Größere Rechnung zahlen in Kolumbien und Hauskauf

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axko
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Größere Rechnung zahlen in Kolumbien und Hauskauf

Beitrag von axko » 10. Mär 2018, 02:49

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Also ich sehe eine gewisse Unsicherheit bei Vertigo75, welche ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Auch wenn Du noch in DE lebt und ein Projekt welches noch in der Planung ist, kaufen willst, das ist nicht so ohne Risiko. Sage mal wie sind da eigentlich die Zahlungsbedingungen? Muss du das ganze Projekt auf einmal bezahlen oder wollen die "nur" eine Anzahlung? Frag mal nach ob da noch andere Gringos sich eine Wohnung kaufen, vielleicht kannst du mit denen eine Interessengemeinschaft gründen.Auch kannst du dann fragen wie die es mit der Bezahlung gemacht haben. Mit dem Geld überweisen habe ich das immer so gehandhabt, dass ich annähern den genannten Betrag auf das Konto des Verkäufers überwiesen habe, danach mit der Abrechnung von der Bank wurde dann endgültig abgerechnet. Waren dann meist nur ein paar hundert Euro bzw. hunderttausend Pesos, die du dann problemlos vom ATM ziehen kannst. Denk immer daran, wenn ein Kolumbianer an dich Forderungen hat, dann ist er immer dein Freund. Im umgekehrten Falle, sind die auf einmal sooo beschäftigt und vergesslich. Dann kannste ewig dein Geld hinter her rennen. Daher besser zu wenig überweisen als zuviel.


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vertigo75
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Größere Rechnung zahlen in Kolumbien

Beitrag von vertigo75 » 10. Mär 2018, 11:21

Axko. Ja bei mir ist eine gewisse Unsicherheit weil mein Verständnis zuerst war, dass ich alles vorab bezahlen muss. Und das kenne ich so nicht und bei einem land wie Kolumbien hätte ich da meine Probleme.

Nun ist meine Novia nochmal vorständig geworden und das ganze sieht also so aus. 50 Millionen Anzahlung (2 Häuser), bis zum Lieferzeitpunkt in 10 Monaten monatlich 2,5 Millionen (finde ich Ordnung würde also eine Zahlung gemäß dem Baufortschritt entsprechen) und der Rest wird dann bei Eintragung ins Grundbuch fällig, das ist meiner Meinung nach von den Konditionen in Ordnung.

Werde das Geld nun auf das Konto meiner Novio überweisen. Sollte der Betrag von 50 Millionen nach meiner Überweisung nicht getroffen werden, dann muss halt über Western Union nachgebessert werden (restliche Geld darüber nachschiessen) und in 3 Wochen werde ich vor Ort mein eigenes Konto aufmachen (nach Rücksprache mit Bancolombia reicht der Reisepass aus). Überweisen werde ich in US-Dollar, das hat mir mein Bankberater so empfohlen.

Was mir mein Bankberater noch sagte, dass ich wohl den Betrag an die Bundesbank melden muss. Das kann man vorher oder nachher machen. Welchen Zeitpunkt wählt ihr dazu?

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Macondo
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Größere Rechnung zahlen in Kolumbien

Beitrag von Macondo » 10. Mär 2018, 14:11

Die Neubauten von einem Bauträgerunternehmen zu kaufen ist OK, falls die Lage, das Umfeld, der Stadtteil, die Planung, die Bau-Ausführung, der Preis und der Leumund des Bauträgers in Ordnung sind.
Da du in 3 Wochen sowieso in Kolumbien bist, hätte ich gewartet und mich vor Ort überzeugt. Ausserdem kann man von heute auf morgen gebrauchte Häuser in jeder Preislage kaufen, also ohne 10-monatige Wartezeit. Weiterer Vorteil: bei gebrauchten Häusern kannst du besser den Preis herunter handeln.


axko
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Beitrag von axko » 10. Mär 2018, 14:22

Hallo Vertigo, so wie du es schreibt sieht es ganz vernünftig aus. Aber bevor du die erste Anzahlung macht, muss alles notariell festgehalten werden. Wenn alles klar ist mit deiner Novia, dann braucht du Western Union nicht. Dann kannste doch auch den restlichen Betrag auf das Konto deiner Novia überweisen. Gleich in US-Doller überweisen ist gut, denn in Kolumbien wird der Euro ziemlich mies umgerechnet. Meldung bei der Bundesbank ist egal, ob vorher oder nachher. Aber wenn Du eh in 3 Wochen in Kolumbien bist, dann eröffne doch erst das Konto bei einer Bank und danach kannste von Kolumbien aus das Geld auf dein Konto überweisen. Der Transfer dauert nur 4-5 Tage. Wenn die Baufirma seriös ist, dann machen die keine Probleme. So schnell wie in Europa werden in Kolumbien Immobilien nicht verkauft. Das dauert alles seine Zeit. Du macht erst mal einen Vorvertrag (sog. Compravente). Dabei kann man eine geringe Anzahlung vereinbaren. Schlussendlich, wenn du ganz sicher sein willst, besorg dir noch einen deutschsprachigen Anwalt in Kolumbien. Dann solltest du vor bösen Überraschungen abgesichert sein. Manchmal ist es besser etwas mehr Geld zu investieren und am Schluss spart man sich nen haufen Ärger. Viel Glück mit deinen Projekt bleib weiterhin Vorsichtig - ist nicht verkehrt!

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Nasar
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Beitrag von Nasar » 10. Mär 2018, 15:55

Da wird die Novia sich freuen, kann sie gleich für die Mami auch noch was schönes kaufen :klat:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


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vertigo75
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Beitrag von vertigo75 » 10. Mär 2018, 16:04

sorry nasar aber manche kommentare hier sind echt zum kotzen 🤢

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Ernesto
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Beitrag von Ernesto » 10. Mär 2018, 16:59

Vor allem braucht man bei gebrauchten Häusern nicht damit zu rechnen das sie plötzlich unbewohnbar sind.

Generell braucht du bei einem Hauskauf keinen Anwalt, die Kosten kann man sparen. Viel wichtiger ist auf die Bauweise zu achten! Viele moderne Wohnungen sehen ganz toll aus, dann merkt man schnell, dass hinter der schönen Wand aus Stuck erstmal eine Luftschicht und dann ganz dünnes Mauerwerk ist. Wenn Nachbars Kinder spielen hört man das, als wenn sie in der eigenen Wohnung wären. Auch wäre es wichtig zu wissen, hat die Wohnung einen eigenen überdachten Parkplatz oder sind das alles freie Parkplätze für jedermann. Viel gibt es zu beachten, auch das die Wohnung möglichst keine direkte Sonneneinstrahlung hat.

Meine kleine Wohnung habe ich lange gesucht, es hat sich gelohnt. Gute Angebote und Schnäppchen gibt es immer, man braucht Zeit um die wirklich zu erkennen.

Mein gutgemeinter Rat wäre, komme nach Kolumbien, miete eine Wohnung. Lebe eine Zeit hier damit du siehst wie die Uhren ausserhalb vom Urlaub ticken. Lebe eine Zeit mit der Novia zusammen und schau wie alles läuft. Dann wenn du eine richtige Arbeit und Einkommen hast, sehe dich nach einer Wohnung zum Kauf um. Erst eine um darin zu leben, dann die andere als Kapitalanlage.

Bevor ich es vergesse, in Barranquilla würde ich den Norden als Wohngegend bevorzugt behandeln.

Ich wünsche dir viel Glück und halte uns auf dem laufenden ;-)

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Beachte auch das Klima. Es ist heiss und schwül. Nicht jedermanns Sache.


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Beitrag von desertfox » 10. Mär 2018, 18:25

@vertigo75

An die Bundesbank melden musst Du gar nichts..., auf dem Überweisungsformular steht m.W. so ein Paragraph drauf..., den kannst Du aber ignorieren..., Es ist ein KANN Paragraph! Ich habe nie was gemeldet.

Die anderen Kommentare hier sind OK..., ich würde aber auch rüber fliegen, mir ein paar Wochen Zelt nehmen und dann erst kaufen.

Es gibt KEINEN Wohnungsmangel in Kolumbien, gebaut wird was das Zeugs hält..., es gibt nur genug Spekulanten die Wohnungen reservieren lassen (das kostet nicht viel) und dann oder während der Bauphase, zu erhöhtem Preis weiterverkaufen wollen. Die s.g. Valorisation !!!! ist dort in aller Munde, ist aber defacto nur Inflationsausgleich!



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Beitrag von axko » 11. Mär 2018, 16:42

Gebe dir Recht Ernesto, generell braucht man keinen Anwalt bei einem Hauskauf in Kolumbien. Du und viele andere hier im Forum sind "eingefuchst" , meine Empfehlung richtet sich an jemanden der noch "jungfräulich" in Kolumbien ist, speziell was derartige Investitionen betrifft. Wir sollten nicht vergessen, dass wir als Ausländer (auch wenn wir noch so gut spanisch sprechen) immer potenzielle Opfer von ganz gerissenen Schlitzohren sind.

Vertigo: der Kommentar von Nasar ist sehr derb - hast du Recht- aber leider ist viel Wahrheit dahinter. Solltest du nicht persönlich nehmen. Aber die Verlierer melden sich selten zu Wort.

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Beitrag von Ernesto » 11. Mär 2018, 20:13

Schlitzohren gibt es, besonders die - die nicht Pesos sondern in harte Währungen ansetzen beim Verkauf. Ich habe es kritisiert und gesagt, wir leben in Kolumbien, hier gelten kolumbianische Pesos und keine CHF. Dann werde ich angegriffen, weil ich, wie der Angreifer meint, nicht umrechnen kann und es für "Gringos" doch einfacher ist in CHF oder Euro zu denken. Trotzdem noch einmal, wenn ihr was kauft, dann immer in COP = kolumbianischer Peso.
Santos will noch vor Beendigung seiner Legislaturperiode drei Stellen streichen und die Währung von Peso in neuen Peso umbenennen. Ich kann nur hoffen das dies nicht passiert!

-------------------

@axko du sprichst die Sprache an. Das ist das A und O. Du glaubst nicht wie viele "Gringos" ich schon traf die nur in aufblühen wenn sie sich mit Landsleuten treffen und saufen können. In Medellin und auch Barranquilla gibt es ganze Siedlungen in denen nur Deutsch gesprochen wird :oops:



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Beitrag von Macondo » 11. Mär 2018, 20:48

Vertigo

Wie hoch ist denn der Preis pro Quadratmeter der beiden Häuser?


axko
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Beitrag von axko » 11. Mär 2018, 22:59

Das mit den Saufkolonien habe ich schon von Barranquilla gehört, dass es so etwas auch in Medellin gibt - habe ich ehrlich gesagt nicht gewusst. Man lernt nie aus. Will auch gar nicht wissen wo das ist in Medellin.
Das mit dem Umrechnen ist so ne Sache, da muss ich immer an den Herrn Gerd Gigerenzer vom Max Planck Institut für Bildungsforschung denken, er spricht in Deutschland von einem "Volk von Zahlenblinden". Aber ich glaube das trifft nicht nur auf eine Nationalität zu. Aber Umrechnen und im neuen Land leben, das ist halb schon ne ziemlich komplizierte Sache. In COP umrechnen und die Kaufsumme mit den anderen Objekten vergleichen und auf keinen Fall mit Europa vergleichen. DE und CH sind die Länder in denen das Bauen am teuersten ist aber auch qualitativ am besten. Da wird das kleinste Detail mit einer DIN geregelt. Hier nicht! Daher sind es hier ganz andere Preise für Bauprojekte als in Europa, auch spielen die klimatischen Bedingungen eine Rolle. Hier muss z.B. ein Dach keine Schneelast tragen können das macht die ganze Dachstuhlkonstruktion einfacher als in Nordeuropa. Ein endloses Kapitel, jetzt mach ich Schluss.

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Beitrag von Ernesto » 12. Mär 2018, 01:15

Ich hatte etwas Zeit und habe im Netz zum Kaufobjekt von @vertigo75 einiges gefunden. Weiss seine Freundin bestimmt schon ;-)

Das ganze ist Estrato 2. Ich finde den Estrato gut, kann man wenigstens die Klimanlage den ganzen Tag anlassen und die Rechnung noch bezahlen. Das ganze ist "Vivienda social". Die Wohnungen mit 66 qm gibt es ab 111.100.000 COP, die kleinen Häuser mit 47 qm kosten 92.000.000 COP, die etwas grösseren mit 58,00 qm liegen bei 106.000.000 COP. Parkplätze gehören so wie ich das sehe nicht dazu. Das Gelände hat unüberdachte für jedermann.
Weit über 2500 Wohnungen gibt es im gesamten Objekt. Wie schon mal gesagt, das wäre nicht mein Ding.

Die Informationen habe ich bei => fincaraiz.com.co gefunden.
=>
Los 'peros' de las viviendas financiadas por el gobierno en Ciudad Caribe en Barranquilla
Zuletzt geändert von Ernesto am 12. Mär 2018, 01:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Nasar » 12. Mär 2018, 05:02

Au backe da darf man das Klopapier nicht in die Schüssel werfen :lkom: sonst läuft die braune Brühe über :nie:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.

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Beitrag von spitfire88 » 12. Mär 2018, 14:49

Der an dieser Stelle eingestellte Kommentar hat gegen unsere Netiquette verstoßen, er wurde deshalb von der Seite genommen.
Mit freundlichen Grüßen, die Administration


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Beitrag von desertfox » 12. Mär 2018, 15:23

@Nasar

Das ist bei Neubausiedlungen in England nicht anders, da steht auch immer Abfalleimer neben der Kloschüssel... :irr:




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