Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

Fritzchen
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von Fritzchen »

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@Don Maximo

Das stimmt. Auch in den Supermärkten haben die Preise angezogen. Was den kauf von Import Artikeln betrifft, war doch klar das diese teurer werden. International wird die Ware in US Doller gehandelt. Wer Einkommen in Europa hat, hatte aber 20% mehr in der Tasche.

Also jetzt Immobilien verkaufen und das Geld in den Euro raum zu transferieren, macht wenig Sinn. In den Großstädten nimmt die kriminalitätsrate wieder zu. Ein weiterer Grund nicht in einer Kolumbianischen Großstadt leben zu wollen.




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Gordi_K
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von Gordi_K »

Hallo flashlight,

ich bin kein Kolumbianer, bin nicht in Kolumbien verliebt, ich bin in eine Kolumbianerin verliebt. Deswegen sehe ich Kolumbien mit gesundem Abstand.

Die Punkte mit Sicherheit, Transport etc. sind meine subjektiven Wahrnehmungen. Ich vermute jedoch, auf lange Zeit würde es mich auf die Nerven gehen.

Was das Studium betrifft - am besten frag mal du selbst nach, was es kostet. Die 3.500€ / Semester ist ja ofiziele Info von der Javeriana, aber ja - die Preise schwanken je Studiengang. Mit der Anerkennung habe ich es von unseren Freundin gehört - sie hat Medizin an der UNAL studiert, musste dann noch ergänzende Prüfungen in Spanien machen um in Spanien arbeiten zu können... Wollte damit nur darauf hinweisen, dass nich jedes Studium in der EU anerkannt wird. Die kolumbianischen Unis sind ja auch nicht welweit ein Begriff für Qualität.. Behaupte nicht, dass mit Uni-Titel aus Kolumbien in der EU nichts anfangen kannst - aber es ist sicher gut sich gut überlegen, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind. Wie gesagt - auf einer deutschen Uni kannst du gratis mehrere Semester in Kolumbien gratis studieren, ob es umgekehrt geht weiß ich nicht.

Was man noch bedenken muss - zumindest in Cali kennt jeder jeden, es gibt kaum soziale Durchlässigkeit. Also gerade am Anfang wird es wichtig sein, dass euch die kolumbianische Familie mit dem Netzwerkaufbau hilft. Dass ein Ausländer nach Kolumbien ohne Kontakte kommt und ein Unternehmen aufbaut klingt für mich eher unwahrscheinlich. Und mit einem kleinen Kaffee wird man sicher nicht genug verdienen können, um als Europäer gut in Kolumbien zu leben.

Lange rede kurzer Sinn - jeder ist anders, du hast noch dazu kolumbianische Wurzeln. Vielleicht wirdst du in Kolumbien genau das finden, was du in Deutschland vermisst. Auf jeden Fall würde ich bei strategischen Themen (Studium, Immobiliekauf/Immobilieverkauf) sehr gut überlegen, welchen Weg ich gehe. Sonst aber - bist doch Halbkolumbianer, solltest dort zumindest ein Paar Monate verbringen!

Fritzchen
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von Fritzchen »

Der Hauptgrund für viele Kolumbianer der Mittelschicht, das Land zu verlassen ist ja das Studium im Ausland und später demensprechend einen Beruf mit einem guten einkommen zu erzielen. Solltet ihr Kinder euch dafür entscheiden und möglicherweise noch nebenbei arbeiten müssen, das ihr dann wahrscheinlich auch wesentlich weniger Freizeit für euch habt.
Einfach mal so jetzt auf blauen Dunst und in der Hoffnung sich dort etwas aufzubauen oder Oma doch noch davon zu überzeugen mit euch nach Deutschland zu gehen ist dann doch wahrscheinlich ein recht teures unterfangen.
Aber was tut man nicht alles für Oma.

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flashlight
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Beitrag von flashlight »

@Don Maximo

Da sprichst du vieles an, wovon wir auch gehört haben. Wir besitzen wie gesagt ein großes Haus in Bogota und ein Strandhaus in San Andres.
Wir überlegen ja auch, diese vielleicht zu verkaufen und uns gut zu organisieren. Das Geld also vernünftig einzusetzen, teilweise reinvestieren etc.
Wie schätzt du die Situation für Bogota ein in Bezug auf Immobilienverkauf? San Andrés ist ja wieder ein ganz andere Sache!
Und wie habt ihr euch damals organisiert in Medellin/Kolumbien?
Was würdest du uns raten?



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Oswaldo
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Beitrag von Oswaldo »

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Tenere-wue
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Beitrag von Tenere-wue »

Servus Flashlight,
um zu wissen ob man bereit für eine Auswanderung ist sollte man auf sein Herz hören. Die Angst vor neuem ist der größte Gegner im Kopf. Gehe in dich, wenn du unsicher bist rede mit deinen unmittelbaren Angehörigen. Hast du früher schon oft den Kopf in den Sand gesteckt, dann lass es. Warst du aber der Abenteurer, der alles probiert hat und du auch mit den Rückschlägen klargekommen bist dann tue es. Du kannst nur gewinnen. So eine Auswanderung ist ein großer Schritt, aber auch eine Befreiung von allem bisherigen. Meine Entscheidung werde ich aktuell nicht verkünden. Für mein Herz ist es richtig, für die Vernunft..... Man kann nur gewinnen.
Grüße
-vive tu sueno !

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Beitrag von flashlight »

@Tenere-wue

Danke dir für deine Worte. Meine Familie und ich, wir sind bereit für etwas Neues und wissen, dass die Zeit dafür gekommen ist. Wir sind uns nur noch nicht sicher, ob in Deutschland oder Kolumbien.
Ich versuche in mir zu gehen und auf mein Herz zu hören. Aber das auf alles nicht so leicht, wenn man hin und her gerissen ist.
Macht man sich in Deutschland etwas zu, wenn man in Kolumbien studiert? Auf der anderen Seite soll man das Leben genießen und im Herzen spüre ich manchmal, dass ich das machen möchte. Hier geht es da nur um mich erst einmal. Bei meinen Eltern sieht es aber ähnlich aus. Vor allem mein Vater will das Land irgendwann mal besser kennenlernen als bisher. Außerdem ist da der Punkt mit meiner Oma, die uns braucht.
Vieles spricht dafür, aber natürlich auch mit vielen Unsicherheiten und Zweifeln (Organisation, Studium, Chancen, etc.)
Ich versuche herauszufinden, was mein Herz mir sagt.
Was sagt ihr dazu?

OliCO
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Beitrag von OliCO »

Niemand hier wird Dir einen Persilschein ausstellen und Dir die Entscheidung abnehmen. In Dich zu gehen, ist genau das Richtige. Angesichts der durch die Corona-Pandemie induzierten Lage (und Porky/Uribe) sollte man sich definitiv darauf einstellen, daß die in den Jahren 2010 bis 2018 mühsam errungenen Fortschritte bald der Geschichte angehören werden. Wem das egal sein kann, sei es bspw. weil er genug Plata hat und sich nicht mit dem Volk gemein machen muß, ok. Aber alle anderen sollten vielleicht zweimal nachdenken und Vor- und Nachteile genau abwägen und vielleicht auch mal überlegen, wie man der Oma behutsam klarmacht, daß es angesichts der aktuellen Gemengelage vllt. ein bisl egoistisch sein könnte, zu erwarten, daß alle wegen ihr rübermachen.

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flashlight
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Beitrag von flashlight »

@OliCO

Das stimmt natürlich. Entscheiden können wir am Ende nur selber.
Wir machen uns Gedanken.
Aber mal angenommen, man bekommt genug Geld zusammen, um sich organisieren zu können zusammen.
Würdet ihr anhand der Situation eher zu Deutschland oder Colombia raten?
Genau das ist es, worüber wir uns Gedanken machen

OliCO
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Beitrag von OliCO »

Bei genug Geld: ganz klar Kolumbien, wenn sonst nur Deutschland die Alternative wäre. Dachte, das wäre anhand meines Beitrags klargeworden ;)

Holger78
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Beitrag von Holger78 »

@flashlight
Für mich klingt das so als hast Du dich bereits entschieden und hinterfragst dich gerade nochmal.
Wie hier bereits erwähnt, gibt es Unis in Kolumbien deren Abschluss auch hier in DE anerkannt wird. Diese kosten entsprechend. Allerdings verstehe ich nicht, wieso Du unbedingt auf eine Uni gehen willst die auch hier in DE anerkannt ist, zumal ihr euch in Kolumbien ein komplett neues Leben aufbauen wollt. So deine Worte zu beginn des Threads. Wenn ich hier lese, was Du / Ihr alles für Möglichkeiten habt, dann würde ich mir diese Frage nicht stellen sondern wäre schon sehr weit mit der Planung. Die Immobilien hier würde ich vermieten und einen Teil davon für Rep. beiseite legen. Einen Teil in das Leben in Kolumbien investieren und den Rest aufs Konto legen für schlechte Zeiten.
Mein Fazit: Packe die Koffer und ab nach Kolumbien. Berichte bitte hier weiter wie es Dir dort ergeht.

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flashlight
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Beitrag von flashlight »

@Holger78

Danke dir und auch Danke an allem bisher.
Es ist schon so, dass mich sehr viel in diese Richtung zieht. Aber auch da hat du recht, man zweifelt da manchmal.
Vielleicht will ich einfach nur eine gewisse "Sicherheit".
Aber du hast da eig schon recht.
Und wenn genug Geld da ist und man es gut verteilt - warum dann nicht?
Wir werden bald eine Entscheidung treffen und ich lasse euch wissen, wie es weitergeht.
Wenn ihr noch Meinungen und Ratschläge habt, schreibt sie gerne! Ich lese sie alle! ;)

Ich wollte euch fragen, ob ihr Tipps habt, wie man diese Immobilien am besten verkauft?
Also sollte man ein großes internationales Maklerbüro wie *** nehmen oder lieber selbstständige?

Es handelt sich um eine große Immobilie (483m2 Grundstücksfläche) in der besten Gegend im Bogota, Chico. Kann man sowohl privat als auch als Geschäftsstelle/Büro/o.ä nutzen.
Bei der anderen handelt es sich um ein Haus in San Andres in einem condominio. Es hat eine tolle Aussicht und ist gegenüber vom Meer. Das condominio hat viel zu bieten.

Nun, nachdem ihr ein wenig mehr über die Immobilien wisst - wie sollten wir vorgehen? Was meint ihr?
Und sollten wir zwei verschiedene Makler nehmen oder nur einen? Oder vielleicht gar keinen und die Häuser auf eine Seite stellen? Wenn, dann welche würdet ihr empfehlen?

Habt ihr noch Ratschläge, tipps, Hilfe? Wenn ihr noch mehr Informationen braucht, sei es auch zu den Häusern - gebt Bescheid. Und falls jemand Interesse hat, muss man es mir nur sagen ;)
Danke für eure Hilfe!



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Don Maximo
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Beitrag von Don Maximo »

@Flashlight, ich bin mit Bogotá nicht vertraut. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Immobiliensituation, was die Dynamik betrifft, mit Medellin vergleichbar ist. Wenn es sich um eine gute Immobilie handelt, solltet ihr darüber nachdenken, bevor ihr sie verkauft. Wie vorgehen? Unbedingt eine unabhängige Marktwert Schätzung machen lassen. Danach habt ihr eine Ahnung was das Ganze wert sein soll. Nicht vergessen Ihr müsst dann wieder was Kaufen um darin zu leben (auch für die Oma). Mieten kann doch recht teuer sein. Hypothek kannst du vergessen, viel zu hohe Zinsen.Eine alternative wäre die Immobilie zu vermieten.

Wie wir es seinerzeit getan haben bringt dich nicht viel weiter. Als meine Frau und ich uns kennen lernten, waren wir beide mitten im Leben. Die Immobilien in Kolumbien brachte sie bereits in die Ehe ein. Viel später haben wir dann die Finca gemeinsam gekauft.

Aber ich denke, du solltest dich erstmals auf andere Prioritäten fokussieren. Ich möchte mich generell den Vorredner anschliessen. Zudem bin ich der Meinung, dass du ganz klar unter den 3 Generationen trennen und unterscheiden musst. Deine Oma ist 85 Jahre alt, meiner Meinung nach etwas spät um sich für die Zukunft zu besorgen (egal ob von ihrer Seite oder von Seite der Nachkommen). Damit meine ich aber nicht, dass man jetzt nicht nach einer Lösung suchen sollte. Aber nicht vergessen, ihr seid 3 Generationen mit unterschiedlicher Bedürfnisse und Erwartungen.

Grossmutter:
Du erwähnst Deutschland als alternative. Wäre dies praktisch umsetzbar? Welche Staatsbürgerschaft(en) hat deine Oma, Wäre das von den Auflagen überhaupt machbar?
Wie einfach käme sie zu einer Aufenthaltsbewilligung in Deutschland?

Was Dich betrifft:
Wenn ich es richtig sehe, hast du das Abitur und möchtest nun an die Uni. Hast du schon eine Ahnung was oder in welcher Richtung du studieren möchtest? Welche beruflichen Perspektiven würden dir die beiden Länder dann in der Zukunft bieten?

Die Studienmöglichkeiten in Kolumbien sind im Allgemeinen gut und werden oft unterschätzt. In Medellin zum Beispiel hat auch die öffentliche Universität (Universität von Antioquia) einen guten Ruf. Eine unserer Enkelinnen hat Pharmakologie studiert und wurde nach einem Praktikum und noch vor der Promotion von einem grossen Schweizer Pharmaunternehmen rekrutiert. Fast alle Jungs in der Familie haben an öffentlichen Universitäten studiert (oder studieren noch), und schon gar nicht, weil sie sich eine Privatuniversität nicht leisten können. Es gibt verschiedene Argumente für die Wahl der einen oder anderen Universität, und dies nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. Aber an dieser Stelle möchte ich mich nicht in Details verlieren und das Thema umlenke.

Bogotá ist mit Sicherheit keine billige Stadt. Hast du die Lebenshaltungskosten verglichen, einschliesslich aller Kosten? Nicht umsonst kehren viele Europäer, die als "Wirtschaftsflüchtlinge" ausgewandert sind (eine Definition, die sie nicht gerne hören, die aber tatsächlich Realität ist), in ihre Heimat zurück.

Wer sich selbständig macht (z.B. auch deine Eltern), sieht sich früher oder später mit Problemen konfrontiert, die oft von vornherein ignoriert werden. Eine davon sind die so genannten "Vacunas" oder Schutzgelder.
Ich kann dir nicht sagen, wie die Situation in Bogotá ist, aber in Medellin und im Suroeste Antioqueño ist es leider eine stark zunehmende Erscheinung. Auch die Familie meiner Frau wird zunehmend mit dieser Realität konfrontiert, der nicht jeder gewachsen ist.
Auch der "Kriminalbranche" leidet unter der aktuellen Situation. Sie gehen in folge oft härter und gewaltsamer vor, um ausfallende Einnahmen zu kompensieren. Sie kapitulieren nicht mehr so einfach, wenn sich Einer entgegensetzt.

Damit möchte ich dich jetzt nicht einfach abschrecken. Kolumbien hat nach wie vor unheimlich viel zu bieten. Wir sind wegen Corona und zuvor wegen Krankheit seit 14 Monate nicht mehr in Kolumbien gewesen. Sobald es die Situation zulässt werden wir wieder Hinfliegen. Ob wir uns jedoch ganz dort Niederlassen bleibt offen. Mal sehen wie sich alles entwickelt. Wir hatten vor der Pandemie unser Haus in der CH verkauft, als letzte Vorbereitung auf den Umzug nach Kolumbien. Vermutlich werden wir aber vorerst jeweils ein halbes Jahr dort verbringen und ein halbes Jahr in der Schweiz und Italien. Dies auch weil ich noch meine Mutter (die auch über 80 ist) in der Schweiz habe und ihr Lebenspartner neulich schwer erkrankt ist.
Wir sind ab nächstes Jahr beide im (gezwungenen) vorzeitigen Ruhestand, deshalb flexibel.

Wie oft warst du schon dort und wie lange? wie gut beherrschst du die Sprache (auch für das Studium). Ihr könntet in eurem eigenen Haus wohnen, ohne Miete zahlen zu müssen, was eine grosse Hilfe wäre. Lebt eventuell mal dort eine Zeit lang, bevor ihr handelt.
Virtus Junxit Mors Non Separabit

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flashlight
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von flashlight »

@Don Maximo

Danke erst einmal für deine Hilfe und Antwort.
Da hast du schon recht. Es sind 3 verschiedene Generationen und damit auch unterschiedliche Bedingungen für jeden!
Aber an einer Lösung arbeiten wir ;)
Die Immobilie in Bogota hat schon seinen Wert, das wissen wir. Aber eine Einschätzung ist eine wirklich gute Idee.
Was hältst du eigentlich davon:
Man könnte doch vielleicht Mieteinnahmen aus Deutschland nutzen und damit sich etwas fürs erste suchen zum mieten? Das Geld von den Häusern kann man ja vllt reinvestieren, zur Seite legen, etc.
Was halst du davon?

Ich war schon einige Male in Kolumbien. Mal länger, mal kürzer. Ich war ja auch in der Schule und konnte deswegen auch nicht immer so lange bleiben.
Ich bin zweisprachig aufgewachsen. Ich verstehe alles und spreche es auch recht gut.

Ich wünsche dir und deiner Familie nur das beste und vor allem Gesundheit. Danke dir für deine bisherige Hilfe und hoffentlich kannst du bzw könnt ihr alle mir weiterhin so gut weiterhelfen! ;)

Glboetrotter
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von Glboetrotter »

Ich kenne das Land und die Immobilienbranche hier auch schon sehr lange.
Ich würde zuerst versuchen, die Häuser zu vermieten. Dann schauen wie euer Leben in Kolumbien geht. Falls es gut geht, könnte man etwas verkaufen, wobei ich beide Immobilien in Kolumbien als sehr gute Wahl empfinde und nur aus Not verkaufen würde.

Uni: Los Andes in Bogota ist die beste (und teuerste) und mit dem Abschluss steht dir die Welt offen. Selbst in Bogota gibt es Positionen mit Gehälter von über EUR 5'000 Euros mit 10 Jahres Arbeitserfahrung; mit dem richtigen Diplom und der richtigen Uni. Sprachen sollten man auch richtig können (Englisch und Französisch mit Diplom; sonst Russisch oder Japanisch, DE hat tiefe Gehälter nach den Steuern .... viel besser ist CH, Lux, USA, Singapur, Japan, Australien, auch Moskau). Sonst ist die Universidad Nacional in Bogota auch mindestens in Europa anerkannt. Studier etwas, was Geld bringt (Anwalt, Arzt, Wirtschaft, Finanz, Ingenieur vielleicht noch .... aber nur für die grössten Maschinen wie Flugzeuge oder Erdölmaschinen). Sozial, Literatur, Philosophie, Geschichte usw.... ist ein nettes Hobby.
Die Kosten in Bogota sind vergleichbar mit den Kosten in DE. Bogota ist nicht billig, falls man richtig Leben will und auch gute Restaurants mag.
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Genuasd
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Nach Kolumbien auswandern in diesem Fall?

Beitrag von Genuasd »

Steht das Haus in Chico aktuell leer?
Und das Strandhaus auf San Andres?

Lebenshaltungskosten in Bogota:
-Miete: definitiv billiger, finde die Qualität wird in Kolumbien nicht so wertgeschätzt, z. B. beim streichen geht mal was übern Türrahmen, huch.
Oft sieht man halt den Pfusch am Bau..
Dazu gibt es ein hohes Angebot an Wohnraum. Auch wenn Bogota die Hauptstadt mit rund 8 Mio Einwohnern ist, mangelt es nicht an verfügbaren Wohnungen.
-Transport: Auto, spritt,.. Nicht wirklich billiger, dafür kosten Taxis nix.
Inlandsflüge im Normalfall auch sehr billig. Zum Beispiel von Bogota nach medellin oder so für 60 Euro hin und zurück ist drin.
- essen: Restaurants recht günstig, Kneipen auch. Gibt es natürlich auch preislich auf europäischem Level.
- Lebensmittel: ist dagegen teuer, also bei dem Lohnniveau bin ich immer wieder überrascht... Teils teurer (glaube Wein kostet hier mehr, Käse auch,..) und abgesehen davon finde ich das Angebot manchmal auch etwas dürftig. Als deutscher ist man halt verwöhnt und die Preise in Deutschland im Supermarkt sind halt teils extrem niedrig.
Bier ist günstig...
-Kleidung: finde ich sehr teuer, nicht wie USA.
Im Grunde vieles das importiert wird, ist mit einem entsprechenden preisschild versehen.

Man müsste einfach mehr über eure Gesamtsituation wissen und euch kennen, um wirklich eine Empfehlung zu geben.
Dir / Euch sollte eben bewusst sein, dass Kolumbien finanziell und beruflich wohl keine Verbesserung sein wird.
Zudem stehen Kolumbien auch keine einfachen Zeiten bevor. Die Folgen der Krise wird man sicherlich spüren und es wird einige Zeit dauern sich davon zu erholen.

Mit einem Euro Einkommen, hat man aktuell sogar einen Vorteil durch die Inflation.
Die Immobilie in Deutschland sollte unbedingt gehalten werden, wenn sie nicht in der tiefsten Pampa liegt