Trinkwasserqualität in Kolumbien

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Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Anonymous » 11. Apr 2010, 01:20

Timbalero hat geschrieben: Das Wasser aus dem Hahn schmeckt zwar nicht so besonders toll aber man gewöhnt sich schnell daran und es ist sogar mit Vitaminen versetzt wie ich gehört habe.
Hallo Timbalero,
ganz generell einmal ist von dem "Wasser aus dem Hahn" abzuraten! Schon aufgrund der damit verbundenen Möglichkeit einer Pyroli-Erkrankung, wie mir mein Internist empfahl! Aber nicht icht nur ein Befall des des Magens mit diesen parasitartigen Bakterien ist bei dem Genuß von Leitungswasser möglich. Von daher ist es ratsam, vorbeugend z.B.einen guten chemischen Wasserfilter zu verwenden oder aber zumindest das Leitungswasser vor dem Genuß abzukochen. Wir verwenden deshalb für das Trinkwasser einen vorgeschalteten NSA-Filter, der für eine Kapazität von 20 000 l Wasser ausgelegt ist.

Gruß
CARLO

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Eisbaer
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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Eisbaer » 11. Apr 2010, 02:57

Laut Aussage der Stadtwerke von Medellín (EPM) kann man das Leitungswasser bedenkenlos trinken, sie raten sogar dazu zwei oder drei Gläser Wasser täglich aus der Leitung zu sich zu nehmen.

In den Kaffeehäusern der Stadt wird der Tinto meist mit einem Glas Wasser (aus der Leitung) serviert.

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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Eisbaer » 11. Apr 2010, 03:08

Dieses Thema könnte interessant werden, berichtet doch einmal wie die Qualität des Leitungswassers bei Euch ist.

Trinkt Ihr es so wie es aus der Leitung kommt, verwendet Ihr wie Carlo einen Filter oder kocht Ihr es ab?

Mir sind Gegenden bekannt wo das Leitungswasser nicht jeden Tag aus der Leitung kommt. Es wird wenn es ein- oder zweimal in der Woche kommt in großen Wassertanks die auf dem Dach stehen gesammelt. Dazu haben die, die es sich leisten können noch große unterirdische Tanks in denen das Wasser gesammelt und bei Bedarf mit einer Motorbombe in den Tank der auf dem Dach steht, gepumpt wird.

Ganz Arme haben das Wasser in Kanistern.
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Nasar
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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Nasar » 11. Apr 2010, 04:00

Wir leben in Bogota. :klat: Das Wasser aus dem Wasserhahn kommt in den Kühlschrank und so trinken wir es. :klat:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von makopp5 » 11. Apr 2010, 04:13

Ja bei der Wasser Qualitaet gibt es grosse Unterschiede in Kolumbien. Hier in Medellin z.B trinke ich seit 13 Jahren das Wasser aus der Leitung. Dies mag aber nicht so gut und einfach sein wie in heissen Gebieten wie Neiva oder die Kueste. Dort ist die Wasserqualitaet nicht ganz so gut wie in Bogota oder Medellin und em groessten Teil von Cali.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Anonymous » 11. Apr 2010, 04:30

In Pereira hat das Wasser unterschiedliche Qualitäten. In Pinares z.B. schmeckt es aus der Leitung ziemlich neutral,
an der Av.del Sur ist es sehr mit Chlor versetzt.
Wir kochen es sicherheitshalber ab, dann kommt es in den Kühlschrank und wird so verwendet.
Gesundheitliche Probleme durch das Leitungswasser hatten wir jedenfalls bis jetzt nicht.
Aber das ist auch eine Frage der Empfindlichkeit.
Alle paar Tage frisches Hackfleisch essen, und nichts haut den Körper mehr um :-)

Gruß


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Anonymous » 11. Apr 2010, 05:27

Bei der Diskussion sollte aber keinesfalls die weltweit verbreitete Legionärskrankheit oder Legionellose unerwähnt bleiben, die in Form einer Lungenentzündung auftreten und u.U. auch tödlich enden kann. Dennoch bitte ich diesen rein informativen Hinweis keineswegs gleich als eine Panikmache zu betrachten.
Bei Temperaturen zwischen 20 und 45 °C bestehen ideale Voraussetzungen für die Vermehrung des Erregers. Temperaturen über 60°C lassen die Bakterienkeime allmählich und über 70°C sehr schnell absterben. Die Infektion wird mit Antibiotika (u.a. Eryhtromycin) behandelt, Penicillin hilft aufgrund einer Resistenz des Erregers nicht.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von makopp5 » 11. Apr 2010, 15:07

carlo,
du sprichst heir ueber 2 Krankheiten, die es angeblich im Wasser gibt. Hast du schon mal etwas von jemandem gehoert, der wirklich an diesen Krankheiten in Kolumbien erkrankt ist? Ich galube es ist viel wahrscheinlicher, dass du hier in Kolumbien von einem fallenden Ziegel erschalgen wirst, als dass du eine dieser Krankheiten bekommst.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Anonymous » 11. Apr 2010, 15:54

makopp5,
leider werden bekanntlich in Col aufgrund von medizinischem Ausbildungsdefiziten vielfach Erkrankungen garnicht erst oder zuspät erkannt! So ist hier z.B. kürzlich eine 15 jährige an Dengue-Fieber verstorben, da in diesem traurigen Fall diese Krankheit leider zu spät erkannt und zunächst total verkehrt behandelt wurde!
Die Pyroli Erkrankung z.B.tritt außerdem zunächst vielfach überhaupt nicht in Erscheinung und kann dann im Anfangsstadium auch nur mittels einer Magenspiegelung erkannt werden.
3 Pyroli-Fälle sind allein mir persönlich bekannt, worauf ich mich in Deutschland selber daraufhin untersuchen ließ, Ergebnis allerdings negativ.

allgemein möchte ich anmerken:
generell denke ich einmal wäre es angebracht, dass hier im Forum informative Beiträge nicht einfach aufgrund mangelhafter Sach- und Hintergrundkenntnisse oder aufrgrund von Nichtwissen angezweifelt oder zu Unrecht kritisiert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden sollten.
Ob jemand sich allerdings dann die hier eingebrachten Informationen zu eigen macht, das ist eine andere Sache.
Gegen eine berechtigte und konstruktive Kritik ist natürlich überhaupt nichts einzuwenden.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Bergfan » 11. Apr 2010, 16:40

@Carlo

Okay, dann legen wir erst mal alle unsere Doktortitel vor, bevor wir was schreiben. Auch du Carlo hast durch nichts bewiesen, dass du mehr zum Thema weisst als andere.

Zum Thema: ich verwende das Wasser aus der Leitung zum kochen, aber als Trinkwasser haben wir die grossen 20l Flaschen. Abkochen ist mir 1. zu mühsam und 2. schmeckt das Wasser trotzdem noch irgendwie chlorig. Mein Problem hier ist nicht, dass ich glaube dass man krank werden könnte vom Wasser, sondern dass es mir einfach nicht schmeckt. Ich kaufe deshalb auch in Bogota ect. immer Wasserflaschen.
Zuletzt geändert von Bergfan am 30. Dez 2014, 20:37, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat entfernt und durch @carlo ersetzt. (BITTE Forenregeln bitte beachten)


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von makopp5 » 11. Apr 2010, 17:13

carlo
ja fass dich doch bitte zuerst an die eigene Nase. Hast du quellen fuer deine Angaben? Ich habe in ueber 13 jahren noch nie ein Wort von einem Kolumbianer ueber dies Krankheiten gehoert. ich finde es sehr unverantwortlich hier ueber Sachen zu schreiben, denen jeder Hintergrund fehlt. Vielleicht ist bei dir in neiva die wasserqualitaet schlecht, das gilt aber bei weitem nicht fuer ganz Kolumbien. Deshalb beschraenke deine Kommentare mit hinweisen "hier in neiva" und bitte veralgemeinere nicht pauschal fuer ganz Kolumbien.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Anonymous » 11. Apr 2010, 17:38

Ob ich nun den von casasalzburg eingeforderten Doktortitel habe oder nicht, das ist hier im Forum doch wohl völlig irrelevant! Zumindest für mich!

Fakt ist vielmehr, hier korrekte und nachvollziehbare Informationen einzustellen, die auch belegt werden können, sofern erforderlich. Die eingestellten Informationen sollten allerdings schon, bevor diese öffentlich angezweifelt oder abgestritten werden, zumindest genau gelesen und und auch verstanden werden. Weiter möchte ich nicht darauf eingehen, denn m.E. habe ich mich zuvor doch ganz klar unmißverständlich dazu geäußert!
Natürlich ist die Unwissenheit, das Nichtverstehen oder die rein persönliche Empfindungs- oder Geschmackssache anderer ein Problem, welches ich weder zu vertreten noch zu verantworten habe.

So , habe mal gegoogelt:

--> onmeda.de/krankheiten/legionaerskrankheit.html

--> de.wikipedia.org/wiki/Helicobacter_pylori
Zuletzt geändert von Jumper am 11. Apr 2010, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von makopp5 » 11. Apr 2010, 18:23

carlo
danke fuer die links. Leider finde ich darin keinerlei bezug dazu, dass es diese Bakterien im Trinkwasser in Kolumbien gibt.


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von MaMa » 13. Apr 2010, 00:39

Zum Thema Bakterien oder Amoeben oder was auch immer im Trinkwasser: Meine Frau hatte in 2008 gesundheiliche Probleme damit (schmerzhaft), und nach mehreren Behandlungen mit diversen chemischen Produkten haben wir das Problem abgestellt (Behandlungsdauer etwa 9 Monate - allerdings zweitweise (monatsweise) ohne Probleme - , da die Larven nicht vollstaendig beseitigt wurden). Ob das Problem durch Leitungswasser oder kontaminiertes Gemuese verursacht wurde - keine Ahnung - ich bzw. unsere Hausangestellte hatten keine gleichartigen Probleme. Wir holen uns seither das Wasser immer im Kanister - seither haben wir keine Probleme mehr. Wir wohnen in Bogota, Estrato 5. Unser Hausarzt meinte, dass es normalerweise jeden Auslaender mal trifft, der in Bogota lebt (auch er ist "Auslaender" als Peruaner, und hatte auch schon damit zu kaempfen).


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Re: Trinkwasserqualität in Kolumbien

Beitrag von Yves » 13. Apr 2010, 05:43

Auch in Santa Marta wird vom Genuss des Wassers aus der Leitung abgeraten. Ich hab jetzt keine Tests gemacht und Chemiker/Biologe bin ich auch nicht :), aber wenn die Einheimischen dies schon nicht tun, wirds wohl einen Grund haben.