Vielen Dank für Deinen input. Nun die Sprache kann ich zwar inzwischen, anders als vor 12 Jahren. Keinesfalls perfekt, aber so zu sprechen wie die einheimischen so dass es ununterscheidbar ist halte ich für schwierig und eigentlich auch nicht erforderlich. Man wird früher oder später auch an anderen Zeichen erkennen dass ich kein native Kolumbianer bin.
Abgesehen davon dass die Verwandten die vacuna bezahlen absolute bio-caleños sind, seit Generationen. Das schützt sie nicht vor Schutzgeldzahlungen. Umgekehrt die vielen die in estratos 1,2 oder 3 leben das Thema nicht haben. Insofern glaube ich eher an den Lebensstil, offensichtlichen d.h. sichtbaren hohen Wohlstand der die Wahrscheinlichkeit erhöht erpresst zu werden. Da hilft dann das perfekte Cali-Spanisch auch nicht mehr.
Für mich die andere Frage bei den wirklich gewaltigen reich-arm Gegensätzen, nicht nur WIE sondern auch WO man ggf wohnt um vacunas zu vermeiden. Ich glaube auch dass man mit den falschen Nachbarn schlicht Pech haben kann. Auch da sind die perfekten Sprachkenntnisse dann nicht mehr entscheidend.
vielen Dank für deine Rückmeldung. Du hast natürlich recht, jeder setzt seine Prioritäten anders und die Situation von alteingesessenen Kolumbianern ist eine ganz andere als die eines Zugezogenen.
Um das kurz einzuordnen, ich lebe selbst nicht in Kolumbien, sondern kenne das Land bisher nur von Urlaubsreisen und lese hier im Forum sehr interessiert mit. Dass du der persönlichen Sicherheit eine so große Aufmerksamkeit schenkst, finde ich absolut richtig. Die Kriminalitätsrate und die oft erschreckende Gewaltbereitschaft sind Faktoren, die man auf keinen Fall unterschätzen darf.
Für mich persönlich wäre das Risiko, gerade wenn man unterwegs ist, in gewaltsame Auseinandersetzungen zu geraten, ein Grund, mich dort nicht dauerhaft niederzulassen. Was auf den ersten Blick preiswert oder verlockend erscheint, kann am Ende durch die Sicherheitslage „teuer“ bezahlt werden.
Lass dich also von meiner Anmerkung zur Sprache nicht beirren. Schau dir alles in Ruhe vor Ort an, wäge die Risiken für deine spezifische Situation ab und triff deine Entscheidung ohne Eile.
Ich wünsche dir viel Glück bei deiner weiteren Planung!
Genau das ist unser Plan. Wir haben Zeit und wägen viele Parameter sorgfältig ab. Eigentlich hat dieser Prozess schon vor zehn Jahren begonnen, in der Folge waren wir mehrmals in Kolumbien. Dann kam die Covid-Pandemie und seither sind wieder ein paar Jahre vergangen. Aktuell führe ich viele Gespräche in der ausgeprägt "diversifizierten" Verwandtschaft mit unterschiedlichen Hintergründen.
Was nicht ausbleibt sind Vergleiche mit Deutschland und Europa. Dieses wäre ein Thema für sich. Hier im Forum fokussiere ich mich auf Diskussionen und den Austausch rund um Kolumbien.
Ich würde mich weiterhin freuen noch mehr feedback von in Kolumbien ansässigen Forumsmitgliedern zum Thema zu erhalten.