Deutschkurs für meinen kolumbianischen Freund

Wer möchte nicht geliebt werden? Nichts ist schöner als wenn man liebt und geliebt wird. Doch die Entfernung wie bewältigt Ihr das?

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cafeconleche
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Deutschkurs für meinen kolumbianischen Freund

Beitragvon cafeconleche » 5. Jan 2015, 15:23

Beitrag von cafeconleche » 5. Jan 2015, 15:23

Hallo Liebes Forum,

ich bin erst seit einigen Tagen hier angemeldet und habe mich natürlich vorher etwas im Forum umgeschaut. Leider finde ich kaum Erfahrungsberichte, die auf einem "Studenten-Budget" basieren..

Ich bin 27 Jahre alt und vor drei Wochen von meinem viereinhalb monatigen Kolumbienaufenthalt wiedergekommen und bin immernoch völlig verzaubert von Land und Leuten. :) Ich habe dort für drei Monate an der Uni gearbeitet und dabei meinen jetzigen Freund kennengelernt. Die eigentliche "Fernbeziehung" ist also noch sehr frisch. Seit drei Wochen sind wir jetzt über Skype, Whatsapp und ähnliches in Kontakt und überlegen, wie wir uns am besten wiedersehen könnten. Er hat angefangen über das Internet mit "duolinguo" ein bisschen Deutsch zu lernen, aber am liebsten würde er über den DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) einen Deutschkurs hier machen, um das ganze möglicherweise mit seinem Studium verbinden zu können. Alles was man an Informationen beim DAAD darüber findet, hat jedoch B1-Deutsch-Niveau als Voraussetzung. Leider ist das DAAD-Programm die einzige Möglichkeit, die ich kenne, die gefördert wird. Auf eigene Tasche herzukommen, steht leider rein finanziell völlig außer Frage. Ebenso ist ein Deutschkurs, den er machen müsste, um B1-Niveau zu erreichen, in Kolumbien ziemlich teuer. Ohne Stipendium oder ähnliches wird es sehr schwierig für ihn, herzukommen. Habt ihr vielleicht Ideen, Ratschläge, Erfahrungen, die ihr mit mir teilen könntet? Weiß jemand, ob dieses vom DAAD geforderte B1-Niveau wirklich unumgänglich ist?
Leider ist es uns beiden unmöglich, einen Aufenthalt bzw. Sprachkurs ganz ohne Stipendium aus eigener Tasche zu finanzieren.. Vielleicht hat noch jemand Ideen für weitere Austauschprogramme oder ähnliches...

Umgekehrt bin ich mit dem Studium hier in Deutschland schon fertig und könnte mir auch vorstellen, eine Weile in Kolumbien zu arbeiten. Sehe diese Lösung allerdings auch unbedingt nicht als die einfachste... Dass hier aber "einfach" gar nicht unbedingt zur Debatte steht, damit versuche ich mich gerade schon anzufreunden. ;) Es geht darum, überhaupt eine Lösung zu finden, vielleicht kann ich mich hier im Forum etwas bezüglich der Möglichkeiten inspirieren lassen.

Ich hoffe, ich bin dafür im richtigen Thema.

Liebe Grüße! :)

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hoffnung_2013
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Deutschkurs für meinen kolumbianischen Freund

Beitragvon hoffnung_2013 » 6. Jan 2015, 00:04

Beitrag von hoffnung_2013 » 6. Jan 2015, 00:04

Wo wohnt denn Dein Freund in Kolumbien?
Gruß
P.


km18
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Beitragvon km18 » 6. Jan 2015, 10:47

Beitrag von km18 » 6. Jan 2015, 10:47

Ist Dein Freund jünger als 25 Jahre? Dann könnte er vielleicht als Au-Pair nach DE kommen, und dabei dann Deutsch lernen.
Nachteil dieser Möglichkeit: Er würde wahrscheinlich den Flug und die Visumskosten selbst tragen müssen. Ich glaube, es ist keine Möglichkeit das zum Null-Tarif zu machen.


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cafeconleche
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Beitragvon cafeconleche » 7. Jan 2015, 18:25

Beitrag von cafeconleche » 7. Jan 2015, 18:25

Oh, ich sehe jetzt erst, dass mir geantwortet wurde. Ich dachte, ich würde per email informiert...

Er ist 27 und wohnt leider weder in Medellín, noch in Bogotá oder Calí wo es allein schon durch die internationalen Beziehungen der Universitäten viel mehr Möglichkeiten gäbe. Er wohnt in Armenia...

Au-Pair fällt also leider schon des alters wegen raus, oder? Und dass es nicht zum Nulltarif geht, damit muss man wohl rechnen.. Aber eine finanzielle Hilfe à la Stipendium oder ähnlichem würde das Vorhaben natürlich deutlich erleichtern. Ich glaube, als Au-Pair kann man sogar den Flug bezahlt bekommen. So kenne ich es zumindest von Brasilianerinnen, die Au-Pair hier in Deutschland gemacht haben..

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Beitragvon Ernesto » 7. Jan 2015, 18:50

Beitrag von Ernesto » 7. Jan 2015, 18:50

Armenia Mantequilla oder Armenia Quindio? Im erstgenannten dürfte es keine Möglichkeit geben. In Armenia Quindio wendest du dich an:
  • Corporación Universitaria Empresarial Alexander von Humbold
    Av. Bolivar 1-189
    Armenia, Quindio
    Tel. 6 7450025, Ext. 104
    Fax. 6 7454263
    ekovacs (at) cue.edu.co
    http://www.cue.edu.co
Die arbeiten eng mit dem Goethe Institut und DAAD zusammen.

Viel Glück!


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Beitragvon cafeconleche » 7. Jan 2015, 23:52

Beitrag von cafeconleche » 7. Jan 2015, 23:52

Vielen Dank schonmal, ich werde da mal reinschauen und das an ihn weitergeben! :-)

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Beitragvon Toska » 8. Jan 2015, 03:32

Beitrag von Toska » 8. Jan 2015, 03:32

Der Tip von Ernesto ist Goldrichtig und das würde ich auch empfehlen. Der Vorteil dabei ist halt, dass er den B1 Test entweder dort mitmachen kann, oder zumindest gezielt darauf vorbereitet wird.

Ansonsten ... was Internet-Kurse angeht: Ich hab im Laufe der Jahre einige ausgetestet und "Rosetta Stone" sagte mir persönlich am meisten zu. Meine Frau nutzt das derzeit auch für Deutsch. Ist kostenpflichtig, aber die haben auch ein Monats-Abo für rund 35 Euro und Applikationen für Tabletts und Mobilgeräte zum Erlernen von Sprachen. Die Methodik mit der die da vorgehen ist schon recht witzig und da bleibt recht viel recht flott hängen. Mag aber nicht jedermanns Sache sein.

Der Punkt bei den Internet-Kursen ist halt am Ende jedoch: Es wird zwar Profizienz in der Sprache vermittelt, aber um den B1 muss man sich hinterher halt selbst kümmern und sehen, ob das gelernte dann auch wirklich ausreicht. Mit der Humbold-Uni macht man jedenfalls nichts verkehrt und hat dann auch gleich Konversationspartner im Kurs.
--
Grüße, Toska

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Beitragvon bastians » 8. Jan 2015, 04:05

Beitrag von bastians » 8. Jan 2015, 04:05

Moin,

man sollte dabei bedenkan, das B1 nicht viel ist. In Berlin wirst du damit nicht mal zum Studienkolleg zugelassen (dafür braucht es B2). Zun studieren braucht man DSH was ungefahr C1 entspricht. Ich weiss ja nicht was der DAAD da mit B1 als Vorraussetzung anbietet...

ciao Bastian


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Beitragvon km18 » 8. Jan 2015, 15:22

Beitrag von km18 » 8. Jan 2015, 15:22

Dein Freund ist 27 Jahre alt - Dann fällt das mit dem Au-Pair flach!
Meines alten Wissenstandes, war es so, dass Au-Pairs aus Drittländern (und Kolumbien gehört dazu), beim Zeitpunkt der Beantragung des Visums nicht älter als 24 sein dürfen. Wenn sie das Visum einmal haben, und dann einreisen, können sie dann auch 25 Jahre sein, und das Au-Pair-Jahr dann machen.
Aber mit 27....und aus einem Nicht-EU-Land...... ist das keine Möglichkeit mehr.

Und das mit dem Flug.... ist ein bisschen Glücks- und Verhandlungssache, ob die Au-Pair-Eltern dann so nett sind.... aber das muss nicht so sein!
...aber, wie gesagt...., mit 27 Jahren ist das Au-Pair eh nix mehr... also Schwamm drüber!


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Beitragvon cafeconleche » 8. Jan 2015, 17:12

Beitrag von cafeconleche » 8. Jan 2015, 17:12

Also der DAAD bietet ab B1-Niveau Stipendien für Deutschkurse in Deutschland an. Es geht also noch garnicht darum, zu studieren, sondern erstmal Deutsch zu lernen. Dafür muss man dann aber schon etwas können. Um an meiner Uni hier in Deutschland zu studieren, muss man A2 Niveau mitbringen, um zum Deutschkurs zugelassen zu werden. Dann muss man erstmal ein Jahr Deutschkurse belegen, bevor man mit dem Studium beginnen kann.

Leider ist der Deutschkurs an der von Humboldt in Armenia sehr teuer, das habe ich schon mitbekommen, als ich noch dort war. Also wird er wohl noch etwas auf eigene Faust lernen müssen. Ich fürchte, im Moment reicht das Geld leider nicht mal für einen Rosetta-Stone Kurs. Wir müssen also etwas Geduld beweisen. Aber vielleicht findet er ja einen Tandem-Partner über die Humboldt-Lehrerin. Ich habe sie auch kennengelernt, als ich dort war und werde ihr einfach mal schreiben.

Ich danke euch für die regen Kommentare und Anregungen! Ich weiß, das ist ein schwieriger Fall. Ich hoffe es wird klar, dass es nichts mit Geiz zu tun hat, wenn ich hier sage, dass die Dinge zu teuer sind. Geld allein macht nicht glücklich, öffnet einem aber doch so einige Möglichkeiten. Aber so schnell geben wir nicht auf! :) Inzwischen hat er auch schon einen Englischkurs gefunden, an dem er umsonst teilnehmen kann.

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Beitragvon Wanderer » 8. Jan 2015, 17:34

Beitrag von Wanderer » 8. Jan 2015, 17:34

Dann sollte dein Freund etwas arbeiten, Geld verdienen und sparen! Denn ganz ohne kommt er auch mit Deutschkenntnissen in Deutschland auf keinen grünen Zweig. Auch arme Menschen haben Chancen, nur vom Himmel fällt nichts!


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Beitragvon cafeconleche » 8. Jan 2015, 17:40

Beitrag von cafeconleche » 8. Jan 2015, 17:40

Mein Freund arbeitet 40 Stunden die Woche, studiert und arbeitet zusätzlich am Wochenende. Aber ich möchte hier jetzt auch nicht alle seine familiären und finanziellen Umstände offenlegen...

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Beitragvon Toska » 8. Jan 2015, 19:51

Beitrag von Toska » 8. Jan 2015, 19:51

Eine Sache noch, wenns halt in die Richtung geht, dass das Geld knapp ist und man trotzdem gerne Resultate sehen will: Mein Onkel ist Lehrer für Fremdsprachen und er und seine Frau schwören auf busuu.com. Ich hatte da selbst mal reingeschaut, aber da hatte ich schon das Rosetta-Abo. Der Vorteil von Busuu scheint mir auch zu sein, dass du dort halt online auch mit Muttersprachlern und Gleichgesinnten interagieren kannst (geht auch ohne). Und es kostet halt nichts. Lohnt sich vielleicht, da mal reinzuschauen und zu sehen, ob es zusagt.
--
Grüße, Toska


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Beitragvon cafeconleche » 14. Jan 2015, 12:11

Beitrag von cafeconleche » 14. Jan 2015, 12:11

Hallo Toska, danke für den Tipp! Diese Seite hatte er sich schon angeschaut, aber leider wird sie nach dem Basis-Wissen auch kostenpflichtig. Ich habe diese Woche nochmal mit der Lehrerin von der von Humboldt Uni geschrieben und der Kurs ist schonmal deutlich günstiger, als mir in Armenia erzählt wurde. Also mal schauen, was sich dabei weiter ergibt. Du wohnst auch in Armenia im Quindío, Toska?

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Beitragvon Toska » 14. Jan 2015, 19:55

Beitrag von Toska » 14. Jan 2015, 19:55

Hi cafeconleche,

Das war mir neu, dass man da für gewisse Sachen zahlen muss. Muss ich wohl damals übersehen haben, sorry. Und ja: Ich wohne in Armenia in der Nähe vom Zentrum. Meine Frau ist ursprünglich aus Manizales, aber wegen ihrer Arbeit wohnen wir halt in Armenia.
--
Grüße, Toska