Endlich wissen wir, gegen wen wir im Achtelfinale spielen. Schweiz vs. Kolumbien – das wird großartig. Die Nati hat sich trotz des schwachen Gruppenspiels durchgekämpft. Kolumbien ist zwar stark, aber warum nicht? Sie hatten auch Glück in der Gruppe. Wir gehen als Underdog rein, aber wenn alle richtig glühen, können wir sie überraschen! Los geht's, Nati!!!
Nach dem jüngsten 1:0-Erfolg der kolumbianischen Nationalmannschaft gegen Ghana und dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft kam es in Cartagena zu einer ungewöhnlichen Szene. Inmitten der ausgelassenen Feierlichkeiten im historischen Zentrum der Stadt regnete es plötzlich Banknoten auf die feiernde Menge herab.
Wie die Zeitung La Opinión unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, ereignete sich der Vorfall am späten Abend auf der zentralen Plaza de los Coches. Ein Mann – bei dem es sich mutmaßlich um einen ausländischen Touristen handelte – warf von einem Hotelbalkon aus Geldscheine verschiedener Währungen und Nennwerte in die Menschenmenge. Unter den Fußballfans, die sich nach Spielende auf den Straßen versammelt hatten, löste die Aktion eine heftige Dynamik aus; die Anwesenden versuchten verständlicherweise, so viele Scheine wie möglich zu ergattern.
Solche Vorfälle sind in der karibischen Touristenmetropole kein absolutes Novum; in der Vergangenheit gab es im historischen Stadtkern bereits ähnliche Aktionen von Urlaubern. Dieser spontane Geldregen fügte sich nun direkt in die landesweite Euphorie über den sportlichen Erfolg der Tricolor ein.
Heute geht Kolumbien ganz im Fußballfieber unter. Überall sehe ich fröhliche Menschen im Gelben Trikot der Nationalmannschaft, dazu rote Accessoires als Symbol der Leidenschaft. Im Stadtzentrum am Straßenrand bieten fliegende Händler ihre Ware an, von kleinen Flaggen bis zu laut sprechenden Lautsprechern. Dazu hört man jetzt schon vereinzelt Presslufthupen, als feiere selbst der Bau die bevorstehende Partie.
Fast alle Geschäfte haben ihre Öffnungszeiten an die Spielzeit angepasst. In Cartagena wurde offiziell eine tarde cívica ausgerufen, auch wenn essenzielle Dienste wie Banken und Krankenhäuser mit normaler Betriebsfähigkeit weiterlaufen. Manche Büros lassen Mitarbeiter früher gehen, damit alle die Möglichkeit haben, das Spiel gemeinsam zu verfolgen.
Das Wetter scheint mitspielen zu wollen, warm und sonnig, wie gemacht für einen Festtag im ganzen Land. Auf den Terrassen der Bars versammeln sich Gruppen, Tische werden noch schnell zusammengekippt, um mehr Platz zu schaffen.
Ich drücke der Nati die Daumen, auch wenn die Chancen nicht hochstehen. Kolumbien gilt als Top-10-Favorit auf den Titel, doch die Schweiz war schon immer eine schwierige Kontrahentin. Möge der Bessere gewinnen.
Die Schweiz hat ein solides Team und sich nach schwachem Start in das Turnier gekämpft.
Ich sehe Kolumbien leicht vorne. Bisher war Kolumbien in den meisten Spielen sehr fahrlässig mit den Chancen.