Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die den Schritt schon gewagt haben.

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FreeLibertarian
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika

Beitrag von FreeLibertarian »

Ich wollte an dieser Stelle mal einen neuen Thread starten, da mir das Thema immer wieder durch den Kopf schießt: Man möchte in das warme, spanisch-sprachige Lateinamerika auswandern, aber Kolumbien ist einem dann doch zu gefährlich/arm/etc. Wer hat Erfahrungen in anderen Ländern gemacht? Wo sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Wer interessiert sich für Mexiko, Panama, Costa Rica, Chile, Ecuador...? Mich persönlich interessiert Costa Rica sehr, wird ja oft als "die Schweiz Lateinamerikas" bezeichnet, da niedrige Armut, niedrige Steuern und kaum Gewalt. Vielleicht gibt es hier Leute, die schon Erfahrungen gemacht haben in Costa Rica oder anderen Ländern in Mittel- und Südamerika.

Dies ist einfach nur ein Diskussionsanstoß, welche Alternativen es zu Kolumbien gibt. Haut in die Tasten, ich freue mich über jede Meinungsäußerung. :fel:

hoffnung_2013
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika

Beitrag von hoffnung_2013 »

Hi FreeLibertarian, interessantes Thema.
Ich habe Erfahrung mit Brasilien, wo ich fast 2 Jahre gelebt habe.
Es gibt Unterschiede, zum Teil nur Nuancen. Also, die Armut, die Gefährlichkeit, die Gewalt ist in etwa die gleiche.
Die wirtschaftliche Entwicklung ist in Brasilien weiter. Dadurch natürlich auch teurer als in Kolumbien.
Die Strände halte ich in Brasilien für schöner.
Man bekommt mehr Produkte zum täglichen Leben aus Europa oder anderen Ländern.


Mexiko käme für mich im Moment absolut nicht in Frage. 1000mal gefährlicher als Kolumbien, und generell auch nicht schöner.

Costa Rica? Kaum Gewalt? Letzte Woche hat uns eine Freundin meiner Frau aus Costa Rica besucht. Sie wohnt schon 10 Jahre dort.
Sie möchte gerne wieder zurück nach Kolumbien, weil sie kann bei Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus gehen, so gefährlich ist es dort geworden (ähnlich hat mir auch ein Bekannte berichtet die in Costa Rica in Urlaub war). Dann nervt sie die heftige Regenzeit, der angeblich viel heftiger ausfällt als z.b in Medellin.

Chile und Ecuador leider keine Erfahrung.

Panama wäre ev. eine Option.

Uruguay tambien.

So, das wars auf die schnelle. Bitte, das sind meine Einschätzung. Andere User könnten andere Erfahrungen gemacht haben.
Gruß
P.
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Renato
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika

Beitrag von Renato »

Was denkt Ihr zu Thailand?
Und zwar Pattaya?
Pattaya hat eine herrliche Infrastruktur um paar Tage definitiv abzuschalten.

at FreeLbiertarian, in Pattaya findet man auch einige Schweizer Restaurants wie der Gletscherkuss in der Soi Diamant.

Es muss ja nicht immer Suedamerika sein. In Pattaya lebt eine grosse deutschsprachige Kolonie an Rentner die dort das Leben geniesst. Das Essen ist schlicht ein Traum dort.
Eure Meinungen¡
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

Ob die Rentner da das Leben geniessen, weiss ich nicht. Ich habe einen Film gesehen in dem die Leute nach Thailand gehen nur weil die Altenpflege billig ist. Das ist auch kein Leben. Für mich würde ich das Problem in Sprache und Schrift sehen.

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Beitrag von FreeLibertarian »

Also Thailand wäre für mich persönlich uninteressant, da ich die asiatischen Kulturen/Mentalitäten nicht so toll finde.... Außerdem wie soll man sich da mit den einfachen Leuten verständigen? Extra Thai lernen nur um dann an ein Land gebunden zu sein? Da muss man das Land schon lieben.

Renato, ich wollte mit "Schweiz Lateinamerikas" nicht insinuieren, dass ich schweizerisches Essen oder Volkstum brauche. Ich meinte damit die politische Stabilität, Sicherheit, Wohlstand, Bildungsniveau etc. ;)

Ramiro / Hermannus
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Beitrag von Ramiro / Hermannus »

Thailand war eigentlich nach Australien mein Wunschland um dort zu leben aber wenn man nicht gerade in Touristenzentren oder in groesseren Staedten leben will gibt es mit der Verstaendigung ein Problem , am Land sprechen naemlich die Leute fast kein English und Thai zu lernen muss man sich nicht antun.
Ausserdem verlangt die Regierung eine Kaution von etwa 18 tausend Euros die man hinterlegen muss um ein Dauervisum zu bekommen und wer weiss was mit dem Geld nach ein paar Jahren passiert wenn ihnen ein paar neue Gesetze einfallen usw.

hoffnung_2013
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Beitrag von hoffnung_2013 »

Renato, trotzdem: Thailand wäre eine erstklassige Alternative.
Viel billiger, viel sicherer und spez. in Pattaya gibt es viele Deutsche, Schweizer und Österreicher.
Was mich bis abgehalten hat, war wie schon FreeLibertarrian sagt, die Mentalität. Die eigenartige Sprache und das ständig falsche Lächeln, geht mir mächtig auf den Sack.
Aber dies war leider nicht das Thema.
Gruß
P.
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ColombiaOnline
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Beitrag von ColombiaOnline »

Ich kenne viele Leute die in Uruguay leben, dort zufrieden sind. Auch ist es ein Land das kaum negative Schlagzeilen bringt und billig ist es dort auch noch. Chile hat sich gewaltig gemausert in den letzten Jahren und ist auch zu einem attraktiven Land geworden.
„Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.“
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padrino
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Beitrag von padrino »

Da ich ebenfalls in kürze auswandern will hier meine Favorits:

Panama -wirtschaftlich enorm am kommen, gute Beziehungen zu den USA, viel Import, dort kann man Geld verdienen, auch mit einem eigenen Business, gut und sicher leben! Der Rum ist ebenfalls nicht schlecht :-) Zudem ist das Klima sehr angenehm!
Dom. Rep. - Sehr einfach etwas aufzubauen, sehr günstigt, unkomplizierter wie manch anderer Staat in der Karibik, gutes Klima, feiner Rum und je nach Ort relativ sicher
Brasil - Letztes jahr sind ca. 15% der Brasilianer in die Mittelschicht aufgerückt, aus meiner Sicht immer noch ein Land mit grossem Potential für ein eigenes Business, je nach Stadt z.T. gefährlich, doch das Land ist so gross man muss sich nur die richtigen Plätze aussuchen. Klimatisch unterschiedlich, vom Nordosten, zum Amazonas bis zu Sao Paolo immer wieder andere Klimen.
Kuba - Auch hier sehe ich riesiges Potential um ein eigenes Business zu eröffnen. Der Inselstaat öffnet sich je länger je mehr, was die Probleme Kuba's jedoch nicht verringert, die Armut schon gar nicht. Kann je nach Ort ziemlich gefährlich sein, klimatisch different (man darf die Hurrikanes nicht vergessen) von der Mentalität unschlagbar!

Darf ich Fragen, FreeLibertarian, deine Gedanken... was willst du denn machen wenn du ausgewandert bist? Einfach nur chillen, suchst du arbeit oder willst du etwas eigenes aufbauen?

Saludos
Padrino
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hoffnung_2013
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Beitrag von hoffnung_2013 »

@ColombiaOnline, richtig!
Von Uruguay habe ich auch nur gutes gehört, wenn auch selten. Der Grund dafür ist, dass dort wenig passiert und nicht so in den Schlagzeilen ist (weniger Gewalt. etc.)
Mein Spanischlehrer kommt aus Uruguay und meinte die Leute sind alle sehr freundlich und nicht sooo spontan und impulsiv wie in Kolumbien oder Brasilien.
Gruß
P.

Hombre248
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Beitrag von Hombre248 »

Bin absoluter Lateinamerikafan, war schon in Mexico 2x, Costa Rica, Panama, Guatemala, Honduras, Venezuela 2x, Kolumbien, Ecuador 4x, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien 2x, Uruguay, okay reicht jetzt schon. Habe alle diese Länder als Individualtourist besucht und es war immer toll dort Urlaub zu machen bzw. die absolute Freiheit für jeweils ca. 6 Wochen zu genießen. Jedoch dort leben könnte ich mir einfach nicht vorstellen.Wenn dann nur für eine gewisse Periode, z.B. für 3-6Monate was mir leider aus beruflichen Gründen noch nicht möglich war.
Denke mir einfach wenn der normale Alltag eintritt, sieht die Welt doch ganz anders aus.
Meine einfach wenn das Urlaubsgefühl irgendwann schwindet, würden doch die Lebenssituationen bei weitem beschwerlicher wirken.
Irgendwann bekommt man wohl zu spüren, dass mann dort auch nur der "Ausländer" ist. Aber wie gesagt ist meine persönliche Sichtweise, da ich einen guten und sicheren Job hier in Deutschland habe, und ich mir dadurch solche tolle individuelle Reisen auch leisten und genießen möchte. Die Vorfreude und die Spannung auf diese tollen Länder bleibt mir jedenfalls auch weiter so erhalten.

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Beitrag von FreeLibertarian »

Padrino: Ich beschäftige mich mit dem Auswanderungsgedanken schon seit dem ich ein Jugendlicher war, das hält bis heute an... Wenn ich es eines Tages wage, dann sicherlich vor der Rente, also werde ich logischerweise dort arbeiten müssen. Ob das in der eigenen Firma oder als Angestellter ist, weiß ich noch nicht. Ich muss erstmal genau wissen, wo ich beruflich überhaupt hin will. Die Auswanderer-Klassiker, ein Tourismus-Unternehmen oder ein Restaurant zu eröffnen, kommen für mich persönlich nicht in Frage, das ist nichts für mich. Wenn ich was selber mache, dann sicherlich in den Bereichen Dienstleistungen für Unternehmen oder industrielle Produktion. Mal schauen wo das Leben einen hinführt... :)


Hombre248: Wenn man das nötige Geld dazu hat, ist diese Variante natürlich auch eine gute. Sozusagen kurzzeitig das Schöne mitnehmen, während man all die negativen Aspekte des Lebens in LA nicht mitbekommt. Muss man aber trotzdem 11 Monate im Jahr im grauen D/Ö/S zubringen....
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padrino
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Beitrag von padrino »

@FreeLibertarian

Na da haben wir aber so einiges gemein. Ich beschäftige mich ebenfalls schon seit Jahren mit dem Auswandern, warte jedoch noch auf den richtigen Zeitpunkt, eine geniale Idee oder ein super Angebot als Angestellter. Tourismus Bereich ist auch nicht so mein Ding, einfach irgendwo auswandern, ein Restaurant eröffnen (halt der Klassiker) und dann einfach so vor sich hinvegetieren ist überhaupt nicht mein Ding. Deshalb beachte ich auch die wirtschaftlichen Aspekte, das Potential eines Landes. Denn es gibt sicher noch viele Möglichkeiten in Südamerika etwas zu erreichen, es muss jedoch gut überlegt sein, egal ob es Richtung Selbständigkeit oder in ein angestellten Verhältnis geht, es muss Potential um sich zu verwirklichen vorhanden sein.

Wünsche bei deinem Vorhaben viel Glück!

Saludos
Padrino
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Beitrag von FreeLibertarian »

Das gleiche dir, padrino! Vielleicht machen wir ja eines Tages mal zusammen Geschäfte in Kolumbien. :D
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

"Irgendwann bekommt man wohl zu spüren, dass man dort auch nur der "Ausländer" ist.", das schrieb Hombre248 und damit hat er zu 100% recht.

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