Als Rentner / Pensionär einwandern

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

axko
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Als Rentner / Pensionär einwandern

Beitrag von axko » 20. Okt 2019, 22:49

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€ 3280.-- Pension im Monat? Ein Kolumbianer würde dich fragen, ob du was an der Waffel hast, bei so einer üppigen Pension nach Kolumbien auszuwandern bzw. zu leben. Sorry für die derben Worte. Aber ich frage mich wieso Südamerika? Warum nicht Südeuropa? Für jemanden den eine ordentliche Gesundheitsversorgung wichtig, ist bietet sich das doch an. Im Falle einer Krankheit ist man/frau in weniger als 2 Stunden wieder in der Heimat zur Behandlung. Wenn es doch Kolumbien sein soll, so ist eine ausreichende Gesundheitsvorsorge auch kein Problem bei der üppigen Pension. Eine Basis-EPS mit einer privaten Zusatzversicherung (eine PKV ist in Kolumbien immer noch wesentlich günstiger als in DE). Im Falle einer Krankheit, zur nächsten Großstadt, behandeln lassen und fertig ist. Wegen der Sicherheit...das ist ein Thema so lang und wie breit. In Südamerika ist die Gewaltbereitschaft in allen Ländern höher als wie es wir von Europa gewohnt sind. Daher wer 100% Sicherheit will, der muss dann in einem bewachten Ressort leben. Dann geht es vielleicht. Nun geniess mal den Urlaub in Südamerika. Viel Glück !!
:son:

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Karibikotto
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Als Rentner / Pensionär einwandern

Beitrag von Karibikotto » 20. Okt 2019, 22:56

Meinst du nicht, dass das mit dem bewachten Ressort etwas übertrieben ist?

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100% Sicherheit kann dir keiner garantieren. Nirgendwo auf der Welt.
Mit Südeuropa stimme ich mit @axko überein. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.




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Als Rentner / Pensionär einwandern

Beitrag von John Extra » 20. Okt 2019, 23:05

Das mit dem "bewachtem Ressort" ist eine ermessungs Sache, wenn ich oefter Urlaub in anderen Laendern machen moechte, oder drei Wochen nach Deutschland, dann moechte ich schon mein Haus oder mein Apartment nicht so lange unbewacht zurueck lassen, wenn man niemanden hat der mal nachschaut ob alles in Ordnung ist.

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Ob Suedeuropa noch so lebenswert ist.....nun ja, ich persoehnlich wuerde sagen ... nein ...






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Herbert21
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Als Rentner / Pensionär einwandern

Beitrag von Herbert21 » 21. Okt 2019, 01:35

Vielleicht hat @axko recht und ich sollte mich besser in Südeuropa umschauen.
Das Kolumbien eher was für Arme ist hätte ich zwar nicht erwartet spielt auch keine Rolle.

@John Extra

was macht das Leben für dich so lebenswert in Kolumbien ? Abgesehen von Frau und Kindern die wahrscheinlich vorhanden.


Max
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Beitrag von Max » 21. Okt 2019, 02:04

Bei Dir scheint mir die Frage wichtig zu seine welche Med Versorgung du brauchst .


CaribicStefan
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Beitrag von CaribicStefan » 21. Okt 2019, 02:40

@Herbert,
bei deiner Pension, wuerde ich den Sommer ueber in Spanien verbringen...und den Winter ueber in Kolumbien.
Nein Kolumbien ist nichts fuer Arme!
https://www.youtube.com/watch?v=GJm7H9IP5SU


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Beitrag von Herbert21 » 21. Okt 2019, 14:00

Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, das man mir Kolumbien madig machen will. Warum nur ?

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elviejito
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Beitrag von elviejito » 21. Okt 2019, 16:39

@Herbert21 Ich denke, niemand will dir Kolumbien madig machen. Die vielen interessanten Antworten, die auf deine Fragen betreffend Steuern, ärztliche Versorgung, Klima, Krankenversicherung, etc. bereits eingegangen sind, geben dir doch schon mal einen guten Überblick wie es weitergehen kann. Alber jetzt, erst mal schönen Urlaub in Kolumbien und danach in Chile. In Lateinamerika kommt (fast) alles anders als man plant ;-)

Saludos,
El Viejito


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Als Rentner / Pensionär einwandern

Beitrag von MMMatze » 21. Okt 2019, 21:15

mal abgesehen davon, dass ich mit Kolumbien privat fest verbandelt bin, ich würde mit dem finanziellen Background Länder wie Costa Rica, Urugay oder Paragay vorziehen. Dort ist die Chance in Ruhe und Frieden leben zu können einfach höher. Und ein Strandurlaub ist immer drin.

Viel Glück bei deiner Entscheidung!


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Beitrag von John Extra » 22. Okt 2019, 00:10

Herbert21
Kolumbien ist ein wunderbares Land, vielseitig, wunderbare Natur, fuer jeden ist etwas da, niemand will Dir Kolumbien madig machen, wir wollen einfach nur aufklaeren.
Fuer mich ist Kolumbien meine zweite Heimat, natuerlich auch durch meine Frau, ( Kinder sind keine vorhanden) ich wurde gerne das Land bereisen und besser kennenlernen, doch ueber das Thema werden wir mal spaeter sprechen.
Mach einen schoenen Urlaub hier bereise die Karibik Kueste und wenn du Zeit hast wuerde ich auch mal die Kaffezone in Antiochia besuchen, schoene Fincas und Haeuser, dort dreht sich alles um Kaffee, schreib uns einen schoenen Reisebericht, vielleicht auch Fotos und dann unterhalten wir uns alle weiter.
Wie schon gesagt, wir wollen alle nur helfen und aufklaeren, die Realitaet ist wichtig auch fuer den Urlauber.

Gruss


Sting
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Beitrag von Sting » 30. Okt 2019, 04:34

Hallo Herbert nein das will sicher keiner, pass bitte auf dich auf ich wohne seit 5 Jahren in Cucuta und die Sicherheitslage hat sich seit Grenzöffnung hier merklich verschlechtert.
Man muss jetzt mittlerweile schon aufpassen beim Essengehen um die Ecke nicht ausgeraubt zu werden.
Kann mir jemand einen ruhigen Flecken am Meer in Kolumbien empfehlen, wenn ich mein Visa Residente habe denke ich darüber nach die Stadt zu verlassen.

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Eisbaer
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Beitrag von Eisbaer » 30. Okt 2019, 16:29

@Sting: Cúcuta wie viele andere Städte und Gegenden wandeln sich im Laufe der Zeit. Die einen zum positiven, die anderen zum negativen. Ich habe über zwei Jahre in Cúcuta gelebt. Es war für mich eine sehr schöne Zeit. Ist schon lange her.
Seit nun schon über 10 Jahren pendele ich zwischen Medellín und Sincelejo.

Sincelejo ist die Hauptstadt vom Departamento Sucre. Mit dem Auto/Bus ist man in einer guten halben Stunde in Tolu, in einer guten Stunde in Cartagena oder Barranquilla. Hier könnte es Dir gefallen.

In Sincelejo ist das Leben, im Vergleich mit anderen Städten nicht nur ruhig, ungefährlicher sondern auch sehr günstig.
Neben dem Supermarkt EXITO gibt es in der Stadt Supermärkte von OLIMPICA, D1, ARA, JUSTO y BUENO und andere. Die Auswahl an frischem Gemüse ist nicht vergleichbar mit dem Angebot von Städten im Inland oder auch Cúcuta - wo ich vor 30 Jahren schon Rosenkohl kaufen konnte.

Wie Sincelejo gibt es viele Städte im Land.
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Beitrag von John Extra » 30. Okt 2019, 20:36

Eisbaer
Das hoert sich gut an mit Sincelejo, was meinst Du mit ungefaehrlich ?
Temperaturen gefallen mir auch...

Wie sieht es dort mit der Medizinischen Versorgung aus, ich meine nicht nur den Hausarzt bei kleinen Wehwechen, sondern speziell fuer meine Frau, Akute Nierenprobleme und Trompos, also es besteht theoretisch eine staendige Gefahr des Rueckfalls. Sind dort die Krankenhaeuser fuer so etwas geruestet.

Gruss

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Beitrag von Eisbaer » 30. Okt 2019, 22:12

@John Extra: ungefährlich"er" als Bogotá auf jedem Fall, dafür aber eine kleine Stadt in der Provinz. Noch schöner und ruhiger ist es in Corozal, wo auch der Flughafen liegt. 10 Autominuten von Sincelejo entfernt. Bekannt wurde diese Stadt erst durch die Telenovela Las Juanas.

Die ärztliche Versorgung ist nicht schlecht. Hausarztbesuche sind zwischenzeitlich möglich. Vergleichbar mit Bogotá ist es leider nicht.
Es gibt zwei private Kliniken. Clinica Santa Maria und Clinica las Peñitas und etliche Krankenhäuser. Dialysepatienten zum Beispiel werden hier sehr gut betreut. Allerdings müssen besonders schwere Krankheitsfälle nach Barranquilla überwiesen werden - wenn die entsprechende Krankenversicherung es genehmigt.

Die Temperaturen sind erträglich. Man sollte bei der Wohnungssuche auf die Bauweise achten damit sich die Wohnung nicht aufheizt. Nach Sonnenuntergang ist es immer angenehm frisch.

Mit der Freizeitgestaltung ist es nicht so rosig, es gibt jedoch mehrere Kinos, Einkaufszentren, ein Theater, ein Museum sowie den einen oder anderen Freizeitpark. Wenn man zentral wohnt und gut zu Fuß ist, lässt sich alles ohne Verkehrsmittel erreichen. Der Taxiservice ist sehr gut, die Busse eher gewöhnungsbedürftig was an der Bequemlichkeit der Einwohner liegt, die lieber ein MotoTaxi bevorzugen. Zum zweiten mal wurden ganz moderne Busse mit Klimaanlage und WiFi nach kurzer Betriebszeit wieder abgeschafft.

Was auch noch zu erwähnen ist, die Wasserversorgung ist 24 Stunden nur in wenigen Barrios der Stadt gewährleistet. Wer dort nicht wohnt, hat meist einen großen unterirdischen Tank - neben einem Tank auf dem Dach. Auch der Strom fällt hin- und wieder aus. Es hält sich jedoch in Grenzen.
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Beitrag von John Extra » 30. Okt 2019, 22:20

Das werden wir uns mal anschauen, hoert sich gemuetlich an, welche Krankenversicherungen gibt es dort, eps usw.

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Eisbaer
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Beitrag von Eisbaer » 30. Okt 2019, 22:35

@John Extra: aus dem Stegreif fallen mir folgende private Versicherungen ein: Salud Total, Sanitas, Sura, Nueva EPS. Coomeva ist leider immer noch da. Dann gibt es etliche von der Regierung geförderte wie zum Beispiel: COMFASUCRE, COMFACOR um nur zwei zu nennen.
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