Visum für Kolumbianer

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Beitrag von dieler241 » 2. Mai 2012, 06:15

Hallo,

ich habe eine Frage hinsichtlich des geplanten Besuchs einer Freundin aus Kolumbien. Sie möchte im Juni für ca. 3 Wochen nach Deutschland zu Besuch kommen und dann eine Rundreise durch Europa machen.

Sie hat alle erforderlichen Papiere für den Termin in der Botschaft beisammen. Sie studiert noch, weshalb ihre Mutter finaziell für sie bürgt. Sie hat nun eine Frage hinsichtlich eines möglichen Einladungsschreibens meinerseits.

Ich habe ihr einen informellen Einladungsbrief zugesandt, in dem ich bestätige, dass sie für die Zeit ihres Aufenthaltes bei mir wohnen kann. An sich hileten wir es für eine gute Idee, dass sie dieses Schreiben bei der Botschaft vorlegen kann, damit die dort sehen, dass sie hier jemanden als Anlaufstelle hat. Meine Freundin macht sich nun ein paar Sorgen, dass man dieses Schreiben auch negativ auslegen könnte, im Sinne von: Das Schreiben zeigt, dass das Potential besteht, dass sie nicht mehr zurückfliegt und illegal hierbleibt (was sie natürlich nicht vor hat, da sie auf jeden Fall ihr Studium beenen möchte und ihre Mutter nicht im Stich lassen könnte). Sie überlegt jetzt lieber Hotels für den Zeitraum ihres Aufenthaltes zu reservieren und dies bei der Botschaft vorlzuelegen.
Wir sind uns völlig unsicher welcher Weg (Einladungsschreiben oder Hotelreservierungen) die Chance auf die Visaerteilung erhöhen wird.

Könntet ihr uns eventuell ein paar Tipps geben?

Danke im Voraus!

Stephan

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Beitrag von padrino » 2. Mai 2012, 18:09

Hallo dieler241

Welcher Weg der bessere ist, ist schwierig einzuschätzen. Da wären weitere Fragen hilfreich wie: Wie ist denn das Verhältnis zu deiner Freundin? Ist sie deine Freundin, eine Bekannte oder wie steht ihr zueinander? Wie alt ist sie? Wie lange kennst du sie schon? Übernimmt sie, resp. die Mutter alle Kosten der geplanten Reise? Du schreibst sie will eine Rundreise durch Europa machen. Hat sie da schon Hotels, Flüge oder sonstiges reserviert?

Wenn sie genügend finanzielle Mittel für eine Rundreise in Europa hat, dies auch Ihr Ziel ist, dann braucht sie eigentlich gar niemand in Europa der sie einlädt. Es ist legitim, dass auch Kolumbianer Ferien machen, Reisen etc. Wenn die Mutter finanziell für sie bürgt, nehme ich an, die Familie wird entsprechend im oberen Mittelstand leben und dann ist die ganze Sache legitim und logisch.

Der Rückkehrwille ist das wichtigste, vorallem beim 1. Visumsantrag. Sie muss sicher auch nachweisen, dass sie nach dem Aufenthalt weiter studiert.

Gruss
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Beitrag von rewindz » 2. Mai 2012, 19:52

Beantragt sie ein Touristenvisum? Für eine Rundreise sind Hotelreservierungen besser. Machst du die Rundreise gemeinsam mit ihr? Falls ja, pack noch das "Einladungschreiben" mit dazu und erläutere das ihr den Trip gemeinsam macht.


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Beitrag von dieler241 » 2. Mai 2012, 20:03

ja, sie macht eine rundreise. sie kommt aber erstmal bei mir unter. wir wollten diese von mir aus gemeinsam starten und planen. also an sich ist noch nichts konkret. dann werde ich das so in die einladung mit reinschreiben und ihr empfehlen schon paar hotels zu reservieren, wenn ich euch jetzt richtig verstehe?!


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Beitrag von rewindz » 2. Mai 2012, 20:09

Aus meiner Erfahrung, die erst 6 Wochen zurückliegt, waren die Hotelreservierungen essentiell wichtig. Musst ja nicht gleich bezahlen bzw auf die Stornobedingungen achten.


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Beitrag von dieler241 » 2. Mai 2012, 20:24

erstmal danke für die antwort.

sie benötigt also auf jeden fall hotelreservierungen. ein paar fragen habe ich aber noch:

1. Ist es egal wer bzw. von wo aus die Reservierungen durchgeführt werden? Kann ich beispielsweise für sie über HRS Hotels auf ihren Namen reservieren???

2. Benötigt sie für jeden Tag ihrer geplanten Europreise bereits eine Hotelreservierung, oder genügen ein paar wenige???

3. Ist es überhaupt ratsam zusätzlich auf die Verbindung zu mir durch ein persönliches Einladungsschreiben hinzuweisen???

Zur Info: Ihre Mutter zahlt die Reise und bürgt, sie beantragt ein Touristenvisum und will auch jeden Fall zurück um das letzte Semester ihres Medizinstudiums zu beenden.

An sich sollte es wohl klappen, wir sind trotzdem ganz schön nervös und für jeden Tipp dankbar.

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Beitrag von padrino » 2. Mai 2012, 20:46

@dieler241

Was du brauchst ist ein klares Konzept wie ihr bei der Botschaft auftreten wollt. Ich fasse mal die bisherigen Posts zusammen. Du kennst eine Frau aus Kolumbien. Du möchtest mit ihr eine Europareise machen und ihr wollt Euch zuerst in Deutschland für 3 Wochen treffen und bei dir wohnen.

Was sich die Botschaft fragen wird sind folgende Punkte:

1. Verhältnis zwischen Euch beiden
2. Finanzielle Verhältnisse, wer hat wieviel, wer finanziert die Reise
3. Rückkehrwille, da braucht ihr gute Argumente wieso deine Bekanntschaft zurück soll (evtl. Bestätigung der Schule)

Du gerätst automatisch in den Fokus der Botschaft wenn du sie einlädst, deshalb muss klar ersichtlich sein was der Grund ist, wie ihr zueinander steht und wieso sie zurückgehen soll. Wenn du sie nicht einlädst und sie legt vor dass sie diese Reise auf eigene Rechnung und Interesse bestreitet dann muss sicher genügend finanzielle Mittel vorhanden sein sowie Hotelreservationen und Rückflug.
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Beitrag von dieler241 » 2. Mai 2012, 21:12

hey,

also sie wird insgesamt 3,5 wochen da sein. wie sie die zeit aufteilt weiß sie noch nicht - also vielleicht eine woche bei mir, dann umherreisen. ich kann dir nicht ganz folgen. in wie fern soll ich der botschaft offenlegen wie wir zueinander stehen?! sie ist eine freundin, punktfertigaus. das muss ja wohl genügen bzw. ist noch lange kein anhaltspunkt dafür, dass sie nicht wieder in ihre heimat zurück möchte. so viel arroganz wird doch wohl noch nichtmal in der deutschen botschaft anzutreffen sein, oder irre ich mich da etwa?!
zu deinem zweiten punkt: sie bzw. ihre mutter finanziert die reise. die unterlagen um die finanziellen verhältnisse offenzulegen hat sie alle schon beisammen
zu deinem dritten punkt: sie hat eine bestätigung ihrer universität, aus der hervorgeht, dass sie noch 1 semester zu studieren hat und die ferien genau in die zeit der reise fallen.

einen rückflug hat sie natürlich auch gebucht. es gibt nun aus meiner sicht also 2 optionen:

1. sie lässt mich beim visaantrag völlig außen vor und reserviert sich für den gesamten zeitraum hotels.
2. ich schreibe ihr eine einladung, mit dem hinweis, dass sie mich im zuge ihrer reise besucht und ein paar tage bei mir wohnen kann. darüber hinaus reserviert sie ein paar hotels.

ich tendier ja zu 2.
spricht irgendwas dagegen?

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Beitrag von padrino » 2. Mai 2012, 21:29

Na das sind ja schon mal sehr gute Voraussetzungen. Versteh mich nicht falsch, aber das mit dem Verhältnis kann durchaus eine grosse Rolle spielen. Die Botschaft wird sich fragen woher du sie kennst, und wieso sie zu dir kommen soll. Sie gehen immer vom schlimmsten Fall aus. Als ich meine Freundin einlud musste ich vorweisen wie lange und woher ich sie kannte, sprich fotos mitschicken, Passkopien von unseren Reisen etc.

Der schlimmste Fall wäre, dass du sie nach Deutschland lockst, sie dann auf den Strich schickst und sie nie mehr zurück kann. Ich weiss, das tönt extrem makaber und erschreckend, aber leider gibt es diese Fälle immer noch. Wenn du eine Einladung mitlieferst, will die Botschaft wissen wieso und was sie bei dir macht. Unser 1. Visum wurde abgelehnt, ich hatte dann einen Rekurs gemacht, welcher vom BFM bearbeitet wurde, hier einige Fragen die ich beantworten musste:

War Ihr Gast bereits einmal in der Schweiz?
Woher kennen Sie ihr Gast und wie ist Ihr Verhältnis?
Aus welchen Gründen ist ein Besuchsaufenthalt vorgesehen, bitte ausführlich begründen.
Wo leben die Familienangehörigen (Ehegatte, Kinder, Eltern, Gewschwister) Ihres Gastes
Haben Sie bereits andere Gäste eingeladen?

Dann benötigten Sie einen Betreibungs- und Strafregisterauszug, eine notariell beglaubigte Verpflichtungserklärung.

Daher tendiere ich eher zu 1, denn es spricht überhaupt nichts gegen eine Ablehnung. Finanziell steht sie gut da, hat ihre Reise selber finanziert (resp. die Mutter), bringt eine Bestätigung dass sie zu dieser Zeit Ferien hat.

Das ist jedoch meine Meinung, überleg dirs gut und triff deine eigene Entscheidung!

Saludos
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Beitrag von padrino » 2. Mai 2012, 21:33

Noch ein kurzer Nachtrag zu den Reservationen. Die sind nicht zwingend für den ganzen Aufenthalt vorzuweisen. Sie kann auch nachweisen, dass sie genügend Geld für die Dauer zur Verfügung hat. In der Schweiz sind dies ca. 120 euro pro Tag. Ratsam wäre eine Reservation für die ersten Nächte.
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Beitrag von logo123 » 15. Mai 2012, 12:30

Alternativ ist eine "Verpflichtungserklärung" die man beim zuständigen Ausländeramt (landratsamt) beantragen kann. Kosten 25Euro.
Man übernimmt hier im Fall eines Falles alle Kosten fuer Aufenthalt (auch Arztrechnungen im Krankeitsfall) .