Die Peso-Stärke der Nuller-Jahre (ca 2003-2013) reflektiert eine langfristige Phase der Prosperität mit Wachstum und Haushaltsdisziplin. Zumindest letztere ging in der letzten Dekade so ab 2013 zunehmend verloren. Einhergehend mit unrealistischen Versprechen und Erwartungshaltungen.
Devisenmärkte, ähnlich wie andere Märkte, sind mehr Wetten auf die Zukunft. Anfang 2022 haben die Finanzmärkte nicht geglaubt dass eine linke Regierung gewinnen kann oder wird. Es kam anders und entsprechend verlor der Peso im 2.HJ sehr stark. Desweiteren neigen Märkte zur Übertreibung. Letztere hat sich 2023 wieder gelegt, entsprechend der Peso im 1.HJ 2023 wieder stabilisiert. Was wir zuletzt sehen ist die Wette und Antizipation der Märkte dass a) Petro zu vielmehr Zugeständnissen ggü rechten, konservativen Kräften gezwungen ist und b) möglicherweise bereits die eingereiste Annahme, dass das Kapitel bei der nächsten Wahl in 2026 beendet sein wird. Soweit die 100% spekulative Annahme.
Nur wenn es völlig überraschend doch anders kommt, oder eben einiges gut funktioniert werden die ökonomische Realitäten natürlich eingepreist und der COP/USD Kurs entsprechend neu definiert.
Kurzfristig in einem Jahr ? Ich sehe den Langfristtrend noch intakt, aber ebenso die Annahmen a) und b). Aus dieser Mischung würde ich den Peso im Dez 2024 sogar leicht unter 4000 Dollar vermuten. Mit einer 50% Chance
