Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

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Renato
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Renato » 19. Jul 2013, 23:44

Streiks im ganzen Land. Genau wie schon beim Kaffeestreik.
Heute haben die Minenarbeiter sogar den Flughafen von Quibdo lahmgelegt. Santos interessiert
das alles kaum. Er droht ein bisschen mit Polizei, mehr nicht. Das Land entwickelt sich nach und
nach zurueck. Warum wird er nicht mehr unter Druck gesetzt? Über Petro und seine angeblich schlechte
Leistung liest man die ganze Zeit auf El Tiempo und RCN und CARACOL berichten die ganze Zeit darüber.
Warum wird die Kritik an Santos nicht lauter? Kein einziges Problem hat er gelöst. Die Krankenkassen bleiben
gleich schlecht, das Gesundheitssystem ist am kollabieren. Überall Streiks und Probleme und er lacht immer
nur so hämisch. Echt interessant warum so ein unfähiger Präsident, welcher in den bisherigen 3 Jahren nichts
zu Stande gebracht hat nicht schärfer kritisiert wird von den Medien. Die Guerilla droht nach wie vor mit neuen
Attacken, was machen die in Kuba seit Monaten? Warum wird seine miese Arbeit nicht mehr von den grossen
Medien hinterfragt? Weil diese alle in Hand der Regierenden sind?

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Renato
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Renato » 20. Jul 2013, 02:27

Man stelle sich das vor:

portafolio.co/economia/paro-camionero-tambien-comenzara-el-19-agosto

Dann wuerden 1000 von Touristen fest sitzen. Das ist die Hochsaison in Kolumbien, August.
Hoffen die koennen das abwenden.

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Ernesto
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Ernesto » 20. Jul 2013, 02:34

Santos hat nun einen Erfolg! ELN legt die Waffen nieder!
Bis zum 19ten August ist noch Zeit. Können die Touristen noch Kuba anfliegen ;-) Touristen verderben das Land. Ohne diese gefällt es mir besser.

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Renato
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Renato » 20. Jul 2013, 03:22

Wenn es schon keine Arbeit gibt profitieren ganz ganz viele Kolumbianer vom Tourismus. Hotels, Restaurants etc. sind
aus dem Boden gesprossen über die letzten Jahre unglaublich. Tourismus ist für viele Kolumbianer eine Chance um
ordentlich leben zu können. Das Land hat einen sensationellen Aufschwung hinter sich. Momentan gehts wieder nach hinten
und zwar schnell.

Ernesto, bist Du in Medellin im August?


John Extra
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von John Extra » 20. Jul 2013, 10:44

Die Politik ist mehr oder weniger überall gleich auf der Welt, positiv wie neagtiv, siehe Amerika, das schlimmste was den Amerikanern passieren konnte war Busch und trotzdem wurde er wieder gewählt.
Ich finde es gibt schlimmeres wie Präsident Santos.
Schau die Deutschland an wie dort in der Politik gelogen und betrogen wird. Hartz IV Empfänger sollen Vegetarier werden um besser mikt ihren paar Euros aus zu kommen.
Die Reallöhne sind gesunken statt gestiegen in den letzten Jahren. Geht da einer auf die Strasse ?
"Wir" als zugereiste Mitbürger in Kolumbien können doch eigentlich zufrieden sein das es einigermassen humane Einwanderungsbestimmungen gibt.
Versuche mal als Kolumbianer nach Deutschland zu kommen und in anderen Ländern Südamerikas must du schon richtig Geld vorweisen um reinkommen zu dürfen. Kenne es von Paraguay, 5000,- Dollar als Sicherheit auf ein Konto dort einzahlen.
Politik ist ein schmutziges Geschäft und der Kampf gegen die Terrorristen in Kolumbien verschlingt auch bestimmt viel Geld.
Ich glaube wenn diese Sache mal beendet ist dann können auch andere Bereiche des Lebens in Kolumbien geregelt werden
Wer meint etwas ändern zu müssen oder etwas ändern möchte, sollte in eine Partei eintreten und Politiker werden.
Kolumbien ist ein schönes Land, es ist einfach wunderbar.
.


FreeLibertarian
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von FreeLibertarian » 21. Jul 2013, 17:49

@ Renato: Da sieht man mal, wofür Gewerkschaften gut sind: Für nichts! Wegen dieser Idioten, die bloß Geschenke von der Regierung wollen (was wäre wenn jede Branche das so machen würde?) wird Kolumbien vielleicht wieder stillstehen. Das schadet allen wie du schon sagtest. Unter Uribe hätte es das nicht gegeben... Es ist nunmal ein Fakt, dass sich entwicklende Länder keine starken Gewerkschaften leisten können, das funktioniert erst ab einem gewissen Industrialisierungsniveau wie in Europa. Ich hoffe, es gibt noch eine Einigung, aber das eine einzige Berufsgruppe ein ganzes Land stilllegen kann, ist ein Skandal und dürfte überhaupt nicht möglich sein. Und dann wundern sich die Leute warum sie unterentwickelt sind...

@ John: Da hast du aber schön die Propaganda der Schmierenblätter in Deutschland zitiert. Den Deutschen geht es im Vergleich zu fast allen Völkern dieser Welt verdammt gut, selbst der ungelernte Arbeiter und Arbeitslose hat Handy, Wohnung, TV, kostenlose Schulbildung etc. Erklär mir doch mal, warum da irgendjemand auf die Straße gehen sollte?? Dem deutschen Hartz-IV-Empfänger geht es besser als der Mehrheit der Kolumbianer, das solltest gerade du wissen. Ich komme aus Ostdeutschland und kenne hier genug Leute, die könnten legal arbeiten, machen es aber schwarz oder bleiben zu Hause, weil sie vom Hartz genauso gut leben können! Die einzigen Menschen in Deutschland, die auf die Straße gehen sollten sind die Leute aus der ausgebeuteten Mittelklasse, die jeden Tag zur Arbeit gehen, mehr als 50% ihres Gehalts an den Staat abliefern müssen, damit der Nichtsnutze, Banker und Beamten in anderen Ländern (Stichwort: EU-Rettung) durchfüttern kann. Zu Bush, wusstest du, dass Obama mehr Leute hat umlegen lassen als Bush, mehr Drohnen genehmigt hat, mehr Leute ausspionieren lässt, mehr Grundrechte mit Füßen Tritt als jeder andere vor ihm? Die meisten Leute sind leider zu doof um dies zu merken, weil sie von seiner Rhetorik und Charisma eingenommen sind. Bush war die Pest und Obama ist die Cholera.


John Extra
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von John Extra » 22. Jul 2013, 11:17

Hi nun ja du hast bestimmt in vielen dingen recht......
ich denke mal da Kolumbien drei mal so groß ist wie Deutschland, so groß wie Spanien, Frankreich und Deutschland zusammen, ist es bestimmt schwierig alles un geordneten Bahnen zu lenken ....
Amerika ist eigentlich der Horror, ich denke aber, wie auch immer, ohne diese Weltmacht, ob wir da so lange Frieden gehabt hätten in Europa, auch gerade zu zeiten des kalten Krieges.
Alles hat seine Vor-und Nachteile, leider.
Ich bin nach Amerika eingeladen, aber ich habe keine große Lust dort hinzufahren.
Zu vielen Themen kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber so ist es nun mal..
Saludos


Medellin
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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Medellin » 24. Jul 2013, 09:20

Ich finde auch das der Tourismus eine Riesenchance für Kolumbien ist, klar es reisen viele Leute wegen dem Kokain und den Frauen nach Kolumbien, Aber da gibt es auch andere Länder wie Holland. Aber ich denke auch viele Touristen gehen wegen der Einmaligen Lanschaft nach Kolumbien Kolumbien hat halt für jeden etwas zu bieten. Aber im Tourismus ist auch ganz klar die Regierung gefragt das sie Gewisse Regeln aufstellt wie Landschaftsschutz Bauvorschriften usw,Meiner Meinung happert es da. Tourismus ist etwas gutes für Kolumbien es muss nur Regeln geben.

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Warum wird der Druck auf Santos nicht groesser?

Beitrag von Renato » 26. Jul 2013, 05:56

Heute im Zentrum gelaufen. Ich war ungefaehr 10 Minuten vorher bei der Kreuzung Septima mit Jimenez. Dann nur noch Sirenen gehoert.
Passiert ist offenbar eine Hinrichtung auf offener Strasse

eltiempo.com/colombia/bogota/asesinan-a-esmeraldero-en-el-centro-de-bogota_12948028-4

German E. Escobar ist der Gründer und Besitzer des Platypus Hostels und des Casa Platypus Hotel. Er hat folgendes geschrieben auf der El Tiempo Website:

Locomotora descarrilada
Señor Director:
El turismo -uno de los motores que deben acelerar la economía- tiene serias dificultades. Mientras no se tomen acciones definitivas contra la inseguridad, perdemos el tiempo... y la platica. Este año, dos personajes considerados VIP en el turismo mundial han sido atracados a punta de cuchillo en el centro de Bogotá: Tony Wheeler, legendario fundador de Lonely Planet, y Justin Cohen, que acaba de imprimir otra edición de una guía que promociona el turismo extranjero en el país. El primero, atacado en La Candelaria a las 5 p.m., y el segundo, cuando bajaba de Monserrate, a mediodía y a menos de 100 metros de la estación III de Policía, una de las más grandes de la ciudad. Escribo desde Vientiane, capital de Laos, país que, pese a ser considerado uno de los más pobres, tiene 2 grandes ventajas en turismo sobre nosotros: no hay mendigos ni ladrones. El turismo es uno de los pilares de la economía.

Germán A. Escobar Escobar