Auswandern - Frage an Matthias - warum Kolumbien?
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spitfire88
ThemenstarterVerified - Kolumbien-Süchtige(r)

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Auswandern - Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Hallo, wie kommst du denn auf Südamerika bzw. Kolumbien? Ich nehme an, dass du schon seit deinen Paraguay-Plänen intensiv Spanisch lernst? Hast du einmal analysiert, was du mit deinem Berufsbild in Südamerikanischen Ländern wirklich machen kannst oder hast du etwas anderes vor, um dort zu überleben?
Moderation: Beitrag von Vorstellung als eigenständiges Thema abgetrennt. Eisbaer - Moderator
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germanguy92
- Kolumbien-Neuling

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Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Wow, hier kommen die Antworten aber flott.
Also was das Berufsbild betrifft, ist man laut dem deutschen Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit einer technischen Ausbildung in Kolumbien gut aufgehoben. Laut deren Angaben besteht hier eine große Nachfrage (z.B technische Ingineure). Da ich zur Zeit eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker (Elektrotechnik/Industrietechnik) mache (dauert noch 3 Jahre), bin ich da schon auf einem guten Weg. Oder sind die Angaben dieses offiziellen deutschen Instituts mit Ihrer Lebenserfahrung nicht in Einklang zu bringen?
Was die Sprache angeht: Viel mehr als "Hola como estas" kann ich leider noch nicht. Ich möchte ja erst einmal die Lage peilen, bevor ich dafür eine neue Sprache neben meinem Vollzeitjob und meiner berufsbegleitenden Weiterbildung zum Techniker erlerne.
Warum Südamerika? Ich denke, wenn man hier einen kräftigen Einsatz zeigt, kann man vom starken Wirtschaftswachstum durchaus profitieren. Das Klima ist je nach Höhenlage auch ganz nett. Mir ist natürlich auch klar, dass die Sicherheitslage, die Gesundheitsversorgung und eine soziale Absicherung nicht mit Deutschland bzw. Europa zu vergleichen ist.
Also was das Berufsbild betrifft, ist man laut dem deutschen Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit einer technischen Ausbildung in Kolumbien gut aufgehoben. Laut deren Angaben besteht hier eine große Nachfrage (z.B technische Ingineure). Da ich zur Zeit eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker (Elektrotechnik/Industrietechnik) mache (dauert noch 3 Jahre), bin ich da schon auf einem guten Weg. Oder sind die Angaben dieses offiziellen deutschen Instituts mit Ihrer Lebenserfahrung nicht in Einklang zu bringen?
Was die Sprache angeht: Viel mehr als "Hola como estas" kann ich leider noch nicht. Ich möchte ja erst einmal die Lage peilen, bevor ich dafür eine neue Sprache neben meinem Vollzeitjob und meiner berufsbegleitenden Weiterbildung zum Techniker erlerne.
Warum Südamerika? Ich denke, wenn man hier einen kräftigen Einsatz zeigt, kann man vom starken Wirtschaftswachstum durchaus profitieren. Das Klima ist je nach Höhenlage auch ganz nett. Mir ist natürlich auch klar, dass die Sicherheitslage, die Gesundheitsversorgung und eine soziale Absicherung nicht mit Deutschland bzw. Europa zu vergleichen ist.
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Genuasd
- Kolumbien-Experte

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Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Hallo Matthias,
warst du denn schonmal in Kolumbien?
hab jetzt nur was von Paraguay gelesen.
und was genau planst du zu tun? einfach einen Job ohne Sprachkenntnisse hier suchen und finden geht nicht ohne weiteres, allein wegen dem Visum. Du wirst überrascht sein, von welchem Gehalt die Leute hier Leben, denn es ist nicht automatisch alles halb so teuer wie in Deutschland.
warst du denn schonmal in Kolumbien?
hab jetzt nur was von Paraguay gelesen.
und was genau planst du zu tun? einfach einen Job ohne Sprachkenntnisse hier suchen und finden geht nicht ohne weiteres, allein wegen dem Visum. Du wirst überrascht sein, von welchem Gehalt die Leute hier Leben, denn es ist nicht automatisch alles halb so teuer wie in Deutschland.
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germanguy92
- Kolumbien-Neuling

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- Registriert: 31. März 2020, 14:51
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Hallo Genuasd,
nein, bisher war ich noch nicht in Kolumbien. Ich bin ja noch ganz am Anfang meiner Planungen. Frühestens in 3 Jahren (eher noch später) kann ich mir einen längeren (dauerhaften ?) Aufenthalt dort vorstellen.
Das Lohnniveau in Kolumbien ist mir durchaus bewusst. Mit 700$/Monat hat man einen wirklich guten Job und die Mieten sind in manchen Teilen Kolumbiens so hoch wie in ländlichen Regionen in Deutschland.
Geschäftemäßig stelle ich mir das ganz grob so vor:
Das Visum erlange ich durch eine Investition in eine Immobilie mit mehreren Schlaf- und Badezimmern, um sie z.B. auch an Rucksacktouristen oder WG-mäßig an Einheimische vermieten zu können. Dadurch habe ich ein Residenten-Visum und ein Nebeneinkommen.
Der Hauptjob ist dann ein Angestelltenverhältnis in der Industrie (Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik, ...).
Entweder bei einem internationalen Konzern oder bei einer kolumbianischen Firma. Über den geringen Lohn bin ich mir im Klaren. Alternativ kann ich mir auch einen Lehrberuf an einer berufsbildenden Schule vorstellen, habe mich aber mit den Zulassungsvoraussetzungen für die Schulen noch nicht so wirklich beschäftigt. Ist nur ein Plan B.
Ich muss natürlich noch die Sprache lernen, das ist mir bewusst. Allerdings möchte ich damit erst beginnen, wenn meine Planungen konkreter sind und ich weiß, ob es auch wirklich das richtige für mich ist.
Deshalb will ich ja in diesem Forum und auf diversen anderen Internetseiten erst einmal ausloten, ob das alles so sinnvoll ist, bevor ich mich da in irgendetwas reinreite. Wie gesagt stehe ich noch ganz am Anfang.
Vielen Dank für Ihre guten Wortbeiträge und Anregungen.
nein, bisher war ich noch nicht in Kolumbien. Ich bin ja noch ganz am Anfang meiner Planungen. Frühestens in 3 Jahren (eher noch später) kann ich mir einen längeren (dauerhaften ?) Aufenthalt dort vorstellen.
Das Lohnniveau in Kolumbien ist mir durchaus bewusst. Mit 700$/Monat hat man einen wirklich guten Job und die Mieten sind in manchen Teilen Kolumbiens so hoch wie in ländlichen Regionen in Deutschland.
Geschäftemäßig stelle ich mir das ganz grob so vor:
Das Visum erlange ich durch eine Investition in eine Immobilie mit mehreren Schlaf- und Badezimmern, um sie z.B. auch an Rucksacktouristen oder WG-mäßig an Einheimische vermieten zu können. Dadurch habe ich ein Residenten-Visum und ein Nebeneinkommen.
Der Hauptjob ist dann ein Angestelltenverhältnis in der Industrie (Elektrotechnik, Maschinenbau, Medizintechnik, ...).
Entweder bei einem internationalen Konzern oder bei einer kolumbianischen Firma. Über den geringen Lohn bin ich mir im Klaren. Alternativ kann ich mir auch einen Lehrberuf an einer berufsbildenden Schule vorstellen, habe mich aber mit den Zulassungsvoraussetzungen für die Schulen noch nicht so wirklich beschäftigt. Ist nur ein Plan B.
Ich muss natürlich noch die Sprache lernen, das ist mir bewusst. Allerdings möchte ich damit erst beginnen, wenn meine Planungen konkreter sind und ich weiß, ob es auch wirklich das richtige für mich ist.
Deshalb will ich ja in diesem Forum und auf diversen anderen Internetseiten erst einmal ausloten, ob das alles so sinnvoll ist, bevor ich mich da in irgendetwas reinreite. Wie gesagt stehe ich noch ganz am Anfang.
Vielen Dank für Ihre guten Wortbeiträge und Anregungen.
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Genuasd
- Kolumbien-Experte

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- Registriert: 27. Dezember 2015, 12:46
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
okay aber du musst unbedingt vorher das Land bereisen.
ich möchte dich nicht bremsen in deiner Euphorie, nur einige kommen voller Begeisterung mit der Urlaubsbrille an und stellen irgendwann fest, dass auch der Alltag hier mal grau sein kann.
in deinem Fall kennst Du das Land ja noch gar nicht und du hast ja eine gewisse Erwartung, daher würde mich auch ein Reisebericht von dir interessieren
Wie lang hast du vor zu bleiben?
Spanisch lernen kann doch nicht schaden, je früher desto besser und wer weiß wofür du es mal brauchst.
Du hast sicherlich eine VHS bei dir in der Nähe, die sind normal sehr preisgünstig. Für den Anfang sicherlich nicht schlecht.
ich kann persönlich nur davon abraten sich alles autodidakt mit irgendwelchen Apps anzueignen, das kann als Ergänzung sinnvoll sein, aber es geht nichts über Unterricht.
Welche Stadt hast Du im Sinn?
Bogotá ist für viele ja der Horror (dreckig, voll, viel Verkehr, Wetter so lala), ich persönlich mag die Stadt und die Möglichkeiten sind besser als irgendwo auf dem Dorf.
Medellín ist natürlich schöner, aber auch mehr Tourismus.
ob das ganze sinnvoll ist oder nicht hängt in erster Linie von deinen persönlichen Präferenzen, sowie Lebensumständen ab.
als alleinstehender ende 20 ist es ja doch was anderes, als wenn ein 55 jähriger mit schulpflichtigen Kindern die Zelte abbricht..
Ich wünsche dir viel Erfolg!
hoffe du hältst uns auf dem Laufenden
ich möchte dich nicht bremsen in deiner Euphorie, nur einige kommen voller Begeisterung mit der Urlaubsbrille an und stellen irgendwann fest, dass auch der Alltag hier mal grau sein kann.
in deinem Fall kennst Du das Land ja noch gar nicht und du hast ja eine gewisse Erwartung, daher würde mich auch ein Reisebericht von dir interessieren
Wie lang hast du vor zu bleiben?
Spanisch lernen kann doch nicht schaden, je früher desto besser und wer weiß wofür du es mal brauchst.
Du hast sicherlich eine VHS bei dir in der Nähe, die sind normal sehr preisgünstig. Für den Anfang sicherlich nicht schlecht.
ich kann persönlich nur davon abraten sich alles autodidakt mit irgendwelchen Apps anzueignen, das kann als Ergänzung sinnvoll sein, aber es geht nichts über Unterricht.
Welche Stadt hast Du im Sinn?
Bogotá ist für viele ja der Horror (dreckig, voll, viel Verkehr, Wetter so lala), ich persönlich mag die Stadt und die Möglichkeiten sind besser als irgendwo auf dem Dorf.
Medellín ist natürlich schöner, aber auch mehr Tourismus.
ob das ganze sinnvoll ist oder nicht hängt in erster Linie von deinen persönlichen Präferenzen, sowie Lebensumständen ab.
als alleinstehender ende 20 ist es ja doch was anderes, als wenn ein 55 jähriger mit schulpflichtigen Kindern die Zelte abbricht..
Ich wünsche dir viel Erfolg!
hoffe du hältst uns auf dem Laufenden
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John Extra
- Ehemalige/r
- Beiträge: 1056
- Registriert: 14. April 2013, 19:30
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Hallo Matthias, wilkommen im Club
wenn du an einen laengeren Aufenthalt in Kolumbien so in 3 bis 4 Jahren denkst, dann hast Du ja Zeit alles gruendlich vorzubereiten, wenn die Welt sich dann hoffentlich vom Coronavirus erholt hat und auch die Wirtschaft wieder angkurbelt ist und Du hier Urlaub machen kannst um Dir alles anzuschauen und den besten Ort fuer Deine Lebensvorstellungen, beruflich wie privat zu finden. Spanisch lernen ist sehr wichtig, Reiseplanung... welche Orte Du besuchen willst... viel Spass bei Deiner Planung.
wenn du an einen laengeren Aufenthalt in Kolumbien so in 3 bis 4 Jahren denkst, dann hast Du ja Zeit alles gruendlich vorzubereiten, wenn die Welt sich dann hoffentlich vom Coronavirus erholt hat und auch die Wirtschaft wieder angkurbelt ist und Du hier Urlaub machen kannst um Dir alles anzuschauen und den besten Ort fuer Deine Lebensvorstellungen, beruflich wie privat zu finden. Spanisch lernen ist sehr wichtig, Reiseplanung... welche Orte Du besuchen willst... viel Spass bei Deiner Planung.
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germanguy92
- Kolumbien-Neuling

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- Registriert: 31. März 2020, 14:51
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Das Land werde ich natürlich vorher bereisen, wenn sich die Pläne konkretisieren. Ich würde dann schon gerne längerfristig dort bleiben, wenn alles passt. Also mehrere Jahre (oder vielleicht für immer ?).
Natürlich werde ich immer mal wieder nach Deutschland zurückkehren (2x im Jahr?), um die Familie zu besuchen (ich denke, dass mir das am schwersten fallen wird, von Geschwistern und Eltern länger getrennt zu sein). Mit einem bescheidenen Lebensstil komme ich als bodenständiger Bayer sehr gut zurecht. Ich brauche keinen Luxus.
Bogota halte ich aus beruflicher Sicht für sinnvoll, weil hier doch mehr Industrie angesiedelt ist und auch von ausländischen Investoren viel Geld fließt. Aber natürlich muss ich mir das mal vor Ort ansehen, wie schmutzig und laut es dort wirklich ist. Vielleicht kann man ja auch am Stadtrand wohnen.
Das mit der VHS ist ein guter Tipp.
Natürlich werde ich immer mal wieder nach Deutschland zurückkehren (2x im Jahr?), um die Familie zu besuchen (ich denke, dass mir das am schwersten fallen wird, von Geschwistern und Eltern länger getrennt zu sein). Mit einem bescheidenen Lebensstil komme ich als bodenständiger Bayer sehr gut zurecht. Ich brauche keinen Luxus.
Bogota halte ich aus beruflicher Sicht für sinnvoll, weil hier doch mehr Industrie angesiedelt ist und auch von ausländischen Investoren viel Geld fließt. Aber natürlich muss ich mir das mal vor Ort ansehen, wie schmutzig und laut es dort wirklich ist. Vielleicht kann man ja auch am Stadtrand wohnen.
Das mit der VHS ist ein guter Tipp.
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Eisbaer
- Moderator(in)

- Beiträge: 10373
- Registriert: 10. Juli 2009, 05:34
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
@germanguy92: Lese bitte in aller Ruhe in diesem Thema => Arbeiten in Kolumbien in Chemie-Ingenieur.
Auch könnte dieses Thema interessant sein => Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?
Zum Abschluss noch das => Arbeiten in Lateinamerika / Kolumbien - einige Antworten dazu.
Wenn zu dem einem oder anderen Thema Fragen aufkommen, dann bitte hier in diesem Thema dazu schreiben.
Da du den Kauf eines Resident-Visums angesprochen hast, dann auch noch => hier lesen.
(Investorenvisum|Grunderwerb & Recidencia in Kolumbien)
Auch könnte dieses Thema interessant sein => Wunsch nach Kolumbien zu gehen, welche voraussetzungen wenn nicht als expatriate?
Zum Abschluss noch das => Arbeiten in Lateinamerika / Kolumbien - einige Antworten dazu.
Wenn zu dem einem oder anderen Thema Fragen aufkommen, dann bitte hier in diesem Thema dazu schreiben.
Da du den Kauf eines Resident-Visums angesprochen hast, dann auch noch => hier lesen.
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Genuasd
- Kolumbien-Experte

- Beiträge: 1179
- Registriert: 27. Dezember 2015, 12:46
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
aber nochmal kurz zur EIngangsfrage...
wieso Kolumbien?
Gibt ja noch andere schöne Länder und in Spanien scheint auch die Sonne.
finde es sehr erstaunlich, weil irgendwas muss dich ja angefixt haben, obwohl du nie dort warst.
Deine Pläne sind ja schon fortgeschritten und deine Angaben zeigen, dass du dir schon einige Gedanken dazu gemacht hast.
Sorry wenn ich da bohre, aber ich frage mich halt was einen zu sowas bewegt ohne das Land selber zu kennen.
Hättest du eine Frau erwähnt, wäre mir das schon klar, aber so
Ich war früher total begeistert von den USA; war auch als Kind dort und mein Traum wäre es immer gewesen dort zu leben.
Nachdem ich als Erwachsener nochmal für 3 Wochen dort war, war ich nachwievor begeistert, jedoch hab ich auch festgestellt, dass nicht alles gold ist was glänzt. Gerade wenn es um das Sozialsystem geht.
Finde das Land bis heute toll... zum Urlaub machen/reisen... leben möchte ich dort nicht.
Jetzt in Krisenzeiten kann man wirklich gut sehen, welches Land derzeit gut regiert wird und welches nicht.
Ich gebe zu, bisschen lieber wäre ich aktuell schon in Deutschland. Die Mortalitätsrate in Deutschland im Vergleich zu Spanien und Italien sagt vieles aus, genau wie die Arbeitslosenzahlen in den USA.
man weiß ja oft DInge erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.
wieso Kolumbien?
Gibt ja noch andere schöne Länder und in Spanien scheint auch die Sonne.
finde es sehr erstaunlich, weil irgendwas muss dich ja angefixt haben, obwohl du nie dort warst.
Deine Pläne sind ja schon fortgeschritten und deine Angaben zeigen, dass du dir schon einige Gedanken dazu gemacht hast.
Sorry wenn ich da bohre, aber ich frage mich halt was einen zu sowas bewegt ohne das Land selber zu kennen.
Hättest du eine Frau erwähnt, wäre mir das schon klar, aber so
Ich war früher total begeistert von den USA; war auch als Kind dort und mein Traum wäre es immer gewesen dort zu leben.
Nachdem ich als Erwachsener nochmal für 3 Wochen dort war, war ich nachwievor begeistert, jedoch hab ich auch festgestellt, dass nicht alles gold ist was glänzt. Gerade wenn es um das Sozialsystem geht.
Finde das Land bis heute toll... zum Urlaub machen/reisen... leben möchte ich dort nicht.
Jetzt in Krisenzeiten kann man wirklich gut sehen, welches Land derzeit gut regiert wird und welches nicht.
Ich gebe zu, bisschen lieber wäre ich aktuell schon in Deutschland. Die Mortalitätsrate in Deutschland im Vergleich zu Spanien und Italien sagt vieles aus, genau wie die Arbeitslosenzahlen in den USA.
man weiß ja oft DInge erst zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.
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Karibikotto
- Kolumbien-Süchtige(r)

- Beiträge: 749
- Registriert: 24. Juli 2010, 06:29
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
@germanguy92
Was du auch nicht unterschätzen solltest ist die enorm hohe Kriminalitätsrate, damit verbunden die Gewaltbereitschaft in einigen Bevölkerungsgruppen. Nicht zu vergessen die Guerilla ELN und die langsam wieder auferstehende FARC Guerilla. Langweilig wird es nie.
Mal abgesehen davon finde ich Bogotá als Standpunkt gut. Im Norden findest du Gegenden in denen man sehr angenehm leben kann. Das zeitweise frische Klima habe ich immer als sehr angenehm empfunden.
Was du auch nicht unterschätzen solltest ist die enorm hohe Kriminalitätsrate, damit verbunden die Gewaltbereitschaft in einigen Bevölkerungsgruppen. Nicht zu vergessen die Guerilla ELN und die langsam wieder auferstehende FARC Guerilla. Langweilig wird es nie.
Mal abgesehen davon finde ich Bogotá als Standpunkt gut. Im Norden findest du Gegenden in denen man sehr angenehm leben kann. Das zeitweise frische Klima habe ich immer als sehr angenehm empfunden.
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germanguy92
- Kolumbien-Neuling

- Beiträge: 5
- Registriert: 31. März 2020, 14:51
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
@Genuasd:
Kolumbien habe ich mir deshalb herausgesucht, weil es nicht nur aufgrund des Klimas und der dort lebenden Menschen interessant ist, sondern nach den vielen und langen Gewaltjahren wieder etwas friedlicher ist. Auch die damit einhergehende wirtschaftliche Entwicklung hat mich angesprochen. Also irgendwie der Gedanke eines aufstrebenden Landes, das sich noch am Anfang befindet.
Eine Liebesgeschichte steckt nicht dahinter.
Zum Thema Spanien: Da kann ich irgendwie gleich in Deutschland bleiben denke ich mir. Auch Thema Finanzkrise/ hohe Arbeitslosigkeit, ... sind jetzt nicht unbedingt ein Pluspunkt, auch wenn das Klima/Wetter sicher besser ist als in Deutschland.
Darf ich Ihre/deine Beweggründe für ein Leben in Kolumbien erfahren?
@Karibikotto
Ich bin zwar kein Angsthase, dachte aber schon, dass sich die Sicherheitslage, vor allem in den Zentren, stark verbessert hat. In den abgelegenen Gebieten natürlich aufgrund der fehlenden staatlichen Kontrolle eher weniger. Aber da habe ich mich scheinbar getäuscht.
Kolumbien habe ich mir deshalb herausgesucht, weil es nicht nur aufgrund des Klimas und der dort lebenden Menschen interessant ist, sondern nach den vielen und langen Gewaltjahren wieder etwas friedlicher ist. Auch die damit einhergehende wirtschaftliche Entwicklung hat mich angesprochen. Also irgendwie der Gedanke eines aufstrebenden Landes, das sich noch am Anfang befindet.
Eine Liebesgeschichte steckt nicht dahinter.
Zum Thema Spanien: Da kann ich irgendwie gleich in Deutschland bleiben denke ich mir. Auch Thema Finanzkrise/ hohe Arbeitslosigkeit, ... sind jetzt nicht unbedingt ein Pluspunkt, auch wenn das Klima/Wetter sicher besser ist als in Deutschland.
Darf ich Ihre/deine Beweggründe für ein Leben in Kolumbien erfahren?
@Karibikotto
Ich bin zwar kein Angsthase, dachte aber schon, dass sich die Sicherheitslage, vor allem in den Zentren, stark verbessert hat. In den abgelegenen Gebieten natürlich aufgrund der fehlenden staatlichen Kontrolle eher weniger. Aber da habe ich mich scheinbar getäuscht.
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John Extra
- Ehemalige/r
- Beiträge: 1056
- Registriert: 14. April 2013, 19:30
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Grundsaetzlich finde ich es sehr gut wenn jemand der Auswandern moechte sich umfassend mit dem entsprechenden Land beschaeftigt. Man kann Latino-Amerika nicht mit Europa vergleichen, in keinster Weise, hier gelten andere Gesetze, und man muss sich mit dem Politischen- und Sozialen System anrangieren und damit leben, wenn man es kann, aendern kann man nichts. Es gibt sicher Laender in Suedamerika die weniger Gefahrenpotenzial haben als Kolumbien, verschiedenen Guerillagruppen, Paramillitares, Drogenclans usw. aber das muss jeder fuer sich entscheiden.
Die Coronakrise wird natuerlich das schwache Politische- und Soziale System schwaechen und in einigen Laender wird es schon sehr schlimm werden.
Solange es keine Militaerdiktatur gibt muss man wohl damit leben.
Die Coronakrise wird natuerlich das schwache Politische- und Soziale System schwaechen und in einigen Laender wird es schon sehr schlimm werden.
Solange es keine Militaerdiktatur gibt muss man wohl damit leben.
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Genuasd
- Kolumbien-Experte

- Beiträge: 1179
- Registriert: 27. Dezember 2015, 12:46
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Okay, wirtschaftlicher Aufschwung mag richtig sein und Kolumbiens Wirtschaft war auch relativ stabil in den letzten Jahren, aber das muss man immer in ein Verhältnis setzen.
Das Land ist trotzdem arm, es gibt auch hier kein gut funktionierendes Sozialsystem und damit einhergehend eine hohe Bereitschaft zur Kriminalität und Gewalt, insbesondere gegenüber "Gringos".
Wirtschaftliche Gründe sollten dich nicht hierher bewegen.
Ein brandaktuelles Beispiel: ich habe ein deutsches Konto und habe 400.000 COP (zu umgerechnet 108,75 EUR) am 29.01. abgehoben. 6 Wochen später habe ich nur noch 90,54 EUR bezahlt!
das ist eine Menge Geld und zeigt, dass in Krisenzeiten allein die Landeswährung wenig wert ist. Und das ist ja noch gar nix... in solchen Zeiten ist man froh USD oder EUR zu haben.
wie gesagt, ich will dir von nix abraten, dir muss nur bewusst werden was du aufgibst.
Zum Thema Sicherheit:
mir selbst ist noch nichts passiert, dennoch bin ich immer wachsam und habe oftmals ein ungutes Gefühl abends. Du musst einige Spielregeln beachten und dich in deiner Freiheit teilweise einschränken. Das fällt nicht jedem leicht.
Das darf man einfach nie vergessen und ausblenden, auch wenn Menschen einem freundlich gegenüber treten.
Meine Beweggründe:
zum einen wollte ich immer mal 1-2 Jahre im Ausland verbringen, zum anderen wollte ich Spanisch lernen. Vor rund 4 Jahren bin ich dann als Rucksacktourist mal für ein paar Wochen hier gewesen und 1 Jahr später für 2 Monate. Anschließend habe ich entschieden das Abenteuer zu wagen, hatte also ebenfalls genug Zeit das ganze zu planen, aber war vorher schon 3x für einige Zeit dort.
Das Land ist vielfältig, es gibt viel zu sehen, die Menschen sind freundlich und lebensfroh. Mir gefällt die Kultur und der Lifestyle, sowie das Essen.
In Bogota gibt es tolle Veranstaltungen, viele Konzerte, eine gute Rock/Metal Szene und Fussball wird gefeiert.
Insofern fiel die Wahl eben auf Kolumbien. Ich habe aber auch wenig Vergleiche, kenne bloß ein bisschen Mittelamerika, Mexiko und Ecuador.
Argentinien, Chile und Peru haben sicherlich auch ihre Reize.
im Anschluss an meinen Aufenthalt in 1-2 Jahren, würde ich dann gerne mehr durch Südamerika reisen für einige Monate, aber erstmal schauen wie sich die Lage so entwickelt. Wirklich planen kann man derzeit ja nichts. EIgentlich war für nächste Woche Peru geplant... ein anderer VOrteil: von Bogotá aus ist man schnell in Mittelamerika, Peru, Miami, ...
Dauerhaft kann ich mir das Leben hier aber nicht vorstellen, ich hatte ja kein schlechtes Leben in Deutschland.. ganz im Gegenteil. Das war mir aber auch vorher sehr bewusst.
Das Land ist trotzdem arm, es gibt auch hier kein gut funktionierendes Sozialsystem und damit einhergehend eine hohe Bereitschaft zur Kriminalität und Gewalt, insbesondere gegenüber "Gringos".
Wirtschaftliche Gründe sollten dich nicht hierher bewegen.
Ein brandaktuelles Beispiel: ich habe ein deutsches Konto und habe 400.000 COP (zu umgerechnet 108,75 EUR) am 29.01. abgehoben. 6 Wochen später habe ich nur noch 90,54 EUR bezahlt!
das ist eine Menge Geld und zeigt, dass in Krisenzeiten allein die Landeswährung wenig wert ist. Und das ist ja noch gar nix... in solchen Zeiten ist man froh USD oder EUR zu haben.
wie gesagt, ich will dir von nix abraten, dir muss nur bewusst werden was du aufgibst.
Zum Thema Sicherheit:
mir selbst ist noch nichts passiert, dennoch bin ich immer wachsam und habe oftmals ein ungutes Gefühl abends. Du musst einige Spielregeln beachten und dich in deiner Freiheit teilweise einschränken. Das fällt nicht jedem leicht.
Das darf man einfach nie vergessen und ausblenden, auch wenn Menschen einem freundlich gegenüber treten.
Meine Beweggründe:
zum einen wollte ich immer mal 1-2 Jahre im Ausland verbringen, zum anderen wollte ich Spanisch lernen. Vor rund 4 Jahren bin ich dann als Rucksacktourist mal für ein paar Wochen hier gewesen und 1 Jahr später für 2 Monate. Anschließend habe ich entschieden das Abenteuer zu wagen, hatte also ebenfalls genug Zeit das ganze zu planen, aber war vorher schon 3x für einige Zeit dort.
Das Land ist vielfältig, es gibt viel zu sehen, die Menschen sind freundlich und lebensfroh. Mir gefällt die Kultur und der Lifestyle, sowie das Essen.
In Bogota gibt es tolle Veranstaltungen, viele Konzerte, eine gute Rock/Metal Szene und Fussball wird gefeiert.
Insofern fiel die Wahl eben auf Kolumbien. Ich habe aber auch wenig Vergleiche, kenne bloß ein bisschen Mittelamerika, Mexiko und Ecuador.
Argentinien, Chile und Peru haben sicherlich auch ihre Reize.
im Anschluss an meinen Aufenthalt in 1-2 Jahren, würde ich dann gerne mehr durch Südamerika reisen für einige Monate, aber erstmal schauen wie sich die Lage so entwickelt. Wirklich planen kann man derzeit ja nichts. EIgentlich war für nächste Woche Peru geplant... ein anderer VOrteil: von Bogotá aus ist man schnell in Mittelamerika, Peru, Miami, ...
Dauerhaft kann ich mir das Leben hier aber nicht vorstellen, ich hatte ja kein schlechtes Leben in Deutschland.. ganz im Gegenteil. Das war mir aber auch vorher sehr bewusst.
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John Extra
- Ehemalige/r
- Beiträge: 1056
- Registriert: 14. April 2013, 19:30
Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Es ist ja ein Grosser Unterschied ob ein Rentner auswandert mit einer relativen finanzielle Sicherheit, dank Corona mit einem sehr guten Wechselkurs, oder ein junger Mensch der in einem anderen Land arbeiten moechte und muss, um seinen Lebensunterhalt zu besteiten.
Die Sichtweise dieser beiden Gruppen ueber Sicherheit, und Soziale Sicherheit, sind Grundverschieden. Und aus meiner Sicht (Rentner) ist man relativ gelassen, solange der Automat das Geld regelmaessig ausspuckt.
Ich bin ein Typ, um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen, - Wo mein Hut haengt da bin ich zuhause.
Die Sichtweise dieser beiden Gruppen ueber Sicherheit, und Soziale Sicherheit, sind Grundverschieden. Und aus meiner Sicht (Rentner) ist man relativ gelassen, solange der Automat das Geld regelmaessig ausspuckt.
Ich bin ein Typ, um es mit den Worten von Udo Lindenberg zu sagen, - Wo mein Hut haengt da bin ich zuhause.
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desertfox
Verified - Kolumbien-Experte

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- Registriert: 24. August 2012, 19:57
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- Alter: 68
Auswandern - Frage an Matthias - warum Kolumbien?
Udo LIndenberg??? War das Lied nicht vn Paul Young? Wherever i lay my hat that's my home!


