Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

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Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 26. Apr 2011, 14:30

Hallo zusammen

Bin neu hier und habe auch schon alle Beiträge über Visum-Antrag für Kolumbianer/innen gelesen. Nun meine Frage, hat jemand Erfahrung mit der Schweizer Botschaft in Bogota? Auf der EDA-Homepage erhält man sehr viele Infos, auch alle Formulare sind dort bereit zum herunterladen. Nun meine Fragen sind eher Detailfragen:

1. Wenn ich ein Flugticket kaufe welches zuerst über Madrid und dann in die Schweiz geht, muss ich da eine zweimalige Einreise beantragen?
2. Es gibt eine Liste mit Reiseversicherer in Kolumbien welche bei akzeptiert werden, kann man da keine Reiseversicherung aus der Schweiz abschliessen?
3. Muss ich das Einladungsformular meiner Freundin per Post zuschicken? Ich habe folgende Zeilen auf der Homepage gefunden:
"Para viaje de visita a familiares o amigos residentes en Suiza: Invitacion de la persona desde Suiza, enviada directamente por E-mail (invitacion modelo se puede bajar de pagina Web) a la persona que desea viajar,..."
Wenn das per e-mail möglich wäre, könnte ich auch die Bankauszüge ihr per e-mail schicken? Postweg kann ja durchaus lange dauern. Und eine selbst geschriebene Einladung fällt somit aus.
4.Wenn ich finanziell für sie aufkomme, muss sie dann auch ihre Bankauszüge bringen?
5. Wie ist die Schweizer Botschaft generell so drauf mit dem Erteilen von Visa? Wir haben uns im Februar kennengelernt, sie hat darauf ihren Job gekündigt und wir sind für 6 Wochen umhergereist (Bogota, Lima, Cusco, Venezuela). Anfang April bin ich dann wieder zurück und sie hat nach knapp 1 Woche jetzt wieder ein neuer Job. Aber auch den wird sie wahrscheinlich wieder kündigen wenn sie 2 oder 3 monate zu mir kommen wird. Welche Rolle spielt der Job bei der Vergabe des Visums?

Ich wäre euch dankbar wenn Ihr mir einige Erfahrungen (vorallem mit der CH-Botschaft) mitteilen könnt.

saludos
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 26. Apr 2011, 15:57

Na die ersten Antworten hab ich bereits auf anderem Weg erhalten und zwar per e-mail von der Schweizer Botschaft, hätte nie gedacht dass die mir zurückschreiben, da ichs bis jetzt vergeblich mit einem Anruf versucht habe.

zu Punkt 1: Es ist nur eine einmalige Einreise anzukreuzen
zu Punkt 2: "http://www.axa-schengen.com" Reiseversicherung mit einer Deckung von 100'000 Euro, kann man direkt online abschliessen für alle Personen weltweit. Wird das Visa abgelehnt, erhält man das Geld zurück. Kostet 121 Euro für 80 Tage.
zu Punkt 3: Die Einladung (welche übrigens nur ein Formular ist, muss kein Brief schreiben) kann zusammen mit den Bankauszügen per scan-Mail an die Freundin geschickt werden und muss nicht per Post verschickt werden.
zu Punkt 4: Ja, auch wenn ich finanziell für sie aufkomme muss sie ihre Bankauszüge mitliefern.

Nun ist lediglich noch Punkt 5 offen, ich hoffe hier auf Erfahrungen welche Ihr mit der Schweizer Botschaft gemacht habt.

Danke und Gruss aus der Schweiz
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von Cordilero » 26. Apr 2011, 16:21

Hallo,
achte auf alle Faelle darauf, das Deine Fruendin alle und damit mein ich ALLE Papiere dabei hat. Beim Transit in Spanien werden diese Papiere unter Umstaenden verlangt und wenn die nicht vorliegen kann es zurueck nach Kolumbien gehen. Unterlagen sind: Reisepass mit Visa (ist klar, logisch) Einladungsschreiben von Dir, Verpflichtungserklaerung, Krankenversicherung, und ausreichend finanz. Mittel. Die genaue Anschrift wo sie wohnen wird, mit Telefonnummer! Falls ich etwas vergessen habe, bitte ich die anderen Forumsteilnehmer die Liste zu vervollstaendigen.

Gruesse

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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 26. Apr 2011, 20:02

Besten Dank für die raschen Antworten. Das mit der Einladungsschreiben bzw. Verpflichtungserklärung ist in einem Formular zusammengefasst. Habe alles nochmals genau durchgelesen und es ist nirgends geschrieben dass man noch ein seperates Einladungsschreiben beilegen muss. Deshalb; hat jemand Erfahrung mit der Schweizer Botschaft??

Zu den finanziellen Mittel; meine Freundin hatte zwar lange eine Arbeit und arbeitet auch jetzt wieder,hat jedoch kein Erspartes. Soll ich ihr als Sicherheit noch zusätzlich Geld schicken dass sie mitnehmen kann? Ich bezweifle auch dass sie für Ihre Arbeit eine Lohnbescheinigung erhält, sie arbeitet in einem Restaurant im Service in Cartagena. Könnte das zum Killerkriterium werden?

Die Unterlagen schicke ich nicht per e-mail an die Botschaft, sondern an meine Freundin, die druckt es dann aus. Die haben mir das per e-mail so bestätigt, ich weiss halt allerdings nicht ob dass dann auch stimmt, aber irgendwem muss man ja trauen können.
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 26. Apr 2011, 20:13

Hm ist ja krass, habe soeben mal auf der Seite der deutschen Botschaft nachgelesen, und es ist also tatsächlich total anders als auf der Seite der Schweizer Botschaft. Bei der Schweizer Botschaft steht nix von wegen Unterlagen, die die Verwurzelung in Kolumbien glaubhaft machen, steht nix über eine seperate Verpflichtungserklärung (wahrscheinlich da diese bereits in der Einladung enthalten ist) und auch von einer formlosen Einladung ist keine Rede...
Dehalb bin ich dringend auf Infos angewiesen von denen, die Erfahrung mit der CH-Botschaft gemacht haben. Momentan bin ich ein bisschen skeptisch, schlussendlich beantragen ja alle ein Schengen-Visum, darum kann ich mir das nicht vorstellen, dass das Prozedere so unterschiedlich sein soll?
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 26. Apr 2011, 23:21

Hm Rückkehrwillen, das ist halt so ne Sache, keine Ahnung wie das werden wird. Sie ist 20 Jahre alt, hat kein Erspartes und in den letzten 3 monaten keine Bewegungen auf dem Konto, da sie den Lohn immer cash ausbezahlt erhielt. Sie fragt heute mal nach, ob ihr Chef ein Schreiben machen kann, indem er bestätigt dass dies nur Ferien sind und sie nach Rückkehr weiter beschäftigt sein wird, evtl. hilft das ja noch etwas, ansonsten bin ich da ratlos. Habe leider schon oft gehört das jüngere fast keine Chancen auf ein Visa haben, finde ich einfach unfair, als würde das Alter eine grosse Rolle spielen, naja mal schauen, bin im moment nicht sehr zuversichtlich, echt zum kotzen, sorry für den Ausdruck, aber ich verstehe einfach nicht dass 180 Millionen Brasilianer/innen theoretisch ohne Visa in die Schweiz kommen können und in Kolumbien machen die so ein Theater. Visapflicht okay, aber ich finde wenn alle Dokumente da sind, wieso wird da noch auf ein sogenannter "Rückkehrwillen" geachtet? tss...aber ist sicher ein anderes Thema.

Das mit den Dokumenten muss ich Dir natürlich recht geben, ich werde die Originale sicher ihr noch via FedEx oder DHL zuschicken, wie gesagt, sicher ist sicher.
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 27. Apr 2011, 01:05

Hm, noch ein letztes mal ich...ist es überhaupt möglich ein Visa zu erhalten ohne Job und Geld auf dem Konto?? Wenn nicht werde ichs gar nicht weiter versuchen. Denn wenn man angibt eine Arbeit zu haben benötigt man noch viiiiel mehr als nur eine Bescheinigung dass man danach weiter dort arbeitet; Carta del empleador indicando antigüedad, cargo, salario, fecha de
vacaciones/licencia no remunerada y que el empleado se va a reincorporar al trabajo
después de sus vacaciones como también los 3 últimos comprobantes de salario con
deducciones de aportes sociales. Cámara de Comercio de la empresa empleadora
Das ist unmöglich alles zu beschaffen, da das restaurant erst kürzlich aufgemacht hat und meine Freundin gerade mal seid 1 Woche dort arbeitet... so en sch...echt alles, bin langsam voll am zweifeln ob das überhaupt irgendwie funktionieren kann mit so einem scheiss visa....
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von Bergfan » 27. Apr 2011, 04:26

@padrino, ich bin eben auf der Seite der schweizer Botschaft gewesen. Da steht ganz genau dasselbe wie auch bei den Österreichern und Deutschen. Auf Spanisch in einem seperaten Dokument das sich "Requisitos" nennt. http://www.eda.admin.ch/etc/medialib/im ... on2011.pdf

Da steht durchaus drin, dass die Bankauszüge gebracht werden müssen, die Einladung und die Verpflichtungserklärung ebenfalls. Si la persona que viaja no responde financieramente por sí misma , se necesita una carta de
responsabilidad y la documentación bancaria completa de la persona responsable de la cual
depende, sea en Suiza o donde viva la persona. Adjunte los extractos bancarios de los
últimos tres (3) meses de la persona que financia el viaje con el saldo a la fecha


Das ist dasselbe Schengenvisum und es sind dieselben Vorraussetzungen. Das Formular hast du in allen möglichen Sprachen drin und das ist genau das selbe das auch die Österreicher und Deutschen verwenden mit denselben Klauseln im Kleingedruckten.

Meine Nichte war 16 als sie das Visum (Schülervisum) nach Österreich für ein Jahr bekommen hat. Probieren würde ich es also schon und eben gut begründen.

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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 27. Apr 2011, 08:40

@Bergfan
Ja aber Einladung und Verpflichtungserklärung sind in einem Formular nicht wie in Deutschland seperat, und von einer formellen Einladung ist nichts geschrieben, ausser ich habe Tomaten auf den Augen, denn spanisch kann ich auch, aber bin natürlich sehr froh wenn du mich eines besseren belehren kannst.

Ich bin mir noch unschlüssig, Flugticket, Versicherung, alle Dokumente, schon ein enormer Aufwand für eine kleine Chance...
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von Bergfan » 27. Apr 2011, 13:36

@Padrino, die FORM die die Einladung etc. hat, ist egal. Aber festgelegt ist, dass man für das Schengenvisum eben beides braucht. Ich glaub die Österreicher bestehen da auch nicht drauf, weil die Einladung eigentlich durch die Verpflichtungserklärung sowieso enthalten ist. Kein Mensch macht sowas, wenn er nicht einlädt. Du kannst auch für die schweizer Botschaft einen formlosen Einladungsbrief schreiben, der darlegt warum deine Freundin kommen soll und vor allem warum sie wieder zurückgehen will. Damit erhöhst du womöglich die Chancen auf die Erteilung des Visums gewaltig, wenn du es nur richtig formulierst. Klar soll halt werden: sie geht sicher wieder und alle Kosten übernimmst sowieso du. Wie alt bist du eigentlich? Freundin ist 20, und du? Was ist der wirkliche Grund warum sie kommen soll? Urlaub oder doch Beziehung? Wenn hauptsächlich Urlaub dann kannst du das auch gut belegen, wenn ihr z.B. angebt in Deutschland rumzureisen und eine Reiseroute, Hotelreservierungen oder Bahntickets etc. beigebt. Auch wenn ihr in andere Schengenländer fahren wollt, kann das positiv sein, denn das zeigt dann eben den Visumsgrund "Reise" besser als wenn man sagt: sie kommt und sitzt dann 3 Monate in meinem Haus und wartet drauf, dass ich von der Arbeit heimkomme ;-)

Flugticket musst du nur reservieren, nicht zahlen! Ansonsten: oh ja, es ist ein irrer Aufwand! Ich würd gern die Stunden die ich schon mit solchem Kram verbracht habe als Arbeitszeit verrechnen und mir zahlen lassen ;-)

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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 27. Apr 2011, 14:16

@Bergfan
Besten Dank für deine Ratschläge, das mit dem formlosen Brief finde ich eine gute Idee, das werde ich auch noch machen. Vielleicht noch zum Verständnis für alle: Ich bin 6 Monaten in Südamerika umhergereist, habe in Cartagena meine Freundin kennengelernt, bin dann nach 3 Wochen zurückgekehrt, 2 Wochen mit ihr in Cartagena verbracht, danach für 1 woche auf Bogota, danach 1.5 Wochen Peru (Lima, Cusco, Machu Picchu) und danach für 3 wochen Venezuela (Isla Margarita, Los Roques, Coche). Insgesammt haben wir ca. 8 wochen zusammen verbracht. sie hatte vor unserer Reise eine Arbeit als Kellnerin in einem Restaurant, da habe ich sie auch kennengelernt. Dann hat sie gekündigt um mit mir reisen zu können. Klar habe ich Ihr das alles finanziert, aber war mir wichtig um sie besser kennenzulernen. 1 Woche nachdem sie in Cartagena gelandet ist, hatte sie bereits wieder eine neue Arbeit in einem anderen Restaurant. Problem ist halt einfach dass diese Cash ausbezahlen, keine Verträge nichts, da das Personal so oft wechselt. Ich bin ein 27 Jahre alt, arbeite auf einer Bank und liebe das Reisen. Da ich mit meiner Freundin nun doch einiges in Südamerika gesehen habe, möchte ich Ihr nun die Schweiz zeigen. Sie wird natürlich bei mir wohnen, da wir alles mit dem Auto machen können und auf keine Hotels angewiesen sind. Höchstens ein par nächte im Tessin, doch das würde ich spontan buchen.
Ich finde halt einfach keine Gründe wieso dass die Botschaft denken soll, warum sie zurückkehren soll. Sie hat zwar eine Arbeit, jedoch ohne salärabrechnungen, die Bezahlung reicht für ihr Leben auch nur weil sie noch mit der Mutter und Bruder zusammenwohnt, und da ich sie liebe und sie mich, liegt es auf der Hand, dass sie ihr glück eines tages in der Schweiz mit mir versuchen will. Hat in der Vergangenheit auch schon mal ein Semester lang ein Deutschkurs belegt, da sie die schweiz so sehr interessiert, auch in der Küche bein einem Schweizer-Restaurant hat sie ein Jahr lang gearbeitet (bis das Restaurant dicht machte). Das sind doch alles voraussetzungen dass sie eben nicht unbedingt zurück will, ich weiss nicht wie ich dies im Brief lenken soll. Und muss der Brief auf deutsch oder spanisch verfasst werden?
Der Aufwand scheut mich überhaupt nicht, habe mit meiner ex-Freundin viel mehr durchgemacht in den letzten Jahren (auch mit allen möglichen Ämter)

Kann man online irgendwo auch Flüge nur reservieren oder geht das nur über ein Reisebüro?

Übrigens...bin euch allen sehr dankbar für Eure Hilfe und Ratschläge, fühle mich wohl hier und werde auch meine Beträge dazu leisten, dass dieses Forum so weiterlebt, hab doch auch einiges an Erfahrung in Kolumbien gemacht, war 2 Monate insgesammt dort :-)
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 27. Apr 2011, 15:47

Hm, wie soll ich sagen, der kurzfristige Rückkehrwille ist da, denn sie weiss, wie ich auch, dass es erstmal darum geht dass sie die Schweiz kennenlernt. Wir beide wollen nichts überstürzen und ich werde ende Jahr für ein par Wochen wieder nach Cartagena gehen. Zudem bin ich momentan finanziell gar nicht in der Lage sie für mehr als 1 Monat in die Schweiz zu holen. Was nächstes Jahr dann anderst aussieht, da könnte ich mir vorstellen - sofern bis dann alles weiterhin so gut läuft zwischen uns - sie in die Schweiz für eine Heirat zu holen, doch das sind zukunftspläne an die ich momentan nicht gross studiere, wichtig ist mir einfach dass sie die Schweiz kennenlernt, sieht wie meine Arbeit resp. mein Arbeitsalltag aussieht. Klar werden wir von diesem Monat 1 oder 2 Wochen umherreisen in der Schweiz, aber hauptaugenmerkt liegt darin, dass sie eine Ahnung vom Leben in der Schweiz erhält. Deshalb wäre es für mich einfach extrem wichtig dass dies klappt.
Ich denke ich muss einfach eine gute, plausible Begründung finden wieso sie wieder zurückkehren will und wieso ich das auch will, dann könnte es vielleicht sogar klappen.
Trotzdem nochmals, muss man dies auf deutsch oder spanisch schreiben?
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von Bergfan » 27. Apr 2011, 19:02

@padrino: DU schreibst einen Einladungsbrief. Also deutsch. Ich nehm an die Schweizer würden auch Französisch oder Italienisch akzeptieren, aber für dich ist deutsch wohl die logische Variante ;-)

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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von padrino » 28. Apr 2011, 10:57

@Bergfan
Besten Dank, man weiss ja nie bei den Botschaften, letztes mal als ich mit denen telefoniert haben, konnten die kaum deutsch...
Wäre es eigentlich hilfreich wenn meine Freundin auch noch ein Schreiben aufsetzt mit den Gründen wieso sie in die Schweiz will und mit Gründen wieso sie wieder zurück will, oder wird das gar nicht beachtet?
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Re: Antrag auf ein Visum für die Schweiz - Erfahrungen?

Beitrag von Eljuaco » 30. Apr 2011, 12:38

hallo padrino, ich bin Deutscher, hatte vor einem Jahr in etwa das gleiche Problem. Deutschland verlangt ein formloses Einladungsschreiben sowie eine Verpflichtungserklärung unter Vorlage der Einkommennachweise bei der örtlichen Ausländerbehörde, letzteres scheint in der Schweiz nicht erforderlich, wenn ich hier richtig mitgelesen habe.( Was die Ausländerbehörde betrifft ) Du kannst , wie es dir Bergfan schon vorgeschlagen hat, dein Einladungsschreiben so gestalten, dass daraus der Grund für die Reise hervorgeht. (Gelegenheit zum kennenlernen deines Umfeldes, Freundeskreises und Familie; "Schnuppern" in fremdes Klima und Kultur usw. ) also im Prinzip das gleiche, wozu du auch in Kolumbien mit ihr die Gelegenheit hattest. Ich möchte dir vorschlagen, hier ganz offen und ehrlich zu sein, aber auch so knapp und präzise wie möglich. Die Vorschriften verlangen eine Einladung und die wird hiermit von dir erbracht. In meinen Augen bringt es nichts, wenn du schon in der Einladung ihre Rückkehrwilligkeit zu begründen versuchst. Diese solltest du erstmal als gegeben voraussetzen, damit keine Zweifel aufkommen. ( Schreibst ja schließlich wann sie kommt und wann sie geht). Die Botschaft hat ohnenhin dazu ihre eigenen Kriterien.
In unserem Fall wurde das Visum kurz und bündig abgelehnt. Begründung: Rückkehrwilligkeit nicht gegeben. Widerspruchsfrist: 14 Tage
Diese Information bekam sie zunächst telefonisch und auf Spanisch, es folgte dann noch ein Brief. Sie war davon so begeistert, dass sie keine Lust mehr hatte, nach Deutschland zu reisen. Wir waren niedergeschmettert und setzten keine Hoffnung in den Widerspruch, legten ihn dann aber doch kurz vor Fristende ein, weil dies die letzte Chance war. Weil es "meine Botschaft" war, gab sie mir ihr email-Passwort und bat mich, das Schreiben zu verfassen...Also verfasste ich den Text in meinem allerbesten Spanisch ( recurso de reposición ). Am selben Tag forderte die dt. Botschaft den Widerspruch auf Deutsch an! Hab's gleich übersetzt und verschickt und mich erst am nächsten Tag über diese Schikane aufgeregt. In diesem Widerspruch konnte ich gut darlegen, dass sie niemals ihr Kind allein in Kolumbien zurücklassen würde; hab aber auch ehrlich gesagt, dass wir im nächsten Jahr zur Heirat in Kolumbien entschlossen seien und in Deutschland leben wollten, dass wir schon beide unsere Urlaubsgenehmigung hätten, und dass sie ihre Entscheidung noch einmal zu unseren Gunsten bedenken sollten. Das hat die Botschaft auch - Gott sei Dank - getan, und sie wurden nicht enttäuscht, denn wir haben uns an alles gehalten. Der Deutschlandbesuch brachte meiner Frau wichtige Erkenntnisse und erst danach konnte sie sich richtig vorstellen und dazu entschließen, mit mir ein neues und völlig anderes Leben zu verbringen.
Ich schildere das hier so ausführlich, weil ich dir und anderen Hoffnung machen möchte, nicht sofort nach der ersten Ablehnung die Flinte ins Korn zu werfen, vermutlich wollen sie damit erstmal testen, wie ernst und wichtig es dem Antragsteller mit seiner Absicht ist und so kann man schon mit der simplen Ablehnung die "Spreu vom Weizen trennen".
Sollte in deinem Fall auch ein Widerspruch nicht fruchten, könntest du ja, wie geplant, am Jahresende ein paar Wochen bei ihr verbringen, und es dann mal mit einem Visum zum Sprachkurs versuchen. Hilft alles nix, heiratet halt in Kolumbien um dann die Familienzusammenführung zu beantragen.
Wenn die Liebe auf beiden Seiten stark genug ist, werdet ihr die langen Trennungsphasen durchhalten und wenn die Botschaft sieht, dass ihr "dranbleibt", wird sie euch eine Chance geben...ich wünsche euch alles Gute, viel Glück und Geduld! :bye: