Frage zum Bankkonto und zum Geldverkehr

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hokldi
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Frage zum Bankkonto und zum Geldverkehr

Beitrag von hokldi »

Im Gegensatz zu Peru scheinen in Kolumbien fast alle ein Bankkonto zu besitzen. Also gelten die Banken als sicher. Wenn man nach Kolumbien auswandert, sollte man dann seine Euros auf ein kolumbianisches Konto übertragen, oder das Konto in Deutschland behalten und mit Internet Banking und Visa Auszahlungen in Kolumbien arbeiten. Beides hat Vor- und Nachteile.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht.

Max
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Frage zum Bankkonto und zum Geldverkehr

Beitrag von Max »

Kommt darauf an wieviel Du brauchst

John Extra
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Beitrag von John Extra »

Ich moechte fuer mich als Rentner anmerken das ich immer noch mein Konto in Deutschland habe, da es beim umwechseln finanzielle Vorteile hat, ich ziehe Geld am Automaten und das ist dann Euro in COP.
Hast Du hier in Kolumbien ein Konto, und die Rente wird nach Kolumbien ueberwiesen, dann von Euro zuerst in Dollar umgewechselt und dann in COP, dabei koennen finanzielle Verluste entstehen.
Ob die Banken hier Sicher sind, moechte ich mal nicht beurteilen, wenn es eine Sicherheit ueberhaupt gibt.
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Karibikotto
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Beitrag von Karibikotto »

Davon abgesehen, dass bei kolumbianischen Banken alles etwas komplizierter ist, kann ich nichts nachteiliges dazu sagen.
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CaribicStefan
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Beitrag von CaribicStefan »

Also fuer mich kann ich sagen das ich das ich folgendermassen gut gefahren bin:
Hatte meine Euros auf dem DKB Konto in Deutschland, habe dann mit meiner Kreditkarte hier bei der Banco Caja Social am Automaten immer "cash" gezogen und dann am Automaten bei meiner Banco Colpatria eingezahlt. Denn die Banco Caja Social hatte bisher den besten Wechselkurs und es kostete keine Gebuehren. Man kann bei der Banco Caja Social pro Tag 2.800.000 COP ziehen.
Will man nartuerlich groesser Betraege transferrieren ist das sehr aufwendig wenn man es eilig hat.
Klar kann man auch direkt von seinem deutschen Konto zu der jeweiligen Bank in Kolumbien transferrieren nur ist der Wechselkurs nicht der beste und man muss erst in Dollar wechseln und dann nochmal in COP, da faellt der Wechselkurs nochmal.

Was Karibikotto sagt kann ich nur bestaetigen und hinzufuegen, das einige Bankmitarbeiter komplett unkompetent sind oder sich absichtlich DUMM stellen, andere wiederum sehr bemueht sind einen zu unterstuetzen.
Hinzukommt das wenn sie an einem keine Kommision verdienen koennen der Service schlecht ist, bzw wie bei mir jetzt, die Mails garnicht mehr beantwortet werden.
https://www.youtube.com/watch?v=GJm7H9IP5SU

Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K »

Hallo,

meine Lösung ist: Bankkonto in Europa und mit der Revolut-Karte Bargeld kostenlos an Bankomaten (z.B. von der Davivienda) abheben. Man kann vom Revolut-Konto auch an andere Konten Geld überweisen. Der große Vorteil - super Wechselkurs, über dem man entscheiden kann (man sieht "live" den Kurs, man kann also die Kursschwankungen ausnutzen) und keine Spesen (wenn wir über ein paar Hundert € pro Woche reden, bei größeren Beträgen muss man schon an Revolut Spesen zahlen).

Das schlechte Service in kolumbianischen Banken kann ich nur bestätigen - es gibt keien Telefonnummer, Emails werden nicht beantwortet usw. Dazu kommt, dass es nur ganz wenige Gratiskonten in Col. gibt. Dazu kommt, dass es mit Überweisungen aus Europa immer wieder Probleme gibt - dauert lange, man muss ev. persönlich an die Bank gehen etc.

Lange rede kurzer Sinn - ich habe schon einige bösen Überraschungen mit den kolumbianischen Banken erlebt. Das Geld ist zwar immer aufgetaucht - aber auf einem kolumbianischen Konto würde ich immer so wenig Geld wie möglich haben (bzw. sogar überlegen, ob ich ein kolumbianisches Konto brauche) - und den Rest in Europa liegen lassen.
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Fusagasugeno
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Beitrag von Fusagasugeno »

Also ich bin bis jetzt nach 10 Jahren mit meiner kolumbianischen Banken sehr zufrieden. Das man den Nachweis bei über 10000 Dollar erbringen muss und das es darum länger geht bis das Geld gutgeschrieben ist hat mit den Banken nichts zu tun. Neustes kann ich aber im Internet den Eingang aber im Voraus schon legalisieren. Trotzdem habe ich aber nur das notwendige Geld inkl. Reserve hier in Kolumbien. Nicht wegen den Banken oder Risiko sondern je später Du wechselst je mehr Pesos gibt es dafür. Bisher habe ich das notwendige Geld immer bei besuchen mitgebracht, mitbringen lassen und als Sicherheit dient mir die Mastercard.
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)

Providence
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Beitrag von Providence »

Ich habe mein Schweizer Konto behalten, nur schon wegen der Kreditkarte, die ein höheres Limit hat, als ich in Kolumbien erhalten würde. Der internationale Transfer zwischen Bancolombia und Schweiz hat bisher immer reibungslos und schnell funktioniert. Mit Banco de Bogota hab ich da andere Erfahrungen gemacht; da bliebs mal 3 Monate(!) hängen.

@ Gordi_K, Ich hatte mich mal für Revolut interessiert, daraus wurde aber nichts, weil die einen Wohnsitz in Europa (und glaub ich USA, Australien u.ä.) voraussetzen. Kolumbien ist nicht auf dieser Liste. Hat sich das inzwischen geändert? Oder gibts da ein Schlupfloch? Würde mich sehr interessieren.
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
A.v.Humboldt

Max
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Beitrag von Max »

Also ich hab auch keiin Problem mit Bancolombia klappt alles, hängt auch viel von deinem Betreuer ab bei der Bank.

Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K »

@ Providence

Man braucht eine Adresse in Europa - und. ev. EU Telefonnummer (bin mir nicht sicher). Auf die Adresse kommt dann die Karte. Dann muss man noch Reispepass/Personalausweis etc. denen senden. Einfach probieren und wirst sehen.

Angeblich gibt es leute, wo die Tochter in der EU die Karte beantragt hat und die Mutter die Karte in Kolumbien problemlos monatelang für Bankomatabhebungen verwedet. Die App zu dieser Karte läuft aber auf einem Händy in der EU, die Revolut-Karte wird von einer EU-Kreditkarte "aufgeladen".

Ich habe die Revolut-App 1,5 Monate lang in Kolumbien auf meinem EU Händy verwendet und habe kein Problem damit gehabt. D.H. Auf deiner Stelle würde ich die Karte einfach auf die Papiere der Mutter/Vater/Geschwister beantragen und dann nach Kolumbien mitnehmen. Ich verwende die Karte nur zum Geldwechseln - also habe kien Geld dort deponiert. Sollten sie die Karte also mal sperren, dann passiert auch nichts, die Karte kostet ja nichts...
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bastians
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Beitrag von bastians »

Habe gerade mal auf der Revolut-Webseit geschaut. Bargeldabhebungen sind nur bis 200€/Monat kostenfrei. Da bleibe ich lieber bei meinen DKB/ComDirect VISA-Karten.

Gordi_K
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Beitrag von Gordi_K »

Stimmt, das habe ich vergessen - ich glaube auch das Wechseln wird ab einen gewissen Betrag nicht mehr kostenfrei - muss man halt jeder selbst entscheiden, ob Revolut vorteilhaft ist.

Für uns ist es halt die Lösung, wie wir Problemlos und schnell nach Kol. Geld überweisen können - da sich die Karte in Kol. befindet... Aus die Tatsache, dass man nur bei einigen Banken kostenlos abheben muss man erwägen - in Kol. haben wir die Davivienda-Filiale um die Ecke, also kein Problem.
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

habe ein Konto bei Bancolombia und ein deutsches Konto.

soweit keine Probleme, online banking bei bancolombia funktioniert auch ganz gut.
bei einer Überweisung "Transferencia" muss man zunächst das Konto des Begünstigten anlegen und das kann wohl mal ein paar Tage dauern (keine Ahnung ob es wegen Corona war, aber letztes mal waren es 3 Bankarbeitstage).
Kontoführungsgebühren sind sehr gering, ich weiß den Betrag gerade nicht genau, aber niedrig...
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Eisbaer
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Beitrag von Eisbaer »

Die Einschreibung verbunden mit einer Wartezeit bei "Überweisungen" war schon immer so bei Bancolombia.
Wen die Kosten der Kontoführung interessieren, der klicke => hier.
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hokldi
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Beitrag von hokldi »

Danke für die Infos.