königspalmen wie man sie in Valle de Cocora sieht. Talwärts. Sowie Bergwärts eine sehr üppige Natur mit schönen grossen Bäumen. Es liess sich alles zusammen kaum richtig in Bild festhalten.

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Beitrag von Don-Pedrinio » 5. Jan 2017, 19:34

San Pablo de Borbur – Otanche = 30 km / Otanche liegt auf 1050 m u. M.
Für diese Strecke brauchten wir 2 Std da wir weitere spezielle Fotohalts machen mussten.
Zuerst der Pechschwarze Hang (Kohlehaltig). Dann der Rot – Braune Hang (Eisenhaltig) und dann der Komplet Moosverwachsene Hang (weil hier überall ganz sanft Wasser über die Felsen hinunterlief.
Dazu Fotos:

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Bild

Fotos 2 bis 4 die Felsen ueberhaengig. aus dem Auto heraus Fotografiert: es tropfte mir beinahe mitten ins Gesicht
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