Anschlag in INZA

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Renato
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Anschlag in INZA

Beitrag von Renato » 7. Dez 2013, 18:36

INZA liegt sehr wohl an einer touristischen Route. Und zwar fährt man von La Plata oder Tierradentro (in Tierradentro findet man die archäologischen Fundstätten) über INZA nach Popayan. Inza ist das letzte Dorf, bevor es rauf auf den Paramo geht auf ca. 3700 Höhenmeter. Heute morgen um 05:30 ist ein Wagen mit Sprengstoff explodiert. 8 Tote, darunter viele Militärs und Polizei, aber auch Zivilisten, welche zum Samstagsmarkt gingen.

Wie können die die Friedensgespräche weiterführen nach solchen Taten? Das ist doch blanker Hohn für die kolumbianische Bevölkerung. Die Guerilla-Chefs sind am Sonnenbaden auf Kuba und hier morden sie weiter.

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Renato
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Anschlag in INZA

Beitrag von Renato » 7. Dez 2013, 18:41

Offenbar waren es 5 Zylinderbomben von der Frente 6 de las Farc. Grosse Zerstörung, Polizei posten total zerstört und auch der Hauptplatz von diesem Dorf. Falls man die Strasse nach Popayan nimmt, so fährt man direkt am Polizeiposten vorbei. Inza ist am Samstag der Markt. alle Indigenas und Bauern strömen dorthin. Man stelle sich vor die hätten das um 10 Uhr Morgens hoch gehen lassen.


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Anschlag in INZA

Beitrag von FreeLibertarian » 7. Dez 2013, 20:11

Das sind halt die FARC. Diese Leute gehören nicht in die Politik sondern in die Todeszelle. Santos wird die Rechnung für diese Farce am Wahlabend bekommen...

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Ernesto
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Anschlag in INZA

Beitrag von Ernesto » 7. Dez 2013, 20:32

Hier die ersten Reaktionen in der Deutschsprachigen Presse.

[spoiler]Bei einem von Rebellen verübten Autobomben-Anschlag sind in Kolumbien acht Menschen ums Leben gekommen, darunter Polizisten, Soldaten und Zivilisten. Nach Armee-Angaben wurden am Samstag zudem mehrere Menschen verletzt. Bei den Tätern soll es sich um FARC-Rebellen gehandelt haben.

Sie hatten nach ersten Erkenntnissen ein mit Sprengstoff beladenes Auto vor der Polizeiwache der Stadt Inza im Südwesten Kolumbiens zur Explosion gebracht. Die Armee verurteilte die Tat als „feigen Anschlag“. Das Attentat ist ein Rückschlag für die seit über einem Jahr auf Kuba laufenden Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen der Guerillaorganisation und der kolumbianischen Regierung.[/spoiler]

Verhandlungen mit Kriminellen Vereinigungen sind nicht leicht. Besser Verhandeln als töten!


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Anschlag in INZA

Beitrag von Dolfi » 9. Dez 2013, 13:21

Ich denke auch die Verhandlungen werden weiter gehen; die Kolumbianer wollen endlich Frieden. Allerdings ist das extrem unklug von den FARC. Agieren evtl. lokale Kommandeure auf eigene Faust?