Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

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Don Maximo
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Don Maximo »

Kolumbien: Präsident Petro bestätigt Erhöhung des Mindestlohns 2026 um 23 %

Ehrlich gesagt halte ich eine Erhöhung des Mindestlohns um 23 % auf einen Schlag und aus heiterem Himmel für unverantwortlich. Eine so drastische Erhöhung auf einen Schlag wird viele Branchen destabilisieren und sich mit Sicherheit negativ auf genau die Bevölkerungsgruppe auswirken, die eigentlich davon profitieren sollte. Irreguläre Arbeitsverhältnisse sind bereits heute ein enormes Problem. Über 50 % der Arbeitnehmer arbeiten unter Vergütungsbedingungen, die unter den vorgeschriebenen Mindestleistungen liegen.
Leider sehe ich auf mehreren Ebenen wenig erfreuliche Szenarien voraus.
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Holger78
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Holger78 »

Das sehe ich wie Du @ Don Maximo
Ich bin gespannt wie das weiter geht. Auch ich bin der Meinung, dass das sich einige Firmen nicht leisten können und auch wollen. Was machen die Angestellten dort? Die gehen weiterhin arbeiten, lieber weniger Geld als gar kein Geld. Wie wirkt sich das auf den Alltag aus? Steigen die Preise für Lebensmittel etc. nun weiter an? Die Leute bekommen ja mehr Geld.
Damit hat sich die Regierung keinen gefallen getan.

desertfox
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von desertfox »

@Holger78

Zwischen leisten können und wollen liegen Welten...

Ich erinnre mich an den Fall meines Schwagers vor einigen Jahren..., da wurde die Firma für die er arbeitete überraschen, angeblich wegen Konkurs, geschlossen, kurz zuvor haben sich die Chefs aber noch neue Audi's gegönnt...

Jammern war schon immer das Brot der Kaufleute…
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Eisbaer
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Eisbaer »

Die Diskussion zeigt die typische Zwickmühle von Mindestlohnerhöhungen. Einerseits soll sie niedrige Einkommen erhöhen und die Kaufkraft stärken. Andererseits birgt eine hohe, abrupte Erhöhung tatsächlich das Risiko, informelle Beschäftigung zu fördern oder Arbeitsplätze zu gefährden, besonders in Branchen mit geringen Margen. Entscheidend wird sein, wie die Erhöhung umgesetzt und begleitet wird – beispielsweise durch gezielte Unterstützung für kleinere Unternehmen oder Maßnahmen gegen Preistreiberei, um eine Lohn-Preis-Spirale zu vermeiden. Die Entwicklung der Beschäftigungszahlen und der Inflationsrate in den kommenden Monaten werden hier die wichtigsten Indikatoren sein.
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Max
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Max »

Bußgeldbescheide, Investoren Visa usw wird alles auch um 23 % steigen alles was mit Salario minimo gekoppelt ist. Wird teuer

desertfox
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von desertfox »

@Max,

Was haben Bußgeldbescheide und Investoren Visa mit dem Minimumgehalt zu tun? Kannst Du mich da aufklären?

Max
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Max »

Sind gekoppelt an das Salario Minimo Inestoren Visa z.B 100 salarios minimo, bei den Bußgeldern hängt vom vergehen ab wird auch in täglichen Salarios Minimos gerechnet aber mit x und die werden sich jetzt auch erhöhen
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Eisbaer
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Eisbaer »

Die Erhöhung des Mindestlohns um 23 % wirkt sich nicht nur auf die Gehälter aus, sondern automatisch auch auf viele Bereiche, die direkt an den salario mínimo gekoppelt sind. Dazu gehören zum Beispiel Bußgelder, bestimmte Verwaltungs- und Gerichtsgebühren, Visa- und Aufenthaltsgenehmigungen sowie die Mindestbeiträge zur Sozialversicherung. Auch Prüfungs- und Studiengebühren oder notarielle Dienstleistungen können betroffen sein, wenn sie nach dem Mindestlohn berechnet werden.

Ein wichtiger Hinweis von @Max: Alles, was gesetzlich an den Mindestlohn gebunden ist, steigt ebenfalls um 23 %. Das bedeutet, dass nicht nur Arbeitnehmer mehr verdienen, sondern auch die Kosten für viele amtliche Vorgänge und Verpflichtungen entsprechend höher ausfallen werden.
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Glboetrotter
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Glboetrotter »

Interessanter Kommentar ..

beispielsweise durch gezielte Unterstützung für kleinere Unternehmen oder Maßnahmen gegen Preistreiberei ...

So sieht es in Kuba aus ... die Regierung bestimmt die Preislimiten und unterstützt die (Staats-) Betriebe (zB Geld/Ausgabe für Mittagessen) ...
Ergebnis: unmotivierte, immer noch schlecht bezahlte Angestellte mit wenig Arbeitsleistung.

Werden die anderen Gehälter der Mittelschicht auch um 23.7 % steigen?
Werden die Buspreise und Medikamente, respektivev EPS Krankenkasse auch um 23.7 % oder nur um die offizielle Inflation von 5.3 % steigen?

Arbeitsintensive Bereiche mit Mindestlohn, häufig die kleineren Restaurants, Bäckereien, könnten die Mittagsmenüs und Kaffees, Brötchen, Pasteles auch um 23.7 % erhöhen ..wir Konsumenten bezahlen vielleicht bald einen Viertel (!) mehr als heute. Da machen nicht mehr alle mit ... sprich eine Reduzierung vom Konsum und deshalb in zwei, drei Monaten von Angestellten mangels weniger Verkäufe.

Und dabei ist der zeitlich neu angepasste Nachtzuschlag noch nicht einmal berücksichtigt, falls nach 19 Uhr noch etwas verkauft wird.

Was für eine Schnapszahl 23.7 % ... wieso nicht gleich eine runde Zahl? Sogar mit .7 !

Allehuja !

desertfox
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von desertfox »

@Max,

danke, das wusste ich nicht.., Busgelder betrifft aber nur die welche dazu verurteilt wurden..., also ist eigene Achtsamkeit da gefragt.

Max
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Max »

Moderatorenentscheidung:

Vielen Dank an @Max für den Hinweis zu den Bußgeldern und an @desertfox für die ergänzende Bemerkung zur eigenen Achtsamkeit. Der zuletzt eingefügte externe Link zu Bußgeldern wird entfernt, da die Diskussion bereits ausreichend informiert ist und wir die Übersichtlichkeit im Thema wahren möchten. Bitte konzentrieren wir uns weiterhin auf die Auswirkungen der Mindestlohnerhöhung und deren Folgen.

Daher zurück zum Thema: Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %
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Don Maximo
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Don Maximo »

Eine starke Auswirkung auf mehreren Ebenen wird eine logische und unvermeidliche Folge sein. Denn wie bereits richtig erwähnt, stellt der Mindestlohn nicht nur den Geldbetrag auf dem zweiwöchentlichen Lohnbeutel dar, wie er z. B. hier noch ausgehändigt wird, sondern ist gleichzeitig die Referenzeinheit für fast alle sozialwirtschaftlichen Praktiken, bei denen Beiträge, Leistungen, Referenzwerte usw. in Einheiten des geltenden Mindestlohns (SMLV) festgelegt oder an diesen indexiert werden.

Und hier sprechen wir von einer Erhöhung um etwas mehr als 23 %, also fast einem Viertel!
So sehr ich eine gerechtere Lohnpolitik für überfällig halte und befürworte, verurteile ich diese massive Erhöhung des Mindestlohns, die plötzlich mit dem existenzsichernden Lohn in Verbindung gebracht wird, als unverantwortlicher, kurzsichtiger, wenn nicht gar blinder Akt politischer Selbstprofilierung. Anders kann ich mir nicht erklären.

Diese masslose erhöhung wird sich auch mit sehr belastende Auswirkungen auf das Sozialversicherungssystem bemerkbar machen.
Auch die „viviendas sociales” (Sozialwohnungen) sind an den SMLV gekoppelt. Die Höchstgrenzen für die Kosten dieser Wohnungen und die entsprechenden Beiträge werden steigen. Die EPS-Beteiligungen (cuotas moderadoras) werden sofort steigen. Im Jahr 2027 werden die Auswirkungen der gestiegenen Lohnkosten in allen Sektoren deutlich zu spüren sein. Bereits im Januar werden zudem die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten für Gebäude drastisch steigen. Die Verwaltungskosten für Wohnungen und Häuser in Wohnanlagen müssen ab sofort um etwa ein Viertel erhöht werden, was für viele Mieter und Eigentümer eine nicht unerhebliche Belastung bedeutet, zumal im Laufe des Jahres stufenweise alles weiter steigen wird.
Ich schätze, dass das kommende Jahr Kolumbien eine Inflationsrate im zweistelligen Bereich erwartet.

@Glboetrotter, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, genau für diese Kleinunternehmer wie Restaurants, Imbissstuben, kleine Läden, Bäckereien usw., die bereits heute Schwierigkeiten haben, die Löhne ihrer Mitarbeiter zu bezahlen, ist das ein schwerer Schlag.
Ein Freund von mir, der eine kleine Bäckerei-Konditorei hat, sagte mir gestern, dass er sich nun gezwungen sieht, sich von seiner einzigen Verkäuferin zu trennen.
Für Löhne über dem Mindestlohn sind die Aussichten nicht so rosig. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, diese Löhne anzupassen. Lohnerhöhungen hängen von der Unternehmenspolitik, gegenseitigen vertraglichen Vereinbarungen und oft auch von der Leistung ab. Die gängigste Praxis ist eine Erhöhung um die Inflationsrate, d. h. 1 oder 2 % mehr als reale Erhöhung. Im kommenden Jahr könnten viele Unternehmen eine restriktive Politik verfolgen und sich dabei auf die hohen unvorhergesehenen Kosten berufen, die durch die obligatorischen Erhöhungen gerade für das Segment der Mindestlohnempfänger verursacht werden.
Eine Ausnahme bilden diejenigen Arbeitnehmer, die derzeit einen Lohn zwischen dem aktuellen SMLV und dem von 2026 erhalten. Diese haben Anspruch auf eine obligatorische Erhöhung, bis mindestens ein aktueller SNLV erreicht ist.
Eine weitere Ausnahme im Lohnsegment sind die „salarios integrales”, die laut Gesetz mindestens 10 SLMV plus 30 %, also 13 SLMV, entsprechen müssen. Diese integralen Löhne steigen von einem Mindestbetrag von 18.505.500 COP auf 22.709.466 COP pro Monat.

@desertfox, zweifellos gibt es schwarze Schafe, aber die gibt es überall, nicht nur in Kolumbien. Dein Beispiel scheint eher einen Betrugsfall zu beschreiben, der nichts mit der Frage des Mindestlohns zu tun hat. Übrigens ist die von dir beschriebene Praxis auch in der Schweiz nicht ungewöhnlich.

Letztendlich befürchte ich leider, dass diese unverhältnismäßige Erhöhung auf einen Schlag ohne vorherige Planung zu einer Verschärfung der aktuellen Probleme führen wird.
Vor allem in ländlichen Gebieten ist informelle Arbeit keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Tageslöhne, oft unter dem Mindestlohn. „Scheinselbstständige” Arbeitnehmer, die keine Sozialleistungen genießen. Subventionierte Krankenversicherung, keine Pensionsbeiträge, keine Absicherung gegen Arbeitsrisiken usw.
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gordito54
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von gordito54 »

Wenn mit einer Erhöhung des Mindestlohnes von 23% eine entsprechende Steigerung der Produktivität einhergeht, ist das Wertschöpfung. Theoretisch.
Aber: 23 % Wertschöpfungszuwachs in einem Jahr, welche Volkswirtschaft hat das jemals erreicht?
Wer den Mindestlohn bezieht, wird keinen Job mit hochwertiger Qualifikation haben. 23 % Lohnsteigerung ohne "Gegenwert" bringt dann die Inflationsspirale weiter in Gang. Das wäre für mich Folge Nr. 1 dieser Maßnahme.
Mit hat heute bei der Bezahlung der Krankenkassenprämie für den Monat Januar die Bearbeiterin gesagt, daß es ab Januar teurer wird. Wie jedes Jahr. Ich hoffe, es werden nur die üblichen 10 % sein.
Wenn Kleinbetriebe, die ihre Preise nur in geringem Umfang anheben können, da sonst die Kunden weg bleiben, mit einer solchen Erhöhung der Abgaben konfrontiert werden, dürften etliche offizielle Jobs im Mindestlohn dabei auf der Strecke bleiben. Der ein oder andere Mitarbeiter wird vielleicht weiter beschäftigt, dann allerdings für "freundliches" Geld, also Schwarzarbeit. Vielen wird gar nichts anderes übrig bleiben. Der "Soziale" Schuß ging dann für diesen Personenkreis und die, die dann keine Arbeit mehr haben, nach hinten los. Das wäre die 2. Folge dieser Erhöhung.
Was sicher ist: vieles wird teurer werden, berechtigt oder willkürlich.
"Alle Jahre wieder", aber ob es bei 10 % Preissteigerung bleibt?, Wir werden sehen.

Max
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Max »

Viele dis eine vivienda social gekauft haben werden das nicht stemmen können, sag ich jetzt mal, leider.
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Eisbaer
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Diskussion zur Erhöhung des Mindestlohnes 2026 um 23 %

Beitrag von Eisbaer »

Gerade ist ein aktueller Bericht von Bloomberg Línea erschienen, in dem JPMorgan den kürzlich dekretieren Anstieg des Mindestlohns in Kolumbien für 2026 scharf kritisiert. Der US-Finanzriese bezeichnet die Erhöhung um rund 23 % – die den Mindestlohn inklusive Transportzuschuss auf 2 Millionen Pesos bringt – als „Erdbeben“ und als „populistische Maßnahme“ von beispielloser Magnitude.

Laut JPMorgan wird diese Entscheidung weitreichende negative Auswirkungen auf die kolumbianische Wirtschaft haben: höhere Inflation (sie revidieren ihre Prognose für 2026 nun auf über 6 %), eine aggressivere Zinspolitik der Zentralbank mit möglichen Leitzinserhöhungen bis Mitte 2026, Druck auf das Wirtschaftswachstum, steigende Arbeitslosigkeit, ein größeres Fiskaldefizit (plus 0,5 Prozentpunkte des BIP) und Belastungen für die Außenbilanz. Da der Mindestlohn in Kolumbien eine zentrale Rolle spielt und viele Preise, Tarife und Indexierungen daran gekoppelt sind, sehen die Analysten hier erhebliche Risiken für die makroökonomische Stabilität.

Das zeigt einmal mehr, wie kontrovers diese historische Erhöhung diskutiert wird – während sie für viele Arbeitnehmer eine willkommene Entlastung darstellt, warnen internationale Beobachter vor langfristigen Kosten für die gesamte Volkswirtschaft.
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