" Wir müssen draussen bleiben " Indigene der Sierra Nevada

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Kamachi
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" Wir müssen draussen bleiben " Indigene der Sierra Nevada

Beitragvon Kamachi » 20. Apr 2012, 18:07

Beitrag von Kamachi » 20. Apr 2012, 18:07

MoinMoin :fel:
ein Kumpel von mir hat diese Tage eine Doku über die Arahuaco und Kogui der Sierra Nevada produziert und gestern hatten wir uns ausfürlich über diese Indigenas unterhalten.
In diesem Thema geht es nur um die wirklich traditionell lebenden Völker der Sierra Nevada.
Ich werde immer wieder gefragt,ob ich Touren zu diesen Dörfern anbiete - und ich lehne es ab.
Warum? Die Kogui und Arahuaco versuchen durch vollständige Sperrung der heiligen Bereiche ihres Gebiets ihre Traditionen und ihre Unabhängigkeit zu schützen.
Das können sie nur, wenn sie sich vollständig zurückziehen und niemanden, wirklich niemanden auf ihr Land lassen.
Ich rede nicht von Tayrona, Nabusimake oder Palomino, sondern von der hohen Sierra.So ab 1500 Meter aufwärts.
Je höher, desto heiliger - und - desto verbotener.
Die Indigenas sind friedlich und können letztlich nicht viel dagegen tun, wenn sich doch mal Touristen in ihr Gebiet verirrt, aber sie werden unmissverständlich darauf hinweisen, daß Besucher nur erwünscht sind, wenn sie von einem Kogui begleitet werden, der auch in ihrer Sprache für die Besucher bürgt.
Und das muss besonders begründet und vom Gobernador de las Indigenas ,Santa Marta, genehmigt werden.
Ganz unangenehm ist den Völkern, daß immer wieder Touristen bei ihnen einfallen und einen Shamanen " kennen lernen " möchten.Möglichst mit Yahe-Zeremonie.
Kein traditionell lebender Indigene würde diese Kunst anbieten oder gar verkaufen, bzw. für Nicht-Indigene organisieren.
Die Kogui und Arahuaco der Sierra sind nicht an Geld oder der so genannten Zivilisation interessiert, sondern möchten so weiterleben, wie sie es seit hunderten von Jahren tun.
Herzliche Grüße aus Taganga,
Willi

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