Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

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Eisbaer
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Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

Beitrag von Eisbaer » 28. Sep 2011, 00:57

Über die Impressionen in einem der ärmeren Barrios der kolumbianischen Stadt Barranquilla.

Es ist 21:00 Uhr Ortszeit und bereits dunkel, als der Flieger am Aeropuerto Ernesto Cortisoz landet. Beim Ausstieg schlägt einem sofort die schwüle Wärme entgegen, welche an ein Treibhaus erinnert. Der Flughafen an sich macht eher den Eindruck eines Familienbetriebes, wenn auch mit relativ moderner Ausstattung. Vor den Eingängen warten die Taxis, darunter auch meines, welches mich "nach Hause" bringen wird.

Die Fahrt geht quer durch die Stadt. Vorbei am Metropolitano, dem größten Fußballstadion Kolumbiens und durch die mit Palmen verzierten belebten Straßen. Das Radio dudelt lautstark Vallenatos vor sich hin, während sich lebhaft unterhalten wird.

pagewizz.com/barranquilla-carrizal-kein-touristenviertel

Quelle: pagewizz


Link entfernt, da nicht mehr existent. Eisbaer - Moderator 29.8.2017
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brahms
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Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

Beitrag von brahms » 29. Sep 2011, 22:19

Sehr schön finde ich es auch einmal über die armen Barrios einer Stadt ausführlich zu lesen. Denn immer nur Estrato 5 oder 6 wird auf die Dauer langweilig und hat doch recht wenig mit dem Leben der meisten Menschen in Kolumbien was allgemein.
Danke für den Bericht der leider auf einer mit Werbung überfluteten Seite steht. :oops:

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Kamachi
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Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

Beitrag von Kamachi » 29. Sep 2011, 22:39

MoinMoin,
an dem Bericht gibt es nichts auszusetzen. Danke ;-))
Ich habe 2 jahre in Barranquilla gelebt und bin noch immer häufig dort. Es ist so, daß die Stadt keinen ihrer Reize zeigt,wenn Du die Umgehungsstraßen, sei es nach Santa Marta oder nach Cartagena fährst. Aber ansonsten-Barranquilla ist füer meinen Geschmack klasse. Bin nur aus geschäftlichen Gründen umgezogen.
Ausser zum Karneval keinen Tourismus, sehr moderate Preise und überall ehrliches Costeno-Ambiente.
Aber ojo !!! Barranquilla ist die Stadt Kolumbiens mit den meisten Attentaten.In Las Flores wird an der boca de ceniza beinahe wöchentlich jemand erschossen, nur weil er die kleinen Narcos beim verkaufen stört.Das Zentrum lebt-und ist dadurch richtig interessant - aber eben auch gefährlich.Und jetzt bitte nicht schreiben: Ich war auch da und mir ist nicxhts passiert ! Ich sage nur: Glück gehabt ! Habe selbst drei Attentate unmittelbar miterlebt. Im Zentrum Barranquillas haben die rateros Hochkonjunktur.Aber ansonsten ist die Stadt klasse.Du hast vom Tourismus unbeeinflusste Strände, Kultur und wer es braucht,findet sogar estrato 4-6 und das allseits gegebnwärtige Buenavista.
Doch das Leben der Barranquilleros findet in den estratos 1-4 statt. Und das macht richtig Spass. Leute, ich liebe Barranquilla.
Saludos, William

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bruchita
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Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

Beitrag von bruchita » 30. Sep 2011, 14:56

mhmh, und ich hatte noch gedacht, dass mein kolumbianischer Freund etwas übertreibt, als er nicht zur boca de ceniza wollte... :shock:
Mir ist aber (Gott sei Dank) weder dort, noch im centro etwas passiert (dafür wurde eine Freundin kurz vor unserem Haus überfallen), es kann einen überall treffen...
Ich kann dir nur zustimmen William: Quilla ist toll y tiene su encanto!!! :fel: Und deshalb freue ich mich, bald wieder dort zu sein!!


OliCO
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Barranquilla Carrizal - Kein Touristenviertel

Beitrag von OliCO » 29. Aug 2017, 11:48

Wenn ich in Barranquilla bin, wohne ich mit im Haus einer inzwischen gut befreundeten Familie in der Calle 73c, das ist im Barrio La Esmeralda. Manche witzeln und bezeichnen es als Estrato Zero ;) Das muß früher mal ein RICHTIG heißes Pflaster gewesen sein. Als ich das erste Mal dort war, konnten die Leute auf der Straße es kaum glauben, daß sich ein Weißer dorthin verirrt. Beim zweiten Mal allerdings wurde ich, z. B. auf dem Weg zur Tienda, von jedem zweiten Haus gegrüßt und in den Tiendas kennen sie mich auch inzwischen :) Habe bereits viele Einladungen dort wahrgenommen, die Party zum Geburtstag des Onkels meiner Bekannten dort war der Hammer, oder auch Silvester 2016/2017.

Wie schon Vorredner schrieben, eigentich kann man nur hier das wahre Leben der Costeños kennenlernen. Inzwischen fahre ich auch alleine Bus, ohne Probleme. Ich finde es super, fühle mich relativ sicher dort, und freue mich schon auf das nächste Mal. Habe inzwischen Bekannte im Norden und im Süden (Las Cayenas). Natürlich war ich auch schon in Santa Marta (Masaya Hostel) und Playa Los Angeles, das von den Einheimischen als "La Tayronita" bezeichnet wird und ein absoluter Geheimtip ist. Steht nicht mal im Lonely Planet, oder noch nicht :)

Cartagena hingegen fand ich zum Kotzen, meine kolumbianische Begleitung übrigens auch, die noch nie dort war. Deckt sich mit den Erfahrungsberichten hier: viewtopic.php?f=147&t=1046