Mutter (Kolumbianerin) nach Deutschland einladen

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jochen74
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Mutter (Kolumbianerin) nach Deutschland einladen

Beitrag von jochen74 » 4. Aug 2012, 16:15

Hallo miteinander,

es geht um folgendes: Ich bin mit einer Kolumbianerin verheiratet. Wir leben in Florida, wir haben uns hier auch kennengelernt da ich hier beruflich tätig bin (ich lebe schon seit 11 Jahren in den USA, habe die Doppelte Staatsangehörigkeit DE + US), meine Frau war damals als Studentin hier, hat nur die Kolumbianische Staatsangehörigkeit + Greencard in den USA. Sie hat auch ein einjähriges Schengenvisum ausgestellt von der Botschaft Miami - das war kein Problem.
Das Ganze aber alles nur nebenbei - nun zurück zur Sache.
Es geht eigentlich um meine Schwiegermutter. Sie lebt in Bogota und wir würden gerne mit ihr zusammen im September 2 Wochen Urlaub in Deutschland machen. Nun braucht sie dafür ja das Schengenvisum. Sie ist 50 Jahre alt, hat einen Bürojob in Bogota mit relativ geringem Einkommen, keine Ersparnisse, sie hat eine kleine Eigentumswohnung, ist nicht verheiratet und meine Frau ist die einzige Tochter. Sie hat sich letztes Jahr für das USA Visum beworben, welches ihr verweigert wurde.
Was denkt ihr sind ihre Chancen auf ein Schengenvisum? Ich dachte ich schreibe einen Brief an die Botschaft in dem ich unsere Situation erkläre (wir treffen uns in Deutschland - machen 2 Wochen Urlaub und dann fliegen wir alle wieder am gleichen Tag ab - meine Frau u. ich nach Florida und meine Schwiegermutter nach Bogota), die Kosten übernehme ich komplett. Oder sollte ich stattdessen (oder zusätzlich) eine Verpflichtungserklärungen von einem Verwandten mit deutschem Wohnsitz organisieren? Oder nur ein Einladungschreiben?

Danke für die Tipps


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Mutter (Kolumbianerin) nach Deutschland einladen

Beitrag von jochen74 » 27. Aug 2012, 17:35

Da ist bisher noch keine Antworten erhalten habe möchte ich nochmal nachhacken und die Situation etwas detailierter erläutern.
Wir haben den Urlaub nun auf November verschoben, da es schon zu spät war noch rechtzeitig einen Termin bei der Botschaft zu bekommen. Der Botschaftstermin steht nun aber Mitte Oktober und die Reise ist geplant für Ende Nov.

- ich habe ein Einladungsschreiben formuliert in dem ich meine Schwiegermutter einlade meine Familie u. mich nach Deutschland für 2 Wochen zu begleiten. Ich erkläre in dem Schreiben, daß wir am selben Tag wie die Schwiegermutter von USA nach DE fliegen wollen (während die Schwiegermutter von Bogota aus fliegt) und uns in Frankfurt treffen. Beiliegend Passkopieren sowie MEINE Flugreservierung welche mit dem Flugdaten der Schwiegermutter übereinstimmt. Das sollte doch in Prinzip gut sein, da die Tochter (meine Frau) ja nicht in DE wohnt sondern dort auch nur Urlaub macht.
- des weiteren ein 2. Einladensschreiben von meinen Eltern in DE in dem steht das sie in ihrem Haus für die 2 Wochen wohnen kann.
- nun ist es evtl. ein Problem mit dem Arbeitsnachweis der Mutter. Sie arbeitet schon seit vielen Jahren in der selben Firma. Allerdings ist ihr Arbeitsvertrag immer nur 1 Jahr gültig und läuft im Dez ab. Im Januar erhält sie dann immer einen neuen Vertrag, allerdings wird sich das nicht belegen lassen, da sich die Firma eben bewusst jedes Jahr die Möglichkeit offen hält das Arbeitsverhältnis nicht mehr zu verlängern.
- Ihr Einkommen ist außerdem sehr gering, ca. 1M Peso pro Monat. Sie hat allerdings Ersparnisse von ca. 10M Peso auf dem Konto was wiederum genug sein sollte.
- In dem Merkblatt der Botschaft steht auch noch was von Vorlage der Steuererklärung. Ich habe sie danach gefragt, und sie sagt sie hätte das nicht da ihr Einkommen zu gering ist?!
- Sie hat wie schon erwähnt eine kleine Eigentumswohnung welche sie noch abbezahlt.
- Sie kümmert sich auch viel um ihre Mutter, welche sehr alt ist. Könnte man das auch als Rückkehrgrund angeben? Aber wie belegt man das?

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bastians
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Beitrag von bastians » 27. Aug 2012, 17:48

Moin,

hast Du Dir mal die Seiten der deutschen Botschaft zu den Bedingungen eines Schengenvisums angeschaut? Ich lese in deinem Beitrag nämlich nichts von einer Krankenversicherung und auch nichts von einer Verpflichtungserklärung.
Hast Du mal mit der deutschen Botschaft in Bogota telefoniert? Die sind meiner Erfahrung nach sehr hilfsbereit, WENN man zu ihnen durchkommt ...

ciao
Bastian


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Beitrag von jochen74 » 27. Aug 2012, 17:55

Hi Bastin,

ist hab mir das Merkblatt von der Webseite der Botschaft durchgelesen und natürlich ist es mir klar, daß wir auch eine Krankenversicherung abschliessen müssen.
Wegen der Verpflichtungserklärung habe ich schon in meinem ersten Beitrag gefragen. Ich denke ich kann diese ja nicht selbst abgeben da ich nicht in Deutschland lebe / gemeldet bin. Allenfalls wäre eine Verpflichtungserklärung eines anderen Verwanden aus Deutschland denkbar, aber ist dies nötig?


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Beitrag von irrsinnde » 27. Aug 2012, 21:01

Ich würde mit der Botschaft telefonieren und erzählen wie dieser Besuch stattfinden soll. Ihr habt ja einen Grund warum der Besuch der Mutter zu dem Zeitpunkt geschehen soll und was damit bezweckt wird. Reist ihr gemeinsam in Deutschland ein oder trefft ihr euch erst in D? Bei gemeinsamer Einreise wäre das Finanzielle meiner Ansicht nach einfacher, weil eine Familie einreist, die gemeinsam eine Reisekasse hat.
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Beitrag von Kata » 7. Sep 2012, 23:15

ich habe gerade jemanden aus cali eingeladen....man muß mit den 3 letzten verdienstbescheinigungen zur deutschen ausländerbehörde, und man muß 1300,00 euro monatlich netto verdienen...unter dem geht nicht, es sei denn man läßt sich hierfür eine bescheinigung über einen mini job in höhe von xy ausstellen, dann funktioniert es auch....das visum kann so ausgestellt werden, das es mit abflug kolumbien 90 tage gültigkeit hat. es kostet 25,00 euro....zugesendet habe ich das dokument per UPS , was 75,00 euro gekostet hat...damit geht der eingeladene zur botschaft und bekommt sofort sein visum in den pass gestempelt...praktisch, wenn er schonmal vorab sagen kann, wann er fliegt....damit es exakt von dem abflugtag eingetragen wird !
versicherung von deutschland aus kostet ca. 150 euro/monat....da kommt man nicht drum rum, von amerika ist es etwas teurer...das visums dokument habe ich innerhalb von 20 minuten erhalten !


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Beitrag von jochen74 » 7. Nov 2012, 21:50

Blöde Frage: Hat schon mal jemand was davon gehört, daß ein Kolumbianer bei der Ausreise am Flughafen in Bogota die Verpflichtungserklärung irgendwo vorzeigen muß? Das Visum wurde bereits erteilt, aber meiner Schwiegermutter wurde bei der Aushändigung des Visum gesagt, sie müsse die Verpflichtungserklärung bei der Ausreise vorzeigen. Ich denke sie hat da was falsch verstanden denn ich denke was wollen die Kolumbianer mit der deutschen Verpflichtungserklärung, oder? Und die Lufthansa will das sicherlich auch nicht sehen wenn sie doch das Visum im Pass hat oder?

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Beitrag von Ernesto » 7. Nov 2012, 22:28

Davon habe ich noch nie gehört. Sollte jedoch auch egal sein. Die Schwiegermutter braucht das Dokument und ob sie es nun einmal mehr oder weniger oder garnicht vorzeigt ist doch unwichtig. Freue mich für Euch das es geklappt hat. Wird bestimmt ein tolles Ereignis das Zusammentreffen.


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Beitrag von jochen74 » 8. Nov 2012, 00:30

Meine Schwiegermutter hat das Visum ursprünglich ohne Verpflichtungserklärung beantragt. Wir waren der Meinung, daß sie eigentlich genug eigene finanzielle Mittel hat und da ich wie schon erwähnt selbst nicht in Deutschland lebe und dort nicht gemeldet bin kann ich auch keine Verpflichtungserklärung für sie abgeben. Die Botschaft hat aber dann beim Termin darauf bestanden und ihr 7 Tage Frist gegeben das nachzuliefern. Dann mußte mein Vater der in Deutschland lebt ran und wir haben ihr das dann nur per Email an die Botschaft geschickt und das war ok so. Das Original liegt aber immer noch bei meinem Vater in DE.
Nun hat sie das Visum ja schon erhalten und ich denke es ist Quatsch ihr jetzt nochmal die orginal Verpflichtungserklärung zu schicken. Das wäre auch schon etwas knapp denn der Flug ist nächste Woche. Wir freuen uns schon riesig. Danke nochmal für eure Tipps.

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Beitrag von Eisbaer » 8. Nov 2012, 00:45

Scanne es ein und schicke es Ihr per e-mail so das sie es sich ausdrucken kann. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, denn es kann durchaus sein, das es bei der Einreise ins Schengenland verlangt wird. Oder schicke es morgen mit FedEx, es ist dann innerhalb von 48 Stunden bei Deiner Schwiegermutter. Es wäre auch nicht das erste mal, das z.B. in Madrid die Einreise mit Visum verweigert wurde.
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Beitrag von bastians » 8. Nov 2012, 00:50

jochen74

Es kann sein, das sie die Verpflichtungserklärung bei der Einreise in den Schengenraum vorzeigen muß. Meine Freundin wurde danach bei der Einreise in Madrid gefragt, als Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel. Also die Verpflichtungserklärung auf jeden Fall ins Handgepäck ...

ciao
Bastian



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Beitrag von jochen74 » 8. Nov 2012, 01:02

Ok, danke! Ich dachte auch spontan, dass sie die Dame von der Botschaft falsch verstanden hat und dass es um die EINREISE nach Deutschland (und nicht um die Ausreise aus Kolumbien) geht wo evtl die Verpflichtungserklärung nochmal verlangt werden könnte, was ich für sowieso für unwahrscheinlich halte. Aber sicherheitshalber hat sie natürlich die Kopie (Email-Scan) dabei und außerdem hat sie den Direktflug mit LH nach FRA und wir werden ja in FRA auf sie warten.