Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.
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Mark
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"Vacunas" und andere Straftaten zu Lasten der Bevölkerung von Medellín

Beitragvon Mark » 12. Okt 2015, 02:43

Beitrag von Mark » 12. Okt 2015, 02:43

Sorgen mache Ich mir um die Banden, die in den Grossstaedten in Ihrem Sektor Schutzgeld verlangen. Selbst hier in Medellin Poblado muss unsere Administration Schutzgeld bezahlen. Deswegen ist ja die Administration bei Wohnungen im Zentrum der Stadt so extrem hoch, weil dort die gefaehrlichsten Banden sind und dementsprechend auch der "Schutz' mehr kostet. Es koennen auch einzelne Bewohner mit Schutzgeld erpresst werden. Im schlimmsten Fall kann man auch entfuehrt werden. Ich weiss wovon Ich spreche, denn als Ich von Bogota nach Medellin zurueckkam sagte mir der Pfoertner, dass waehrend meiner Abwesenheit die Polizei 4 Mann stark mit einem Buss da war um mich abzuholen. Als Ich dann aufs Revier ging sagte man mir Ich sollte ja nie mit solch einer falschen Polizei mitgehen, dass waren Verbrecher die mich entfuehren wollten.

Solch eine Aktion, muss i.d.R. von den Banden beim Officina Envigado (ehem. Pablo Escobar) genehmigt werden .... das Oficina ist jetzt uebrigens nicht mehr in Envigado sondern in Sabaneta. Und dort werden neue Wohnungen fast gleich teuer als in Poblado verkauft. Ich wuerde dort nix kaufen. Vor sowas habe Ich Angst, aber nicht vor den Paramilitaers am Riosucio.

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Ernesto
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"Vacunas" und andere Straftaten zu Lasten der Bevölkerung von Medellín

Beitragvon Ernesto » 12. Okt 2015, 03:04

Beitrag von Ernesto » 12. Okt 2015, 03:04

Ich gehe davon aus, das es stimmt was du schreibst! Schonmal Gedanken gemacht umzuziehen? Das vorgefallene solltest du nicht auf die leichte Schulter nehmen. Abgesehen davon wollte ich nicht in einer Wohnung leben bei der die Administration Schutzgeld zahlen muss. Echte Sicherheit gibt es in diesen Urbanisationen sowieso nicht, ist alles eine Illusion. Das du vor den Paramilitaers am Riosucio keine Angst hast kann ich verstehen, bist ja weit genug weg :mrgreen:

Auch schon mal daran gedacht etwas weniger nach aussen zu zeigen. Dann lebt es sich bestimmt angenehmer.

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Mark
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"Vacunas" und andere Straftaten zu Lasten der Bevölkerung von Medellín

Beitragvon Mark » 12. Okt 2015, 17:54

Beitrag von Mark » 12. Okt 2015, 17:54

Ich wollte nicht in Poblado wohnen, musste aber fuer mein Visa etwas mit einem hohen Avaluo Catastral kaufen. Und der ist eben mit Abstand am hoechsten im Estrato 6, sprich Poblado.

Die versuchte Entfuehrung fand also in Poblado, Castropol statt. Ist aber jetzt schon fast 3 Jahre her. Ich habe damals neben der Arbeit auch noch Music-Equipment verkauft. Da war die Wohnung eben voll teurer Ware und ich hatte ne Menge Kunden bei mir in der Wohnung. Das ganze sah dann schon recht luxurioes aus, wie Ihr auf den Bildern hier sehen koennt ...
--> facebook.com/photo.php?fbid=794514920671180&set=pcb.794515454004460&type=3&theater
--> facebook.com/photo.php?fbid=794515234004482&set=pcb.794515454004460&type=3&theater
... und da kannten mich natuerlich schon sehr viele Leute hier in Medellin. Ich habe das Risiko damals in Kauf genommen.

Mittlerweile wohne Ich aber in einem anderen Sektor am Rande von Poblado. Die Administration zahlt hier Schutzgeld. Nochmal: Schutzgeld zahlt fast jedes Geschaeft und jedes Gebauede in der Stadt ... Im Zentrum ist es am gefaehrlichsten und das Schutzgeld am hoechsten. In Poblado ist es am sichersten und das Schutzgeld am niedrigsten.

Es gibt aber in Poblado (und nur dort) weite Teile (z.B.: el Tesoro, Manila) die kein Schutzgeld bezahlen. Da in einigen Bereichen von Poblado viele der obersten Koepfe dieser Organisationen und weitere einflussreiche Leute wohnen die ausreichend Schutz geniessen, gehen die Banden da nicht hin (man beklaut sich ja nicht selber). Auch im Parque Lleras wird kein Schutzgeld bezahlt. Letztes Jahr versuchte dies eine Bande, die wurde aber von den Besitzern erfoglreich verjagt (denn die Bar-Besitzer dort sind sehr einflussreich und haben selber viel Security und andere Kontakte).


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"Vacunas" und andere Straftaten zu Lasten der Bevölkerung von Medellín

Beitragvon Flyingrabbit » 26. Okt 2015, 14:25

Beitrag von Flyingrabbit » 26. Okt 2015, 14:25

Das klingt fast so , als würdest Du selbst Vacuna eintreiben und dies rechtfertigen wollen.

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Ernesto
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"Vacunas" und andere Straftaten zu Lasten der Bevölkerung von Medellín

Beitragvon Ernesto » 26. Okt 2015, 19:49

Beitrag von Ernesto » 26. Okt 2015, 19:49

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Beitragvon Flyingrabbit » 26. Okt 2015, 20:49

Beitrag von Flyingrabbit » 26. Okt 2015, 20:49

Es handelt sich schlicht um Schutzgelderpressung , eine kriminelle Handlung oder eine Straftat, wie der Themenstarter schon mit seinem Titel festgestellt hat.

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Beitragvon Mark » 27. Okt 2015, 23:54

Beitrag von Mark » 27. Okt 2015, 23:54

Eine Frechheit von Dir zu behaupten Du glaubst mir nicht und Ich wuerde meinen Reichtum nach aussen darstellen. Nur wegen des Musikladens, der lediglich ein ganz kleines Hobby ist. Reichtum und Macht sieht anders aus, und davon habe Ich Dir noch rein gar nichts gezeigt. Alle meine Freunde hier habe 3-4 Motorraeder und 3-4 Autos und es macht denen rein gar nichts aus dies zur Schau zu stellen. Ich weiss ja nicht mit welchen Leuten Du verkehrst aber Du kannst jetzt alleine hier an diesem Thema weiterschreiben.

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Beitragvon Ernesto » 28. Okt 2015, 00:06

Beitrag von Ernesto » 28. Okt 2015, 00:06

@Mark: Musst du jetzt auch schon mit dem was deine Freunde haben prahlen? Geld hat man, darüber spricht man nicht ;-)

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Beitragvon Mark » 28. Okt 2015, 00:17

Beitrag von Mark » 28. Okt 2015, 00:17

Du bist wirklich eine jaemmerliche Gestalt. Dir zu erklaeren wer hier die wichtigen Leute in Medellin sind und wie diese Leben gebe Ich auf .... jedenfalls musst Du uns nicht vorschreiben wie wir zu Leben haben und was wir alles zu verstecken haben nur damit so jemand wie Du sich besser fuehlt .... da nehmen wir keine Rucksicht, tut mir Leid.


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Beitragvon Renato » 4. Dez 2015, 18:05

Beitrag von Renato » 4. Dez 2015, 18:05

Mark, was genau arbeitest Du? Verkaufst du Schallplatten?


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Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Beitragvon Dee-No » 29. Apr 2018, 18:21

Beitrag von Dee-No » 29. Apr 2018, 18:21

Was sind eure Meinungen oder gar persönlichen Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung?

Nehmen wir mal an ich würde ein Lokal in der Umgebung von Parque Lleras eröffnen, müsste ich auch heutzutage noch damit rechnen, dass früher oder später ein paar düstere Gestalten auftauchen und Schutzgeld einfordern? Falls dies effektiv eintritt, was kann / muss / sollte man tun?

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Beitragvon Ernesto » 29. Apr 2018, 18:47

Beitrag von Ernesto » 29. Apr 2018, 18:47

Je nach Grössenordnung des Lokals wird es früher oder später dazu kommen.

Ich gehe davon aus, das die meisten Betroffenen zahlen.

Man kann es zur => Anzeige bringen.

Was am Parque Lleras alles so abgeht steht => hier.

Lese auch => hier. (Según cifras de la Federación Nacional de Comerciantes, Fenalco Antioquia, al año, los comerciantes del Valle de Aburrá pagan entre $60.000 millones y 100.000 millones por extorsiones.)


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Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Beitragvon axko » 30. Apr 2018, 03:57

Beitrag von axko » 30. Apr 2018, 03:57

Dee-No im Parque Lleras gibt es ein paar Ausländer die ein Lokal betreiben. Setz dich mit den zusammen und lass dir sagen was abgeht. Wenn tatsächlich dir mal ein paar Gestalten das Leben schwer machen. Geh nicht zur Polizei geh gleich zur GAULA Militar. Diese gelten als zuverlässiger als die GAULA Police oder die normale Polizei.

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Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Beitragvon Eisbaer » 30. Apr 2018, 19:09

Beitrag von Eisbaer » 30. Apr 2018, 19:09

Besser man kommt nicht in die Situation nein sagen zu müssen ohne zu wissen mit wem man es zu tun hat. Daher finde ich den Vorschlag von @axko sehr gut und hoffe, dass die Leute die Du fragst, Dir auch ehrlich antworten. Ob Polizei/Militär wirklich etwas bewirken können wage ich derzeit zu bezweifeln.

Vor Jahren war ich Mitinhaber eines mittelgroßen Fahrradhandels in der Straße Carabobo (Medellin), heute noch zahlen die an die Verbrecherorganisation Convivir einen wöchentlichen Betrag. Die passen dann auf, halten Gesindel fern und helfen beim Ladenschluss.
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