Größere Rechnung zahlen in Kolumbien und Hauskauf

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vertigo75
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Größere Rechnung zahlen in Kolumbien und Hauskauf

Beitragvon vertigo75 » 9. Mär 2018, 11:17

Beitrag von vertigo75 » 9. Mär 2018, 11:17

So ich bin jetzt wirklich auf die Suche nach einem Haus und mir würde auch eins gefallen.

Nach euren bisherigen Antworten würde ich nun also eine Banküberweisung machen.

Was ich nun aber immer noch nicht ganz verstehe ist die Zahlung in Bezug auf die Währung.

Wenn ich nun einen bestimmten Betrag in Kolumbien in Peso zu bezahlen habe, diesen an den Verkäufer direkt bezahlen möchte, wie mache ich das denn so dass dieser exakte Betrag auch auf dem Konto der kolumbianischen Firma landet?

Ich habe hier nun mehrfach gelesen dass der Betrag von der deutschen Bank nicht in Peso direkt bezahlt werden kann. Dieser vorher dann wohl noch in US$ umgewandelt wird und dann erst in Peso. Wie stelle ich denn dann schon bei der Überweisung sicher das trotz Wechselgebühren und sonstigen Abzügen der Empfänger auch tatsächlich die geforderte Summe bekomm?

Des Weiteren verstehe ich es richtig, dass ich bei der Auswahl der Auslandsüberweisung am besten in US Dollar zahle?


desertfox
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Beitragvon desertfox » 9. Mär 2018, 11:49

Beitrag von desertfox » 9. Mär 2018, 11:49

Das was Du vorhast in Bezug auf Wechselkurs geht so nicht. Wen Du dem Empfänger vertraust überweist Du etwas mehr um sicher zu gehen das auch genug Geld ankommt, und der Empfänger zahlt dir den zuviel beglichen Betrag dann später wieder aus.

Ob Du das Geld in US-$ oder Euro nach Kolumbien sendest ist eigentlich nebensächlich, für die US-$ zahlst in Deutschland den Wechselkurs und in Kolumbien wieder von US-$ zu Pesos. Das Geld wird als in jedem Fall 2 mal umgerechnet..., hast Du aber ein US-$ Konto in Deutschcland hast dann sende es gleich in US-$


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Beitragvon vertigo75 » 9. Mär 2018, 11:59

Beitrag von vertigo75 » 9. Mär 2018, 11:59

mhh kenne den wechselkurs der banco colombia aber nicht, was durch die umrechnungen verloren geht und was an gebuehren einbehalten wird. das macht es nicht gerade einfach.

So einfach wie bei Western Union, den exakten Betrag als Auslandswährung auszahlen geht also nicht...

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Ernesto
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Beitragvon Ernesto » 9. Mär 2018, 15:53

Beitrag von Ernesto » 9. Mär 2018, 15:53

@vertigo75: Eine Banco Colombia gibt es in Kolumbien nicht. Du weisst auch, dass du das Haus erst bezahlen solltest wenn es notariell im Grundbuch eingetragen ist! Dem Verkäufer, also dem Empfänger des Geldes musst du alle Unterlagen zur Herkunft des Geldes zur Verfügung stellen, so dass er den Betrag lt. Geldwäschegesetz ordnungsgemäss deklarieren kann.

Wenn ich eine "einigermassen" gut verkäufliche Immobilie hätte, würde ich mich nicht auf eine Zahlung aus dem Ausland einlassen. Warum das Leben schwer machen, wenn es doch so einfach sein kann ;-)

Viel Glück


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Beitragvon vertigo75 » 9. Mär 2018, 16:05

Beitrag von vertigo75 » 9. Mär 2018, 16:05

die antwort verstehe ich nicht. du meinst also man sollte mit mir keinen hauskauf abschliessen?!

und wenn das haus noch im bau ist

=> grupograma.com/properties/ciudad-caribe-reserva-real

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Beitragvon spitfire88 » 9. Mär 2018, 16:37

Beitrag von spitfire88 » 9. Mär 2018, 16:37

"Ich habe hier nun mehrfach gelesen dass der Betrag von der deutschen Bank nicht in Peso direkt bezahlt werden kann. Dieser vorher dann wohl noch in US$ umgewandelt wird und dann erst in Peso. Wie stelle ich denn dann schon bei der Überweisung sicher das trotz Wechselgebühren und sonstigen Abzügen der Empfänger auch tatsächlich die geforderte Summe bekommt?"

Nach meinem Verständnis überweist du COP und die kommen dann auch an.

Bei den Auslandsüberweisungen gibt es ein Eingabefeld, welches nach der Behandlung von der Gebühren und Spesen fragt. Bei mir im Oneline-Banking gibt es die Optionen: Sender - Teilen - Empfänger.

p.s. Die Position von Ernesto verstehe ich schon und sie ist auch logisch.

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Beitragvon Ernesto » 9. Mär 2018, 16:49

Beitrag von Ernesto » 9. Mär 2018, 16:49

@vertigo75: hast du das ausgesucht? Wenn du aus dem Fenster schaust, dann siehst du die Klimaanlage vom Nachbarn. Die Eingänge rechts und links der kleinen Grünanlage finde ich auch nicht berauschend, da kann jeder in die Wohnungen sehen. Alles viel zu nah beisammen. Das ist meine pers. Meinung, auch wäre mir die ganze Anlage viel zu gross. Gut das es so unterschiedliche Geschmäcker gibt. Wenn du dann noch einen vierten Stock kaufst wird es für ältere Leute keine Option sein, da kein Fahrstuhl vorhanden.

Wenn ich ein Haus zu verkaufen hätte würde ich es dir gerne verkaufen. Nicht jedoch zu den von dir hier erwähnten Bedingungen ;-)

In Deutschland schickst du 1000 US-$ ab, übernimmst die Gebühren und Spesen. In Kolumbien kommen 1000 US-$ an. Ausgezahlt werden die zum aktuellen Tageskurs in COP. Möglich das die Empfängerbank Gebühren verlangt. Wird von Bank zu Bank unterschiedlich sein, lässt sich recht einfach vorher abklären. In einer Woche geht das natürlich nicht!
Zuletzt geändert von Ernesto am 9. Mär 2018, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon spitfire88 » 9. Mär 2018, 16:55

Beitrag von spitfire88 » 9. Mär 2018, 16:55

"In Deutschland schickst du 1000 US-$ ab"

Frage: Warum kann man keine 1.000 COP absenden?

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Beitragvon Ernesto » 9. Mär 2018, 16:56

Beitrag von Ernesto » 9. Mär 2018, 16:56

spitfire88: Ich habe gehört es gibt keine blöden Fragen. Daher gehe ich davon aus, dass du dich vertippt hat.

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Beitragvon spitfire88 » 9. Mär 2018, 17:04

Beitrag von spitfire88 » 9. Mär 2018, 17:04

... ich weiß, es gibt nur blöden Antworten. ;)

Ich habe es gerade einmal beim mir versucht zu simulieren. Zumindest die Commerzbank - ist nicht gerade eine kleine Bank in DE - führt keine COP-Überweisungen aus oder genauer formuliert, trotz Zielland Kolumbien steht die Währung COP nicht zur Auswahl.


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Beitragvon vertigo75 » 9. Mär 2018, 17:43

Beitrag von vertigo75 » 9. Mär 2018, 17:43

mich wuerde mal interessieren, das wenn ein haus noch nicht steht, es normal waere das schon zu bezahlen

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Beitragvon Ernesto » 9. Mär 2018, 17:55

Beitrag von Ernesto » 9. Mär 2018, 17:55

Man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Es gehört eine gewisse Risikobereitschaft dazu, denn passieren kann viel. Ich kenne aber auch Leute die mit solchen Käufen gute Geschäfte gemacht haben. Sehe es doch so, tut der Betrag, wenn du ihn verlierst nicht weh, dann investiere. Geht die Baufirma pleite oder macht Pfusch, du bist dann auch ruiniert, dann lieber nicht ;-)


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Beitragvon desertfox » 9. Mär 2018, 18:06

Beitrag von desertfox » 9. Mär 2018, 18:06

Bisher habe ich noch nicht gelesen um welche Summe es sich bei der Überweisung handelt. Evtl. ist es nur die Anzahlung / Seperacion und das Project ist "Sobre Plano???
Selbst dann bräuchtest Du aber jemanden Vor-Ort der den Kaufvertrag unterschreibt..., der hat dann sicher auch ein Bankkonto über das die Transaktion dann laufen könnte...., dies zumindest meine unwichtige Meinung!


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Beitragvon Chemiepeter » 9. Mär 2018, 21:59

Beitrag von Chemiepeter » 9. Mär 2018, 21:59

Ich habe schon mehrmals grösserer Beträge nach Kolumbien überwiesen. In den Jahren 2015, 2016 und gerade vor einigen Tagen wieder. Ich habe das Geld immer in USD gesendet und dabei nur gute Erfahrungen gemacht. Das Geld wurde auf ein Konto bei BANCOLOMBIA überwiesen und immer am gleichen Tag gutgeschrieben. Für die Spesenregelung habe ich immer "beneficary" gewählt. Im letzten Fall wurden USD 15 Spesen verrechnet, was sehr wenig ist. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass bei grösseren Beträgen genau geschaut wird, ob das Geld legal ist oder nicht. BANCOLOMBIA akzeptiert Beträge bis USD 7000 pro Jahr ohne zu Mucken. Wenn's mehr ist, wird's kompliziert. Dann spielen sie Finanzpolizei. Ich musste jeweils meine wirtschaftliche Berechtigung am Geld nachweisen. Bestätigung meines Arbeitgebers, Betätigung der Bank über wirtschaftliche Berechtigung und zudem musste ich beweisen, dass das Geld versteuert ist. Wenn die Dokumente vollständig und gültig sind, ist es kein Problem.


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Beitragvon axko » 10. Mär 2018, 02:49

Beitrag von axko » 10. Mär 2018, 02:49

Also ich sehe eine gewisse Unsicherheit bei Vertigo75, welche ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Auch wenn Du noch in DE lebt und ein Projekt welches noch in der Planung ist, kaufen willst, das ist nicht so ohne Risiko. Sage mal wie sind da eigentlich die Zahlungsbedingungen? Muss du das ganze Projekt auf einmal bezahlen oder wollen die "nur" eine Anzahlung? Frag mal nach ob da noch andere Gringos sich eine Wohnung kaufen, vielleicht kannst du mit denen eine Interessengemeinschaft gründen.Auch kannst du dann fragen wie die es mit der Bezahlung gemacht haben. Mit dem Geld überweisen habe ich das immer so gehandhabt, dass ich annähern den genannten Betrag auf das Konto des Verkäufers überwiesen habe, danach mit der Abrechnung von der Bank wurde dann endgültig abgerechnet. Waren dann meist nur ein paar hundert Euro bzw. hunderttausend Pesos, die du dann problemlos vom ATM ziehen kannst. Denk immer daran, wenn ein Kolumbianer an dich Forderungen hat, dann ist er immer dein Freund. Im umgekehrten Falle, sind die auf einmal sooo beschäftigt und vergesslich. Dann kannste ewig dein Geld hinter her rennen. Daher besser zu wenig überweisen als zuviel.