Dengue in Kolumbien

"me das un curita por favor"
Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 12. Apr 2013, 15:53

MoinMoin :D

Dengue Fieber ist in Kolumbien zum Problem geworden und es wird auch von Seiten der Behörden viel Aufklärung zu Erstsymptomen und Vermeidung von Mückenbrutplätzen ( nennt man das so ? ) betrieben.
Bevor ich zu eigenen Erfahrungen und Therapiemöglicheiten komme, kopiere ich einen Teil der Wikipedia zu dieser Erkrankung.

Wikipedia:

Das Denguefieber (umgangssprachlich auch "Dandy-Fieber" oder "Knochenbrecherfieber" genannt[1]) ist eine Krankheit, deren Ursache eine Infektion mit dem Dengue-Virus ist. Bei dem Virus handelt es sich um ein 40 bis 60 nm großes, behülltes RNA-Virus mit positiver Polarität aus der Familie der Flaviviren.

Das Virus wird durch den Stich einer Mücke übertragen und ist in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die einzigen bekannten Wirte des Virus sind Primaten und verschiedene Stechmückenarten. Es existieren vier verschiedene Serotypen (Untergruppen) des Virus, die sehr wahrscheinlich unabhängig voneinander innerhalb der letzten 2000 Jahre in Asien von nichtmenschlichen Primaten auf den Menschen übersprangen.[1] Seit dem Zweiten Weltkrieg und der folgenden Globalisierung ist das Denguefieber unter anderem durch die Verbreitung seines Überträgers auf dem Vormarsch und wird oft auch als emerging disease (sich ausbreitende Krankheit) bezeichnet.[2] Bei Denguefieber handelt es sich um die sich am schnellsten ausbreitende, virale, von Moskitos übertragene Krankheit; die Fallzahlen haben sich von 1960 bis 2010 verdreißigfacht.[3]

Die Krankheit äußert sich häufig mit unspezifischen Symptomen oder solchen, die einer schweren Grippe ähneln; es kann aber auch zu inneren Blutungen kommen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf können ein sogenanntes „Hämorrhagisches Denguefieber“ (DHF) oder ein Dengue-Schock-Syndrom (DSS) auftreten, die beide zum Tode führen können. Die WHO schätzt, dass jährlich 50 bis 100 Millionen Personen erkranken, 500.000 Personen einen schweren Krankheitsverlauf durchleiden und 22.000 Personen an Denguefieber sterben; die meisten der Todesopfer sind Kinder.

Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht eine Meldepflicht bei Verdacht, Erkrankung, Tod, direktem und indirektem Erregernachweis oder hämorrhagischem Krankheitsverlauf.

" Zitatende "

Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wikipedia
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. » Wikipedia:Hauptseite «


Also, ich selbst wurde 2 mal vom Dengue-Virus infiziert und hatte einige Touristen in Taganga, behandelt.
Folgendes konnte ich beobachten ( ist aber keine offizielle Lehrmeinung ).
Jeder hat Schwachpunkte im Gesundheitssystem.Beispiel:Bei mir sind es die Nieren / Harnleiter. Vor Ausbruch der " offiziellen " Denguesymptome hatte ich einen kleinen Harnwegsinfekt.Das war nach 2 Tagen vorbei und übergangslos begann das Fieber und der nach meiner Beobachtung signifikante Schmerz hinter den Augen.Andere hatten 1-2 Tage vorher Halsschmerzen, andere Kopfschmerzen .
Was hat mir geholfen? Sehr viel Wasser trinken und Paracetamol ( Acetaminofen) mit Codein ( Dazu keinen Alkohol trinken ) und eine hohe Dosis Vit. C / Tag ( mind.1 Gramm auf einmal ) schlucken. Damit sind die Gliederschmerzen und anderen Symptome mehr als erträglich.Beinahe bei jedem Patienten, inkl. mir selbst , war es nach 7 Tagen überstanden.
Das Dengue bei der Zweitinfektion deutlich dramatischer verläuft als bei der Primärinfektion kann ich für mich nicht bestätigen.Auch das dann die hämorrhagische Variante auftritt ist eher selten. Ich persönlich habe um die 15 Dengue-Fälle gesehen und keiner wurde zu dieser lebensbedrohlichen Variante.Aber die Möglichkeit besteht !
CAVE!!! - Kein Aspirin und kein Novalgin ( Metamizol-Natrium ) gegen die Schmerzen einnehmen. Das ist kontraindiziert und kann bei der hämorrhagischen Form zu erheblichen Problemen führen.

Dengue ist ernst - aber nur selten gefährlich.

Spätestens bei Blutungsbeginn der hämorrhagischen Variante ( meist Blut im Urin / Stuhl, Nase, Mund ) umgehend die Klinik aufsuchen.

Aber lasst euch nicht bange machen - in der Regel ist es nach einer Woche wieder vorbei ;-)
Saludos, Willi :fel:

Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 24. Apr 2013, 15:35

MoinMoin Leute,
muss etwas zu meinem Artikel ergänzen. Mich hatte es zum dritten mal erwischt.Und diesmal ar es äusserst unangenehm.Heute ist der erste fieberfreie Tag und ich bin froh,daß es nicht hämorrhagisch geworden ist.Diesmal waren alle Symptome deutlich ausgeprägter und die Knochenschmerzen nur mit Opiaten zu ertragen. Bin kein Tropenmedizin-Experte, deshalb hier überwiegend subjektive Erfahrungen: Die 3. Infektion hatte definitiv den schwersten Verlauf.Ist wohl doch etwas dran, daß die Intensität der Erkrankung durch Reinfekte zunimmt. Herzlichst, Willi

Benutzeravatar

hoffnung_2013
Kolumbien-Experte
Kolumbien-Experte
Beiträge: 1794
Registriert: 14.07.2009
Alter: 71

Dengue in Kolumbien

Beitrag von hoffnung_2013 » 24. Apr 2013, 19:21

Ich wünsche Dir wirklich von Herzen gute Besserung!
Gruß
P.

Benutzeravatar

Eisbaer
Moderator(in)
Moderator(in)
Beiträge: 8062
Registriert: 10.07.2009
Wohnort: Llanogrande (Ant.)

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Eisbaer » 25. Apr 2013, 00:50

Werde schnell wieder richtig gesund und passe gut auf Dich auf! Danke für den wertvollen Beitrag.
Kein Support via PN. Fragen bitte im Forum stellen, so helfen die Antworten allen ● Beachtet bitte unsere » Forenregeln «
Du bist zufrieden mit unserer Hilfe! Dann helfe doch bitte mit einer kleinen » Spende « Danke und Vergelt´s Gott!

Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 25. Apr 2013, 00:59

Vielen herzlichen Dank,
saludos,
Willi

Benutzeravatar

Nasar
Kolumbien-Experte
Kolumbien-Experte
Beiträge: 2759
Registriert: 13.08.2009
Wohnort: Suba

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Nasar » 25. Apr 2013, 03:31

Gute Besserung Kamachi :klat: Ich kenne nur zwei gute Ärzte: Dr. Kamachi und Dr. Mabuse :klat:
Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.

Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 25. Apr 2013, 17:45

Wohahaha...der war gut.Dr. Mabuse ist cool.Wir waren zusammen im Kindergarten.Mit FRankenstein in der Schule und mit Kinderarzt Dr.Roy Black Frölich in der Klinik :-))))


curuba
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 87
Registriert: 07.03.2012

Dengue in Kolumbien

Beitrag von curuba » 17. Mai 2013, 07:17

Mich hats 1x erwischt in Kolumbien mit Dengue. Hat angefangen mit grippeähnlichen Symtomen, ich habs mir mitten in Medellin eingefangen. Zu Hause würde ich die Sache nicht mehr durchziehen, sondern mich stationär im Krankenhaus behandeln lassen. Hatte es genau 7 Tage lang, hohes Fieber, Schüttelfrost, hab hyperventiliert, konnte kein Schritt mehr laufen, bei langem Pressen auf den Arm kam Blut aus den Poren raus, hab 7 Tage fast nichts gegessen. Die Leute mit denen ich zusammengewohnt habe, dachten ich geh drauf. Bei mir hat dunkler Traubensaft aus dem Exito geholfen um das Fieber runterzubekommen. 4 verschiedene Typen vom Dengue gibts anscheinend, dann ist man gegen alle immun wenn man's durchsteht. Also beim nächsten Mal würde ich ab ins Krankenhaus gehen.

Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 21. Mai 2013, 14:19

Hmmm..dunkler Traubensaft schadet sicher nicht,aber helfen?Klar,in Deinem Fall war definitiv das Krhs. angesagt.Das wurde ja haemorrhagisch.Aber bei der " leichten " Variante, reicht Bettruhe. Brauchst allerdings Hilfe.Ist so,wie Du es beschrieben hast - nichts geht mehr.Saludos, Willi


curuba
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 87
Registriert: 07.03.2012

Dengue in Kolumbien

Beitrag von curuba » 21. Mai 2013, 19:27

Habe es im Internet damals herausgefunden, daß roter, dunkler Traubensaft das Fieber senken soll. Kaum habe ich angefangen es zu trinken war das Fieber weg bei mir. Ob es nun Zufall war oder ob es nur bei mir funktioniert, jeder Mensch ist ja anders, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht wars auch nur ein Placebo-Effekt :-)
Dennoch, mit Dengue ist nicht zu spassen, für mich wars die Hölle.

Benutzeravatar

walterdealemania
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 168
Registriert: 16.11.2012
Wohnort: Hamburg

Dengue in Kolumbien

Beitrag von walterdealemania » 30. Mai 2013, 01:06

Insektenspray half auch
Für die Eindämmung von Malaria und Dengue-Fieber sind auch Insektensprays von Bedeutung. Die Forscher untersuchten deshalb auch Insektensprays mit dem Wirkstoff DEET (N,N-Diethyl-m-toluamid). Dadurch ließen sich die Mücken zwar nicht von ihrem menschlichen Ziel abbringen. Doch sobald die Mücken auf menschlicher Haut mit einem DEET-Film landeten, schwirrten sie entsetzt wieder ab. Das belege die Kontaktwirkung des Mittels, schreiben die Autoren und könne daher zusätzlich helfen, die beiden gefährlichen Krankheiten in Schach zu halten.
Quelle: Spiegel Online vom 29.05.2013


curuba
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 87
Registriert: 07.03.2012

Dengue in Kolumbien

Beitrag von curuba » 30. Mai 2013, 06:25

Ja, hatte diesmal ein Insektensprag mit DEET dabei, hat gut gewirkt, ohne reise ich nicht mehr. Halt immer bißchen nervig und mühsam sich einzusprühren, besonders wenn man dauerhaft wohnt in Kolumbien. Ich kenne soviele Leute die im Urlaub waren, sei es in Kolumbien, Thailand, Afrika und sich gleich ins Krankenhaus kamen, wegen irgendwelchen Infektionen.

Benutzeravatar

Themenstarter
Kamachi
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 794
Registriert: 15.08.2009
Wohnort: Bucaramanga

Dengue in Kolumbien

Beitrag von Kamachi » 30. Mai 2013, 16:39

Hmm..MoinMoin.
Vielleicht kennt sich da jemand aus.Ich schwitze sehr stark und nutze deshalb kein Insektenspray.
Wisst ihr, ob das Zeug vom Schweiss " runtergespült " wird ? Oder zieht der Wirkstoff ein? Ist er beständig gegen starkes Schwitzen?
Saludos, Willi