Diskussion über kolumbianisches Essen

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Ernesto
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Ernesto »

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Aber gerne doch. La Estancia am Park Bolivar von Medellín. Etwa 100 Meter von der Kathedrale entfernt. Einfach, sauber, preiswert und immer voll.

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Nasar
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Nasar »

Bei uns gab es heute Abend Bratkartoffeln. Lecker :klat: Öl in die Pfanne, Zwiebeln und Speck angebraten und die Kartoffeln vom Mittagessen dazu. Einfach lecker :klat: Schade das es alles ist.
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


Ramiro / Hermannus
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Ramiro / Hermannus »

Mmmmhhhh...., gute Idee , ist schon lange her das Speck in der Pfanne war, warm gemachtes Sauerkraut wuerde auch dazu passen .

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Nasar
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Nasar »

Sehr gute Idee. Meine Mutter macht das öfters selbst. Hier in Bogotá durch das Klima gelingt es auch immer. Du lebst im heissen Klima wie macht ihr das dort? Wir wollten es mal bei Freunden machen, da ist es nicht gelungen. Fertig zum kaufen habe ich es noch nicht gesehen.
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


Ramiro / Hermannus
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Ramiro / Hermannus »

Das ist schon einige Jaehrchen her das ich es selbst gemacht habe und da wurde gleich ein ganzes Holzschaffel gefuellt, das war in der Heimat, mir scheint bei Carrefour wird es hier so in 250 Gramm Plastikverpackungen wie auch in Europa angeboten aber ich kann mich nicht erinnern ob ich schon probiert hab,.....eher nicht.
Bei uns hier kannst du kein Sauerkraut machen denn die Haeuser hier haben ja keinen Keller und wenn waere der auch noch zu warm.

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Nasar
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Nasar »

Gerade gab es bei uns Kartoffelpfannkuchen mit Apfelkraut :klat: Schreibe ich hier als Anregung für die einfache Küche.
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


Cesar
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Essen in Bogotá

Beitrag von Cesar »

Bin ich eigentlich der einzige der das Essen in Bogotá oder Kolumbien so bescheiden findet?
Irgendwie gibt es immer das Gleiche in den Restaurants und das Stück Carne auf dem Teller ist oft eine Schuhsohle. Die Empanadas und Arepas triefen nur so von Fett und schmecken auch nur nach Fett. Ich lobe mir da die Empanadas aus Chile, die um Klassen besser sind und nicht frittiert werden.
Auch beim Essen gehen in etwas besseren Restaurants habe ich schon komische Überraschungen erlebt. Beim Sushi-Essen war doch wirklich Platano in den Maki und es wurde nicht an Creme gespart, so dass aus dem sonst gesunden Sushi eine fettige Kalorienbombe wurde.

Im Supermarkt ist es ähnlich, es gibt nicht sonderlich viele Produkte (In Quito gab es beispielsweise viel mehr). Man kann sich bestenfalls das gleiche zubereiten, was es in den Restaurants gibt. Und es gibt 2-3 Fertiggerichte, die einfach nur schweineteuer sind. Insgesamt kommen mir deutsche Supermärkte wie Lidl oder Aldi um einiges billiger und vielfältiger vor. Das schlimmste Produkt ist das Brot in Kolumbien. Das scheint alles aus der gleichen Fabrik zu kommen, denn es hat immer den gleichen widerlichen leicht süßlichen Nachgeschmack, wovon ich wirklich einen Brechreiz bekomme. Zum Glück gibt das deutsche Brot zu kaufen, ohne das wüsste ich ehrlich nicht was ich frühstücken sollte.

Die verschieden Biersorten kommen alle aus der Fabrik Baveria, also alles aus den gleichen Topf. Es kann mir keiner erzählen, dass es bei Poker und Aguila einen großen Unterschied gibt. Bei dem einen ist vielleicht ein bisschen mehr Wasser drin und bei Club Colombia irgendein zusätzlicher Geschmacksstoff. Dieses Bier von der BBC, das es zum Beispiel auch im Exito gibt, schmeckt um Klassen schlechter, als das schlechteste deutsche Bier.

Wenn mich ein Kolumbianer fragt wie ich das Essen hier finde, bin ich leider zu höflich um zu sagen, dass das Essen in deutschen Gefängnissen vermutlich besser ist. Aber gut, ich denke dann an die anderen Vorzüge von Kolumbien und antworte mit „Muy rico……“

Vielleicht bin ich ja auch der einzige, der so empfindet?

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Wanderer
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Wanderer »

Andere Länder = anderes Essen.


Cesar
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Cesar »

trotzdem darf man darüber meckern..... mir sind die Auslandsdeutschen sehr suspekt, die alles im Ausland schön reden und alles in Deutschland schlecht machen. Klar gibt es hier Vorzüge, sonst wär ich ja nicht hier, aber es ist doch nicht alles besser hier (Bildungssystem, Gesundheitssystem, Arbeitslosenhilfen, Essen,…… bla, bla, bla).

Ich habe doch tatsächlich eine Schweizerin getroffen, die mir erzählen wollte in Deutschland und der Schweiz ist alles schlecht und in Kolumbien alles super und sie wollte mit mir auch nur Spanisch sprechen und die Kolumbianer seien auch bessere Menschen. Sie fühle sich schon wie eine Kolumbianerin, aber die Vorzüge ihres Heimatslandes nimmt sie gern in Kauf und als selbstverständlich. Und wenn man dann mal so richtig krank ist, ist man auf einmal wieder ruck zuck in der Schweiz. Es sind viele Spinner in der Welt unterwegs, die einfach nur ein Identitätsproblem haben.

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Wanderer
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Wanderer »

Vollkommen richtig was du schreibst Cesar. Es ist noch lange nicht alles Gold was glänzt. Um nicht vom Essen abzukommen könnten wir ein neues Thema zu den von dir erwähnten Kritisieren eröffnen.

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hoffnung_2013
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von hoffnung_2013 »

Nein Cesar, du hast Recht und ich will mich mal outen....ich finde das Essen ganz pauschal gesagt auch schlecht in Kolumbien.
Ich bin gerade mal wieder in D mit meiner Frau und wir können uns von der Vielfalt der Produkt hier kaum retten.
Das ist genau der Unterschied.. hier in D gibt es eine Produktvielfalt und in K. immer der Einheitsbrei. Wenn ich nur an die Auswahl an Brot, Brötchen, Wurst und Käse denke.
Natürlich gibt es auch gute Restaurants in K. Aber ein vernüftiges Essen ist - wie Du schreibst - sehr teuer.
Man muss halt abwägen, was wichtig ist im Leben...
Gruß
P.

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Fusagasugeno
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Beitrag von Fusagasugeno »

Also beim Aguilla muss ich Cesar wiedersprechen, gepanscht mit Aguardiente, das beste was es gibt. :lach:
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)

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Macondo
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Macondo »

Da in Kolumbien mehr Auswahl an Nahrungsmitteln wie Fruechten, Gemuesen etc zur Verfuegung stehen als in Europa, bleibt es jedem selber ueberlassen wie man diese Vielfalt fuer sich selbst nutzt. Es wird ja niemand gezwungen total fettige Empanadas vom Strassenhaendler zu konsumieren, obgleich ich dies am Anfang, als alles neu fuer mich war, auch tat. Heutzutage kochen meine Frau und ich "gesunde" fettarme Gerichte, die ich auch nicht als typisch Deutsch einordnen wuerde. Mir fehlt absolut nichts in Kolumbien, im Gegenteil! Mit Restaurants ist es aehnlich, es gibt solche und solche, die guten kosten entsprechend mehr, das ist weltweit nicht anders. Ich habe allerdings auch schon solche "Spass-Sushis", wie von cesar oben beschrieben gesehen, zB als Kroenung einen ordentlichen Schuss Majonese obendrauf :lach: Ich finde das sehr amuesant solange ich es nicht essen muss.
Zuletzt geändert von Macondo am 13. Aug 2013, 17:32, insgesamt 1-mal geändert.


rewindz
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von rewindz »

Also was mir auffällt in Kol. ist der Mangel an Käse und (abgepackter) Wurst. In den Läden (Exito, Carrefour) gibts doch fast nur Mozarella Scheiben und Jamon oder Mortadella. Mir schmeckt das Kol. Essen trotzdem. Bombastisch sind auch die Suppen die ich dort esse - lecker!

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hoffnung_2013
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von hoffnung_2013 »

..also dass es in Kolumbien mehr Auswahl an Früchten und Gemüse gibt halt ich für ein Gerücht. Hab ich zwar früher auch gedacht, ist aber nach meiner Erfahrung nach nicht mehr gültig. Es gibt meines Wissen hier in D über 1500 Früchte und das was es in K gibt, gibt es hier allemal. ;)
Und das gute Restaurants "weltweit" immer teuer sind stimmt auch nicht..und Spash-Shusi mag ich auch nicht

Schön, wenn jemand in K. nichts fehlt am Essen, ist das okay und ich akzeptier das auch. Auch meine Frau kocht in inzwischen mehr "europäisch" und ich bin ihr dankbar dafür, das es mal etwas anders gibt als Arepa, Fréjoles und Arroz :D .
Zuletzt geändert von hoffnung_2013 am 13. Aug 2013, 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
P.


Cesar
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Diskussion über kolumbianisches Essen

Beitrag von Cesar »

hahahah Aguila mit Aguardiente, das muss ich ausprobieren, vielleicht sogar heute noch

Rewindz: Mit den Suppen muss ich dir Recht geben, die sind echt gut. Aber was danach als Hauptgericht kommt....na ja

Macondo: Also wenn man kein Brot mag, kein großer Käsefan ist und einem 3-Wurstsorten ausreichen, dann könnte es gehen.... die Auswahl der Nudelsorten ist auch sehr überschaubar..........Es gibt 3 oder 4 Marmeladensorten.....die Vielfalt an Obst und Gemüse ist komischerweise auch in Deutschland besser, wenn man die Supermärkte vergleicht. Ich habe das Gefühl, dass die guten Bananen nach Europa geschickt werden. Und ich dachte vorher Kolumbien wäre weltbekannt für seinen Kaffee. Hier wird wohl auch der gute nach Europa geschickt und in Bogota muss man dann Instant-Kaffee trinken.

Ich finde das sehr schade, dass die ganzen wertvollen Produkte weggegeben werden und man sich hier offenbar mit zweitklassigen Produkten zufriedengibt. Globalisierung ist ein Naturverschmutzer und Ausbeuter.