Namensänderung / Pass

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John Extra
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Namensänderung / Pass

Beitrag von John Extra »

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ich finde das mit der Namensaenderung nicht soooo wichtig, meine Frau hat ihren Namen behalten, ich muss gestehen ich haette lieber ihren Namen angenommen, dann wuerde ich mich wohler fuehlen. ;-)

spielluk
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Namensänderung / Pass

Beitrag von spielluk »

Hallo zusammen

Meine Verlobte und ich haben gerade dasselbe Thema. Sie würde aufgrund späteren Kindern gerne meinen Namen annehmen. In der Schweiz kein Problem, gemäss Zivilstandsamt in Kolumbien aber kompliziert.
Mein Plan ist nun dass sie in Kolumbien nichts ändert. Ich weiss aber nicht ob wir dann nicht bei der Einreise Probleme kriegen, weil auf ihrem Ausländerausweis ein anderer Name steht als auf Ihrem Pass.
Gibt es diesbezüglich Erfahrungen?
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Fusagasugeno
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Fusagasugeno »

Sie muss so oder so mit dem Kolumbianischen Pass einreisen, sonst kann das zu Problemen führen. Meine Frau hat dass schon seit 27 Jahren im Ch-Pass meinen Namen, im Kolumbianischen den Ihren. Das einzige Problem dass sie damit hat, ist das sie immer überlegen muss, wie sie Unterschreiben muss. -:) Wenn Ihr Kinder habt, diese einfach auch in Bern registrieren und im Kolumbianischen Pass Deiner Frau eintragen.
Eres feliz, eres Fusagasugeño :-)
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Don Maximo
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Don Maximo »

Schliesse mich Fusagasugeño an.
Bezüglich Kinder kann ich nicht mitreden, aber sonst abs. unproblematisch.
In der CH braucht sie der CH Name, in Kolumbien ihr Name nach Kol. Recht (in Kolumbien IMMER nur mit Kol. Cedula oder Pass ausweisen! Kol. BürgerInnen - auch DoppelbürgerInnen - sind von Gesetzes wegen verpflichtet bei Ein- und Ausreise den CO Pass vorzulegen).
Wir hatten eher Probleme in der CH, bevor sie den CH Pass beantragt hatte (was sie erst nach 10 Jahre Ehe gemacht hat). Da nach einem Umzug die neue Gemeindesbehörde sich weigerte, sie mit ihrem rechtmässigen Nachname nach CH Recht anzusprechen und anzuschreiben. Erst nach einer Anzeige und Klage haben sie ihre Praxis geändert (ändern müssen).
Damit meine Frau im CO und CH Pass nicht komplett unterschiedliche Nachnamen Trägt (was doch zu erklärungsnot führen könnte) hat sie im CH Pass beide Nachnamen eintragen lassen (mit Bindestrich).
Bei der Gelegenheit hat man mir das selbe angeboten, was ich auch gemacht habe. Das hatte in Kolumbien bis jetzt positive Auswirkungen.
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John Extra
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Namensänderung

Beitrag von John Extra »

Ich wollte auch den Nachnamen meiner Frau an meinen Namen haengen, leider wurde mir damals nach der Hochzeit gesagt das es nicht geht und nicht erlaubt ist. Wie hat das bei Dir funktioniert Don Maximo ?
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Don Maximo
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Beitrag von Don Maximo »

Das Namensrecht unterscheidet sich zwischen Deutschland und der Schweiz. Ich kenne mich mit dem deutschen Namensrecht nicht besonders aus. In der Schweiz ist das eintragen des sog. Allianznahmen recht unkompliziert.
In Deutschland, soviel ich weiss, gibt es diese Option nicht. Du kannst dafür nachträglich eine Änderung beantragen, was wiederum in der Schweiz umständlicher ist. Wir haben in der Familie ziemlich ein "Namenschaos" und manchmal richtig lustige Zusammensetzungen, da schon seit mehrere Generationen Mischehen üblich sind.
Habe den Link hier gefunden über deutsches Namensrecht
=> familienrecht-ratgeber.de/familienrecht/eherecht/content_02_01.html
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Waldi04
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Waldi04 »

Hi zusammen,

meine Verlobte (Kolumbianerin) und ich (dt. Staatsbürger) heiraten Anfang Januar in Deutschland.
Wir wollen nach deutschem Recht heiraten und meine baldige Frau möchte gerne meinen Namen annehmen.
Jetzt kommen mir aber nach und nach Zweifel, ob das nicht den Prozess stark verlangsamt, denn anschließen muss sie nach Kolumbien zurück, um ein Visa zu beantragen.
Müsste sie dann für die Beantragung für das Visa einen neuen Reisepass mit neuem Nachnamen haben oder geht der Prozess noch mit „altem“ Reisepass und Hochzeitsurkunde.
Kann sie überhaupt meinen Namen 1:1 in Kolumbien übertragen lassen?
Da wir den Prozess natürlich nicht unnötig in die Länge ziehen wollen, wäre die Alternative den Nachnamen meiner baldigen Frau bei der Hochzeit nicht zu ändern.
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Hamid
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Hamid »

Keine leichte Frage!

Ich würde zuvor den Pass ändern und damit die Geburtsurkunde, auch wenn es die Familienzusammenführung verzögert.

Es hört sich an, als würde sie ihre Nachnamen ablegen und nur mit deinem bleiben. Euer Standesbeamte wird euch sagen, ob dieses mit kolumbianischen Recht geht.

Wenn ihr nach deutschem Recht den Willen erklärt, beide den selben Familienname zu führen und dafür ihrer geändert wird - es also eine Namensänderung stattfindet - dann wird die Namensführung für das Visum dieser Willenserklärung entnommen, denn eine Ausstellung ist ja erst durch die Heirat erfüllt.

Ich würde sagen, eine Namensänderung Aufgrund einer Heirat erfüllt den Zweck zur Änderung einer Geburtsurkunde, weil dort ja der Familienstand steht, und diese Änderung wiederum erfüllt den Zweck zur Namensänderung des Passes, welcher dann haargenau zum Visum passt. Wenn also das Eine das Andere bewirkt, könnte sich hieraus eine Pflicht zur Namensänderung im Pass ergeben.

Du kennst ja Beamte im deutschsprachigen Raum: Wenn zwei notwendige Dokumente nicht deckungsgleich sind, dann sträubt sich der Amtsschimmel.

Was ist denn schon an einem Monat Familienzusammenführungsprozess mehr dramatisch, wenn ihr euch hinterher 30 Jahre lang auf der Pelle gehen könnt. :mrgreen:
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bastians
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Namensänderung / Pass

Beitrag von bastians »

Man muss doch bei der Hochzeit noch keinen Familiennamen festlegen, sondern kann das auf später verschieben bzw. offen lassen.
Ich würde es einfach offenlassen um nix zu verkomplizieren. Wenn sie dann in D ist, kann man das ganze in Ruhe angehen.

Soweit ich weiss, gibt es nach kolumbianischen Recht keine Übernahmes des Nachnamens des Ehemannes durch die Frau. Es gibt nur die Form den Nachnamen des Ehemannes an den eigenen Namen mit "de" anzuhängen. Wenn die Frau nach deutschem Recht den Namen des Mannes annimmt, kommt dazu ein Vermerk/Blatt in den Pass, wo das Dokumentiert wird, damit man sich in Deutschland mit der deutschen Namensvariante aber dem kolumbianischen Pass ausweisen kann.

Ich würde mal über die Variante nachdenken, die Namensübernahme aufzuschieben bis zur Erlangung des deutschen Passes in 4 Jahren (natürlich nur, falls das geplant ist). Hat natürlich auch Nachteile, weil dann an jeder Menge Stellen der neue Name hinterlegt werden muss und bis dahin der eigene Status nicht als Vollwertig wahrgenommen werden könnte.

Waldi04
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Waldi04 »

Hi bastian,
Danke für den Tipp!
Ich würde es tatsächlich dann favorisieren, dass Ganze aufzuschieben.
Welche Vorteile hätte es denn d. E. 4 Jahre lang damit zu warten?
Ich hätte jetzt gedacht, dass man es aufschiebt, bis zum Erlangen des Aufenthalttitels, anschließend den Nachnamen dann nach deutschem Recht ändern lässt und es dann hier in Deutschland im Pass zu vermerken.
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bastians
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Beitrag von bastians »

Wenn man wartet bis sie den deutschen Pass bekommt, hat man den Vorteil, dass der Name innerhalb und außerhalb von Deutschland immer gleich ist und zum Pass passt. Die Variante mit unterschiedlichen Namen schreit irgendwie nach Problemen. Aber vielleicht hat das ja jemand hier schon durch und sagt es ist kein Problem.
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Hamid
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Namensänderung / Pass

Beitrag von Hamid »

Vielleicht sollten wir die Frage ,,Warum nimmt die Frau oder Mann den Familiennamen des Partners an" ganz nach vorne Stellen, dabei aber die Tatsache, dass Männer seit tausenden von Jahren die Regeln für die Rolle der Frau bestimmt haben und noch heute bestimmen wollen, überspringen und die Namensübernahme nach einer Eheschließung kurz mal ergründen.

Ich bin davon überzeugt, dass es heute meistens aus Liebe und Loyalität geschieht.

Wenn Mann jetzt auf die Idee kommt, es aus behördengangtaktischer Überlegung auf 4 Jahre in die Zukunft zu verlegen - wozu dann überhaupt eine Namensübernahme?

Wobei es sich dann wohl eher um eine dokumententaktische Übergabe des Familienname handelt, um es mit dem Nachnamen angeblich leichter zu haben.

Vielleicht will die Frau nicht ganz ihre Identität aufgeben und ein Mesa de Schreiner gefällt ihr besser als nur Frau Schreiner, bedennkt man, dass sie nur mit dem Namen Schreiner die Erfahrung machen wird, dass wann immer sie aufgerufen wird, eine Frau Schreiner erwartet wird - oft ablesbar im Gesicht des Aufrufenden.

Namensübernahme ist viel mehr als nur eine Formalität.
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anuja
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Beitrag von anuja »

@Hamid

Überzeugende Aussage. Gefällt mir!
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Hamid
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Beitrag von Hamid »

@Anuja

Schön, dass Du etwas dazu schreibst. Ich wollte Dich zu einer Meinung einladen, ist mir aber erst hinterher eingefallen.

Chriska
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Beitrag von Chriska »

Meine Frau und ich heirateten in Kolumbien. In Deutschland hat sie dann meinen Nachnamen angenommen. D. h. in Deutschland unterschreibt sie mit dem deutschen Namen, Bankkonto usw. alles mit deutschem Namen. Auf dem Aufenthaltstitel steht der kolumbianische Name (denke das war wegen kolumbianischem Reisepass, muss identisch sein), Unterschrift allerdings mit deutschem Namen. Wir sind gerade dabei auch in Kolumbien die Namensänderung zu vollziehen. Ist etwas Papierkrieg (Geburtsurkunde, Cedula, usw.), sind einige Schritte. Letztes Jahr haben wir begonnen, dieses Jahr wollen wir es abschließen (neuer Reisepass, usw.). Wir waren bei einer Notaria, man muss aber den Berater finden, der sich auskennt. Bei der Mi Vacuna Registrierung erschien schon ihr deutscher Name.
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Hamid
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Beitrag von Hamid »

@Chriska

Das sind wertvolle Informationen.
Könnte Paar hier sagen, wir machen es lieber solange noch einer von uns beiden in Co lebt, denn würden wir es mal in einem Urlaub angehen, könnte die Zeit nicht reichen und wer will schon im Urlaub an die Bürokratenfront?

Hängt es also nur an der Entscheidung, wann und ob Paar diesen Kampf aufnimmt, denn aufreibend wird es in jedem Fall?

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Einspruch - Suggestivfrage - der Zeuge kann nur mit "Ja" antworten! :lol:
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