Jobs als Live Sports Trader

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

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Pascal95
Kolumbien-Neuling
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Beitrag von Pascal95 » 1. Mai 2019, 08:58

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Danke an die zahlreichen Antworten!
@JohnExtras wie axko schon richtig gesagt hat bin ich Schweizer. Und ich habe bis jetzt noch keinen Rappen weder bei Sozialamt noch bei der Arbeitslosenkasse bezogen. Dafür habe ich in den 5 Jahren die ich in der CH gearbeitet habe (ich arbeite übrigens auch momentan) jeden Monat AHV, IV, Arbeitslosenversicherung und Steuern einbezahlt respektive bezahlt.
Dazu möchte ich anmerken dass man in der Scweiz im Durchschnitt mehr arbeitet wie in De und der rest der EU, in meinem Arbeitsvertrag steht zb. 45 Stundenwoche (meistens sind es um die 49 - 51 h, Ferien haben wir 4 W pro Jahr, Feiertage 10, wen ich mit meinen Deutschen Kollegen und Kolleginnen spreche sagen die mir das man in Bayern minimim 5 wochen Ferien hat und viele eine 40 Woche haben, und ca. 13 bis 16 Feiertage haben.

Da ich in jedem Land relativ sparsamgelebt habe, habe ich für einen 23 jährigen relativ viel geld gespart ich könnte ca. 2 Jahre in Kolumbien leben ohne nur einen Peso zu verdienen. Dazu habe ich ein 3. Säule Konto erröffnet damit ich im hohen alter abgesichert bin. Als ich im Ausland gelebt habe immer den minimalbeitrag an die AHV gezahlt (mit gespartem) damit es keinen unterbruch bei der einzahlung gibt. Ansonsten wird die AHV gekürzt. Auch einen Anlagefond habe ich erröffnet damit ich im Falle das der Schweizer Franken plötzlich nichts mehr wert hat nocht ohne nichts dastehe.

Was mich noch interessiert ist was genau bedeutet "kolumbianisieren"? Ich brauche zumbesipiel weder Auto, Home-Internet, Tv, noch 5 paar neue Kleider pro Jahr. Ich würde mich wohlfühlen in einer kleinen 1 oder 2 Zimmer Wohnung in einem relativ sicheren Stadtteil oder sogar etwas aussehalb von Medellin zu leben. Desweiteren brauche ich eine KK, ÖV-Billett, umd alles was man zum leben braucht. (essen, Hygienartikel, usw.). Ist das "kolumbianisiert". :)

@ManuelHergi stimmt absolut das mit den Fotos nur die Sonnenseite des Landes sieht. Aber ich habe mich auch schon gut informiert wie es in Kolumbien abgeht, die Polizei hilft immer dem Kollumbianer, Kriminalität ond Gewalt sind nicht nur doppelt so hoch wie in der CH, es gibt armut, Rebellen, Demonstrationen, Korruption usw. Aber klar wen man das Land besucht und mit eigenen Augen sieht & erlebt ist das wieder etwas ganz anderes. Vielleict werde ich das auch machen.

@Berliner: dein erster Satz. Genau das ist mir auch schon aufgefallen, bei anderen Themen die ich durchgelesen habe.


axko
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Beitrag von axko » 1. Mai 2019, 19:28

Pascal, jeder ist sein eigener Schmied. Geh einfach los und probier es aus. Geh los und schau dir alles in Ruhe an. Erzähl keinen, dass du Reserven hast. Es wird am Schluss nur zwei Resultate geben, entweder hast du dein Sri Lanka gefunden oder es war eine Fehlinvestition. Nur eigene Erfahrungen sind Gold wert, das macht das Leben lebenswert. Pack die Sachen und geh los, denke du bist der Typ der auch wieder aufstehen kann. In diesem Sinne, hau inni.

:sup:


Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K » 1. Mai 2019, 20:55

Ich werde leider nie verstehen, warum ein Schweizer ohne irgendeinen Bezug zu Kolumbien und ohne Spanisch in Kolumbien leben will...

Was "kolumbianisieren" heißt? Z. B. dass man nicht nur weiß, dass es in Kolumbien Kriminalität gibt - sondern dass man weiß, dass das einzige "Fortbewegungsmittel" in Kolumbien Auto/Taxi ist. Und vieles vieles mehr...

Bevor du dir in Kolumbien Arbeit suchst, flieg doch für 2-3 Wochen hin. Kostet wirklich nicht viel. Ich würde dir ev. noch Spanien empfehlen. Falls es nur um die Mädels geht - in Spanien gibt es sehr sehr viele Latinas, die dort studieren. Und in Spanien spricht man genauso Spanisch wie im Kolumbien. Und man muss sich sogar nicht viel Anpassen, da Spanien nicht so gefährlich ist wie Kolumbien...

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Chévere
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Beitrag von Chévere » 2. Mai 2019, 07:30

Der axko ist der einzige, dem ich recht gebe. So wie du das Leben meisterst, der kann nur gewinnen. Hut ab Pascal 95. Von deinem Mut hätte ich auch gerne etwas. Ich lese nur immer, Kolumbien wartet nicht auf solche Einwanderer, aber genau solche mit diesem Mut wartet Kolumbien. Ich weiss nicht, was alle immer schreiben mit dem so nicht Englisch sprechen. In meinen Kreisen sprechen die meisten Englisch. „Die“ wollen einfach einem Neuling das Kolumbien nicht so schmackvoll machen, so verstehe ich das. Kolumbien ist keine Hexerei wie auch Spanien nicht. Pascal95, lass dich von diesem moin moin nicht beeinflussen.
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Wer kämpft der kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.


Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K » 2. Mai 2019, 09:43

Klar sprechen in gewissen Kreisen alle Englisch und meistens noch eine andere Sprache - da sie in den USA oder Europa studiert haben.... In diesen Kreisen hat jede Familie einige Familienmitglieder in den USA oder Europa... Man darf nur nicht vergessen, dass das Studium im Ausland von der Familie finanziert wird - von Uni über Unterkunft bis Essen. Zum Studienabschluss kommen dann oft die Eltern aus Kolumbien, damit sie die Diplomübergabe sehen können - aber wie viele Kolumbianer können es sich leisten... Im Estrato 5 oder 6 leben 3% der Bevölkerung... Dass sind ca. 1,5 Millionen Personen auf 1.1 Millionen km2...

Kolumbien ist wirklich keine Hexerei. Es gibt jedoch immer wieder Punkte, die nicht so offensichtlich sind. Viele Kolumbianer fühlen sich zum Beispiel ziemlich unsicher in Europa (konkret Wien). Man trifft hier in den Öffis immer wieder psychisch kranke, betrunkene Personen usw. Die Erklärung war einfach - jeder, der sich es leisten kann, kauft den Kindern so schnell wie möglich ein Auto, damit sie sich sicher bewegen können... D.h. wenn die in Kolumbien nie im Leben in den Öffis gewesen sind, konnten sie halt nichts schlimmes dort sehen... Dagegen sind die Kolumbianer überrascht, dass viele Wiener kein Auto haben, obwohl sie sich es leisten könnten...

Was ich damit sagen will - wenn man naiv und nur über Rosabrille Kolumbien sieht, heißt es automatisch nicht, dass es schlecht ausgehen wird. Wie mein Kollege sagt - "In Kolumbien ist alles super, solange nichts schlechtes passiert". Den Uni-Krankenhaus in Cali habe ich nur von außen gesehen, und es war schlimm genug - also sollte ich in Kolumbien leben, würde ich unbedingt eine gute Versicherung abschließen, damit ich die öffentlichen Gesundheiteinrichtungen nie besuchen müsste. Und da man sich als Ausländer nicht so auskennt, würde ich die gleiche nehmen, wie die Familie meiner Freundin, da weiß ich zumindest, was mich erwartet... Wie man es ohne Spanisch und Kontakte schafft, dass man in Kolumbien zum guten Arzt kommt, weiß ich nicht... Ich weiß nur - schlecht ausgebildeter Arzt und falsche Behandlung können unangenehme Folgen haben... Für mich als Nicht-Wiener ist es schlimm genug, einen guten Arzt in Wien zu finden...

Der Sprichwort "Wer kämpft der kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren." gefällt mir sehr - Tatsache ist jedoch, dass wenn man realistisch plant, richtige Infos über den Gegner hat und strategisch richtig den Kampf führt, wird man mit einer kleinen Armee mehr erreichen, als ein chaotischer, realitätsfremder Feldherr mit einem großen Heer.

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Gilberto
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Beitrag von Gilberto » 2. Mai 2019, 14:34

Mit weniger als 500 Euro im Monat in Kolumbien leben zu wollen, ein Land das du nicht kennst, aber schon vom HÖRENSAGEN Angst vor der Mafia hast, in dem du noch nicht einmal die Sprache sprichst, das ist nicht mutig, das ist leichtsinnig. Sicher gibt es Leute die englisch sprechen, gibt ja auch welche die deutsch sprechen, nur wenn du die brauchst, dann sind die nicht da.

Ich bin jetzt seit geraumer Zeit in Cali, habe noch niemand getroffen der wirklich englisch spricht. Einen Deutschen traf ich, der unter dem Existenzminimum lebt. Ich schrieb dazu in einem anderen Thema.

500 Euro um damit alle Kosten zu bestreiten, da bleibt nichts übrig. Dazu kommt der Gringozuschlag!

In einer asiatischen oder gar spanischen Hippiekommune mag das gehen. In Kolumbien geht das schief.

Passiert was, dann hilft dir keiner. Allein auf dich gestellt musst du alles meistern.

Du darfst Kolumbien auch nicht mit asiatischen Ländern vergleichen! Kolumbien halt!

PS: mit 500 Euro bekommst du kein Visum und das brauchst du wenn du in Kolumbien arbeiten willst.


Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K » 2. Mai 2019, 15:30

Naja, da muss man halt mit den Füssen am Boden bleiben...

500 € sind 1.800.000 COP - also ein gutes Gehalt. Mindestgehalt sind 830.000 COP - also wenn beide Partner Mindestgehalt verdienen, haben sie weniger als 500€... Was die ganzen Straßenverkäufer und Recicladores verdienen, will ich lieber gar nicht wissen...

Man darf halt nicht vergessen, dass Niedrigverdiener (Straßenverkäufer, Recicladores...) in Kolumbien ab und zu halt Hunger haben. (Niedrigverdiener in Europa kann sich halt keinen neuen Audi/MB/BMW liesten und fährt einen Dacia oder gebrauchten Audi/MB/BMW....).

Mit Mindestgehalt ist zumindest täglich was zum Essen gesichert - einerseits bekommt man was beim Arbeitgeber zum essen, anderseits Arepa mit Caffee oder ein paar Empanadas gehen sich immer aus...

Mit 1.800.000 COP pro Monat kann man schon ein Paar mal pro Monat essen gehen! Das ist in Kolumbien Luxus! Man darf nicht vergessen - wer in Europa arm ist, führt für kolumbianische Verhältnisse ein (sehr) gutes Leben...

Es stellt sich eher eine andere Frage - was tut man alleine mit 500€ pro Monat ohne Spanisch in Kolumbien??? Zu Hause kann ich auch in Europa sitzen, Reis und Bohnen bekommt man hier auch... Viel mehr ist mit 500€ für einen Gringo ohne Spanisch nicht drin - da man halt ohne Spanisch in vielen Fällen nicht einmal den Taxi bestellen kann....


John Extra
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Beitrag von John Extra » 2. Mai 2019, 23:27

Hallo Pascal95
Dann wuensche ich Dir alles Gute und viel Erfolg bei allem was Du so machen willst, pass gut auf Dich auf und schreibe mal ab und zu was Du so treibst.


:fel: