Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

wowu
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von wowu »

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Das sind alles Dinge, zu denen man natürlich nicht "NEIN" sagen kann ... und will. Und natürlich gibt es Dinge, wie Klima, Natur, ... Früchte (Enten und Gänse haben wir selbst) .... und viele Dinge, die es hier gibt, die man in D. oder OE so nicht hat. Nur was man am einen Ende spart, muss man eben am andern Ende doppelt und dreifach wieder ausgeben. Die Frage war ja auch nicht, welche Lebensmittel sind in CO billiger und kann ich am Essen sparen .... die Frage war ja "Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte" .... Für mich, und offenbar auch für den Threadstarter gehören zum Lebensunterhalt alle Dinge dazu, auch Auto, Haus, Freizeit, und nicht nur die eigenen Orangen im Garten.
Zieht man alles zusammen und schaut am Ende des Jahres mal drauf, was man ausgegeben hat, kommt doch ein ziemlich stattliches Sümmchen dabei heraus. Und letztlich ist Alles, aber auch wirklich Alles, was wir nicht verschenken oder verlieren, Lebensunterhalt ..... selbst der Raubüberfall, bei dem man "Federn" lässt.
Und nun bitte nicht wieder sagen, man könne solche Gebiete ja meiden .... leider nicht, denn solche Leute haben die Angewohnheit "frei Haus" aufzutauchen. Und wenn man dann in eine Revolvermündung schaut, dann werden "Lebensunterhaltskosten" geradezu sprichwörtlich.

Anonymous

Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Anonymous »

wowu,
das sehe ich genauso :app: !
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Riza
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Riza »

Puh... also wir sind mal zu viert Pizza essen gegangen..
Jeder ein großes Stück, + 1 große Flasche Coca Cola.
Gezahlt haben wir insgesamt 6000 Pesos.
Wie macht sie das bloß, meine Schwiegermutti :lkom:
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Bergfan
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Bergfan »

wowu hat geschrieben: Wer mit der geringeren Performanz auskommt, lebt für weniger Geld. Das mag sein. Wer aber den von Scipio angesprochenen vergleichbaren Lebensstandard halten möchte, zahlt dasselbe, wie in D.
Und nun bitte nicht wieder das Kilo Fleisch als Gegenbeispiel .... zum Lebensstandard gehört selbstverständlich ein Auto, das Restaurant, die gewohnten Speisen, TV, Computer, usw. und ich denke, das war auch von Scipio so gemeint.
Ich versteh deinen Ansatz nicht: du willst in Kolumbien ein Haus wie in Deutschland, ein Auto wie in Deutschland, Strassen wie in Deutschland und Essen wie in Deutschland.... wozu?
Mein Haus ist natürlich keines das mit einem in Österreich vergleichbar wäre. Natürlich ist es billiger gebaut. Wozu sollte ich eine Heizung haben? Wozu das Dach und Fenster dämmen, wenn es eh nie kalt wird? Wozu eine Keller und eine Fussbodenheizung haben? Wäre doch völliger Unsinn.
Ich habe kein Auto und ich will auch keins. Es gibt Busse und Taxis gibts überall und günstig, für mich ein Vorteil. Die Strassen sind schlecht, stimmt, aber dafür ist weniger Verkehr. Autos als plus im Lebensstandard zu vermerken kann ich echt nicht nachvollziehen!
Raubüberfälle etc. sind mir noch nicht passiert, ich wüsst auch nicht was man bei uns stehlen könnte. Meinen Computer wohl kaum und auch den Kühlschrank wird niemand wollen :lach: Wieso du das also als Kosten berechnest versteh ich auch nicht?

Aber in einem stimme dir schon zu: es ist in Kolumbien schwieriger ein Einkommen zu erreichen mit dem es sich gut leben lässt als in Ö. oder D. Aber das ist ja wohl sowieso klar, wir können ja wohl das Lohnniveau von Europa nicht mit dem vom Kolumbien vergleichen.
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Nasar
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Nasar »

Darf ich die Frage stellen was denn der reiche Herr so im Monat an Pesos ausgibt?
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.
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Riza
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Riza »

wowu hat geschrieben:..... selbst der Raubüberfall, bei dem man "Federn" lässt.
Und nun bitte nicht wieder sagen, man könne solche Gebiete ja meiden .... leider nicht, denn solche Leute haben die Angewohnheit "frei Haus" aufzutauchen. Und wenn man dann in eine Revolvermündung schaut, dann werden "Lebensunterhaltskosten" geradezu sprichwörtlich.
Hmm... Weiß ja nicht.. Kann nur das mitteilen, was ich selbst mitbekommen habe.
Wenn bei uns "viel" Geld mitgenommen werden muss, wird das versteckt. Mein Mann versteckt es im Socken, meine Schwiemutti im BH... ich als Ausländerin habe sowieso nie Geld bei mir.
Meine arme Schwiegermutter wurde auch schon ein paar mal auf offener Straße überfallen. Sie hatte das letzte Mal abends Kopfschmerzen, wegem Revolver - die waren wohl ziemlich grob.... naja, sie hatte noch betont, sie hätten kein Geld genommen, sie hätte ihre Handtasche gezeigt und beteuert, dass sie kein Geld hat.
Passiert ist ihr das morgens auf dem Weg zur Arbeit.
Gerade zur Zeit, als ich zu Besuch war.
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wowu
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von wowu »

@ Bergfan
Es geht mir gar nicht darum, ein Haus, wie in D zu haben. das hatte ich oben auch geschrieben .... wenn Du ein paar Postings zurückgehst, wirst Du genau das lesen. Ausserdem, würde man hier ein haus, wie in D bauen, bin ich sicher, es würde unerschwinglich werden, weil die Handwerker gar nicht im selben Zeitrahmen die Gewerke erstellen können. So gesehen sind also auch die Handwerkerkosten (im Verhältnis) gar nicht mehr so billig.
Aber es geht in diesem Thread ja dem Starter offenbar darum die Lebensunterhaltkosten zu vergleichen und er/sie fügt noch hinzu: "für Verwöhnte".
Nun bin ich nicht verwöhnt sondern führe ein ganz normales Leben. Fahre ein uraltes Auto, rauche und trinke nicht (was übrigens hier wirklich billig wäre und damit geeignet, das Mittel der Kosten gegenüber D zu senken), und bin kein Gourmet, der sich von aussergewöhnlichen Speisen ernährt und ich lebe in keinem Luxushaus sondern in einem kleinen Haus, ohne Schnickschnack.
Vor einiger Zeit war ein Freund aus D hier, mit dem wir uns abends mal hingesetzt und alle Ausgaben zusammengezählt haben, weil er auch einmal ein Gefühl für den Kostenrahmen bekommen wollte.
Am Ende der Rechnung hat er nur verdutzt dagesessen und gesagt .... dafür kann man in D aber auch leben ... und nicht zu schlecht.
Ich könnte nun noch auf das Auto und den Internetanschluss verzichten und meine Frau könnte auf ihr handy verzichten. Wir könnten die Hunde abschaffen, die wir aus Sicherheitsgründen haben und würden das Futter einsparen.
Über mehr müsste ich jetzt schon lange nachdenken. Gut, das Brot vom Deutschen Bäcker und den Käse vom schweizer Freund... Das würde nochmal 60- oder 70.000 Peso bringen. Am Fleisch kann ich nicht sparen, weil ich kaum Fleisch esse.
Aber das war´s dann auch.
Ein "Kollege", hier aus dem Forum war kürzlich bei mir und wird nachvollziehen können, was ich sage.
Es ist also offenbar ein Märchen, dass man in Kolumbien billig leben kann.
Also, Bergfan, Dein Ansatz: Haus wie in D, Auto, wie in D, Komfort wie in D usw ist grundverkehrt.
Weder mein haus ist wie in D, noch mein Auto ist auch nur annähernd wie in D, der Komfort ist hier drastisch weniger als in D, die Straßen sind kostenpflichtig und unterirdisch .... und trotzdem zahlt man annähernd das, was man in D für den Lebensunterhalt zahlen würde.
Nun könnte man das so interpretieren, dass bei einer exakten Verhältnismäßigkeit, das Leben hier teurer ist. .... Aber soweit will ich ja gar nicht gehen, weil das Klima und die Menschen hier mehr als ein Ausgleich sind.
Und, Bergfan, Du darfst nicht nur aufzählen, was Du NICHT brauchst, (Heizung), sondern musst am Ende des Jahres schaun, wieviel Du ausgegeben hast und das mit D oder OE vergleichen ... und natürlich auch nicht die Einschränkungen unter den Tisch fallen lassen, denen Du in CO unterliegst und sie einwenig mit gewichten.
Es geht mir auch gar nicht darum, mich zu beklagen. Ich bin gern hier und liebe die Menschen und bin sehr glücklich mit einer Kolumbianerin verheiratet ... und genieße ein paar Dinge, die uns Europa mittlerweile gründlich vermiest hat.
Aber das Märchen vom "billigen" Kolumbien würde ich meinen Kindern nicht mal erzählen.
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Eisbaer
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Eisbaer »

Einkaufen ist nicht gleich Einkaufen. Auch in Medellín bekommt man das das gleiche Produkt in der gleichen Qualität zu gewaltig unterschiedlichen Preisen.
Genauso ist es mit der Wohngegend, es ist noch lange nicht alles Gold was im Estrato 5/6 glänzt.
Du bist zufrieden mit unserer Hilfe! Dann helfe bitte mit einer kleinen » Spende « Danke und Vergelt´s Gott!

wowu
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von wowu »

Nun haben wir hier in La Vega gar keine teuren Läden ... und es klappt trotzdem nicht.
Ins Kino gehe ich auch nicht, weil es hier gar kein Kino gibt .... komisch, komisch.
Das würde ja bedeuten, dass La Vega 60% teurer ist. Komisch, komisch, der Logik kann ich nicht folgen.
Und nochmals ... Lebensunterhalt besteht nicht nur aus Essen... Gibt es auch billige Plätze für die KFZ Steuer, die Mautstellen ... ach ja, ich könnte natürlich auch durch die Berge fahren.
Um nur ein Beispiel zu nennen.
Und was die Reifenreparatur betrifft, so darf man auch nicht vergessen, dass man sie hier alle nasenlang aufwenden muss. In D habe ich in 45 Jahren, die ich Auto fahre, einen einzigen Platten gehabt.

Anonymous

Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Anonymous »

z.B. Neuwagen, aber auch Gebrauchtwagen, Gebäudeversicherung, Importwaren generell, Elektrogroßgeräte(identischer Qualität) ... alles wesentlich teurer als in Deutschland! Insbesondere jetzt zusätzlich durch den schwachen Euro bedingt!Aber gerade das sind ja alles Dinge, die normalerweise einen verwöhnten Lebensstandard auszeichnen ... . Um in Kolumbien günstig und nicht teurer als in Deutschland leben zu können, muß man sich zumindest einigermaßen(besser noch: so gut es geht) dem kolumbianischen Lebensstil anpassen und soweit als möglich auf landeseigene Produkte zurückgreifen. Natürlich bedeutet das folglich für einen Durchschnittsdeutschen, Abstriche machen zu müssen! Aber daran kann man sich m.E. schon gewöhnen, zumal es eh auch gesünder ist bei dem warmem Klima mehr Gemüse und Obst und weniger Fleisch zu essen(leichtere Kost), denn der Körper braucht ja weniger Kalorien.

Anonymous

Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Anonymous »

Ich denke, das Thema hier ist "Lebenshaltungskosten für verwöhnten Lebensstil"! Um also beim Thema zu bleiben: es ist sehr wohl als verwöhnt zu bezeichnen, wenn z.B. ein "verwöhnter"Deutscher, so wie von zuhause gewöhnt, z.B. einer teuren Frontlade-Waschmaschine mit Heizung gegenüber einer kolumbianischen Standard-Toplader-Waschmaschine ohne Heizung den Vorzug gibt. Nicht nur aus hygienischen Gründen! Wenn nun z.B. ein Kolumbianer in Deutschland nicht auf importiertes Arepa-Mehl, Colombiana-Brause usw. verzichten möchte, dann muß er zwingend in oder nahe einer deutschen Großstadt leben, da diese Prodoukte sonst nicht erhältlich sein werden.
Aber ich denke mal, meine zuvor angeführten Beispiele, gehören durchaus schon zu einem verwöhnten Lebensstil, zumindest aus deutscher Sicht, da diese eigentlich ja sogar eher schon als fast deutsche Standard-Artikel für "Otto Normalverbraucher" (in De) sind.
Natürlich muß man sich gemäß dem Motto "andere Länder andere Sitten" anpassen und ich habe absolut auch kein wirkliches Problem damit! Sonst dürfte ich z. B. garnicht in der Region meiner Wahl in Kolumbien leben, denn dort gibt es kein Schwarzbrot(bestenfalls französisches Stangenbrot), keinen Quark, wenig Auswahl an Wurstsorten um nur einiges zu nennen.

Bergfan
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Bergfan »

wowu, ich weiss nicht wie du rechnest, aber wir leben zu 5. von etwa dem Geld das wir in Ö. für eine Person brauchen würden PLUS einiges an Luxus, den wir in Ö. nicht hätten.
Mir ist völlig schleierhaft wie du auf teurer kommst? Verwöhnt? Bin ich sicher! Gourmet? Bin ich noch mehr! Aber Gast hat wohl recht, du brauchst wohl viel Importzeugs?
Wenn es wirklich direkt berechnet teurer wäre in Kolumbien, würden die Durchschnittskolumbianer allesamt verhungern und zu unser aller grossem Glück ist das ja nicht der Fall und man kann auch von einem Mindestlohn leben. Da ist dann kein Computer drin, aber Lebensqualität durchaus!

wowu
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Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von wowu »

@Bergfan
Eben nicht, es gibt bei mir keine Importwaren und die einzigen Dinge, die ich ab und zu aus Bogota mitbringe ist Graubrot vom deutschen Bäcker und Käse vom Schweizer.
Und ein Auto ist hier auf dem Land durchaus kein Luxus, sonder erforderlich, weil die nächsten Busse weit vom Schuss sind und ein Vehicle aus den 80ern bezeichne ich auch nicht unbedingt als europäisch überkandidelt.
Computer kaufe ich hier schon gar nicht, sondern lasse mir Dinge, die ich brauch, aus D von Freunden mitbringen. Insofern belasten solche Sachen mein Budget nicht. Aber schon der Internetanschluss kostet hier 120.000 Pesos, für 500 kbit/s. Für das Geld gibt es in D einen Breitbandzugang mit beliebigen Flatrates ... teurer Spaß in Kolumbien. Übrigens auch Telefon ... Nun sagt wahrscheinlich wieder jemand, man könne zum telefonieren ja für 300/min zum nächsten Laden gehen, aber was hat das eigentlich dann noch mit Lebensqualität zu tun. Überhaupt scheint mir die Diskussion vom Thema abzurutschen und es geht nur noch darum, wo man sich auf Kosten jener Lebensqualität Kosten abknapsen kann. Und das Restleben lügt man sich dann schön ... man geht in billige Kinos, lebt von Sonderangeboten auf Märkten und stellt seine Ernährung auf pappiges Weissbrot und Früchte um. das ganze findet man dann angepasst und rechnet sich daraus schön, es wäre billiger .... Billiger mag ja stimmen und angepasst vielleicht auch noch.
Ganz in der Nähe wohnt eine Deutsche schon 45 Jahre hier (übrigens eines der letzten deutschen Entführungsopfer), mit der habe ich gerade über das Thema beim Kaffee geplauscht. Sie rechnet mir auch vor, dass das Land deutlich teurer ist, als Deutschland. Ich bin also nicht so ganz allein mit meiner Ansicht und verspreche, wenn mich der nächste Besucher danach fragt, schreibe ich mal alles auf und es wird sicher noch einmal Gelegenheit geben solche Sachen nachzuvollziehen.
Jetzt aber bin ich erst mal aus dem Thread raus, weil er sich dreht und kein Informationsgewinn mehr zu erkennen ist.
Aber meine Antwort an den Threadstarter, wenn er überhaupt noch mal reinschaut, : Dein Eindruck trügt Dich nicht .... Kolumbien ist preiswert, aber nicht billiger als Deutschland.
Allerbeste Grüße an die Runde
und danke für die Diskussion. Hat Spaß gemacht.
Gruss
Wolfgang

Bergfan
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Bergfan »

wowu hat geschrieben: Aber schon der Internetanschluss kostet hier 120.000 Pesos, für 500 kbit/s. Für das Geld gibt es in D einen Breitbandzugang mit beliebigen Flatrates ... teurer Spaß in Kolumbien. Übrigens auch Telefon ... Nun sagt wahrscheinlich wieder jemand, man könne zum telefonieren ja für 300/min zum nächsten Laden gehen, aber was hat das eigentlich dann noch mit Lebensqualität zu tun. Überhaupt scheint mir die Diskussion vom Thema abzurutschen und es geht nur noch darum, wo man sich auf Kosten jener Lebensqualität Kosten abknapsen kann. Und das Restleben lügt man sich dann schön ... man geht in billige Kinos, lebt von Sonderangeboten auf Märkten und stellt seine Ernährung auf pappiges Weissbrot und Früchte um. das ganze findet man dann angepasst und rechnet sich daraus schön, es wäre billiger .... Billiger mag ja stimmen und angepasst vielleicht auch noch.
Ich respektiere, dass du dich rausziehst, und ja, wir drehen uns im Kreis, aber für wers noch lesen mag: internet gibts ab 22000 Pesos im Monat übers Mobilnetz, ich hab eine Flatrate über Telecom inklusive Kabeltv die kostet knapp über 100000. Das ginge zwar auch billiger, weil ich TV gar nicht bräuchte, aber ist okay und es sind 2000 k, also schnell. Telefon: fürs Ausland skype und für mich ist der nächste Laden mit minutos für 100 COP direkt vor der Haustür, soweit schaff ich es grad noch und da ich sehr wenig telefoniere reicht das völlig. Da lüg ich mir auch nichts zusammen. Auch sprach ich nicht von Sonderangeboten auf den Märkten, ich meinte nur: ich kaufe am Markt. Ja, das ist günstiger, vor allem aber ist die Qualität besser. Um vieles besser als in irgendeinem Exito oder Carrefour! Ich backe mein Brot selbst, aber auch der Bäcker gegenüber hat ein sehr ordentliches französisches Weissbrot. Ungezuckert. Der verkauft auch Würste aus eigener Produktion die ebenfalls gut sind. Qualität eben.
Wir kennen wohl einfach ein anderes Kolumbien, aber Kolumbien ist beides. Ich würde nicht in Bogota oder einer andern Grossstadt leben wollen, es wäre mir zu teuer, zu stressig und zu dreckig. Aber es zwingt mich ja auch niemand dazu.
Abgesehen davon: ich suche nicht den billigsten Lebensstil, sondern das für mich beste Leben. Mit Angepasstheit hat das auch nicht viel zu tun.
Der threadstarter meinte "verwöhnt"... für mich klingt sein Lebensstil nicht verwöhnt sondern nach teurer Importware. Es gab Antworten wies günstiger ginge, aber klar, wenn er alles so belassen will, dann ist Kolumbien ähnlich teuer wie Europa.

Bergfan
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Bergfan »

@eisbaer: da hast du recht.
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Eisbaer
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Re: Lebensunterhaltungskosten für verwöhnte

Beitrag von Eisbaer »

wowu das Thema Internet hatten wir schon mal. Ich zahle für einen Combo 3 der gut 100 TV Kanäle beinhaltet, Telefon und 2 mega Internernt etwa 95.000 Pesos. Das ganze bei Telmex. Vorher war ich bei Telecom, da hatte ich 512 kb sowie Telefon und etwas weniger Kanäle, da kostete der Combo 3 etwa 100.000 Pesos. Ich habe gewechselt weil das Internet zu oft ausgefallen ist. Von den 2 mega merke ich zwar nicht viel, dafür ist der Service aber zuverlässig.

300 Peso für eine Minute Celular zeigt dass Du in einer teuren Gehend lebst, da wo Leute sind die das bezahlen. Hier bei uns werden die Minuten für 100 Pesos angeboten.
Du bist zufrieden mit unserer Hilfe! Dann helfe bitte mit einer kleinen » Spende « Danke und Vergelt´s Gott!

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