Wie der kolumbianische Sportsender Win Sports berichtet, endete der Flug von Buenos Aires nach Medellín für die Familie des argentinischen Torwarts Franco Armani mit einer bösen Überraschung. Daniela Rendón, die Ehefrau des Atlético-Nacional-Keepers, machte öffentlich, dass aus ihrem im Frachtraum aufgegebenen Koffer zahlreiche Wertsachen entwendet wurden.
Nach Angaben der Betroffenen summiert sich der Schaden auf rund 60 Millionen Pesos (etwa 13.000 bis 14.000 Euro). Unter anderem fehlen Markenkleidung, Luxusschuhe, Parfüms sowie persönliche Gegenstände von Armani. Die Fluggesellschaft Avianca teilte mit, dass sie interne Nachforschungen eingeleitet habe, um den genauen Ablauf auf dem Flugweg zu rekonstruieren und die Sicherheitslücke im Gepäcktransport aufzuklären.
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Nach dem gewaltsamen Tod von Juan Carlos Rodríguez, bekannt als „Barbas“, haben Anhänger und Weggefährten dem Anführer der FARC-Splittergruppe Frente 36 in Antioquia das letzte Geleit gegeben. Wie das Nachrichtenportal Infobae unter Berufung auf in den sozialen Netzwerken kursierende Videos berichtet, glich die Beerdigung in der ländlichen Region keineswegs einer stillen Trauerfeier, sondern einem lautstarken Spektakel mit Musik, Alkohol und großem Aufgebot.
„Barbas“, der als eine der zentralen Figuren der bewaffneten Strukturen im Norden von Antioquia galt, war zuvor bei Machtkämpfen mit dem Clan del Golfo getötet worden. Die rivalisierende Drogenorganisation macht der FARC-Dissidenz seit Monaten das Territorium rund um strategisch wichtige Routen im Departamento streitig. Die Aufnahmen des Begräbnisses zeigen, wie das Umfeld der bewaffneten Gruppe den verstorbenen Anführer trotz der angespannten Sicherheitslage öffentlich inszenierte – ein deutliches Zeichen dafür, wie tief verankert die illegalen Akteure in Teilen der Region nach wie vor sind.
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Die medizinische Infrastruktur in Medellín steht derzeit unter enormer Belastung. Wie die Zeitung El Colombiano berichtet, hat die Geburtshilfe der renommierten Clínica Universitaria Bolivariana im Stadtteil Robledo einen kritischen Auslastungsgrad von 251 Prozent erreicht. Betroffen sind die Notaufnahme, die Operationssäle sowie die Stationen der Geburtsmedizin.
Die Leitung der Klinik richtete einen dringenden Appell an die Bevölkerung: Werdende Mütter und Patientinnen werden gebeten, bei Beschwerden zunächst ihre lokale Grundversorgung (IPS básica) aufzusuchen, um dort eine erste Einschätzung vornehmen zu lassen und die Kapazitäten der Schwerpunktklinik für akute Notfälle freizuhalten.
Die extreme Auslastung trifft das Gesundheitswesen in einer ohnehin angespannten Lage: Im gesamten Departamento Antioquia gilt nach dem Erdbeben vom vergangenen Montag weiterhin die rote Spitalswarnstufe (alerta roja hospitalaria). Die Kliniken der Region müssen derzeit nicht nur die reguläre medizinische Versorgung aufrechterhalten, sondern auch Notfallpatienten aus dem Katastrophengebiet sowie aus Nachbarregionen wie dem Chocó aufnehmen.
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Erneut US-Amerikaner tot in Hotel in Medellín aufgefunden: Behörden ermitteln wegen Verdachts auf Vergiftung
In Medellín ist es erneut zu einem Vorfall rund um einen ausländischen Staatsbürger gekommen. Wie die Tageszeitung El Espectador berichtet, wurde im Stadtteil El Poblado – genauer gesagt im Viertel Manila – ein US-Amerikaner tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden.
Bei dem verstorbenen Mann handelt es sich um den US-Bürger Charles William Morris. Nach dem Fund der Leiche rückte ein Forensik-Team der Staatsanwaltschaft (Fiscalía) an, um den Leichnam zu bergen und erste Spuren vor Ort zu sichern. Äußere Anzeichen gewaltsamer Einwirkung wurden primär nicht gemeldet, weshalb die Ermittler derzeit verschiedenen Spuren nachgehen. Eine der Haupt-Arbeitshypothesen der Polizeibehörden lautet Intoxikation – sei es durch eigenständigen Konsum oder durch die unfreiwillige Verabreichung einer Substanz (wie der in Kolumbien leider berüchtigten Scopolamin-Masche im Nachtleben).
Gerichtsmedizinische Untersuchungen sollen nun die genaue Todesursache klären. Der Fall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Vorfälle in Medellín, die in den vergangenen Monaten immer wieder für Diskussionen rund um die Sicherheit von Touristen und Expats in beliebten Ausgehvierteln wie El Poblado gesorgt haben.
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Ein erschütternder Vorfall im Viertel Bomboná (Comuna 10 – La Candelaria) zeigt erneut die bitteren Schattenseiten der Straßenkriminalität im Zentrum von Medellín. Wie die Regionalzeitung El Colombiano berichtet, bezahlte der erst 25-jährige Jhoan Alexis Agudelo Castrillón seinen Mut mit dem Leben, als er versuchte, eine treue Kundin vor einem Raubüberfall zu schützen.
Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochnachmittag im Schönheitssalon Acua Center, den sich der junge Mann aus Barbosa erst im Februar dieses Jahres mit viel Herzblut aufgebaut hatte. Zwei Täter auf einem Motorrad näherten sich dem Geschäft und bedrohten eine Kundin, um ihr ein hochwertiges Smartphone abzunehmen. Als die Angreifer mit der Beute flüchten wollten, griff Jhoan Alexis beherzt ein: Er lief den Tätern hinterher und versuchte laut Augenzeugen, mit einem Wischmop, das Motorrad zum Stoppen zu bringen.
Einer der Kriminellen zog daraufhin hemmungslos eine Schusswaffe und schoss dem Saloninhaber in den Kopf. Obwohl der Schwerverletzte umgehend in die Klinik CES gebracht und noch operiert wurde, erlag er am folgenden Morgen seinen schweren Verletzungen.
Die Polizei der Metropolitan-Region leitete umgehend eine Verfolgung ein. Dabei konnte ein tatverdächtiger venezolanischer Staatsbürger festgenommen werden, bei dem eine Schusswaffe sichergestellt wurde. Mit diesem traurigen Fall steigt die Zahl der Tötungsdelikte in Medellín im laufenden Jahr auf 170 Fälle, von denen sich 37 in der Comuna 10 ereigneten.
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