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Am Dienstagmorgen kam es auf der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Quibdó und Medellín zu einer dramatischen Geiselnahme durch die ELN-Guerrilla. Ein schwerer Zwischenfall, der uns schmerzlich vor Augen führt, wie fragil die Sicherheitslage in einigen Regionen des Landes nach wie vor ist.Wie kolumbianische Medien übereinstimmend berichten, fingen schwer bewaffnete Kämpfer des Frente de Guerra Occidental der ELN im Chocó, genauer gesagt im Abschnitt Las Toldas (zwischen Quibdó und El Carmen de Atrato), zwei Fernbusse des bekannten Transportunternehmens Rápido Ochoa ab. Die Guerrilleros zwangen die Fahrer, die Fahrzeuge quer auf die Fahrbahn zu stellen, um die Straße komplett zu blockieren.
Insgesamt wurden 45 Personen – darunter die Fahrer, Begleitpersonal sowie über 40 Passagiere, unter denen sich auch vier Minderjährige (darunter zwei Kleinkinder) befanden – stundenlang als menschliche Schutzschilde missbraucht.
Das Militär reagierte schnell und leitete mit Einheiten der 15. Brigade und der 7. Division eine groß angelegte Befreiungsaktion ein. Als sich die Soldaten näherten, zündete die ELN am Wegesrand versteckte Sprengsätze und eröffnete das Feuer. Bei diesem heftigen Gefecht verloren die zwei Berufssoldaten Elibert Ducuara Mosquera und Jean Carlos Vallejo Vargas ihr Leben; fünf weitere Militärangehörige erlitten Verletzungen oder schwere Knalltraumata.
Trotz des heftigen Widerstands gelang es den Einsatzkräften, alle Geiseln unversehrt zu befreien. Die geretteten Passagiere wurden umgehend per Hubschrauber zum Stützpunkt der 15. Brigade in Quibdó geflogen, wo sie medizinisch und psychologisch betreut werden.
Das Transportunternehmen hat vorerst reagiert und die Fahrten auf dieser Strecke ausgesetzt; Busse in Richtung Chocó werden bis auf Weiteres weiträumig über Pereira umgeleitet.



