Einige Fragen zu meinem ersten Besuch in Bogotá bei meiner Internetbekanntschaft

Wer möchte nicht geliebt werden? Nichts ist schöner als wenn man liebt und geliebt wird. Doch die Entfernung wie bewältigt Ihr das?

Glboetrotter
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Einige Fragen für meinen Besuch in Bogota

Beitrag von Glboetrotter »

⇒ Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Nock1434:

Jawohl, bereits seit einigen Jahren zeigt der Computer der Airlines vor der Abreise an, dass es nur einen Hinflug nach Kolumbien vom nicht Kolumbianer gibt. Das fällt auf und muss manuell mit dem Passagier überprüft werden.
Dann kann man gar nicht ins Flugzeug einsteigen.

Ich, reise oft nur mit Handgepäck, wurde deshalb beim check-in oder sonst spätestens beim Gate vor dem Einsteigen nach Kolumbien angehalten, da man bei der Buchung nicht angeben kann, dass ich ein Visum/Cedula Residente für Kolumbien besitze.

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vilser
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Einige Fragen für meinen Besuch in Bogota

Beitrag von vilser »

Hallo... ich bedanke mich herzlichst für die rege Beteiligung an meinem Fragenkatalog. Da merkt man eigentlich erst, wie blauäugig ich an diese Geschichte herangehen wollte. Wie schon geschrieben, als Pauschalreisender macht man sich über diese ganzen Sachen überhaupt keinen Kopf. Ich bin eigentlich schon sehr viel in der Welt herumgekommen, wobei Südamerika noch nie mein Angesicht erblickt hat. Aber jetzt mal alles alleine organisiert sieht das anders aus. Aber, ich habe absolut nicht die Lust an dieser Reise vorloren. Ich bekomme täglich Video`s und Bilder von meiner Freundin und stelle immer mehr fest, wie fantastisch dieses Land sein muss, auch wenn vieles dort im argen ist. Was mich allerdings irritiert hat, ist die Aussage von @Glboetrotter mit dem Gepäck. Ich hatte mir nach den vorherigen Aussagen schon überlegt, nur mit Handgepäck dorthin zu reisen. Wäre einfacher und man wäre flexibler. Und vor allem, nichts könnte verloren gehen. Wenn ich jetzt aber lese, das wenn man kein sonstiges Gepäck dabei hat, schon Fragen beim Gate auftauchen, kommt man ins Grübeln. Bei Flügen in die Türkei, Marokko,Tunesien,Ägypten etc. bin ich nur mit Handgepäck geflogen und kein Mensch hat gefragt. Man merkt aber schon, das Kolumbien und die angrenzenden Länder etwas anders geartet sind. Meine Blauäugigkeit muss ich ruckzuck aufgeben.

Mir kommt da noch eine Frage spontan in den Sinn. Kennt sich jemand mit der DIAN aus? Meine Freundin steht da leider etwas in Beobachtung dieser Organisation. Sie hatte vor etwa 4 Jahren zusammen mit ihrem Bruder versucht, über Mexiko nach Amerika zu flüchten. Hatte sich einem dieser skurrilen Flüchtslingshelfer angeschlossen um sich von dem ausnehmen zu lassen. Vorab hatte sie zusammen mit ihrem Bruder etwa 50 Mio. Pesos von der Bank geliehen. Das Geld war nach der Festnahme und Rückführung aus den Staaten restlos weg. Nun steht sie noch mit einem Teil dieser 50 Mio`s in der Kreide. Zusätzlich noch einer auferlegten Strafe. Mary sagte mir dazu, weil ich ihr gesagt habe, ich würde mich darum kümmern wenn ich vor Ort sei, das diese Schulden nach einiger Zeit von sogenannten Inkasso-Büro`s aufgekauft würden und man diese mit verringerten Kosten denen abkaufen könne. Ist dem tatsächlich so? Ich würde ihr gerne dabei helfen, aber warum soll ich mehr Geld ausgeben wenn es vielleicht anders ginge.

Ok, das soll`s erstmal wieder gewesen sein... ich bedanke mich nochmal wegen der regen Teilnahme an diesem Thread.

Benjamin

Einige Fragen für meinen Besuch in Bogota

Beitrag von Benjamin »

Die DIAN ist die kolumbianische Steuerbehörde. Ich würde dir empfehlen, die Schulden einer persönlich unbekannten Fernbeziehung beim Erstbesuch nicht zu übernehmen. Überlege dir noch einmal, ob du wirklich mit dieser Frau zusammen sein willst. 50 Millionen COP oder ein Teil davon, wie du sagst, sind vielleicht nicht viel für dich, aber Freundschaft und Liebe kann man nicht kaufen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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Fusagasugeno
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Beitrag von Fusagasugeno »

Benjamin hat es höflich formuliert. Ich sage Achtung, sei ja nicht naiv. Wenn Du nach einiger Zeit diese Schulden übermehmen willst, lass Dir die Originalbelege vom Bankkredit zeigen. Was der Dian damit zu tun hat, ist mir auch unklar. Es gibt in Kolumbien tausende Abzocker Methoden, meist sind hübsche, scharmente junge Damen darin verwickelt. Wenn Du schon vor dem ersten Persönlichen treffen um die Lösung dieses Problems gebeten wurdest da schrillen bei mir alle Alarmglocken.
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)

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vilser
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Beitrag von vilser »

@Fusagasugeño
@Benjamin

@Fusagasugeño Da muss ich kurz etwas zu schreiben. ich wurde in keinster Weise dazu befragt, ob ich das übernehmen könnte, ganz im Gegenteil. Ich musste ihr das mit gezielten Fragen herauspressen das diese Schuldenlast vorhanden ist. Mary möchte das in keinster Weise das ich das übernehme. Wäre es so, hätten bei mir auch schon längst die Glocken geläutet.

@Benjamin Ich will und würde auch nichts kaufen. Ich habe ihr ganz klar gesagt, das erstmal abwarten angesagt ist. Ich bin nicht blind vor Liebe!!!

Dolfi
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Beitrag von Dolfi »

Ich habe nach einiger Zeit (bei meinem zweiten Aufenthalt, als schon klar war, das wir zusammen bleiben würden) dann auch den Rest des Kredites für das Appartment meiner Frau bezahlt. Das Apartment in Medellín haben wir heute noch, es ist aber vermietet.

Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

50 Mio COP finde ich schon viel und für Kolumbianer fast ein Vermögen.
Die Story klingt für mich schon nicht nur ein bisschen fishy, sondern auch fast schon gefährlich.
Ohne weiteres mal eben 50 Mio von der Bank leihen (bzw. das zu bekommen)? Und das um in die USA zu kommen?
Ganz andere Hausnummer, als ein offener Kredit für ein Eigenheim.

Glboetrotter
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Beitrag von Glboetrotter »

@ vilser:
Mit und ohne Handgepäck braucht es einen im Voraus (vor dem Hinflug nach Kolumbien) gebuchten Rück- oder Weiterflug. Ich wollte nur sagen, dass man auch mit wenig Gepäck längere Reisen machen kann. In Kolumbien kann man auch günstig Kleider kaufen. Bei den Schuhen über 43 Grösse wird es schwieriger.

50 Millionen Pesos von der Bank ohne Sicherheit zu bekommen ist unglaubwürdig. Hochrisiko ... bleib vorsichtig. Jedoch möglicherweise ein netter Trick, um relativ einfach an einen hohen Betrag zu kommen (entspricht fast 3 tiefe Jahresgehälter ... setze dies in DE ins Lohnvrhältnis).
Klar erfindet man da komische, glaubwürdige Geschichten.

Ich würde Personen mit solchen Schwierigkeiten sofort aus dem Weg gehen. Interessant für sie ist einfach dein Bankkonto. Wie hoch ist euer Altersunterschied? Wie gut ist dein Spanisch?

Und bitte miete kein Auto, dass dann allenfalls noch sie oder ihr Bekannter in Bogota (Verkehrschaos pur) irgendwo fahren würde.
Nur offizielle Taxis am Flughafen nehmen und direkt ins von dir gebuchte Hotel fahren lassen anstatt in eine von ihr reservierte Wohnung.
Jedoch besser, gleich Finger weg von solchen Personen mit riesigen Schulden.

Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

noch eins.. das "ich wurde nie direkt nach Geld gefragt" habe ich schon oft gehört und trotzdem wurde dann schnell aus eigener Motivation 'unterstützt' und nicht selten komplett ausgenutzt.
Ich kenn' jemanden, der ist auf so eine Dame in Venezuela reingefallen und die gute hatte gleich mehrere Männer, die sie aus dem Ausland mit Geld versorgten. Bestimmt keine Seltenheit.
Muss jeder wissen, wie er sein Geld ausgibt, solange das nicht unter falschen Erwartungen stattfindet.
Und bitte nicht als schlechtreden verstehen, ist einfach nur ein kleiner Realitätscheck und das kommt leider sehr häufig vor.
Heißt ja nicht, dass der Einzelfall auch darunter fällt.

Lass dich aber nicht von einer Reise abhalten.
wie auch die Vorredner, vermeide ich es Auto zu fahren.
Braucht man auch nicht, Taxi ist günstig genug, aber dann nur per App.

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vilser
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Beitrag von vilser »

Ok, nachdem hier jetzt ein paar Irrtümer herumgeistern will ich mal ein paar Details mehr schreiben.

@Glboetrotter: Als allerserstes vorweg, ich selbst bin seit 25 Jahren als Geschäftsmann unterwegs. Habe meine kleine Firma auch durch Corona durchmanövrieren können. Ich habe 4 Angestellte, naja, und was ich eigentlich damit sagen will, ich weiß solche Dinge abzuschätzen. Ich habe gelernt und so handhabe ich es auch, alles vorher zu prüfen, sprich, ich habe für alles was Mary betrifft, die diesbezüglichen Unterlagen zuschicken lassen.

Aber ok, ich muss jetzt doch etwas ins Detail gehen, was ich eigentlich nicht wollte: Meine Freundin ist studierte Betriebswirtin. Sie war etwa 30 Jahre in einer Beziehung und Ehe, aus der 3, jetzt erwachsene Kinder, entsprangen. Sie und ihr damaliger Mann wollten damals ihr eigenes Häuschen kaufen. Achja, Punkt Corona ist auch dabei wichtig. SIe war die Hauptperson die für das Darlehen bei der Bank in Frage kam, da sie eine für deren Verhältnisse gute Bezahlung hatte. Kurz vor dem Kauf dieser Immobilie geschah etwas in dieser Ehe, worauf ich hier allerdings nicht näher eingehen werde, es war jedenfalls sehr heftig. Das Geld war da, der Mann hat sich einen Teil davon genommen und weg war er erstmal. Gewalt spielte dabei auch eine Rolle.

Dann kam Corona. Mary`s Abteilung, sie war in Führungsposition, wurde komplett aufgelöst, da sie viel im Kundenverkehr zu tun hatte. SIe wurde arbeitslos. Sie ist derzeit 47 Jahre alt (2 Jahre jünger als ich). In dem Alter (klang für mich auch erst sehr merkwürdig) bekommt man aber selbst mit einer solchen Qualifikation keinen Job mehr. Ihr Mann tauchte wieder auf, Gewalt ging weiter, und so entschloss sie sich, zusammen mit ihrem Bruder aus Kolumbien zu verschwinden.

Sie hatte natürlich das noch übrig gebliebene Geld bei sich, aber den mit der Bank abgeschlossenen Vertrag nicht zur Verfügung. Deshalb kam dann die DIAN zum Vorschein. Sie musste über Wochen versuchen, nachzuweisen, das das ein Kredit war den sie aufgenommen hatte. Die Behörden nahmen ihr das komplette Geld ab und damit wurde die Rückführung, Hotelkosten und sonstige Verwaltungskosten bezahlt. Zusätzlich wurde sie mit einer deftigen Strafe belegt. Sie hat nach derzeitigem Stand etwa 35 Mio. an die Bank zurückbezahlt, aber die Zinslast ist jetzt fast nicht mehr zu bewältigen.

Deshalb stellte ich meine Frage. Ich bin nicht blind vor Liebe, aber wenn tatsächlich nachweisbare Umstände vorliegen, komme ich ins Überlegen, ob und wie ich ihr helfen könnte. Und ja, etwas spanisch spreche ich, aber die Unterlagen die ich bekommen habe, wurden von einer Bekannten, die perfekt spanisch spricht, für mich übersetzt. Also es geht alles mit rechten Dingen zu. Und, ich schreibe es nochmal, Mary hätte von sich aus nie über Gelddinge gesprochen oder geschrieben, das habe ich ihr im Laufe der Monate aus ihr herrausgenötigt. Es kam nie die Frage auf, ob ich ihr Geld schicken könnte. Im Gegenteil. Als ich ihr vor Weihnachten 100 € schickte, damit sie kleine Geschenke für ihre Kinder kaufen konnte, war das Geld 2 Tage später wieder zurück. Ich musste sie dazu überreden, es bei der nächsten Zustellung anzunehmen. So, aber mehr schreibe ich dazu auch nicht. Was mein Quartier während der Zeit angeht, habe ich für die ersten 3 Tage ein Hotelzimmer selbst gebucht. Danach schaue ich weiter. Punkto Auto kann ich nur sagen, Mary hat keinen Führerschein. Ich werde anfangs mit Taxi fahren. Eine Freundin von Mary würde mir wohl auch während meiner Anwesenheit ihren Wagen leihen. Das überlege ich mir aber noch.

Ich will mich jetzt auch hier nicht rechtfertigen für das was ich tue. Aber trotzdem herzlichen Dank für die Hinweise.
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Holger78
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Beitrag von Holger78 »

Danke für deine Klarstellung. Ich denke, dass das was hier zu lesen ist, ist auch vielleicht ein bisschen typisch Deutsch. Alles erst mal schlecht sehen/reden/denken. Es kann dann nur positiv werden. Wenn nicht, hatte man von Anfang an Recht ;)
Genieße die Zeit vor Ort und lerne deine Freundin und deren Familie richtig kennen. Alles andere wird sich zeigen.
Und noch eines, ob du dein Geld dort investierst oder nicht, geht "uns" einen ..... an. Das ist allein deine Entscheidung.
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Bogotano
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Beitrag von Bogotano »

@vilser

Das klingt nach einer sehr schwierigen Situation für deine Freundin. Die DIAN (Dirección de Impuestos y Aduanas Nacionales) ist die kolumbianische Steuer- und Zollbehörde, die unter anderem für die Überwachung und Einziehung von Steuern zuständig ist. Wenn deine Freundin in Beobachtung dieser Organisation steht, könnte das mit den finanziellen Unregelmäßigkeiten zusammenhängen.

Deine Freundin sollte sich rechtlichen Beistand in Bogotá suchen, um ihre Situation zu klären und mögliche Lösungen zu finden. Dieser könnte ihr helfen, die Schulden zu bewältigen und die rechtlichen Konsequenzen zu verstehen.

Die Fluchtversuche über Mexiko in die USA sind oft gefährlich und riskant. Viele Menschen versuchen, über diese Route in die USA zu gelangen, und es gibt zahlreiche Berichte über die Gefahren und Herausforderungen, denen sie dabei begegnen. Kolumbianer gehören eher selten zu diesen Gruppen.

Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

Ein privater Bankkredit, der nicht bedient werden kann und daraus resultierende Forderungen der DIAN, passen eben nicht so richtig zusammen.
Wie Bogotano sagt, das ist die nationale Steuer- und Zollbehörde und kein Geldeintreiber für Banken.

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vilser
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Beitrag von vilser »

@Genuasd... Ich glaube, ich habe es oben versucht, das darzustellen warum die DIAN dazwischen hängt. Die Banken dort sind nicht wirklich bemüht, ihre Kunden da rauszuholen. Die versuchen nur, Kohleaus einem herauszusaugen. Und Mary konnte zu diesem Zeitpunkt nicht belegen, das das Geld was sie hatte, aus einem Kredit resultiert. Ihr damaliger Mann hat sie da völlig in der Luft hängen lassen.

@Bogotano... der Tipp mit dem rechtlichen Beistand, den hab ich ihr auch gegeben. Sie hat sich dann auch jemanden gesucht, aber, da kommen wir wieder an das Grundproblem heran, der will eine Menge (für kolumbianische Verhältnisse) Kohle dafür, das er aktiv wird. Deshalb habe ich ja auch geschrieben, das, wenn ich vor Ort bin, sie an die Hand nehmen werde um gegebenfalls mit einzugreifen, soweit es für mich möglich ist. Vielleicht auch mit Geld. Aber das will ich erst vor Ort entscheiden. Mir kommt es eigentlich nicht auf das Geld an, aber mal eben etwas hinschicken tue ich auch nicht.

@Holger78... zum ersten Punkt, ja, das ist typisch deutsch. Und ja, ich werde die Zeit vor Ort in irgendeinerweise geniessen. Und ja, wenn alles passt, ja, dann würde ich auch unter die Arme greifen. In deutschen Familien geschieht das im Grunde doch auch. Ich werde aber mit wachen Augen und Ohren erstmal alles aufnehmen um dann zu entscheiden.
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Montana
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Beitrag von Montana »

Die Behauptung, die kolumbianischen Banken seien nicht wirklich bemüht, ihre Kunden aus den Schulden zu befreien, kann man so nicht stehen lassen, schon gar nicht von jemandem, der noch nie in Kolumbien war. Wenn deine Freundin angeblich nicht nachweisen kann, was mit dem Kredit, den sie aufgenommen hat, wirklich passiert ist, dann ist das ihre Schuld. Alles auf den Ex-Mann zu schieben, klingt einfach, aber oft ist es besser, beide Seiten zu hören.

Wenn sie nicht das Geld für eine gute individuelle Rechtsberatung hat, gibt es in Bogotá einige Anlaufstellen, die Schuldnern kostenlos beraten.

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vilser
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Beitrag von vilser »

@ Montana... das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Du solltest wenn schon alle Hintergründe dazu lesen. Auch wenn ich noch nicht selber vor Ort war, habe ich hier mehr kolumbianische Dokumente herumliegen als du vielleicht jemals haben wirst. Warum gibt es immer Leute, die glauben, alles besser zu wissen. Und, das der Ex-Mann diese Dokumente hat ist auch erwiesen (und das nicht nur durch Erzählungen). Vielleicht solltest du dich aus Dingen die du auch nur durch Halbwissen hast, heraushalten. Ich habe übrigens diesbezüglich meinen Rechtsanwalt (der dann mit einem befreundetem Anwalt in Kolumbien korrespondiert) eingeschaltet. Der hätte das überhaupt nicht angenommen wenn es diesbezüglich keine festen Beweise gäbe. Also, halt dich dazu ein bisschen zurück. Und was die Banken angeht, auch dazu gibt es Schriftverkehr der anderes besagt. Aber ich muss mich hier nicht rechtfertigen, aber dumme Aussagen muss ich auch nicht stehenlassen.

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