Ich gehe davon aus, dass Du weißt, dass die Preise im ganzen Land nicht einheitlich sind. Deswegen solltest Du präziser fragen und dich an die Leute wenden, die sich dort auskennen, wo Du dich im Urlaub niederlässt.
Nur als Beispiel für Bogota und Antioquia:
,,[...]Lista de Precios frutas, verduras, hortalizas, abarrotes en Medellín y Antioquia (VENTA AL POR MAYOR)
Martes 01 de marzo de 2022[...]"
https://www.lamayorista.com.co/
Ist dieses deine Region, musst Du die Preise nur noch mit dem canasta basica 2019 vergleichen, den es als PDF im Net gibt.
Die Lebenshaltungskosten stiegen im Jahr 2021 um 5,62%, der höchste Wert seit 2017.
Der größte Teil der Kosten für Autos, Fleisch, Fleischwaren und Brot stieg im Jahresindikator, wohingegen die Kosten für Kommunikation und Kleidung sich nach unten entwickelten.
Vermute, dass sich die Frage von @ChLehmann auf Barranquilla bezieht. Auch da gibt es gewaltige Unterschiede. Abhängig, wo man einkauft.
Die der Preis nicht interessiert kaufen alles im grossen Supermarkt wie Exito oder Olimpica. Wer spart, der schaut sich bei den kleineren wie D1, ARA usw. um und kauft sein Gemüse und Obst auf dem Grossmarkt der Stadt.
Ich gebe eine Schätzung ab für Eier, Gemüse, Früchte, Brot und Fleisch von rund 10 bis 15 % heute als gegenüber anfangs 2021.
Als Europäer sprechen wir jedoch von ein paar Cents pro Kilo in der Preisänderung (Beispiel 800 Peso mehr sind 20 Cents). Als Kolumbianer mit Minimumlohn ist das eine Aenderung.
Wir haben letzte Woche Mittwoch bei MercaTodo für 600.000 eingekauft - für 6 Personen / ca.14 Tage - und der Einkaufswagen war voll, dass auch unten Dinge verstaut werden mussten. 95% davon waren Lebensmittel. Seitdem haben wir nix mehr gekauft, außer die täglichen buñelos für 500 und arepas. Diese Menge in Jumbo oder Olimpica zu kaufen, käme ich nie auf die Idee.
Die "Tiendas" in den Stadtvierteln und die örtlichen Händler zeigen sich sehr besorgt, da die Beschaffung vieler Produkte schwieriger und der Einkauf teurer geworden ist; Milch, Fleisch, Eier, Lebensmittel und verschiedene Gemüsesorten haben einen unverhältnismäßigen Preisanstieg erlitten, und kurzfristig ist nicht mit einer Senkung dieser Preise zu rechnen. Man geht davon aus, dass die Preise sogar weiter steigen und der Wert des kolumbianischen Peso aufgrund der gleichen Abwertung weiter sinken wird, was zu einem deutlichen Anstieg des Pro-Kopf-Index Anfang 2022 führen wird.
So steht es in der Presse. Besonders bei den Mieten wurde für dieses Jahr ein höherer Anstieg als normal gewohnt angekündigt.
Die Preise steigen bei Milch- u. Fleischprodukten enorm und liegen mittlerweile weit über ALDI - Preisen in Deutschland. (Cartagena-Bocagrande). Zudem ist der Euro im Sinkflug (wg. steigender Energiepreise).
D1 ist keine Alternative für mich - ich habe absolut nichts gefunden. ARA ist da besser aufgestellt aber die Preise sind dort genauso hoch. Und Carulla? Ich habe dort 3 ltr. bestes Sonnenblumenöl gekauft zum halben Preis, außerdem gibt dort ein vernünftiges Brot und richtig gelagerten Fisch und ein großes Lachsangebot. Bleibt noch JUMBO, dort gibt es sogar Pumpernickl und Sonnenblumenvollkornbrot von Mestermacher aus Deutschland.
Wenn ich am Essen in Kolumbien sparen muss bleibe ich in Deutschland,
Importwaren könnten die nächsten Monate sogar billiger werden, weil der höhere Erdölpreis am Weltmarkt massiv gestiegen ist und Kolumbien deshalb gratis mit dem Erdölexport mehr Geld verdient (ergibt mehr USD, die teilweise in Pesos gewechselt werden).
Das war bereits in den Jahren von 2003 bis 2014 so, als der Peso gegen den US Dollar (und anderen Währungen) deutlich stärker wurde.
Wenn man zum Thema zurückkommt, kann man da überhaupt eine generelle Auskunft geben? Es ist doch verschiedenen von Stadt zu Stadt ... grosse Städte eher teurer als kleinere, unabhängig ob Inland oder Küste. Oder liege ich falsch?
Ich denke, dass man in großen Städten eher billigere Angebote in Bezug Lebensmittel findet als in kleinen Städten. Zudem ist die Auswahl an Produkten in den kleinen Städten meist geringer. Mieten und Nebenkosten dürften dafür in den kleineren Städten preiswerter sein. An der Küste könnte es teurer werden, wegen der Kühlung der Lebensmittel.