[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

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[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

Beitrag von ColombiaOnline » 24. Nov 2012, 03:19

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Danke für diesen Buchtipp. Werde ich mir zulegen. Kostet keine 10 Euro. Hier die Beschreibung:
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Kolumbien ist ein Staat an den Grenzen des Zusammenbruchs. Nicht nur Gewalt und Kriminalität bestimmen den Alltag sondern auch die Korruption der Politik. Das Land ist in den Händen einiger, weniger Familien, die kein Interesse daran haben, dass sich die kolumbianischen Verhältnisse verändern. Lesen Sie nach, warum das so ist und warum es kein Ende des fast schon 50-jährigen Bürgerkriegs geben wird. Dabei könnte Kolumbien eins der letzten Paradiese der Erde sein und hat ausserdem das Potential einer der Weltlieferanten für Nahrungsmittel zu sein. Wieso das nicht so ist und warum auch kein Tourismus im Land gewollt ist, erfahren Sie in diesem Buch.
„Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.“


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Beitrag von FreeLibertarian » 24. Nov 2012, 12:39

Solche Verschwörungstheorien wurden auch schon vor 50 Jahren veröffentlicht, da ist nichts neues dran. Bücher schreiben kann heutzutage auch jeder...

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padrino
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[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

Beitrag von padrino » 24. Nov 2012, 13:09

Ich kenne das Buch, finde es eigentlich nicht schlecht, jedoch muss man immer vorsichtig sein bei solchen Theorien. Klar ist viel recherchiert worden, jedoch bringt ein Autor immer seine eigene Sichtweise/Meinung der Dinge wie ein roter Faden in ein Buch. Das spürt man auch bei diesem.

Sicher sehr interessant zu lesen, aber ich sehe das ähnlich wie FreeLibertarian, solche Therorien gab es immer und wird es immer geben, es gibt sicher Stellen die wahr sind, für mich jedenfalls ist ein solches Buch nicht aussagekräftig und ich würde dies auch nicht auf die ganze Situation in Kolumbien abwälzen.

Nur schon wenn man den Tourismus in Kolumbien anschaut. Aus meiner Sicht wird viel getan für die Touris, dass sie sicher im Land umherreisen können. Man hört selten von ermordeten Touristen. Als Vergleich Venezuela.. hier ist der Tourismus stark zusammengebrochen und dies flächendeckend, wegen brutalen Raubüberfälle, Morde etc. und dies in allen Teilen, die wunderschönen Inseln eingeschlossen. Auch wurden in den letzten 10 Jahren sehr viele ausländische Einwanderer auf brutalste Weise wieder vertrieben, ich denke so schlimm ist es in Kolumbien nicht.

Aber wie gesagt...meine Meinung.

Saludos
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Ernesto
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[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

Beitrag von Ernesto » 24. Nov 2012, 16:28

Kamachi wird nicht ein Buch empfehlen was aus Verschwörungstheorien besteht. Kamachi lebt schon länger in Kolumbien und seine Aussage hat für mich Wert, denn er sieht es nicht aus der Seit der Touristen ;-) Er lebt nicht nur in Kolumbien, sondern arbeitet auch in Kolumbien. Verbunden damit kommt er viel herum. Wie ich gehört habe, arbeitet er auch für Menschenrechtsorganisationen. Da setze ich eine grosse Erfahrung voraus. Die, die vom hören-sagen schreiben, das hat für mich keinen Wert. Zu so einem Thema kann nur wer antworten, der weiss wovon er spricht.


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Beitrag von FreeLibertarian » 24. Nov 2012, 17:35

Ich lebe in Deutschland, und ich würde 80% der Bevölkerung dieses Landes das Wissen absprechen, ihr eigenes politisches System und das der EU zu durchblicken. Bloß, weil er in KOL lebt, heißt das nicht, dass er genau wüsste, was hinter den Kulissen abgeht. Das weiß wahrscheinlich keiner von uns so genau, da niemand Insiderwissen hat oder im politischen System mitmacht. Gerade die kolumbianische Politik ist sehr schwer verständlich, da hier viele politische Akteure aktiv sind, die nie in der Öffentlichkeit auftreten. Nicht, dass unser Kamachi nicht Recht haben könnte, aber Bücher über "oligarchistische, kriminelle Eliten" gibt es auch zuhauf in D und den USA. Kommt auch immer auf den eigenen politischen Standpunkt draufan, denn aus sozialistischer Sicht (wozu sich Kamachi bekennt) werde ich Kolumbien anders sehen, als wenn ich beispielsweise kolumbianischer Unternehmer bin.... Was nun jeder glaubt und nicht glaubt, bleibt demjenigen selbst überlassen.

Grundsätzlich finde ich es richtig, wenn Gewalt an Unschuldigen angeprangert wird, kann mich aber auch in den Großbauern, Händler oder Unternehmer hineinversetzen, die wie ja ständig lamentiert wird, die Paramilitärs unterstützten, um gegen die Guerrilla vorzugehen. Hätte ich an deren Stelle genauso gemacht. Es gibt immer 2 Seiten der Medaille und leider liefern uns die europäischen Medien immer nur eine extrem-linksgefärbte Sicht der Dinge auf Lateinamerika, das auf Grund der Guerrilla-Tendenzen der hiesigen Bevölkerungen schon immer das Steckenpferd marxistischer Akademiker war (man schaue nur auf amerika21, Junge Welt, womblog)...

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[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

Beitrag von padrino » 25. Nov 2012, 01:49

Ernesto » 24 Nov 2012, 16:28 hat geschrieben: Die, die vom hören-sagen schreiben, das hat für mich keinen Wert. Zu so einem Thema kann nur wer antworten, der weiss wovon er spricht.
Mich würde noch wunder nehmen was deine Definition von den Leuten ist, die "wissen" wovon sie sprechen? Sind das Ausländer die ausgewandert sind, Einheimische, Touris, Politiker, Studierte?

Ich denke dieses Thema kann niemand abschliessend beantworten, da Gewalt eine Wahrnehmung ist, welche bei jeder eine etwas andere Auffassung hat. Meine Novia inkl. Familie und Verwandte (welche seit Generationen) in Kolumbien leben, empfinden nicht, dass die Gewalt zugenommen hat, dies ist jedoch die Sicht einer normalen Familie in Cartagena, was ausserhalb oder in anderen Städten läuft können auch sie nicht genau beurteilen und genau deshalb finde ich es spannend jeden Aspekt der Gewalt zu berücksichtigen. Deshalb sind für mich die Statements von Kamachi genau so wichtig wie diejenigen von FreeLibertarian und mir, denn alle zeigen verschiedene Sichtweisen und Formen der Gewalt auf.

@Ernesto
Du selbst lebst doch in Medellin, wie empfindest denn du die Situation?

Saludos
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Beitrag von Ernesto » 25. Nov 2012, 02:13

Hast dich sehr gut ausgedrückt. Gefällt mir. Auch das was du zur Wahrnehmung schreibst. Es gibt sogar Menschen, die können gar nicht ohne Gewalt leben ;-) Ok, Medellín ist gefährlich. Vor zwei Jahren, als ich dort war ankam empfand ich es angenehmer. Hier habe ich das erste mal jemand verblutend auf der Strasse liegen sehen. Habe gesehen wie ein Bussfahrer erschossen wurde. Daran gewöhnen kann ich mich nicht. Für mich ist Kolumbien ein brutales Land in dem der stärkere der Sieger ist.

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Beitrag von ColombiaOnline » 26. Nov 2012, 16:58

Das sind einige der Gründe warum ich niemals in solch einem Land leben wollte. Die Gefahr sich daran zu gewöhnen ist groß. Urlaub ja, Leben nein.
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Beitrag von Kamachi » 27. Nov 2012, 23:24

Vielen Dank, Ernesto.
MoinMoin :-)
Ich bin der Meinung , ein " hinter die Kulissen " - Gucker zu sein. Dennoch ist das kein Garant für Objektivität.Ich bin stark links eingefärbt und das merkt ihr sicher auch.Was ich allerdings,unabhängig von Kombatanten schreibe,sind eigene Erfahrungen.Und die gebe ich möglichst objektiv und vorurteilsarm wieder.
Herzliche Grüße,
Willi

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Beitrag von schweizer » 28. Nov 2012, 16:00

Gute Kamachi Einstellung, teile ich zu 100%.

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Beitrag von padrino » 1. Dez 2012, 00:35

Ernesto » 25 Nov 2012, 02:13 hat geschrieben:Hast dich sehr gut ausgedrückt. Gefällt mir. Auch das was du zur Wahrnehmung schreibst. Es gibt sogar Menschen, die können gar nicht ohne Gewalt leben ;-) Vor zwei Jahren, als ich dort war ankam empfand ich es angenehmer. Hier habe ich das erste mal jemand verblutend auf der Strasse liegen sehen. Habe gesehen wie ein Bussfahrer erschossen wurde. Daran gewöhnen kann ich mich nicht. Für mich ist Kolumbien ein brutales Land in dem der stärkere der Sieger ist.
Danke Ernesto für dein Beitrag und dein Statement. Ich denke genau das trifft es auf den Punkt, die Empfindung jedes einzelnen. Als die Wohnung eines Bekannten meiner Novia ausgeraubt wurde, wurde dies als normaler "Raub" angesehen und jeder hat dies als "normal" angesehen, weil sie einfach nichts anderes kennen. Weil halt der Bekannte besser gestellt war und trotzem in diesem Barrio gelebt hat. Mittlerweilen hat er sein Barrio gewechselt.

Die Verhältnisse welche du beschreibst sind sicher für viele "nichts spezielles".. dennoch muss man zuerst mit solchen sachen fertig werden und dies ist sicherlich nicht einfach. Ehrlich gesagt, ich wüsste selbst nicht wie ich mit solchen Situationenen umgehen könnte, daher mein respekt an dich, dass du immer noch in Medellin ausharrst. Darf ich fragen was du dort genau machst? Bist du angestellt, hast du ein eigenes Business oder wieo hats dich nach Medellin verschlagen?

Was mich an dieser Stelle ebenfalls interessiert ist die Situation die Kamachi erläuterte...nach sovielen Negativerlebnissen, was hält dich in Kolumbien fest?Ich meine dies überhaupt nicht negativ, ich frage mich nur was gibt dir die Kraft in Kolumbien als Selbständigerwerbender weiterzumachen?

Saludos

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Beitrag von Franki » 2. Dez 2012, 12:28

Hallo Leute

Ich war vor einem Monat das erste Mal in Bogota. Ehrlich gesagt, ich habe mich dort sicherer gefühlt als in manch anderen Ländern, die ich schon bereist habe.( Africa, Balkan)
Klar dort leben und arbeiten, ist was anderes als, nur kurze Momente einzufangen.
Mal abgesehen davon, auch hier in D oder CH ist es seit einigen Jahren wahrscheinlicher, ausgenommen am nächtlichen Bahnhöfen oder Opfer eines Einbruchs zu werden.
Die sog. Hemmschwelle bei Gewaltdelikten ist viel höher geworden, auch Frauen oder Kinder werden brutal ausgeraubt/zusammengeschlagen, bzw. wer am Boden liegt, der kriegt dann erstmal richtig...
Mir wurde gesagt, das ich als typisch deutsch aussehender Mensch, gewisse Orte meiden soll und daran halte ich mich einfach.Ich versuche mich einfach anzupassen und nicht extra als ''Gringo'' aufzufallen, was wohl aber sich nicht ganz vermeiden läßt.
Ich unterschätze sicher nicht die Lage in Kolumbien, aber Angst habe ich keine.
Falls es mit der kolumb. Firma klappt und ich für ein paar Jahre dort arbeiten kann, würde ich mich auf diese Herausforderung sehr freuen.
Mir hat die Mentalität der Menschen gefallen, mit den ich zusammen gearbeitet habe. Allgemein sah ich nur freundliche Menschen, das hat mir sehr gefallen.Die Leute waren happy, obwohl sie hart und lange arbeiten für ihr Geld und das Einkommen nicht gerade sehr hoch ist. Die Menschen kamen mir zufriedener vor, als wir in Europa und mir wurde doch einiges bewußt, wie gut es uns doch eigentlich hier geht und wir jammern doch auf hohem Niveau( mal abgesehen von speziellen Ausnahmen).
Also, ich freue mich, aber unterschätze auch nichts und danke an Euch alle,für diese wichtigen Informationen.

Gruß Franki

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Beitrag von schweizer » 4. Dez 2012, 17:46

Viel Glück Franki bei deinen Vorhaben.

Nun weiss ich nicht ob ein Einzelfall hier passt, falls nein, dann bitte Verschieben.

Gestern war der Vater meiner Freundin im Süden von Medellín auf einer Weihnachtsveranstaltung. Als er zu seinem Wagen wollte wurde er auf belebter Strasse von drei gut gekleideten jungen Burschen angerempelt, in eine Ecke gedrängt und in Sekunden war seine Geldbörse und sein Handy gestohlen. Viele haben es gesehen, sagt er, keiner hat reagiert. Passiert ist es gegen 21 Uhr.


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Beitrag von Franki » 4. Dez 2012, 20:08

Hallo Schweizer

Ich unterschätze es nicht und das von Dir eingebrachte Beispiel, gibt sicher Anlaß sich ernsthaft Gedanken zu machen.

Gruß Franki


Hombre248
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[Diskussion] In Kolumbien nimmt die Gewalt zu

Beitrag von Hombre248 » 5. Dez 2012, 07:37

Hallo,

reise demnächst zum zweiten Male nach Kolumbien. Wenn ich mich kurz als erfahrener individueller Lateinamerikatourist äußern darf zu diesem Thema. Die Gewalt in Südamerika wird es mit Sicherheit immer geben. Gerade die Jugendkriminalität wird nie aufzuhalten sein, denn der unausweichliche Kommerz, vor allem der Unterhaltungselektronik, Handys, I-Pad usw. wird nie nachlassen, im Gegenteil das Angebot nimmt rasant zu, die Medien bieten ein Riesensortiment an und die jungen Leute möchten eben das Produkt auch haben, egal wie, kaufen geht nicht , einfacher ist es Leute zu bestehlen, egal mit welchen Mitteln . Bei uns im ewigen Jammerzustand befindlichem Wohlstandsland Deutschland bekommen die Kinder alles von den Eltern oder Großeltern geschenkt, in Lateinamerika fallen die Geschenke materieller Art erheblich dürftiger aus, okay es gibt auch wohlhabende Latinos, jedoch die Mehrheit lebt einfach von heute auf morgen. Eine gewisse unt notwendige Schulbildung kostet dementsprechend viel Geld in Lateinamerika, und daher sind die beruflichen Aussichten für Jugendliche aus einfachen Verhältnissen einfach deprimierend. Möchte hiermit die Jugendkriminalität nicht rechtferigen, im Gegenteil ich verabscheue Gewalt, versuche nur es in einfachen Worten zu begründen. Es wäre eine Aufgabe der Politiker sich für eine für jeden bezahlbare, warum nicht kostenlose, Bildung zu schaffen. Aber über das schmutzige Thema Politik in Lateinamerika müssten wir wohl eine eigene Plattform erstellen. So nun lass ich es auch gut sein, freue mich trotzdem jedesmal riesig dieses Lateinamerika mit ihren wunderbaren positiven Kostbarkeiten, Land, Natur und Menschen, zu besuchen. Eine Reise dorthin bringt dich kopfmäßig wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und das ist auch gut so, diese Lebenserfahrung ist mir persönlich einfach wahnsinnig wichtig.

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Beitrag von Kamachi » 6. Dez 2012, 21:03

Moin,
gestern Abend kam ich mit Kunden aus Tayrona.
Rieesenprobleme auf der Via nach Santa Marta. Gefechte zwischen 4 Paracogruppen.
2 tote Zivilisten.
Saludos, Willi