Saschas Reise nach Kolumbien

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Sascha_1974
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 4. Aug 2018, 18:06

Hallo zusammen!

Vor wenigen Tagen sind für drei Wochen Kolumbien zu Ende gegangen. Es war für uns das erste mal Kolumbien, ja das erste mal Südamerika.

Nun, was soll ich sagen? Nach unserer Ankunft in Frankfurt hatten ich das Gefühl, aus einem Märchen, einem wunderbaren Traum erwacht zu sein! Kolumbien hat uns überwältigt, stets aufs neue überrascht, in den Arm genommen, in den Bann gezogen! Die Landschaft, die Natur, die Menschen, alles hat gepasst! Es kommt nicht oft vor, dass die Versprechungen aus der "Hochglanzbroschüre" mit der Realität übereinstimmen, aber Kolumbien hat dies auf eindrucksvolle Weise geschafft. "Kolumbien ist wahre Magie" heißt es in einem Werbeslogan. Das können wir unterschreiben! Und die Risiken? Ich weiß, dass es in dem Land auch Probleme gibt, aber unsicher haben wir uns zu keinem Zeitpunkt gefühlt. Noch nie habe ich soviel Polizei gesehen und noch nie Polizisten so freundlich und hilfsbereit erlebt. Nur ein Risiko hat uns dann doch erwischt, doch wir wurden gewarnt. "Das einzige Risiko ist, dass Sie bleiben wollen!" Ja, wir wären gerne noch geblieben! Wir kommen wieder und sind nicht mit einem "Adios", sondern einem "Hasta pronto" abgereist.

Ich möchte nun von ein paar Höhepunkten berichten. Zugegeben, war ich doch bei der Anreise ein wenig nervös, da man ja durchaus auch von den negativen Dingen des Landes hört. Aber mittlerweile glaube ich, dass so manches einfach aufgebauscht wird, denn wie oben geschrieben, haben wir uns nie unsicher gefühlt und Deutschland ist nun auch kein Land, in dem es keine Risiken und Gefahren gibt.

Fangen wir mit Bogota an. In Bogota nahm unsere Kolumbien Rundreise ihren Anfang und ihr Ende. Die Anreise erfolgte am 10. Juli mit Lufthansa LH 542. Ich bin ein Freund von Direktflügen. Man ist auch so schon lang genug unterwegs und irgendwelche Zwischenstopps und die evtl. Gefahr von Anschlussverlusten machten daher die Entscheidung leicht.

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Wir erreichten Bogota pünktlich. Die Einreise zog sich ein wenig hin, aber das Personal war freundlich, die Koffer standen nach der Einreisekontrolle auch schon bereit und am Ausgang wartete unser Fahrer und Fremdenführer für den nächsten Tag, den uns eine Bekannte empfohlen hatte. Er fuhr uns ins Hotel im Norden der Stadt und todmüde fielen wir ins Bett. Leider kann ich im Flugzeug immer nicht schlafen.

Am nächsten Morgen nach einem leckeren Frühstück fuhren wir dann ins Zentrum. Auf dem Plan standen der Monserrate und die Altstadt. Das Goldmuseum wollten wir uns für den letzten Tag aufheben.

Überrascht waren wir über den Verkehr in der Stadt. Nicht nur die Masse, welche bei der Größe der Stadt zu erwarten war, sondern auch der Fahrstil war eine interessante Erfahrung. Wir sind jedoch stets sicher angekommen. :-)

Die Ausblicke vom Monserrate waren schon mal klasse. Hoch ging es mit der Standseilbahn, runter mit der Großkabinenseilbahn.

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Nach einem Rundgang ging es wieder herunter und weiter ins Zentrum.
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Am frühen Nachmittag gönnten wir uns einen kleinen Snack, richtig gegessen haben wir dann am Abend wieder. Gegen 21:00 Uhr erreichten wir das Hotel und packten zusammen, da es am nächsten Tag schon weiter gehen sollte. Cali stand auf dem Reiseplan und Bogota sehen wir ja noch mal wieder, wenn sich die Reise dem Ende nähert.

Trotzdem an dieser Stelle ein kleines Fazit zu Bogota. Die Stadt ist gigantisch und der Verkehr nervig, dennoch habe ich die Stadt in positiver Erinnerung behalten. Es gibt einiges zu sehen und ganz nette Stadtviertel. Das Klima ist angenehm. Unser Reiseführer spricht übrigens perfekt Englisch, was mich sehr freute, denn mein Spanisch ist leider noch immer recht rudimentär. Keine Ahnung, ob ein Link zu seinem FB Profil hier erwünscht ist, ansonsten gebe ich gerne per PN Auskunft. Er hat uns auch bestens bei allen Fragen beraten, die wir noch so hatten und waren damit für die Folgeziele bestens gerüstet.

Wie gesagt, am nächsten Tag ging es weiter nach Cali, einer Stadt, zu der ich eine besondere Beziehung habe. Dazu im nächsten Beitrag mehr. :-)

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Nasar
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Nasar » 4. Aug 2018, 18:30

Duffte geschrieben und vielen Dank für die tollen Bilder :klat:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


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Sascha_1974
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 4. Aug 2018, 18:42

Am Donnerstag, den 12. Juli verließen wir Bogota per Avianca Flug gen Cali. Cali war für uns eine besondere Zwischenstation auf unserer Rundreise. In Cali wurden wir nämlich sehnsüchtig erwartet. Genau genommen in Montebello, denn dort leben unsere beiden Patenkinder, die wir über den Verein Montebellos Kinder unterstützen und dort das Colegio de las Aguas, auch die "Bambusschule" genannt, besuchen. Die Patenschaften entstanden aus Interesse an Kolumbien und aus den Patenschaften entstand der Plan, Kolumbien zu besuchen. Ansonsten hätte sich diese Reise vielleicht noch um Jahre nach hinten geschoben. Nun hatten wir neben dem Interesse am Land einen weiteren guten Grund, endlich nach Kolumbien zu fliegen.

Tja, nun liest man leider auch über Cali sehr unterschiedliche Dinge. Eben auch negative Dinge, wie z.B. das es eine der gefährlichsten Städte Südamerikas sein soll. Doch davon haben wir nichts mitbekommen. Im Gegenteil, wir haben Cali als offene und durchaus sehenswerte Stadt kennengelernt. Vor allem die Natur um die Stadt herum ist vielfältig. Und die Menschen dort sind wirklich warmherzig und gastfreundlich. Seien es die Familien unserer Patenkinder und natürlich die Patenkinder selbst, seien es die Lehrer und Schüler im Colegio de las Aguas, seien es unsere Fahrer, unsere Übersetzerin oder aber das Hotelpersonal, überall stießen wir auf absolut liebenswerte Menschen. Wir haben neue Freunde in Cali gewonnen und somit nimmt Cali einen besonderen Platz in unseren Herzen ein.

Die Tage in Cali haben wir zumeist mit den Patenkindern und ihren Familien, sowie der Übersetzerin verbracht. Wir haben von Montebello aus die Tres Cruzes besucht, am Rio Pance im Schwimmbad "Los Arrayanes" gebadet, in der Gemeinde "La Elvira" die Finca des Opas eines Patenkindes besucht. Wir waren im Zentrum, im Zoo und am "Gato De Tejada". Es waren für uns alle tolle Tage mit vielen emotionalen Momenten.

Ich möchte aus der Stadt und der Umgebung ein paar festgehaltene Impressionen zeigen.

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Nach Cali ging es weiter nach Manizales. Von dort war ein Ausflug zum "Nevado del Ruiz" geplant. Von Cali nach Manizales reisten wir mit "Expreso Palmira". Davon berichte ich dann im nächsten Beitrag. Vielleicht schaff ich den heute noch. ;-)

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Chévere
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Chévere » 4. Aug 2018, 19:34

Super Beitrag mit den schönen Fotos. Danke sascha 1974
Chévere
Wer kämpft der kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.


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Sascha_1974
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 4. Aug 2018, 21:07

Wie bereits erwähnt, fuhren wir von Cali nach Manizales mit dem Bus und zwar einem netten Kleinbus von Expreso Palmira. Ein paar Tage zuvor hatte ich im Terminal de Transporte die Tickets besorgt.

Unser Bus fuhr am Dienstag den 17. Juli pünktlich um 10:30 ab. Die Fahrt war etwas ganz besonderes. Zu Fahrtbeginn wurde erstmal ein Radiosender mit Salsamusik aufgedreht, dann ging es los. Der Bus fuhr über Palmira, Buga, Tulua und Pereira. Manizales war die Endstation. Somit hatte man regelmäßig die Möglichkeit, sich die Beine zu vertreten, die Toilette aufzusuchen oder neuen Proviant einzukaufen. Die Strecke bis Manizales ist gut ausgebaut. Bis Tulua nutzen wir eine ausgebaute Schnellstraße, ich nenne sie mal kolumbianische Autobahn mit regelmäßigen Möglichkeiten des umdrehens.

Manizales erreichten wir gegen 16:00 Uhr und unser Hotel, welches ein wenig außerhalb gelegen war, etwa 15 Minuten später. Manizales hatten wir angesteuert, da wir den Vulkan "Nevado del Ruiz" besuchen wollten. Aus dem Forum habe ich den Tipp bekommen, mich einmal an Oliver zu wenden. Gesagt, getan und an dieser Stellen ein Danke an User "Macondo". Das war ein guter Tipp, denn ich bekam schnell ein Angebot und konnte somit alles noch von zuhause aus regeln.

Unser Fahrer stand überpünktlich auf dem Hotelparkplatz und sofort machten wir uns auf den Weg. Normalerweise führen Touren bis auf 4.800 Meter den Vulkan hinauf. Derzeit ist der Vulkan jedoch wieder aktiv und es gilt Warnstufe gelb. Dann ist aus Sicherheitsgründen bei rund 4.400 Metern Schluss. Bis hierher kann man mit einem Auto fahren, danach geht es zu Fuß weiter. Die Wanderung musste somit entfallen. Aber auch so war die Tour unglaublich beeindruckend. Auf 4.400 Metern steht man inmitten einer Mondlandschaft. Damit man mit der Höhe zurecht kommt, arbeitet man sich langsam vor. Daher kamen wir mit der Höhe gut zurecht. Wenn man sich jedoch etwas schneller fortbewegt, merkt man schnell, wie dünn die Luft da oben bereits ist. Der Nevado del Ruiz ist leider die meiste Zeit Wolkenverhangen und somit musste man auf einigermaßen günstige Fotogelegenheiten warten. Es kamen aber einige beeindruckende Fotos zusammen. Schon die Fahrt vom Hotel zum rund 40 Kilometer entferntem Nationalpark bot beeindruckende Landschaftsbilder.

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Nachdem wir ja am Nevado del Ruiz keine Wanderung unternehmen konnten, blieb noch genug Zeit für einen Ausflug nach Manizales, welches nur wenige Kilometer von unserem Hotel weg liegt. Manizales verfügt, wie mehrere kolumbianische Großstädte mit Stadtteilen an Berghängen, über eine Seilbahn als Nahverkehrsmittel. Da es mit dem Bus zu lange dauern würde, erst ins Tal zu und dann wieder den Berg hochzufahren, verbindet eine Kleinkabinenbahn diese am Hang gelegenen Stadtteile. Mit der Seilbahn haben wir einmal eine Rundfahrt unternommen. Manizales selbst ist sehenswert und bietet eine schöne Einkaufsstraße.


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Somit ging ein sehr erlebnisreicher Tag zu Ende. Wir waren mit der Durchführung der Tour und dem Engagement des Fahrers absolut zufrieden.

Den nächsten Tag widmeten wir uns dem Park "Recinto Del Pensamiento", vor dessen Toren unser Hotel lag. Das schauen wir uns in einem anderen Beitrag an. ;-)

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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Macondo » 4. Aug 2018, 22:14

SASCHA

Danke für die tollen Berichte und die schönen Fotos.

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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Ernesto » 5. Aug 2018, 00:38

Super, auch ganz tolle Fotos ;-)


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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 5. Aug 2018, 10:51

Den Sonntag beginnen wir mit ein paar Blümchen. ;-)

Unser Hotel in Manizales lag direkt am Park "Recinto Del Pensamiento". Außerdem befand sich hier auch eine Niederlassung von Juan Valdez. Wer also in Manizales ein ruhiges Hotel im Grünen sucht, der sollte mal nach dem Hotel "ESTELAR Recinto Del Pensamiento Hotel & Centro de Convenciones" schauen. Der Park scheint übrigens ein Gemeinschaftsprojekt des Hotels und der Juan Valdez Federation, denn die Führung durch den Park erfolgte durch einen Führer mit Juan Valdez auf dem Namensschild.

Die Führungen starten stündlich und dauern in der Regel zwei Stunden. Zwischendurch gibt es einen Juan Valdez Kaffee zur Stärkung. Das besondere an der Natur hier ist die unglaubliche Artenvielfalt. Diese wird in dieser Parkanlage detailliert vorgestellt. Hier werden auch Orchideen gezüchtet. Schön zu beobachten waren auch die Kolibris, die dort überall herumfliegen.

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Den restlichen Tag haben wir dann relaxt.

In Manizales blieben wir nur zwei Tage. Den nächsten Tag ging es weiter nach Medellin. Auch hier nahmen wir wieder einen Kleinbus. Wir waren bereits wieder sehr auf die Landschaft gespannt.


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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 5. Aug 2018, 11:25

Am Freitag den 20. Juli ging es also per Bus weiter nach Medellin. Es war, wie schon die Fahrt von Cali nach Manizales, eine tolle Fahrt. Es gab jedoch eine kleine Panne, die allerdings schnell und unbürokratisch gelöst werden konnte. Ich hatte die Fahrt über das Internet bei RedBus gebucht und offenbar waren unsere Sitze doppelt reserviert worden. Unser ursprünglicher Kleinbus war ausgebucht. Doch in Kolumbien kein Problem. Ohne große Reden zu schwingen wurden wir auf den Bus einer anderen(!) Busgesellschaft umgebucht, welcher 10 Minuten nach unseren regulären Bus abfahren sollte. Wir hatten in diesem Bus dann sogar wieder drei Plätze nebeneinander, wie auf der Fahrt nach Manizales. Das war Spitze! Ob es bei FlixBus oder einem vergleichbaren Anbieter auch so einfach geklappt hätte? Wohl kaum!

Die Fahrt startete wieder mit Salsa Klängen. Die Fahrt dauerte rund 5 Stunden. Das hat mich zunächst überrascht, da Medellin nur rund 180 Kilometer von Manizales entfernt liegt. Aber zwei Dinge zogen die Fahrt in die Länge. Zum einem wird die Straße auf einem langen Teilstück komplett modernisiert, zum anderen mussten zwei Gebirgskämme überwunden werden und das hieß Serpentinen hoch und wieder runter. Dafür war die Landschaft überwältigend. Medellin erreichten wir am Busbahnhof "Terminal Del Sur". Ein Taxi brachte uns dann in weniger als 5 Minuten zum Hotel.

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Das als kleiner Zwischenbericht. Als nächstes Stand ein weitere Highlight an! Die Fahrt nach Guatape. Davon mehr im nächsten Bericht heute Abend. :-)


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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Sascha_1974 » 5. Aug 2018, 19:46

Guatape war ein weiterer Höhepunkt. Mit Willi von "Willis Best Medellin City Tours" ging es zu dem von Medellin rund 80 Kilometer entfernen Ort. Auf dem Weg liegt auch der bekannte Felsen El Peñol. Dieser sowie der Ort Guatape liegen am See von Guatape, welches kein natürlicher See, sondern ein künstlich erschaffener Stausee ist. Der See liegt in einer auf etwa 2000 Meter gelegenen großen hügeligen Ebene, weswegen eine Seenlandschaft mit vielen kleinen Inseln entstanden ist. Die Landschaft ist einzigartig.

Der Fels El Peñol ist ca. 220 Meter hoch. Um ihn zu erklimmen, muss man rund 700 Treppenstufen überwinden. Oben erwartet einem dann nicht nur eine fantastische Aussicht, sondern auch Erfrischungen wie Getränke, Eis und Obst. Und wie kommt das alles nach oben? Alle oben verkauften Waren werden die 700 Stunden nach oben getragen!

Nach der herrlichen Aussicht vom Felsen ging es dann in den Ort Guatape, dem wohl buntesten Ort der Welt. Jedes Haus zeigt andere Farben und Motive. Dort haben wir uns bei leckerem kolumbianischen Essen gestärkt und dann den Rest der Stadt erkundet.

Die Fahrt zurück beinhaltete noch ein Highlight. Wir fuhren einen etwas anderen Weg zurück, als wir auf der Hinfahrt genommen hatten. Der Weg führte uns am Flughafen vorbei. Medellin liegt rund 500 Meter tiefer und als wir uns dem Aburrá-Tal näherten, erstrahlte die komplette 2,6 Millionen Einwohner Stadt hell erleuchtet vor uns. Was für ein Bild! Leider konnte ich mit meiner Kamera keine so guten Fotos von diesem Anblick einfangen. Der Anblick ist noch viel gigantischer, als es mein Foto erahnen lässt. Wer schon dort war oder gar dort wohnt, wird dies bestätigen können. Unser Tourguide meinte übrigens auch, wenn er Gäste am Abend vom Flughafen abholt und das erleuchtete Medellin sichtbar wird, dann ist der Zeitpunkt um zu sagen: Bienvenido a Medellin! :-)

Hier nun ein paar Impressionen von diesem tollen Tag.


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Im nächsten Beitrag, den es erst morgen gibt, schauen wir uns dann mal ein wenig in Medellin um. :-)

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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Compadre » 5. Aug 2018, 22:06

Sehr gut geschrieben! Tolle Fotos! Danke


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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von Manni » 6. Aug 2018, 15:02

Danke Sascha. Sehr schöner und hilfreicher Bericht mit wunderschönen Foto.

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schweizer
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von schweizer » 6. Aug 2018, 17:53

Wirklich gut gemacht. Tausend Dank!


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Beitrag von Sascha_1974 » 6. Aug 2018, 20:32

Nach Guatape haben wir zwei Tage auf eigene Faust die Stadt Medellin erkundet und ich muss sagen, Medellin hat es mir irgendwie angetan. Ich weiß nicht, was es ist, aber irgendwie mochte ich die Stadt sofort. Medellin es Medellin... ach ne, dass ist ja der Slogan einer anderen Stadt... ;-)

Medellin ist die modernste Stadt Kolumbiens und verkörpert irgendwie das neue moderne Kolumbien. Medellin besitzt als einzige Stadt Kolumbiens eine S-Bahn, hier als Metro bezeichnet, sowie eine Straßenbahn und Medellin war die erste Stadt, welche Seilbahnen als öffentliches Verkehrsmittel zur Anbindung vom Stadtteilen an Berghängen entdeckt hat. Mittlerweile haben Städte wie Manizales und Cali nachgezogen und ebenfalls Seilbahnen gebaut und in Bogota wird wohl die Planung einer solchen Bahn konkreter, wenn ich einen TV Beitrag richtig verstanden habe.

Der ÖPNV von Medellin setzt auf papierlose Ticktes. Man erhält beim Kauf eine Plastikkarte, welche mit einer bestimmten Anzahl Fahrten aufgeladen wird. Beim Zugang zur Haltestelle wird die Karte an einen Scanner gehalten und der Betrag für eine einfache Fahrt abgebucht. Ist die Karte leer, wird sie in einen Schlitz an der Zugangssperre gesteckt, man erhält somit letztmalig Zugang und die Karte wandert nach Leerung der Zugangssperre wieder zur nächsten Verkaufsstelle. Es gibt nur Einzelfahrten, keine Tageskarten. Ob es für Vielfahrer Wochen oder Monatskarten gibt, ist mir nicht bekannt. Die Preise sind jedoch für uns derart günstig, dass es nicht weiter ins Gewicht fällt, wenn man mehrmals am Tag neu lösen muss. Die Metro, Straßen- und Seilbahnen sind sehr sauber und die Bürger Medellins sind sehr stolz auf ihr System. Medellin hat dafür sogar einen Innovationspreis erhalten.

In Medellin haben wir an diesem Tag den botanischen Garten besucht. Der Eintritt ist frei. Danach haben wir uns die Statuen von Botero angeschaut, das Zentrum San Antonio besucht und den alten Bahnhof angeschaut. Danach haben wir ein paar Erkundungsfahrten mit der Metro und den Seilbahnen unternommen und die Aussicht auf die Stadt genossen.

Am nächsten Tag besuchten wir Pueblito Paisa, machten weitere Erkundungsfahrten mit der Metro und Seilbahnen und besuchten die Comuna 13, einem einst sehr gefährlichen Stadtteil. Hier zeigt sich der Wandel Medellins sehr deutlich und es gibt eine beeindruckende Attraktion. Die längste Außenrolltreppenanlage der Welt. Bekannt ist dieser Stadtteil für seine Graffitiszene. Wo einst blutige Auseinandersetzungen an der Tagesordnung waren, bestaunen heute Touristengruppen die Graffitis, es gibt zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und oben angekommen, kann man den Ausblick auf die Stadt genießen.

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Wie gesagt, Medellin hat mir gefallen. Doch es sollte weiter zur nächsten Station gehen. Cartagena stand auf dem Reiseplan. Dieses Mal nahmen wir einen Flug mit Avianca. Auch der Flughafen von Medellin hat mir gefallen. Nicht zu groß, damit kurze Wege und modern.

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cm81
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Saschas Reise nach Kolumbien

Beitrag von cm81 » 7. Aug 2018, 10:37

Wow, danke Sascha.
Das ist doch mal ein toller Reisebericht.