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Das Thema Gesundheit bleibt in Kolumbien das heißeste Eisen der aktuellen Politik. Wie das Wirtschaftsportal Valora Analitik berichtet, hat die kommende Regierung unter dem gewählten Präsidenten Abelardo de la Espriella nun erste konkrete Details dazu vorgelegt, wie sie die tiefgreifende Krise der Gesundheitskassen (EPS) anpacken will. Das Ressort hat in den ersten Tagen der neuen Amtszeit oberste Priorität.Der gewählte Vizepräsident José Manuel Restrepo kündigte eine massive finanzielle Finanzspritze an: Rund 10 Billionen Pesos (COP) sollen in das System gepumpt werden. Damit will man den enormen Druck von den EPS nehmen, der sich im Alltag der Kolumbianer zuletzt massiv bemerkbar gemacht hat. Ziel ist es, die Vergabe von Facharztterminen zu beschleunigen, die teils blockierte Ausgabe von Medikamenten zu sichern und die medizinische Grundversorgung zu stabilisieren.
De la Espriella sparte dabei nicht mit deutlicher Kritik an der Vorgängerregierung unter Gustavo Petro. Das Gesundheitssystem sei in einem Zustand hinterlassen worden, der einer „Intensivstation“ gleiche – geprägt von ausufernden Schulden bei den Kassen und Patienten, die um ihre Grundrechte kämpfen müssen. Die neue Führung kündigte an, das Übergabeteam im Gesundheitssektor angewiesen zu haben, strafrechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen der Vorgängeradministration zu prüfen.
Gleichzeitig wird ein akuter Stoßplan vorbereitet, der innerhalb der ersten 90 Tage der neuen Präsidentschaft greifen soll. Kernpunkte dieses Schnellprogramms sind eine spürbare Umverteilung der vorhandenen Mittel sowie eine direkte Reform des Verteilungsschlüssels für Medikamente, um die gröbsten Engpässe sofort zu lindern.



