Don Pedrinio
Sehr interessante Einsichten und Ansichten in Deinen Kommentaren, kann man nachvollziehen. Je nach dem wo man in Kolumbien wohnt und lebt, kann das Leben schon etwas komplizierter sein. Auch ist es ein Unterschied ob man hier beruflich ist oder als Rentner. Ich, als Rentner sehe die Momentane Situation etwas gelassener, kann mich gut zuhause beschaeftigen, Einkaeufe werden nach hause gebracht. Man kann nur hoffen, im Rahmen der Vorsichtsmassnahmen, das die Menschen hier bald wieder arbeiten koennen und Geld verdienen, damit es keine sozialen Unruhen gibt.
vor sozialen Unruhen habe ich auch den Bammel. die werden wohl kommen, wenn es nicht sehr bald eine Lockerung gibt und Schrittweise wieder Arbeit aufgenommen werden kann. aber wie soll so eine sein, wenn es Landesteile gibt, welche erst jetzt richtig ins Virus eingesogen werden. in einem Amazonas erst vor 1 Wo. komplette Ausgangssperre verhaengt wurde. und Randgebiete zu Brasilien jetzt ins Interesse gelangen, wo jenseits der Grenze von gestern Di. geschrieben wird "hoechste Todesfall-Rate und erstmals ueber 1000 pro Tag, uebersteigt mittlerweile jede andere Sterblichkeit der Brasilianer". Tendenz nach wie vor steigend. und erst im Juli der Hoehepunkt erreicht sein soll. in EU wird gelockert, wo eine solche bereits ueberschritten und rueckleufig ist. wobei mich jene Bilder erschrecken wie der Mensch danach zu einer Normalitaet zurueck kehren will (meine Empfingung= die wollen echt ne 2. Welle provozieren). ueberrascht bin ich wie gut meine Paisa Freunde bezueglich solcher Lockerungen in EU informiert sind. aber auch wieviele vor allem Muetter die Sache sehr ernst nehmen. wo in EU die Eltern ihre Kinder schnellstmoeglich in der Schule sehen wollen (um derer Last nicht mehr zu haben) sagen viele juengere Muetter hier "meine Kinder werden erst dann wieder in die Schule gehen, wenn ich sehe, dass sie dort sicher und gut aufgehoben sind".
@ Caribic-Stefan ich bin dran. habe jetzt 2 Destinationen der Llanos komplett fertig. fehlen nur noch drei, von jenen wichtigeren die ich bereist habe. ich denke ich musste zuerst einmal das traumatisierende Delfin Erlebnis wirklich verdaut haben. und denk daran, ich habe meine 2. Reise abgebrochen, als das Virus Kolumbien erreichte und Reisebeschraenkungen erstmals am Fernsehen publiziert wurden. ich war am Mi.18.3. zurueck in Medellin und am Fr. Abend war Ende mit Auto fahren. Das Ex-Guerilla Gebiet macht mir noch etwas Kopf zerbrechen, wie ich das schmackhaft umschreibe.
Ironischer Bericht von Fernando Vallejo, FAZ, wohnhaft in Medellin. - Humor ist wenn man trotzdem lacht.
Aus dem Kolumbianischen Spanisch von Benjamin Loy
Zitat: "Oh wie schoen ist Corona. Bei so viel Stille schlaf ich besser, das Morden auf den Strassen hat aufgehoert und im Supermarkt sind alle nett zu mir. "
Zitat: "Heute lese ich in meiner haeuslichen Quarantaene, kaum das ich erwacht bin, die morgentlichen Schlagzeilen in Kolumbien und sieh mal einer an, was ich finde. - Aufgrund der Coronakrise erklaert die Nationale Befreiungsarmee ELN einen einseitigen Waffenstillstand. - Sagt mir doch, ob wir nicht in einer Zeit der Wunder leben. Die Befreiungskaempfer, die mehr als eine Million Menschen auf dem Gewissen haben, kuendigen an das sie nicht mehr toeten werden. Wie kann man da das CoronaVirus nicht wunderbar finden. Es hat geschafft, was weder unserem Friedensnobelpreistraeger Santos bei den Verhandlungen in Havanna, noch unserem aktuellen Praesidentchen gelungen ist.
Wie koennte ich da das Coronavirus nicht moegen "
Deutschland: Neuinfektionen nach Lockerungsmassnahmen. Kommentar. Koennen nicht mal alle vernuenftig sein, bitte.
Kaum waren die Lockerungen in Kraft, waren die Neuinfektionen da. In Leer und Frankfurt am Main haben sich gleich nach dem Ende unterschiedlicher Corona Restriktionen, viele Menschen mit dem Virus infiziert.
Gute Nacht in Thueringen, dort wurde die Maskenpflich gleich abgeschafft.
Die Kinder meiner Schwester waren auch gleich auf Reisen, die einen zum Nordostseekanal, die anderen nach Koeln und Godesberg, alles ohne Mundschutz. Kann ja nichts passieren, bin mal gespannt wie das jetzt weiter geht.
"die Kinder meiner...." Wie es nichts wichtigeres gäbe als verreisen oder Urlaub.
Aber ähnliche Problem habe ich hier Medellin mit meiner eigenen Familie.
Meine Frau macht lustig Besuche, kleine Feste bei Bekannten und Verwandten und lädt sie auch nach Hause ein.
Auf die Frage, ob das nicht risikoreich wäre, hat sie gesagt: Sie kenne die Kontakte der anderen, die hätten keine Virus.
Dem ist nichts mehr hinzufügen.
So ist sie die Mentalität, wird schon nichts passieren ... passiert es doch ... dann ist es halt passiert. Ich kenne das von meiner ersten Frau, da habe geredet, so als wenn ich voll gegen eine Wand rede.
Ist doch alles Scheiße wie soll ich mit Mundschutz in einer Kneipe mein Bierchen trinken? Mit dem Strohhalm?
Leute, das ganze nimmt ungeahnte Ausmaße an.
Gut das ich meine Kontakte zur Prepper Szene habe. Vor Monaten habt ihr darüber gelacht, meine Schwester die blöder Kuh tut es auch heute noch, darüber lachen.
Ab in den Bunker
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.
dass unter anderem Tempolimit auf deutschen Autobahnen diskutiert wird, zeigt doch wie schnell sich die Lage dort normalisiert hat..
jetzt fehlt noch das Thema Maut
aktive Fälle in DE gerade mal 10k, mal sehen ob es so bleibt.
ich denke doch schon, denn ein Großteil hat es ja begriffen.
Also was meine Frau von ihren Freundinnen und Bekannten an Infos zu der angeblichen Weltverschwörung welche hinter dem Corona Virus steht bekommt ist Wahnsinn. Und die Leute glauben das auch noch!!!!
Interessante Lektüre und danke für die interessanten Erfahrungsberichte.
Bestärkt mich allerdings auch in meinem Beschluß, im Winter 2020/2021 nur innerhalb Europa zu verreisen (hatte eigentlich eine Fernreise geplant und durchaus auch Kolumbien wieder ins Auge gefaßt - werde ich jetzt nicht machen). Man merkt mal wieder, daß ein Land aussuchen zum Arbeiten und Leben eben was ganz anderes ist als Urlaub machen. Kolumbien ist ein top Urlaubsland und erholt sich hoffentlich bis 2022 wieder.
Ich denke zwar auch, daß es in Deutschland noch ein paar Pleiten geben wird, aber wer seinen Job in keiner der besonders stark betroffenen Branchen hat, wird kaum einen großen Schaden erleiden. Selber mußte ich einen Ostertrip absagen und laufe noch dem Geld für das Flugticket hinterher - harmlos und zu lösen. Ansonsten herrscht hier relative Normalität, Einkaufen und Sport im Freien war nie ein Problem außerhalb Bayerns. Bin zuletzt ein paar mal wieder mit den Öffies gefahren - fast angenehmer als vor Corona. 8-P
Daß die Armen ärmer werden und die Reichen reicher kennt man schon. In Krisenzeiten ist es genau so, nur geht es schneller und gilt auch im Globalen. 8-(
Wen trifft die Krise in Europa am härtesten? Italien und Spanien, wenn man mal GB wegen Dummheit rausrechnet. Wer kommt ziemlich sicher am besten raus? Die ganzen Nordeuropäischen Länder.
Heute wollte ich ins Stadtzentrum (Sincelejo) zu einem Geldautomaten.
Ich habe mir ein Taxi bestellt, der Fahrer warnte mich schon vor. So kam es, dass ich im Zentrum nicht aus dem Wagen ausgestiegen bin.
Eine kleine Rundfahrt machte ich mit ihm und dann sind wir zu einem Geldautomaten außerhalb gefahren.
Vor zwei Tagen wurde der Bürgermeister wegen Korruption bei der Lebensmittelverteilung für die untere Bevölkerungsschicht seines Amtes enthoben.
Heute sah man keinen Polizisten in der Stadt, die Menschen, Jung und Alt waren unterwegs wie bei einem Sommerschlussverkauf. Die Schlangen an den Banken erschreckend lang. Viele ohne Mundschutz, auch Abstandregeln scheint man nicht mehr zu kennen. Selbst die bekannten fliegenden Händler waren da. Ich war richtig erschrocken ..., wenn das mal alles gut geht.
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