Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.
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Karibikotto
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Eure Meinungen / Erfahrungen zum Thema Schutzgelderpressung

Beitrag von Karibikotto » 12. Jun 2019, 02:51

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Schutzgelderpressungen ist gang und gäbe in Medellin. Selbst Linienbusse fahren zeitweise mit Polizeischutz.

Du darfst einfach nicht auf "dicke Hose" machen und ganz normal wie die anderen auch leben. Unauffällig in der Masse untergehen.


coentros
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Beitrag von coentros » 12. Jun 2019, 03:54

Also besser eine kleine Wohnung, estrato 3 ohne irgendwas teurem drin, mit 20 jahre alten klapprigen Kleinwagen vor der Tür, billigen no-name jeans und verwaschenem t-shirt ... als ein casa in einem condominio, estrato 6, Toyota-SUV, Stoffhose und sauberes Hemd ?! Führt nicht eher das unübersehbare "europäische Aussehen" und der nicht zu verhindernde deutsche Akzent dazu dass man trotzdem immer für "wohlhabend" gehalten wird, so sehr man auch versucht in der Masse unterzugehen ?

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Karibikotto
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Beitrag von Karibikotto » 12. Jun 2019, 04:27

@coentros

Du hast ja eine tolle Einstellung zum Leben in Kolumbien. Auf dich warten sie schon!

Wenn du meine Worte so verstehst, dann liegt es bestimmt an deinem etwas eingeschränktem Horizont.

Man kann auch in einem Estrato 5/6 unauffällig leben.

Sauber gekleidet, sauberer als mancher Deutscher sind die Kolumbianer allemal.

Ich kann von mir sagen, dass ich als ich in Kolumbien im Estrato alto lebte, dies einfach und unauffällig getan habe. Was immer man darunter verstehen mag. Auf jedem Fall nicht so, so wie du es auslegst. Auch nicht in einem bewachten Condominio sondern in einem wunderschönen großen freistehenden Haus. Mit Doppelgarage verseht sich. :lol:

Verhalte dich in Kolumbien wie die wirklich Reichen in Deutschland. Die wollen nämlich auch nicht auffallen.

Pressethemen:
- Warum Reiche ihren Reichtum so gerne verbergen "WELT"
- Vermögen: Schweigen ist Gold "ZEIT ONLINE"
- Superreiche ohne Protz: Das Leben der Milliardäre in Deutschland "Tagesspiegel"

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Nasar
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Beitrag von Nasar » 12. Jun 2019, 05:05

:klat: Duffte Otto, gut formuliert :klat:

Zur Schutzgelderpressungen kommen Entführungen bis hin zum Mord vor. :bitte:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


Dolfi
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Beitrag von Dolfi » 12. Jun 2019, 07:35

Den Gringopreis muss man wohl schon häufiger bezahlen als weißer Europäer, aber ansonsten dürfte es machbar sein, wenn man nicht durch Protzereien auffällt.


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Beitrag von coentros » 12. Jun 2019, 13:14

Mal abgesehen davon, dass der vorletzte Satz meines Ausgangsposts verändert wurde und so wie der Satz nun da oben steht grammatikalisch & inhaltlich keinen Sinn mehr macht...verstehe ich nicht warum du da so emotional wirst ("auf Dich warten sie schon", "etwas eingeschränkter Horizont") ? Plakative Beschreibungen sind ein übliches Stilmittel um eine Situation zu veranschaulichen. So einfach ist das. Von "meiner Einstellung zum Leben in Kolumbien" kannst Du daraus nichts ableiten.

Vielleicht kannst Du folgende Tatsache für Cali und Medellin akzeptieren: Es gibt viele bewachte condominios in den estratos 6 und 5, offensichtlich auch einige Kolumbianer die dort leben (Anwälte, Ärzte, Geschäftsführer, Ingenieure, etc), die nicht so selten mit SUVs umherfahren und meistens so gekleidet sind wie oben beschrieben. Um diese real existierende (Ober-)Schicht ging es mir in meiner Veranschaulichung und Frage. Diese Leute behaupten für sich "ohne Protz" bzw. unauffällig zu leben und sich auch unauffällig zu bewegen. Das beobachte ich seit Jahren bei einem (kleinen) Teil meiner Verwandtschaft: Ja, sie behaupten von sich selber sie würden unauffällig leben !! Meine Frage daher nochmal: Haben DIESE Leute ein erhöhtes Risiko für Schutzgelderpressung ? Entführung ? Mord ? Oder ist das Risiko für jeden gleich, auch wenn er der "Mittelschicht" angehört, ob Gringo oder nicht, und sich ebenfalls unauffällig bewegt und lebt ? Bzw. um es noch mehr zu verdeutlichen: Ist das Risiko in der "Mitte" und "unten" möglicherweise sogar grösser ??

Es geht mir also NICHT um Leute, die extrovertiert einen auf dicke Hose machen oder wie Graf Rotz angeben und auffallen. Auch geht es mir NICHT um die von dir herbeizitierten "wirklich" Reichen in DE und COL. In letzterem Land sind das ca. 40'000 Personen mit ihren Familienmitgliedern bzw. 0.1% die mehr oder weniger kleine oder grosse USD-Millionenvermögen besitzen. Das ist eine ganz andere Klientel, die sowieso ein anderes Leben führt (bzw. führen muss). Auch um die ging es mir in meiner Ausgangsfrage nicht.

Anmerkung der Moderation:

Am Ausgangspost wurde nichts verändert. Der Beitrag wurde lediglich vollständig von einem anderen Thema abgetrennt!

Gerade habe ich ihn nochmals in ein schon bestehendes Thema verschoben.

Oswaldo

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Beitrag von schweizer » 12. Jun 2019, 13:34

Du solltest einen Wahrsager aufsuchen.

Kolumbien ist ein Land mit viel krimineller Energie. Keiner kann dir sagen ob dir jemals was passiert. Das Risiko existiert und verständlicherweise ist die Oberschicht mehr gefährdet als die Unterschicht. Bewachte Condominios gibt es auch in den unteren erstratos. Nur nützt das recht wenig, denn wenn was passiert, passiert es meist nicht zu Hause oder mit Wissen des dort beschäftigten Personales. Vor einiger Zeit wurde ein Italiener mit seiner kolumbianischen Frau (Rechtsanwältin) aus so einen "Hochsicherheitstrakt" entführt und später irgendwo am Straßenrand tot aufgefunden wurden. Das geschah in Medellín.

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Ernesto
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Beitrag von Ernesto » 12. Jun 2019, 14:29

Comerciantes del centro y Guayabal pagan más de $28 mil millones en extorsión al año => Link.

Schweizer spricht einen ermordeten Italiener an.
Vermutlich meint er diesen Fall: Así robaron y mataron a un italiano y a su esposa en Medellín

Como ‘Pedro por su casa’ entraron los verdugos a la Unidad Residencial Massai, de El Poblado, donde vivían y fueron golpeados y asesinados el comisionista de bolsa italiano, Marco Rallo, y su esposa, la abogada colombiana María Clara Uribe Zárate. => Link

In den sogenannten sicheren bewachten Wohnblocks passiert viel, nur bekommen es die wenigsten mit.

Policía investiga extraño homicidio en El Poblado

Las autoridades están tras la pista de cuatro personas, tres hombres y una mujer, que en la madrugada de este domingo ingresaron a una unidad residencial de Castropol, en El Poblado, y amordazaron a un vigilante, se robaron varias cajas y asesinaron a un hombre. = > Link


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Beitrag von coentros » 12. Jun 2019, 16:30

Vielen Dank für Eure Verweise auf die Artikel & die Versachlichung. Das beantwortet meine Frage ja schon zum Teil. Die Opfer waren hier sowohl Ausländer als auch Kolumbianer. Interessanterweise jeweils in bewachten unidades cerrado wohnhaft. Allerdings lässt sich bei diesen Fällen nicht erkennen ob die Opfer irgendwie auffälliger oder protziger als die anderen gelebt haben, ob sie rein zufällig Opfer wurden oder ob es Verbindungen zu den Tätern gab.

Mich interessiert dass Thema aus mehreren Gründen. Eben z.B. weil ich das Verhalten des wohlhabenden Teils meiner Verwandtschaft auch nach Jahren nicht so ganz nachvollziehen kann. Für sie ist es ganz normal mir eines ihrer Autos auszuleihen, jedes teurer und auffälliger als das andere :irr: , damit wir uns auch schön in der Stadt bewegen können wenn wir dort sind... (ich greife dann regelmässig lieber auf den 20 Jahre alten verbeulten Mazda 323 vom anderen Teil der Verwandtschaft zurück, auch wenn der keine schwarzen Scheiben hat und mich jeder sieht). Auch die Sorglosigkeit mit der sie mit ihren stets neuesten smartphones der letzten Generation (nur Apple oder Samsung) in der Öffentlichkeit hantieren und fotografieren macht mich offen gestanden regelmässig etwas nervös. Sie meinen ja inzwischen ich sei ein bisschen ängstlich und reissen ihre Witze, dass es in deutschen Gross-Städten offensichtlich viel gefährlicher sei als in Cali und Medellin.Das Thema Schutzgeld-Erpressung oder gar Entführungen, behaupten sie steif & fest, gibt es in der Stadt nicht bzw. wenn überhaupt dann nur vereinzelt in einigen barrios populares.

Nun ja, der in den barrios populares lebende Teil meiner Verwandtschaft (estrato 2 und 3) weiss von dem Thema allerdings auch nichts ?! Weder die prima meiner Frau mit dem comida rapida Stand an der Ecke, noch der tio mit der ferreteria, noch der hermano vom tio im Kiosk seien damit je in Berührung gekommen. Und die eher mehr denn weniger arbeitslosen primos, tios, cunados und sobrinos sowieso nicht.

Insgesamt ist bei mir der Eindruck entstanden, daß das Leben in Cali oder Medellin gesamt-statistisch (!) nicht viel gefährlicher ist als Berlin, Hamburg oder Köln. Nur die condominios in den estratos 6 sollte man also tendenziell vermeiden :lol:

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Ernesto
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Beitrag von Ernesto » 12. Jun 2019, 16:50

So wie du es sagst, so würde ich es auch sehen, was Hamburg, Köln oder Berlin betrifft.

Zum Abschluss habe ich noch ein interessantes Video, schau es dir an:
La caleta maldita del Clan del Golfo en Medellín => Link.
El Poblado, wieder Estrato 6, wieder ein Condominio. Erwähnt wird auch das Barrio Conquistadores, ebenfalls Estrato 5/6.

Ich wünsche dir ein gutes Händchen bei allem was tu tust in Kolumbien ;-)


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Beitrag von coentros » 12. Jun 2019, 19:50

:klat: Danke Dir sehr, Ernesto. Das Video ist interessant, u.a. als weiteres Indiz, daß "estrato alto" bzw. "Bio-Kolumbianer" zu sein nicht unbedingt "sicherer" bedeuten muss. Darauf zielte ja meine ursprüngliche Frage im wesentlichen ab.

Mir geht es derzeit einfach nur darum abzuwägen, ob überhaupt und wenn ja, wo genau und dann auch "wie" wir (meine Frau und ich) in Kolumbien später einmal unseren Ruhestand/Rentnerdasein verbringen wollen. Aufgrund der Verwandtschaft wäre dann entweder Cali oder Medellin, eventuell auch Popayan oder Pereira ein Thema. Natürlich ist das Land gross und es gibt noch viele andere, zumindest landschaftlich :-) schöne Orte. Regelmässig sind wir sowieso als Urlauber in Kolumbien. Unsere kolumbianische Verwandtschaft ist dabei das vielleicht komplizierteste Thema überhaupt, aufgrund der extremen Unterschiede. Bis auf meine Frau, die Deutschland (mehr als ich) und sogar inzwischen den Winter mag, versucht die ärmere oder reichere Verwandtschaft vor allem meine Wenigkeit vom Leben in Kolumbien zu überzeugen. Am Ende folgt mir meine Frau aber natürlich :klat:


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Beitrag von ChrisMedallo » 12. Jun 2019, 21:53

Ich lebe zwar erst seit zwei Jahren in Kolumbien, aber weder ich noch meine kolumbianischen Freunde (da ist von Estrato 1 bis 6 alles dabei, von 20 bis 60 Jahren auch) haben jemals von irgend jemandem gehört, der heute noch Schutzgeld zahlen würde. Sie meinten unisono, wer sich in der heutigen Zeit noch auf sowas einlässt, sei selbst schuld an den Folgen.


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Beitrag von Dolfi » 13. Jun 2019, 07:59

Interessantes Thema. Bei meiner Frau ist mir von Anfang an aufgefallen, wie extrem vorsichtig und misstrauisch sie ist. Abends immer die Gardinen zu, damit niemand reinschauen kann. Die Tasche hält man immer auf der straßenabgewandten Seite, wegen Dieben auf Motorrädern. Im Restaurant stellt man sie immer in Reichweite ab. Letztens hat sie mir einen Schredder geschenkt, damit ich keine Papiere mit persönlichen Daten (Adresse usw.) mehr ins Altpapier tue. Wenn wir jetzt beschließen, im Dezember nach Kolumbien zu fliegen, erzählt sie das ihrer Mutter, sonst niemandem. Und sie will auch nicht, dass ich es jemandem erzähle. Freunde und Bekannte werden erst angerufen, wenn man bereits dort ist. Mir macht sie gelegentlich Vorhalte, dass ich anderen immer so viel von mir erzähle (wenn ich anderen Sachen von ihr erzähle, z.B. dass sie demnächst eine Fortbildung macht, kann sie richtig sauer werden).

Ich hab sie dann mal angesprochen, warum sie immer so extrem misstrauisch ist, und sie erzählte mir dann Geschichten aus ihrem Leben, wie sie von Leuten übers Ohr gehauen und teilweise sogar von Freunden gelinkt wurde. ich habe keinen Grund, an ihrem Wort zu zweifeln; offenbar ist das Leben in Kolumbien wirklich wesentlich gefährlicher als in Europa, und wir verwöhnten Mitteleuropäer können das nur nicht nachvollziehen.

Na ja, aber im Rahmen der Massenzuwanderung von menschen aus der III. Welt nach Deutschalnd sind die Verhältnisse ja schon dabei, sich anzugleichen.


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Beitrag von coentros » 13. Jun 2019, 10:18

In der Richtung ist meine Frau tendenziell auch unterwegs, nicht ganz so extrem wie von Dir beschrieben. Für mich immer noch verwirrend das sehr unterschiedliche subjektive Sicherheitsempfinden innerhalb der Verwandschaft. Jeder hat natürlich seine eigene Erfahrungen & Geschichten zu erzählen. Nur in einem scheinen sich alle in der jüngsten Vergangenheit über alle estratos hinweg einig zu sein: Der Zustrom von immer mehr Venezuelanern bereitet inzwischen grosse Sorgen. Speziell in Bezug auf Arbeitsplätze und das Sicherheitsempfinden sagen inzwischen alle, dass es so nicht weitergehen kann, weil nicht nur Ärzte und gutmütige Charaktere ins Land kommen. Immer mehr Geschichten von diesem oder jenem Fall werden erzählt. Verursacher ? „Der“ kriminelle Venezuelaner.


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Beitrag von Dolfi » 13. Jun 2019, 14:28

// Offtopic //
Ja klar, jeder hat inzwischen schlechte Erfahrungen mit Venezolanern gemacht, was aber weniger auf die venezolaner zurückzuführen sein dürfte, als auf die Situation, dass da halt mehr als eine Million leute in ein Land kommen, das kein nennenswertes Sozialsystem hat. Leute, die an der Ampel Scheiben putzen oder mit Bauchläden an der Metro-Station stehen, gab es halt immer schon reichlich, und es wird eng, wenn immer mehr dazu kommen.
// Offtopic //

Das mit deiner wohlhabenden Verwandschaft überrrascht mich. Die Familie meiner Frau ist Mittelklasse (für kolumbianische Verhältnisse), und die sind vielleicht etwas weniger extrem als meine Frau, aber da Handy in der Öffentlichkeit zu benutzen vermeiden sie alle. Handy-Diebstahl ist ja wohl ein großes Problem.

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Beitrag von Karibikotto » 13. Jun 2019, 19:11

@ChrisMedallo

sei froh das du in Kreisen verkehrst die mit alldem nichts zu tun haben.
Nur weil du noch nie davon gehört hast, gibt es das nicht.

Schutzgelderpressung in Medellin ist ein sehr aktuelles Thema.