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Wie die renommierte kolumbianische Tageszeitung El Tiempo berichtet, zieht derzeit eine riesige Staubwolke aus der afrikanischen Sahara über den Atlantik und beeinträchtigt Teile Kolumbiens. Das nationale Meteorologie-Institut IDEAM hat für die kommenden Tage eine offizielle Warnung herausgegeben. Vor allem die nördliche Karibikregion sowie die beliebten Urlaubsinseln San Andrés, Providencia und Santa Catalina sind von diesem Wetterphänomen betroffen. Auch in Küsten-Departements wie La Guajira, Magdalena, Atlántico, Bolívar, Sucre und Córdoba macht sich der Wüstenstaub bemerkbar.Die Experten betonen, dass es sich um eine eher leichte bis moderate Konzentration handelt, sodass keine extremen Sandstürme zu befürchten sind. Dennoch sorgt die trockene Luftmasse für einen spürbar getrübten, oft gräulichen oder milchigen Himmel, eine eingeschränkte Fernsicht und typischen Dunst in der Luft. Ein kleiner optischer Trost für Augenzeugen: Durch die Partikel in der Atmosphäre kann es in den betroffenen Regionen zu besonders farbintensiven, rötlich-orangen Sonnenuntergängen kommen.
Da die feinen Partikel jedoch die Atemwege belasten und die Luftqualität verschlechtern können, hat das IDEAM eine Reihe von Verhaltensempfehlungen herausgegeben. Besonders Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten in den betroffenen Gebieten vorsichtig sein. Es wird empfohlen, auf ausgiebigen Sport im Freien zu verzichten, die Fenster der Wohnungen geschlossen zu halten und bei Bedarf im Freien eine Schutzmaske zu tragen. Auch regelmäßiges Händewaschen und das Ausspülen von Gesicht und Augen mit klarem Wasser helfen, Reizungen durch den Feinstaub zu minimieren. Das Phänomen, das in dieser Jahreszeit durch die Passatwinde nicht ungewöhnlich ist, wird voraussichtlich noch bis Mitte nächster Woche anhalten. Das IDEAM behält die Lage genau im Blick und aktualisiert seine Berichte laufend.



