⇒ Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:
Die Küstenstadt Santa Marta kommt beim Thema Wasserversorgung einfach nicht zur Ruhe. Nach akuten Problemen in zwei der bevölkerungsreichsten Viertel der Stadt hat sich nun der örtliche Gesundheitssekretär Jorge Lastra zu Wort gemeldet. Wie der Radiosender La FM berichtet, rät die Behörde den Einwohnern und Besuchern derzeit strikt davon ab, ungefiltertes Wasser aus dem Hahn zu trinken.Hintergrund der Warnung sind Routineprüfungen der Wasserqualität, bei denen in bestimmten Sektoren – darunter den Vierteln El Pando und María Eugenia – fäkale Verunreinigungen festgestellt wurden. Die Anwohner hatten zuvor bereits über fauligen Geruch, Druckabfall und gesundheitliche Beschwerden wie Magen-Darm-Erkrankungen geklagt. Vermutet wird, dass durch illegale Rohrleitungsanschlüsse und Mängel im Abwassersystem Fäkalwasser in das reguläre Trinkwassernetz gepresst wurde, sobald der Druck der Pumpstationen nachließ.
Obwohl die Betreiberfirma Essmar und das Gesundheitsamt betonen, dass nachfolgende Proben an den zentralen Einspeisepunkten bisher wieder im Rahmen der Grenzwerte lagen, bleibt die Warnung des Gesundheitschefs deutlich: Man solle das Leitungswasser vor der Verwendung entweder gründlich abkochen, entsprechend filtern oder direkt auf abgepacktes Flaschenwasser zurückgreifen. Ein Notfallplan zur Überprüfung des betroffenen Rohrnetzes wurde eingeleitet. Eine offizielle gesundheitliche Notlage für das gesamte Stadtgebiet wurde bisher jedoch nicht ausgerufen.



